Dienstag, 7. April 2009
Montag, 6. April 2009
Rindviecher
Eigentlich wollte ich die Zeitungsseite benutzen, um Gemüsereste darin einzuwickeln, aber dann fiel mein Blick auf die Rezension eines Sachbuchs, die ich heute morgen überblättert hatte. Der Titel des Artikels "Vorsicht bei Viertürern!" klang so verlockend, daß ich doch noch zu lesen begann - und dann nicht mehr aufhören konnte. Ein New Yorker namens Tom Vanderbilt hat ein Buch über das Autofahren* geschrieben, das auch für Leute interessant ist, die sich für Autos nun nicht so sehr begeistern können. Leute wie mich, bei denen Autos weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Die Rezension jedenfalls machte Lust auf mehr. Am besten hat mir natürlich diese Stelle gefallen:
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*Titel des Buchs: "Auto - Warum wir fahren, wie wir fahren und was das über uns sagt"
In Delhi laufen gelegentlich Kühe auf der Straße herum. Erhöht das die Unfallgefahr? Ein erfahrener indischer Polizist sagt, nein. Die Rindviecher auf der Straße bringen die Rindviecher am Steuer dazu, vorsichtig zu sein und nicht zu rasen.*ROFL*
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*Titel des Buchs: "Auto - Warum wir fahren, wie wir fahren und was das über uns sagt"
Blaublümlein
Das fantastische Wetter der vergangenen Woche hatte eine Menge Vorteile:
- ich konnte den Wintermantel endgültig in den Schrank hängen
- in den Mittagspausen habe ich schnell gegessen und mich dann auf den Pausenbalkon verzogen (Südlage - sehr schön!)
- wenn ich morgens die Rolläden hochziehe, strahlt mir gleich eine ganz besondere Sonne ins Zimmer: die Forsythie direkt vor meinem Fenster steht in prallgelber Blüte :-)
- das Eis schmeckt noch besser
- strahlend blauer Himmel wirkt sich (fast) immer positiv auf meine Laune aus
- ich konnte den Wintermantel endgültig in den Schrank hängen
- in den Mittagspausen habe ich schnell gegessen und mich dann auf den Pausenbalkon verzogen (Südlage - sehr schön!)
- wenn ich morgens die Rolläden hochziehe, strahlt mir gleich eine ganz besondere Sonne ins Zimmer: die Forsythie direkt vor meinem Fenster steht in prallgelber Blüte :-)
- das Eis schmeckt noch besser
- strahlend blauer Himmel wirkt sich (fast) immer positiv auf meine Laune aus
Donnerstag, 2. April 2009
Verfall
Mittwoch, 1. April 2009
Bücher 2009, Teil 3
Meine Bücher im März:
22. Karen Joy Fowler. "The Jane Austen Book Club"
In der Bücherei gibt's das Buch nur auf Englisch, macht aber nix. Ich habe mir vor einiger Zeit den Film auf DVD gekauft und finde ihn richtig schön, da mußte ich das Buch natürlich auch lesen. Fünf Frauen und ein Mann treffen sich jeden Monat, um gemeinsam über ein Buch von Jane Austen zu lesen. Aber natürlich geht es da auch um Zwischenmenschliches innerhalb der Gruppe. Sabine war von dem Buch eher mäßig begeistert, ich finde es ok. Der Film gefällt mir wesentlich besser - erstaunlich, wie frei Regisseur und Drehbuchautor mit dem Stoff umgegangen sind; die Grundkonstellation stimmt, aber viele Motive sind wesentlich deutlicher herausgearbeitet als im Buch. Außerdem mag ich Amy Brenneman (im Film die Sylvia), seit ich sie vor Jahren mal in "Für alle Fälle Amy" gesehen habe. Zusammen mit Kathy Baker (Bernadette) spielt sie überdies in einem anderen Film mit, den ich sehr gerne mag.
23. Ian Rankin. "Im Namen der Toten"
Der 16. Band mit Inspektor Rebus (irgendwie blöd, wenn man sich in der Reihenfolge der Lektüre danach richten muß, was in der Bücherei gerade da ist). Dieser hier jedenfalls spielt in der Woche des G8-Gipfels im schottischen Gleneagles, was nun nicht so weit von Edinburgh entfernt ist. Alle schottischen Polizisten sind mit den Vorbereitungen des Gipfels beschäftigt, nur John Rebus soll davon ferngehalten werden - was natürlich nicht klappt, denn Mörder lassen sich auch von der Ankunft hochrangiger Politiker nicht abhalten. Und Rebus erst recht nicht. Wieder ein sehr spannender Krimi.
24. Marina Lewycka. "Caravan"
Ihren ersten Roman, "Eine kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" habe ich schon letztes Jahr begeistert gelesen. Das hier ist ihr zweiter. Eine eigentlich sehr traurige Geschichte von illegalen (mehrheitlich osteuropäischen) Arbeitskräften in England, die von ihren diversen Arbeitgebern ausgebeutet und nach Strich und Faden betrogen werden. Doch die Abenteuer, die sie erleben, werden mit so viel Witz und Verve erzählt, daß es ein reines Vergnügen ist, diese Groteske zu lesen. Hoffentlich erscheint bald ihr dritter Roman.
25. Naomi Klein. "Die Schockstrategie"
Das letzte noch ungelesene Weihnachtsgeschenk. Ein harter Brocken. Die Autorin beschreibt den Siegeszug des Neoliberalismus à la Friedman. Ihre These: die Verfechter der ungezügelten Marktwirtschaft machen sich Schocks und Krisen zunutze, um ihr Wirtschaftsmodell durchzusetzen. Während die Bevölkerung noch wie gelähmt ist, wird in Hinterzimmern handstreichartig das Wirtschaftssystem umgekrempelt: Staatsbetriebe werden privatisiert, massenhaft Menschen entlassen, gleichzeitig fallen alle Handelsbeschränkungen, so daß billige Importwaren die einheimischen Produkte verdrängen. Erstmals angewendet wurde die Schock-Strategie in Chile unter Pinochet und den anderen lateinamerikanischen Militärdiktaturen. Die Folterungen waren demnach auch deshalb "notwendig", um die wichtigsten Kritiker der Wirtschaftspolitik der Juntas auszuschalten und den Rest der Bevölkerung so einzuschüchtern, daß diese es nicht wagte, dagegen zu protestieren. Die nächsten Stationen waren Osteuropa nach dem Fall des Kommunismus, New Orleans nach Katrina, Südostasien nach dem Tsunami und der Irakkrieg. Beängstigend. Gut geschrieben und solide recherchiert. Da kommt man mehr als nur ins Grübeln. Das andauernde Gejammer über die schlechte Lage in Deutschland sollte ja auch der Bevölkerung vor allem die Notwendigkeit sozialer Einschnitte deutlich machen. Vielleicht sollte man mal Friedmans Privatisierungsbibel lesen ...
26. Uwe Johnson. "Mutmassungen über Jakob"
Nein, das ist kein Rechtschreibfehler meinerseits, das hat der Autor so gewollt. Und einem Lieblingsschriftsteller verzeiht man so was. Das hier ist das erste Buch, das von Johnson veröffentlicht wurde (das eigentliche Erstlingswerk, "Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953", erschien erst posthum). Jakob Abs ist Dispatcher bei der ostdeutschen Reichsbahn. Am Tag seiner Rückkehr von einem Besuch in Westdeutschland verunglückt er tödlich beim Überqueren der Gleise. "Aber Jakob ist immer über die Gleise gegangen." War der Tod Unfall? Selbstmord? Oder Mord? Darüber denken die Menschen nach, denen Jakob in den letzten Monaten und Wochen vor seinem Tod begegnet ist: Gesine Cresspahl (jawohl, die Heldin aus den "Jahrestagen"), seine Quasi-Schwester, die ihn liebt und die seit einigen Jahren im Westen lebt. Dr. Jonas Blach, der Gesine liebt und Jakob bei einem Besuch in Jerichow bei Gesines Vater kennen- und schätzen gelernt hat. Herr Rohlfs, der nicht so heißt und bei der Stasi arbeitet. Er ist an Jakob interessiert, weil er über ihn an Gesine heranzukommen hofft, die einen Dolmetscherposten bei der Nato hat. Das ist sehr komplex erzählt, aber in der für Johnson typischen behäbigen Sprache, die ich so sehr mag. Irgendwie beginnt man die Zusammenhänge erst zu begreifen, wenn man das Buch einmal durchgelesen hat. Eigentlich müßte ich gleich noch mal anfangen. Statt dessen habe ich mich an Buch Nummer 27 gemacht:
27. "Die Katze Erinnerung. Uwe Johnson - Eine Chronik in Briefen und Bildern", zusammengestellt von Eberhard Fahlke
Das Buch lag so verführerisch auf dem "Angebotstisch" in der Bücherei, als ich das letzte Mal da war. Es ist einfach faszinierend. Anhand von Briefen Johnsons an Freunde und Bekannte, darunter sein Verleger Siegfried Unseld, Hannah Arendt, Max Frisch und andere, erhält man einen guten Überblick über das Leben von Uwe Johnson. Dabei geht es weniger um private Dinge (gut, man erfährt, daß er irgendwann mal geheiratet hat und eine Tochter geboren wurde), sondern über die Entstehungsprozesse seiner Romane, Erzählungen und die Lektoratsarbeiten, die er für den Suhrkamp-Verlag übernommen hat. Wie sorgfältig er recherchiert hat, um allein die "Jahrestage" schreiben zu können! Und dann die vielen Bilder: Johnson in verschiedenen Altersstufen, mal alleine, mal zusammen mit anderen Literaten, Landschaften und Straßen in Mecklenburg, Berlin und New York (das Haus am Riverside Drive, in dem er gewohnt hat und in dem er auch Gesine wohnen läßt!!!!!). Beim Lesen bekam ich direkt Lust darauf, mir die Jahrestage noch einmal vorzunehmen. Besonders aufgefallen ist mir auch, daß er in den Briefen praktisch genau so schreibt wie in den Romanen: mit viel Liebe zum Detail, etwas behäbig-umständlich formuliert und dennoch punktgenau und so oft mit tiefgründigem Humor. Wie schade, daß ich dieses Buch an die Bücherei zurückgeben muß ...
28. Kenzaburō Ōe. "Der schwarze Ast"
Die Fortsetzung von "Grüner Baum in Flammen", das ich im Februar gelesen habe. Die Gemeinschaft um Bruder Gii hat sich allmählich in eine Art "Kirche" verwandelt und findet mehr und mehr Anhänger, darunter auch solche, die sich anfangs gegen Bruder Gii gestellt hatten. Doch es ist immer noch eine Gemeinschaft im Aufbau, die um ihr spirituelles Programm, ihr "Evangelium" ringt. Die Mitglieder sammeln Texte oder Textstellen, die ihnen auf ihrer Suche nach den "Belangen der Seele" wichtig erscheinen: Auszüge aus dem Evangelium sind ebenso darunter wie buddhistische und philosophische Schriften, Gedichte von Yeats, Dantes "Göttliche Komödie" und Wagner-Arien. Bruder Gii ist selbst ein Suchender, vielleicht sogar der, der am stärksten sucht, aber die anderen sehen in ihm eine Art "Erlöser". Es geht noch philosophischer zu als im ersten Band. Was ist ein Erlöser? Bruder Gii ist deshalb ein Erlöser, weil die anderen ihn so sehen oder so sehen wollen, weil sie Antworten auf dieselben Fragen suchen, die auch Bruder Gii bewegen. Bruder Gii wiederum reagiert auf seine "Jünger" - er versucht, Antworten auf ihre Fragen zu finden, und antwortet, indem er laut darüber nachdenkt. Diese Antworten erhalten etwas Predigthaftes, wodurch die anderen wieder in ihrer Überzeugung bestärkt werden, Bruder Gii sei ein "Erlöser". Doch am Ende scheinen die Erwartungen zu hoch gewesen sein, denn als allgemein erwartet wird, Bruder Gii werde die "Kirche" auf eine neue Ebene stellen, vermag er es nicht und zieht sich zurück. Die Ich-Erzählerin der Romane, Satchan (eine sehr interessante Figur, denn sie ist ein Hermaphrodit und hat sich erst als Student/in dazu entschlossen, ihr Leben fortan als Frau zu verbringen), die Bruder Gii bisher immer unterstützt hat, verläßt das Tal und die Kirche.
22. Karen Joy Fowler. "The Jane Austen Book Club"
In der Bücherei gibt's das Buch nur auf Englisch, macht aber nix. Ich habe mir vor einiger Zeit den Film auf DVD gekauft und finde ihn richtig schön, da mußte ich das Buch natürlich auch lesen. Fünf Frauen und ein Mann treffen sich jeden Monat, um gemeinsam über ein Buch von Jane Austen zu lesen. Aber natürlich geht es da auch um Zwischenmenschliches innerhalb der Gruppe. Sabine war von dem Buch eher mäßig begeistert, ich finde es ok. Der Film gefällt mir wesentlich besser - erstaunlich, wie frei Regisseur und Drehbuchautor mit dem Stoff umgegangen sind; die Grundkonstellation stimmt, aber viele Motive sind wesentlich deutlicher herausgearbeitet als im Buch. Außerdem mag ich Amy Brenneman (im Film die Sylvia), seit ich sie vor Jahren mal in "Für alle Fälle Amy" gesehen habe. Zusammen mit Kathy Baker (Bernadette) spielt sie überdies in einem anderen Film mit, den ich sehr gerne mag.
23. Ian Rankin. "Im Namen der Toten"
Der 16. Band mit Inspektor Rebus (irgendwie blöd, wenn man sich in der Reihenfolge der Lektüre danach richten muß, was in der Bücherei gerade da ist). Dieser hier jedenfalls spielt in der Woche des G8-Gipfels im schottischen Gleneagles, was nun nicht so weit von Edinburgh entfernt ist. Alle schottischen Polizisten sind mit den Vorbereitungen des Gipfels beschäftigt, nur John Rebus soll davon ferngehalten werden - was natürlich nicht klappt, denn Mörder lassen sich auch von der Ankunft hochrangiger Politiker nicht abhalten. Und Rebus erst recht nicht. Wieder ein sehr spannender Krimi.
24. Marina Lewycka. "Caravan"
Ihren ersten Roman, "Eine kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" habe ich schon letztes Jahr begeistert gelesen. Das hier ist ihr zweiter. Eine eigentlich sehr traurige Geschichte von illegalen (mehrheitlich osteuropäischen) Arbeitskräften in England, die von ihren diversen Arbeitgebern ausgebeutet und nach Strich und Faden betrogen werden. Doch die Abenteuer, die sie erleben, werden mit so viel Witz und Verve erzählt, daß es ein reines Vergnügen ist, diese Groteske zu lesen. Hoffentlich erscheint bald ihr dritter Roman.
25. Naomi Klein. "Die Schockstrategie"
Das letzte noch ungelesene Weihnachtsgeschenk. Ein harter Brocken. Die Autorin beschreibt den Siegeszug des Neoliberalismus à la Friedman. Ihre These: die Verfechter der ungezügelten Marktwirtschaft machen sich Schocks und Krisen zunutze, um ihr Wirtschaftsmodell durchzusetzen. Während die Bevölkerung noch wie gelähmt ist, wird in Hinterzimmern handstreichartig das Wirtschaftssystem umgekrempelt: Staatsbetriebe werden privatisiert, massenhaft Menschen entlassen, gleichzeitig fallen alle Handelsbeschränkungen, so daß billige Importwaren die einheimischen Produkte verdrängen. Erstmals angewendet wurde die Schock-Strategie in Chile unter Pinochet und den anderen lateinamerikanischen Militärdiktaturen. Die Folterungen waren demnach auch deshalb "notwendig", um die wichtigsten Kritiker der Wirtschaftspolitik der Juntas auszuschalten und den Rest der Bevölkerung so einzuschüchtern, daß diese es nicht wagte, dagegen zu protestieren. Die nächsten Stationen waren Osteuropa nach dem Fall des Kommunismus, New Orleans nach Katrina, Südostasien nach dem Tsunami und der Irakkrieg. Beängstigend. Gut geschrieben und solide recherchiert. Da kommt man mehr als nur ins Grübeln. Das andauernde Gejammer über die schlechte Lage in Deutschland sollte ja auch der Bevölkerung vor allem die Notwendigkeit sozialer Einschnitte deutlich machen. Vielleicht sollte man mal Friedmans Privatisierungsbibel lesen ...
26. Uwe Johnson. "Mutmassungen über Jakob"
Nein, das ist kein Rechtschreibfehler meinerseits, das hat der Autor so gewollt. Und einem Lieblingsschriftsteller verzeiht man so was. Das hier ist das erste Buch, das von Johnson veröffentlicht wurde (das eigentliche Erstlingswerk, "Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953", erschien erst posthum). Jakob Abs ist Dispatcher bei der ostdeutschen Reichsbahn. Am Tag seiner Rückkehr von einem Besuch in Westdeutschland verunglückt er tödlich beim Überqueren der Gleise. "Aber Jakob ist immer über die Gleise gegangen." War der Tod Unfall? Selbstmord? Oder Mord? Darüber denken die Menschen nach, denen Jakob in den letzten Monaten und Wochen vor seinem Tod begegnet ist: Gesine Cresspahl (jawohl, die Heldin aus den "Jahrestagen"), seine Quasi-Schwester, die ihn liebt und die seit einigen Jahren im Westen lebt. Dr. Jonas Blach, der Gesine liebt und Jakob bei einem Besuch in Jerichow bei Gesines Vater kennen- und schätzen gelernt hat. Herr Rohlfs, der nicht so heißt und bei der Stasi arbeitet. Er ist an Jakob interessiert, weil er über ihn an Gesine heranzukommen hofft, die einen Dolmetscherposten bei der Nato hat. Das ist sehr komplex erzählt, aber in der für Johnson typischen behäbigen Sprache, die ich so sehr mag. Irgendwie beginnt man die Zusammenhänge erst zu begreifen, wenn man das Buch einmal durchgelesen hat. Eigentlich müßte ich gleich noch mal anfangen. Statt dessen habe ich mich an Buch Nummer 27 gemacht:
27. "Die Katze Erinnerung. Uwe Johnson - Eine Chronik in Briefen und Bildern", zusammengestellt von Eberhard Fahlke
Das Buch lag so verführerisch auf dem "Angebotstisch" in der Bücherei, als ich das letzte Mal da war. Es ist einfach faszinierend. Anhand von Briefen Johnsons an Freunde und Bekannte, darunter sein Verleger Siegfried Unseld, Hannah Arendt, Max Frisch und andere, erhält man einen guten Überblick über das Leben von Uwe Johnson. Dabei geht es weniger um private Dinge (gut, man erfährt, daß er irgendwann mal geheiratet hat und eine Tochter geboren wurde), sondern über die Entstehungsprozesse seiner Romane, Erzählungen und die Lektoratsarbeiten, die er für den Suhrkamp-Verlag übernommen hat. Wie sorgfältig er recherchiert hat, um allein die "Jahrestage" schreiben zu können! Und dann die vielen Bilder: Johnson in verschiedenen Altersstufen, mal alleine, mal zusammen mit anderen Literaten, Landschaften und Straßen in Mecklenburg, Berlin und New York (das Haus am Riverside Drive, in dem er gewohnt hat und in dem er auch Gesine wohnen läßt!!!!!). Beim Lesen bekam ich direkt Lust darauf, mir die Jahrestage noch einmal vorzunehmen. Besonders aufgefallen ist mir auch, daß er in den Briefen praktisch genau so schreibt wie in den Romanen: mit viel Liebe zum Detail, etwas behäbig-umständlich formuliert und dennoch punktgenau und so oft mit tiefgründigem Humor. Wie schade, daß ich dieses Buch an die Bücherei zurückgeben muß ...
28. Kenzaburō Ōe. "Der schwarze Ast"
Die Fortsetzung von "Grüner Baum in Flammen", das ich im Februar gelesen habe. Die Gemeinschaft um Bruder Gii hat sich allmählich in eine Art "Kirche" verwandelt und findet mehr und mehr Anhänger, darunter auch solche, die sich anfangs gegen Bruder Gii gestellt hatten. Doch es ist immer noch eine Gemeinschaft im Aufbau, die um ihr spirituelles Programm, ihr "Evangelium" ringt. Die Mitglieder sammeln Texte oder Textstellen, die ihnen auf ihrer Suche nach den "Belangen der Seele" wichtig erscheinen: Auszüge aus dem Evangelium sind ebenso darunter wie buddhistische und philosophische Schriften, Gedichte von Yeats, Dantes "Göttliche Komödie" und Wagner-Arien. Bruder Gii ist selbst ein Suchender, vielleicht sogar der, der am stärksten sucht, aber die anderen sehen in ihm eine Art "Erlöser". Es geht noch philosophischer zu als im ersten Band. Was ist ein Erlöser? Bruder Gii ist deshalb ein Erlöser, weil die anderen ihn so sehen oder so sehen wollen, weil sie Antworten auf dieselben Fragen suchen, die auch Bruder Gii bewegen. Bruder Gii wiederum reagiert auf seine "Jünger" - er versucht, Antworten auf ihre Fragen zu finden, und antwortet, indem er laut darüber nachdenkt. Diese Antworten erhalten etwas Predigthaftes, wodurch die anderen wieder in ihrer Überzeugung bestärkt werden, Bruder Gii sei ein "Erlöser". Doch am Ende scheinen die Erwartungen zu hoch gewesen sein, denn als allgemein erwartet wird, Bruder Gii werde die "Kirche" auf eine neue Ebene stellen, vermag er es nicht und zieht sich zurück. Die Ich-Erzählerin der Romane, Satchan (eine sehr interessante Figur, denn sie ist ein Hermaphrodit und hat sich erst als Student/in dazu entschlossen, ihr Leben fortan als Frau zu verbringen), die Bruder Gii bisher immer unterstützt hat, verläßt das Tal und die Kirche.
Sonntag, 29. März 2009
Frühlingsspaziergang
Das Wetter heute war richtig schön (wenn auch etwas frisch), das mußte ausgenutzt werden. Angedacht war ein Spaziergang durch den Tiergarten (nach dem Motto: mal gucken, was der Frühling macht), aber weil die Begleitung erst noch eine Örtlichkeit ausfindig machen wollte, sind wir erst vom Potsdamer Platz aus Richtung Osten marschiert und haben das Grenzgebiet von Mitte und Kreuzberg erkundet. Viel Beton und wenig Grün. Aber die Sonne schien.
Am Ende war der Tiergarten weit weg und der Kaffeedurst groß. Entgegenkommende Passanten mit prallgefüllten Einkaufstüten ließen uns vermuten, der große Kaufhof am Alex habe geöffnet. Da man dort auch einigermaßen günstig war und wir uns schon auf halber Strecke zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz befanden, haben wir halt kurzfristig umdisponiert.
Der direkte Weg wäre nun viel zu langweilig gewesen, so marschierten wir also an den neugebauten "Townhouses" (sehen schick aus, sind aber bestimmt unbezahlbar) gegenüber vom Auswärtigen Amt vorbei Richtung Nikolaiviertel. Bei dem schönen Sonnenschein mußten wir einfach noch ein Stück an der Spree vorbei, was uns folglich einen weiteren kleinen Umweg durch das Nikolaiviertel einbrachte.
Soviel Frischluft macht hungrig, also haben wir uns an der Pommesbude gegenüber vom Kaufhof erst mal je eine Currywurst gegönnt. Die Pommes wurden schwesterlich geteilt. Kleiner Tip für Berlinbesucher: die Currywurst da ist absolut in Ordnung und die Pommes echt lecker! Danach begaben wir uns in den Konsumtempel und besorgten uns einen Kaffee im Restaurantbereich im 5. Stock. Den Rückweg haben wir dann mit S-Bahn und Bus zurückgelegt. Den Tiergarten besuchen wir dann ein anderes Mal.
Am Ende war der Tiergarten weit weg und der Kaffeedurst groß. Entgegenkommende Passanten mit prallgefüllten Einkaufstüten ließen uns vermuten, der große Kaufhof am Alex habe geöffnet. Da man dort auch einigermaßen günstig war und wir uns schon auf halber Strecke zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz befanden, haben wir halt kurzfristig umdisponiert.
Der direkte Weg wäre nun viel zu langweilig gewesen, so marschierten wir also an den neugebauten "Townhouses" (sehen schick aus, sind aber bestimmt unbezahlbar) gegenüber vom Auswärtigen Amt vorbei Richtung Nikolaiviertel. Bei dem schönen Sonnenschein mußten wir einfach noch ein Stück an der Spree vorbei, was uns folglich einen weiteren kleinen Umweg durch das Nikolaiviertel einbrachte.
Soviel Frischluft macht hungrig, also haben wir uns an der Pommesbude gegenüber vom Kaufhof erst mal je eine Currywurst gegönnt. Die Pommes wurden schwesterlich geteilt. Kleiner Tip für Berlinbesucher: die Currywurst da ist absolut in Ordnung und die Pommes echt lecker! Danach begaben wir uns in den Konsumtempel und besorgten uns einen Kaffee im Restaurantbereich im 5. Stock. Den Rückweg haben wir dann mit S-Bahn und Bus zurückgelegt. Den Tiergarten besuchen wir dann ein anderes Mal.
Donnerstag, 26. März 2009
Heute in der Post
Vor einiger Zeit hatte ich meine Unterschrift für das Volksbegehren "Pro Reli" abgegeben. Außer mir waren noch jede Menge andere Leute dafür, daß Schüler in Berlin die Wahlfreiheit zwischen "neutralem" Ethikunterricht und konfessionsgebundenem Religionsunterricht in der Schule haben sollen. Das Volksbegehren war erfolgreich, und so wird am 26. April in einem Volksentscheid über diese Frage abgestimmt. Heute lag die Abstimmungsbenachrichtigung in meinem Briefkasten. Die muß ich jetzt gut (aber nicht zu gut) beiseite legen, damit ich diesen wichtigen Termin nicht versäume.
Der "Wahlkampf" hat übrigens auch schon längst begonnen. Auf dem Heimweg fiel mir ein Plakat der Linkspartei auf, die mit dem Spruch "Religion ist freiwillig" gegen die Wahlfreiheit wirbt. Deppen ...
Nachtrag 27.3.2009:
Meine Antwort auf die beiden Kommentare ist so lang ausgefallen, daß ich sie lieber direkt hier in den Eintrag setze:
@ BigBadJohn:
Da ist nichts dran falsch. Das Problem in Berlin ist nur, daß der Ethikunterricht für alle Schüler verpflichtend ist und der konfessionsgebundene Religionsunterricht nur zusätzlich belegt werden kann. Die Schüler, die etwas über den Hintergrund ihrer Konfession lernen wollen, werden mit einer höheren Stundenzahl "bestraft". Ethik ist ein reguläres Schulfach, in dem Zeugnisnoten verteilt werden, die versetzungsrelevant sind. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist für die Versetzung irrelevant. Ich bin für Wahlfreiheit. Das Problem, was ich mit dem Plakat der Linken habe, ist folgendes: Religion ist freiwillig, da haben die sogar recht, nur: auch Ethik ist freiwillig. Daß die Linkspartei mit ausgerechnet diesem Spruch gegen Wahlfreiheit argumentieren will, ist schlicht lächerlich.
@ Nic:
Pro Reli will die Möglichkeit des interkulturellen und interreligiösen Austauschs eben nicht abschaffen. Lies Dir mal die Argumente in der Amtlichen Information zum Volksentscheid" durch: "Zwischen Ethik und Religionsunterricht kann unabhängig von einer Religionszugehörigkeit frei gewählt werden. Die Wahl gilt für ein Schuljahr. (...) Die Unterrichtsgruppen von Ethik, Religions- und Weltanschauungsunterricht sollen zusammenarbeiten: in gemeinsam gestalteten Unterrichtsabschnitten, bei gemeinsamen Projekten oder indem sie einander darstellen oder befragen und gemeinsam diskutieren, was sie in ihrem Fach gelernt haben." (Hervorhebungen im Original)
Ich möchte auch noch mal auf die Ergebnisse einer Studie der HU Berlin verweisen: eine interdisziplinäre Forschergruppe hat die interreligiösen Kompetenzen von Berliner und Brandenburger Schülern untersucht und festgestellt: der (evangelische) Religionsunterricht fördert interreligiöse Kompetenzen.
Und was Dein letztes Argument betrifft: Wenn Religionsunterricht ein ordentliches Unterrichtsfach ist, kann der Staat die Unterrichtsinhalte viel besser kontrollieren, als es jetzt der Fall ist. Religion als ordentliches Unterrichtsfach steht unter staatlicher Aufsicht. Die Religionsgemeinschaften bestimmen zwar den Inhalt, sind dabei aber dem Grundgesetz verpflichtet. Meine Religionslehrer in NRW hatten - mit einer Ausnahme - ihr Fach auf Lehramt studiert und mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Die Ausnahme war ein von der Evangelischen Kirche abgestellter Pfarrer, der - im staatlichen Auftrag - ebenfalls Schulklassen übernommen hat. Lehrermangel halt. Wir haben im Religionsunterricht der Sekundarstufe I natürlich schwerpunktmäßig die evangelisch-lutherische Konfession kennengelernt, es gab aber auch Unterrichtseinheiten zum Katholizismus, Judentum und Islam. Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden herausgestellt und diskutiert. Ressentiments wurden nicht geschürt. Daneben gab es auch Einheiten zum "Sinn des Lebens". Das wird im katholischen und jüdischen Religionsunterricht nicht anders sein. Und es wird höchste Zeit, daß es einen staatlich kontrollierten islamischen Religionsunterricht gibt, mit Universitätsstudium und Staatsexamen Ich zitiere noch einmal aus den Argumenten von Pro Reli:
"Berlin darf vor dem, was Multikulturalität auch an sozialen Konflikten birgt, die Augen nicht verschließen. Der Abbau von Spannungen setzt jedoch voraus, dass jeder zumindest die Wurzeln und Quellen dessen kennt, worauf die eigene Kultur und seine persönliche Überzeugung beruhen.
Dabei gilt hier wie an anderer Stelle: Es ist wichtig zu wissen, was man tut oder denkt. Wo wenig Wissen über die eigenen Wurzeln und Vorstellungen besteht, kann Religion radikalisiert werden. Wissen über religiöse Inhalte beugt jeder Form von Radikalisierung vor. Diese Aufgabe kann ein aufgeklärter Religionsunterricht in staatlicher Verantwortung leisten. Dies gilt gleichermaßen für christlichen, jüdischen oder islamischen Religionsunterricht."
Der "Wahlkampf" hat übrigens auch schon längst begonnen. Auf dem Heimweg fiel mir ein Plakat der Linkspartei auf, die mit dem Spruch "Religion ist freiwillig" gegen die Wahlfreiheit wirbt. Deppen ...
Nachtrag 27.3.2009:
Meine Antwort auf die beiden Kommentare ist so lang ausgefallen, daß ich sie lieber direkt hier in den Eintrag setze:
@ BigBadJohn:
Da ist nichts dran falsch. Das Problem in Berlin ist nur, daß der Ethikunterricht für alle Schüler verpflichtend ist und der konfessionsgebundene Religionsunterricht nur zusätzlich belegt werden kann. Die Schüler, die etwas über den Hintergrund ihrer Konfession lernen wollen, werden mit einer höheren Stundenzahl "bestraft". Ethik ist ein reguläres Schulfach, in dem Zeugnisnoten verteilt werden, die versetzungsrelevant sind. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist für die Versetzung irrelevant. Ich bin für Wahlfreiheit. Das Problem, was ich mit dem Plakat der Linken habe, ist folgendes: Religion ist freiwillig, da haben die sogar recht, nur: auch Ethik ist freiwillig. Daß die Linkspartei mit ausgerechnet diesem Spruch gegen Wahlfreiheit argumentieren will, ist schlicht lächerlich.
@ Nic:
Pro Reli will die Möglichkeit des interkulturellen und interreligiösen Austauschs eben nicht abschaffen. Lies Dir mal die Argumente in der Amtlichen Information zum Volksentscheid" durch: "Zwischen Ethik und Religionsunterricht kann unabhängig von einer Religionszugehörigkeit frei gewählt werden. Die Wahl gilt für ein Schuljahr. (...) Die Unterrichtsgruppen von Ethik, Religions- und Weltanschauungsunterricht sollen zusammenarbeiten: in gemeinsam gestalteten Unterrichtsabschnitten, bei gemeinsamen Projekten oder indem sie einander darstellen oder befragen und gemeinsam diskutieren, was sie in ihrem Fach gelernt haben." (Hervorhebungen im Original)
Ich möchte auch noch mal auf die Ergebnisse einer Studie der HU Berlin verweisen: eine interdisziplinäre Forschergruppe hat die interreligiösen Kompetenzen von Berliner und Brandenburger Schülern untersucht und festgestellt: der (evangelische) Religionsunterricht fördert interreligiöse Kompetenzen.
Und was Dein letztes Argument betrifft: Wenn Religionsunterricht ein ordentliches Unterrichtsfach ist, kann der Staat die Unterrichtsinhalte viel besser kontrollieren, als es jetzt der Fall ist. Religion als ordentliches Unterrichtsfach steht unter staatlicher Aufsicht. Die Religionsgemeinschaften bestimmen zwar den Inhalt, sind dabei aber dem Grundgesetz verpflichtet. Meine Religionslehrer in NRW hatten - mit einer Ausnahme - ihr Fach auf Lehramt studiert und mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Die Ausnahme war ein von der Evangelischen Kirche abgestellter Pfarrer, der - im staatlichen Auftrag - ebenfalls Schulklassen übernommen hat. Lehrermangel halt. Wir haben im Religionsunterricht der Sekundarstufe I natürlich schwerpunktmäßig die evangelisch-lutherische Konfession kennengelernt, es gab aber auch Unterrichtseinheiten zum Katholizismus, Judentum und Islam. Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden herausgestellt und diskutiert. Ressentiments wurden nicht geschürt. Daneben gab es auch Einheiten zum "Sinn des Lebens". Das wird im katholischen und jüdischen Religionsunterricht nicht anders sein. Und es wird höchste Zeit, daß es einen staatlich kontrollierten islamischen Religionsunterricht gibt, mit Universitätsstudium und Staatsexamen Ich zitiere noch einmal aus den Argumenten von Pro Reli:
"Berlin darf vor dem, was Multikulturalität auch an sozialen Konflikten birgt, die Augen nicht verschließen. Der Abbau von Spannungen setzt jedoch voraus, dass jeder zumindest die Wurzeln und Quellen dessen kennt, worauf die eigene Kultur und seine persönliche Überzeugung beruhen.
Dabei gilt hier wie an anderer Stelle: Es ist wichtig zu wissen, was man tut oder denkt. Wo wenig Wissen über die eigenen Wurzeln und Vorstellungen besteht, kann Religion radikalisiert werden. Wissen über religiöse Inhalte beugt jeder Form von Radikalisierung vor. Diese Aufgabe kann ein aufgeklärter Religionsunterricht in staatlicher Verantwortung leisten. Dies gilt gleichermaßen für christlichen, jüdischen oder islamischen Religionsunterricht."
Ampelstörung
Heute morgen gab es für mich direkt was zu sehen, während ich auf meinen Bus wartete:

Die Ampelanlage an der Kreuzung war ausgefallen, und zwei Polizisten in lustigen neongelben Jäckchen waren eifrig dabei, den Verkehr zu regeln.

Das klappte richtig gut. Nur ein Kleinwagen, der aus der Seitenstraße kam, meinte, einfach so abbiegen zu können, zumal der Polizist gerade mit dem Rücken zu ihm stand. Aber irgendwie hatte unser Freund und Helfer das doch mitbekommen, denn er drehte sich nur kurz um und brüllte kurz "HEH!" - und der Fahrer trat in die Bremsen.
Die beiden ca. siebenjährigen Zwillingsmädchen, die an Mutters Hand ebenfalls auf den Bus warteten, fanden das ganze mindestens ebenso spannend wie ich. :-)
Kurz bevor der Bus kam, ertönte ein lauter Pfiff aus der Trillerpfeife. Der Entstörungstechniker hatte die Ampelanlage wieder angeworfen, und die beiden Polizisten konnten von ihren Podesten steigen und diese dann von der Kreuzung rollen.
Die Ampelanlage an der Kreuzung war ausgefallen, und zwei Polizisten in lustigen neongelben Jäckchen waren eifrig dabei, den Verkehr zu regeln.
Das klappte richtig gut. Nur ein Kleinwagen, der aus der Seitenstraße kam, meinte, einfach so abbiegen zu können, zumal der Polizist gerade mit dem Rücken zu ihm stand. Aber irgendwie hatte unser Freund und Helfer das doch mitbekommen, denn er drehte sich nur kurz um und brüllte kurz "HEH!" - und der Fahrer trat in die Bremsen.
Die beiden ca. siebenjährigen Zwillingsmädchen, die an Mutters Hand ebenfalls auf den Bus warteten, fanden das ganze mindestens ebenso spannend wie ich. :-)
Kurz bevor der Bus kam, ertönte ein lauter Pfiff aus der Trillerpfeife. Der Entstörungstechniker hatte die Ampelanlage wieder angeworfen, und die beiden Polizisten konnten von ihren Podesten steigen und diese dann von der Kreuzung rollen.
Mittwoch, 25. März 2009
Vom Potsdamer Platz zum Ku'damm
Nach Feierabend waren der Kollege und ich auf dem Weg zur U-Bahn (der Kollege) bzw. Bushaltestelle (ich). Da wurden wir von zwei uns entgegenkommenden ortsfremden Jünglingen angesprochen:
"Entschuldigung, wie geht's denn von hier zum Ku'damm? Oder ist das weit von hier?"
Wohlgemerkt, wir befanden uns in unmittelbarer Nähe vom Potsdamer Platz. Die Antwort übernahm ich:
"Also, erstens ist das sehr weit weg von hier, und zweitens geht ihr eh in die falsche Richtung!"
Wir haben ihnen die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfohlen.
"Entschuldigung, wie geht's denn von hier zum Ku'damm? Oder ist das weit von hier?"
Wohlgemerkt, wir befanden uns in unmittelbarer Nähe vom Potsdamer Platz. Die Antwort übernahm ich:
"Also, erstens ist das sehr weit weg von hier, und zweitens geht ihr eh in die falsche Richtung!"
Wir haben ihnen die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfohlen.
Aufgeweckt
"Brrr, ist das kalt draußen!" meinte die Kollegin, kaum daß sie von der Raucherpause auf dem heute recht zugigen Pausenbalkon wieder in die warme Küche zurückgekehrt war. "Immerhin bin ich jetzt wieder wach."
Sprach's, und mußte herzhaft gähnen.
Sprach's, und mußte herzhaft gähnen.
Montag, 23. März 2009
Frühling?
Da hat der Frühling offiziell begonnen, aber irgendwie war das Wetter in diesem Jahr auch schon mal besser. Letzte Woche zum Beispiel, als wir in der Mittagspause ohne Jacke auf dem Pausenbalkon saßen und uns von der Sonne bescheinen ließen. Nun ja.
Dennoch habe ich mir gestern zur Saisoneröffnung ein großes Eis in der besten Eisdiele Berlins gegönnt. Wenn ich Eis essen will, kann ich auf die klimatischen Bedingungen keine Rücksicht nehmen.
Was das Wochenende sonst so brachte: die Löhner Kantorei, deren Mitglied ich auch einmal war, kam für zwei Tage nach Berlin. Meine Mutter als treues Chormitglied war auch dabei, und mein Vater hat seine Frau begleitet. Am Samstag sang der Chor zur Abendandacht in der kleinen Kapelle von Mariendorf-Ost (klein, aber überraschend gute Akustik) das Requiem von Dvorak. Sehr, sehr schönes Konzert (nur einmal unterbrochen von einem leise, aber vernehmlich "Jesu bleibet meine Freude" quäkenden Telefon. Interessant, wie groß das Angebot an Handy-Klingeltönen mittlerweile geworden ist).
Anschließend ließ ich mich von meinen Eltern in meine Lieblingspizzeria einladen, und am Sonntag besichtigten wir gemeinsam die Hitchcock-Ausstellung im Filmmuseum. Kurz nach drei mußten alle Löhner (und zwei Bad Oeynhausener) wieder in den Bus steigen, und ich begab mich dann zur Eisdiele.
Dennoch habe ich mir gestern zur Saisoneröffnung ein großes Eis in der besten Eisdiele Berlins gegönnt. Wenn ich Eis essen will, kann ich auf die klimatischen Bedingungen keine Rücksicht nehmen.
Was das Wochenende sonst so brachte: die Löhner Kantorei, deren Mitglied ich auch einmal war, kam für zwei Tage nach Berlin. Meine Mutter als treues Chormitglied war auch dabei, und mein Vater hat seine Frau begleitet. Am Samstag sang der Chor zur Abendandacht in der kleinen Kapelle von Mariendorf-Ost (klein, aber überraschend gute Akustik) das Requiem von Dvorak. Sehr, sehr schönes Konzert (nur einmal unterbrochen von einem leise, aber vernehmlich "Jesu bleibet meine Freude" quäkenden Telefon. Interessant, wie groß das Angebot an Handy-Klingeltönen mittlerweile geworden ist).
Anschließend ließ ich mich von meinen Eltern in meine Lieblingspizzeria einladen, und am Sonntag besichtigten wir gemeinsam die Hitchcock-Ausstellung im Filmmuseum. Kurz nach drei mußten alle Löhner (und zwei Bad Oeynhausener) wieder in den Bus steigen, und ich begab mich dann zur Eisdiele.
Mittwoch, 18. März 2009
Charmeoffensive
Berlin soll freundlicher werden. Dagegen ist ja an sich nichts einzuwenden (obwohl: so schlimm find' ich das hier gar nicht). Was mir dagegen gar nicht gefällt, ist diese Werbekampagne - zum einen ist das albern, den Leuten per Kampagne ein neues Verhalten eintrichtern zu wollen. Das hat schon in der Sowjetunion nicht so richtig geklappt. Zum anderen, weil ich bei dem Unternehmen, das die Berlin-Werbung organisiert, letztes Jahr ein echt unterirdisches Vorstellungsgespräch hatte. Der Marketingmensch hatte sich da mehr für sein Blackberry interessiert als für die ihm gegenübersitzende Bewerberin. Und jetzt ziehen die eine Freundlichkeitskampagne auf - pffff.
Dienstag, 17. März 2009
Duftstoffe
Lektion des Tages:
Eine Pralinenverkostung, bei der zuerst der Geruch der edlen Süßigkeit getestet wird, funktioniert besser, wenn man sich die Hände nicht vorher mit einer stark duftenden Seife gewaschen hat.
Eine Pralinenverkostung, bei der zuerst der Geruch der edlen Süßigkeit getestet wird, funktioniert besser, wenn man sich die Hände nicht vorher mit einer stark duftenden Seife gewaschen hat.
Sonntag, 15. März 2009
Konsumterror
Samstag, 14. März 2009
ITB 2009
Wie schon im vergangenen Jahr habe ich mich einen Tag lang auf der ITB umgeschaut. Wenn man schon für ein Reisemagazin schreibt, ist das praktisch Pflicht. Gestern habe ich also schon um kurz nach zehn die Messehallen betreten und sie erst nach achtzehn Uhr wieder verlassen. War ganz schön anstrengend, hat sich aber auch gelohnt.

Die Omanis haben wieder einen sehr schönen Stand gehabt (kein Wunder: er sah letztes Jahr genauso aus *zwinker*). Für mich (und den Herausgeber des Reisemagazins, für das ich schreibe) diente der Stand auch gleichzeitig als Basis, denn die sind die wohl besten Kunden des Magazins und so durften wir unsere Mäntel dort in der Garderobe abgeben. Außerdem lag auch die neueste Ausgabe der Zeitschrift mit am Stand aus. :-) Zwischenzeitlich ließen die Omanis auch einen ferngesteuerten Zeppelin um den Stand herumfliegen - gekonnt gesteuert von einem Mann mittleren Alters, der seinen sichtlichen Spaß daran hatte.

Und sonst? Am Stand von Namibia gab es ein kleines Frühstück und ein hochinteressantes Gespräch mit einer Vertreterin der Namibia Wildlife Resorts. Am Kasachstanstand konnte ich eine Bekannte treffen, die ich auf der Pressereise im vergangenen Jahr kennengelernt habe. War sehr schön, sie wieder zu sehen. Ein anderer Bekannten von dieser Pressereise hat inzwischen mit Kasachstan nichts mehr zu tun, war aber auch auf der ITB. Mal sehen, ob und was sich aus diesen Begegnungen entwickelt.
Der Italien-Stand in Halle 1 überraschte durch seine riesigen Ausmaße und seine beeindruckende Häßlichkeit. Sah aus, als hätten sie die Möbel irgendwo von der CeBIT oder einem großen Apple-Geschäft geklaut. Alles in strahlendem Plastikweiß, grelles Licht - kalt, abweisend und ungemütlich. Definitiv nicht der Stand, mit dem man auf einer Touristikmesse punktet. Es sei denn, man bietet Reisen in die Antarktis an. Entsprechend übersichtlich sah dort alles aus, und das Standpersonal hatte Mühe, seine Langeweile zu verbergen.
Abends war ich fix und alle. Das viele Rumlaufen und -stehen war doch recht anstrengend. Immerhin hatte ich vom letzten Jahr gelernt und nicht an jedem zweiten Stand Prospekte eingesammelt, sondern bin gezielter auf Informationssuche gegangen. Hatte folglich auch weniger zu schleppen. Dennoch ist die "Ausbeute" nicht schlecht. Auf dem USB-Stick ist neben den Pressematerialien bestimmt noch Speicherplatz übrig. Das Flugzeugmodell (wenn man schon Beziehungen zum Standpersonal hat) kann ich bestimmt mal weiterverschenken. Nur mit dieser Porzellanschale, die am Stand einer PR-Agentur verteilt wurde, kann ich derzeit wenig anfangen. Mein erster Gedanke war: oh, eine Seifenschale! Wie praktisch! Laut Beipackzettel ist es aber ein Midi-Dipschälchen. (Hätte gerne die Mini-Variante gesehen - in Midi paßt schon nix rein.). Na ja, wie heißt es doch so schön? Einem geschenkten Gaul ...
Der Italien-Stand in Halle 1 überraschte durch seine riesigen Ausmaße und seine beeindruckende Häßlichkeit. Sah aus, als hätten sie die Möbel irgendwo von der CeBIT oder einem großen Apple-Geschäft geklaut. Alles in strahlendem Plastikweiß, grelles Licht - kalt, abweisend und ungemütlich. Definitiv nicht der Stand, mit dem man auf einer Touristikmesse punktet. Es sei denn, man bietet Reisen in die Antarktis an. Entsprechend übersichtlich sah dort alles aus, und das Standpersonal hatte Mühe, seine Langeweile zu verbergen.
Abends war ich fix und alle. Das viele Rumlaufen und -stehen war doch recht anstrengend. Immerhin hatte ich vom letzten Jahr gelernt und nicht an jedem zweiten Stand Prospekte eingesammelt, sondern bin gezielter auf Informationssuche gegangen. Hatte folglich auch weniger zu schleppen. Dennoch ist die "Ausbeute" nicht schlecht. Auf dem USB-Stick ist neben den Pressematerialien bestimmt noch Speicherplatz übrig. Das Flugzeugmodell (wenn man schon Beziehungen zum Standpersonal hat) kann ich bestimmt mal weiterverschenken. Nur mit dieser Porzellanschale, die am Stand einer PR-Agentur verteilt wurde, kann ich derzeit wenig anfangen. Mein erster Gedanke war: oh, eine Seifenschale! Wie praktisch! Laut Beipackzettel ist es aber ein Midi-Dipschälchen. (Hätte gerne die Mini-Variante gesehen - in Midi paßt schon nix rein.). Na ja, wie heißt es doch so schön? Einem geschenkten Gaul ...
Donnerstag, 12. März 2009
Tips und Tricks im Umgang mit dem Kaffeeautomaten
Kollegin 1: "Ich kann diesen Kaffee einfach nicht trinken, der schmeckt irgendwie ... merkwürdig. Ich trinke immer nur Tee."
Kollege: "Du mußt den linken Kaffeeautomaten nehmen, auf "stark" und auf eine kleinere Menge stellen und dann mit heißem Wasser auffüllen. Dann schmeckt er."
Ich: "Und wie lange hast Du rumprobiert, bis du das raushattest?"
Kollege: "Ein Jahr."
Kollegin 2: "Hast ja auch schon beim Vorstellungsgespräch deine Versuchsreihe gestartet."
Kollege: "Du mußt den linken Kaffeeautomaten nehmen, auf "stark" und auf eine kleinere Menge stellen und dann mit heißem Wasser auffüllen. Dann schmeckt er."
Ich: "Und wie lange hast Du rumprobiert, bis du das raushattest?"
Kollege: "Ein Jahr."
Kollegin 2: "Hast ja auch schon beim Vorstellungsgespräch deine Versuchsreihe gestartet."
Es ist vollbracht
Mein erster selbstgestrickter Schal:


Am Montababend wurde das gute Stück fertiggestellt, und die letzten drei Tage habe ich es mit stolzgeschwellter Brust durch Berlin getragen. Ist schön leicht und weich, auch wenn mich der Anblick immer wieder an Uschis (Biolehrerin) Fusselzelte (Sabines Ausdruck - sehr passend) denken muß.
Das Übungsstück habe ich wohlweißlich nicht zum Vergleich daneben gelegt. Damit Ihr trotzdem eine Vorstellung davon habt, zitiere ich meine Lehrerin, die das Teil einer abwesenden Person mit folgenden Worten beschrieb: "Wenn es so hätte aussehen sollen, wäre es unmöglich gewesen, es hinzukriegen." *g*
Das Übungsstück habe ich wohlweißlich nicht zum Vergleich daneben gelegt. Damit Ihr trotzdem eine Vorstellung davon habt, zitiere ich meine Lehrerin, die das Teil einer abwesenden Person mit folgenden Worten beschrieb: "Wenn es so hätte aussehen sollen, wäre es unmöglich gewesen, es hinzukriegen." *g*
Dienstag, 10. März 2009
Anrufer
Die eine Messe ist glücklich überstanden, bis zur anderen ist noch Luft: es geht derzeit wesentlich entspannter bei uns zu. Es gab auch weniger Anrufe als z.B. noch letzte Woche, aber ein paar markante Persönlichkeiten waren doch wieder dabei:
- eine Spanierin, die versucht hat, Englisch zu sprechen - total lieb und nett, aber anstrengend
- eine Italienerin, deren Versuch etwas erfolgreicher verlief
- der Stammkunde - mittlerweile im ganzen Team berüchtigt, und alle fragen sich: hat der auf Arbeit sonst nix zu tun?!
- Darth Vader
- eine Spanierin, die versucht hat, Englisch zu sprechen - total lieb und nett, aber anstrengend
- eine Italienerin, deren Versuch etwas erfolgreicher verlief
- der Stammkunde - mittlerweile im ganzen Team berüchtigt, und alle fragen sich: hat der auf Arbeit sonst nix zu tun?!
- Darth Vader
Sonntag, 8. März 2009
Staubwedelbalkon
Samstag, 7. März 2009
Experimentelle Küche, Teil 3
Vor einiger Zeit hieß das große Thema in meiner Küche mal wieder: Reste verwerten. Ganz dringend weg mußte der Rest der Gnocchi, und weil auf der Packung stand, man könne sie auch mit Olivenöl und etwas Salbei in der Pfanne braten, habe ich das mal probiert. Nun gab es aber noch andere Dinge, die dringend wegmußten: Speckwürfel und vor allem der Rest Pizzakäse. Also erst die Gnocchi angebraten, dann den Speck dazu, mit Salbei und etwas Pfeffer gewürzt, und am Ende den Käse drüber gestreut und den Deckel auf die Pfanne getan. War nicht schlecht, aber etwas salzig (wegen des Specks) und trocken. Was hatte ich einen Durst hinterher!
Heute habe ich das mal etwas abgewandelt. Wieder war Pizzakäse übrig geblieben, ebenso eine Packung Speckwürfel. Im Supermarkt habe ich wieder Gnocchi gekauft und außerdem geschälte Tomaten in der Dose (die frisch gekauften Tomaten dürfen noch ein paar Tage nachreifen - man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, daß die irgendwann doch noch nach was schmecken). Wieder habe ich erst die Gnocchi in Olivenöl angebraten, dann die Speckwürfel dazu, etwas Salbei und mehr Pfeffer drüber. Dann habe ich die Tomaten dazugegeben und kleingedrückt. Das Ganze habe ich etwas einkochen lassen, noch mal mit Pfeffer nachgewürzt, und abschließend kam der Käse drüber. Nach zwei Minuten in der zugedeckten Pfanne war das Essen fertig - und es hat sehr gut geschmeckt! Das gibt es ab jetzt wohl öfter ... :-)
Heute habe ich das mal etwas abgewandelt. Wieder war Pizzakäse übrig geblieben, ebenso eine Packung Speckwürfel. Im Supermarkt habe ich wieder Gnocchi gekauft und außerdem geschälte Tomaten in der Dose (die frisch gekauften Tomaten dürfen noch ein paar Tage nachreifen - man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, daß die irgendwann doch noch nach was schmecken). Wieder habe ich erst die Gnocchi in Olivenöl angebraten, dann die Speckwürfel dazu, etwas Salbei und mehr Pfeffer drüber. Dann habe ich die Tomaten dazugegeben und kleingedrückt. Das Ganze habe ich etwas einkochen lassen, noch mal mit Pfeffer nachgewürzt, und abschließend kam der Käse drüber. Nach zwei Minuten in der zugedeckten Pfanne war das Essen fertig - und es hat sehr gut geschmeckt! Das gibt es ab jetzt wohl öfter ... :-)
Freitag, 6. März 2009
Nackt
Am Montagabend war ich zum gemeinsamen Pizzaessen verabredet und wollte mich gerade allmählich auf den Weg machen, als mein Blick in den Spiegel im Flur fiel. Irgendwie sah mein Hals verdächtig nackt aus - wo war die Kette hin?
Am Mittag war ich erst noch kurz zum Supermarkt gegangen, am Nachmittag war ich im Waschsalon gewesen. Ich konnte mich noch dran erinnern, die Kette umgemacht zu haben, bevor ich zum Einkaufen ging. (War unter dem Mantel zwar eh nicht zu sehen, aber frau muß doch ordentlich angezogen sein, wenn sie aus dem Haus geht.) Passend zum weißen Strickpulli hatte ich die blaue Kette angelegt, und ich konnte mich nicht daran erinnern, sie später wieder abnommen zu haben. Nicht, daß ich nicht trotzdem auf Kommode und Tischen nachgesehen hätte. Man weiß ja nie. Auf dem Eßtisch lag die Armbanduhr (die ich auch immer abnehme, sobald ich heimkomme, und dann immer an die erstbeste Stelle lege), aber die Kette war nirgends zu sehen.
Nun hatte diese Kette einen Schraubverschluß, der mir schon des öfteren als lose aufgefallen war. Sie muß mir also irgendwo zwischen Edeka und Waschsalon vom Hals gefallen und durch die Kleidung gerutscht sein. Mist. Die ist jetzt weg. Finanziell ist es kein Drama; sie war nicht teuer, aber ich habe sie sehr gerne getragen. Außerdem war es schon die zweite - das (identisch aussehende) Vorgängermodell hat sich vor Jahren mal im Schal verfangen, als ich mir letzteren vom Hals zog, und ist gerissen. Jetzt muß ich also mal an diesen Straßenständen nach Ersatz Ausschau halten.
Am Mittag war ich erst noch kurz zum Supermarkt gegangen, am Nachmittag war ich im Waschsalon gewesen. Ich konnte mich noch dran erinnern, die Kette umgemacht zu haben, bevor ich zum Einkaufen ging. (War unter dem Mantel zwar eh nicht zu sehen, aber frau muß doch ordentlich angezogen sein, wenn sie aus dem Haus geht.) Passend zum weißen Strickpulli hatte ich die blaue Kette angelegt, und ich konnte mich nicht daran erinnern, sie später wieder abnommen zu haben. Nicht, daß ich nicht trotzdem auf Kommode und Tischen nachgesehen hätte. Man weiß ja nie. Auf dem Eßtisch lag die Armbanduhr (die ich auch immer abnehme, sobald ich heimkomme, und dann immer an die erstbeste Stelle lege), aber die Kette war nirgends zu sehen.
Nun hatte diese Kette einen Schraubverschluß, der mir schon des öfteren als lose aufgefallen war. Sie muß mir also irgendwo zwischen Edeka und Waschsalon vom Hals gefallen und durch die Kleidung gerutscht sein. Mist. Die ist jetzt weg. Finanziell ist es kein Drama; sie war nicht teuer, aber ich habe sie sehr gerne getragen. Außerdem war es schon die zweite - das (identisch aussehende) Vorgängermodell hat sich vor Jahren mal im Schal verfangen, als ich mir letzteren vom Hals zog, und ist gerissen. Jetzt muß ich also mal an diesen Straßenständen nach Ersatz Ausschau halten.
Mittwoch, 4. März 2009
Dreharbeiten
Am Montag fanden auf dem Pausenbalkon Dreharbeiten für die Serie "Der Kommissar" statt. Schick ist er ja (der Balkon!). In ein paar Monaten oder so ist "unser" Balkon also mal im Fernsehen. (Dieses Ereignis muß leider ohne mich stattfinden, ich hab' ja keine Flimmerkiste.)
Für uns hatte das den eher unbequemen Nebeneffekt, daß die Kollegen, die am Montag gearbeitet haben, die große Küche nicht für die Pause nutzen konnten. Zum Glück gibt es noch eine kleine Teeküche - die bloß kein Fenster und auch überhaupt keinen Platz hat. Aber was tut man nicht alles für die Kunst. ;-) Am Dienstag war ebenfalls noch Ausnahmezustand, weil sie mit dem Drehen nicht fertiggeworden sind. Aber am Mittag sind die Fernsehleute dann abgezogen, und ich konnte meine Mittagspause wieder wie gewohnt bei fantastischer Aussicht genießen (und kam an die Mikrowelle ran *g*).
Ehe einer fragt: nein, ich habe keine bekannten Schauspieler gesehen. Die haben ihre Arbeit gemacht und ich meine.
Für uns hatte das den eher unbequemen Nebeneffekt, daß die Kollegen, die am Montag gearbeitet haben, die große Küche nicht für die Pause nutzen konnten. Zum Glück gibt es noch eine kleine Teeküche - die bloß kein Fenster und auch überhaupt keinen Platz hat. Aber was tut man nicht alles für die Kunst. ;-) Am Dienstag war ebenfalls noch Ausnahmezustand, weil sie mit dem Drehen nicht fertiggeworden sind. Aber am Mittag sind die Fernsehleute dann abgezogen, und ich konnte meine Mittagspause wieder wie gewohnt bei fantastischer Aussicht genießen (und kam an die Mikrowelle ran *g*).
Ehe einer fragt: nein, ich habe keine bekannten Schauspieler gesehen. Die haben ihre Arbeit gemacht und ich meine.
Kräne
Ja, ich weiß: es liegt kein Schnee mehr in Berlin. Das Foto ist ja auch schon so gut zwei Wochen alt und wurde erst mal auf meiner Kamera "vergessen". Ich finde das Motiv nur nach wie vor so interessant, daß ich das Foto lieber blogge, bevor hier endgültig der Frühling ausbricht und es gar nicht mehr paßt.
Montag, 2. März 2009
Am Großen Müggelsee

Was hier wie ein matschiger Acker aussieht, ist in Wirklichkeit der Große Müggelsee. Ist halt noch Eis drauf, das zumindest einen ausgewachsenen Schwan und eine leere Bierflasche (hier nicht im Bild, da unästhetisch) trägt.
Sonntag, 1. März 2009
Bücher 2009, Teil 2
Und weiter ging es im Februar:
11. Siegfried Lenz, "Deutschstunde"
Ein Klassiker, den ich schon (fast) immer mal lesen wollte. Zweimal hatte ich auch schon damit angefangen (ein Exemplar des Buches steht im Bücherschrank der Eltern), jetzt lag das Buch so einladend auf dem "Angebotstisch" der Stadtbibliothek herum. Siggi Jepsen ist der Sohn des Dorfpolizisten aus einem Dorf in Nordfriesland irgendwo an der Küste. Er sitzt in einer Besserungsanstalt für schwerzerziehbare Jugendliche und soll eine Strafarbeit zum Thema "Die Freuden der Pflicht" schreiben. Er schreibt über seine Kindheit in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs. Da erhielt sein Vater den Auftrag, das Malverbot für den berühmten Maler Nansen zu überwachen und durchzusetzen. Spannend. Verstehe gar nicht mehr, warum die ersten beiden Anläufe immer schon nach den ersten zwei, drei Seiten gescheitert sind. :-o
12. E.T.A. Hoffmann, "Der Sandmann"
Das Buch war eine Leihgabe, die schon eine ganze Weile in meinem Regal herumlag. Nathanael glaubt, in dem Optiker Coppola den finsteren Dr. Coppelius wiederzuererkennen, den er für den Tod seines Vaters (starb bei einem alchemistischen Versuch) verantwortlich macht. Außerdem verliebt er sich unsterblich in Olimpia, die Tochter seines Professors, ohne zu bemerken, dass es sich dabei um einen Automaten handelt. Stattdessen hält er ihre "Achs", mit denen sie sein Geschwätz kommentiert, für Anzeichen ihres tiefsinnigen Wesens., und fühlt sich von ihr verstanden. Als er seine Täuschung erkennt, wird er darüber wahnsinnig. Hm. Obwohl lange vor Freud geschrieben, hat Hoffmann da doch eine nette Charakterstudie hingelegt. Der allmähliche Wahnsinn wird plausibel geschildert. Eine kurze Erzählung, die ich in ebenso kurzer Zeit durchgelesen hatte.
13. E.T.A. Hoffmann, "Das Fräulein von Scuderi"
Zusammen mit dem "Sandmann" in einem Band. Eine merkwürdige Mordserie hält das Paris unter Ludwig XIV in Atem: Liebhaber, die des Nachts mit einem kostbaren Schmuckstück als Geschenk zu einem heimlichen Rendezvous unterwegs sind, werden ermordet und um ebendies Schmuckstück beraubt. Der Polizei gelingt es nciht, die Bande zu fassen, und erst dem alten Fräulein von Scuderi einer Dichterin, gelingt es, das Rätsel zu lösen. Ich hab' die Geschichte damals in der 8. oder 9. Klasse im Deutschunterricht lesen müssen und habe sie gehaßt. Hoffmann ist einfach nichts, was man im Alien-Alter lesen sollte. In meinem Fall kam noch der Deutschlehrer als weiterer Lektüre-Verderbungs-Faktor hinzu. Also, so schlecht wie ich sie damals fand, ist die Erzählung definitiv nicht, aber Hoffmann etwas schwülstige Erzählweise ist doch recht, sagen wir, gewöhnungsbedürftig. Hier noch schlimmer als beim Sandmann. Aber hinter dem ganzen romantischen Schwulst kommt eine doch recht spannende Krimihandlung hervor.
14. Ian Rankin. "Das zweite Zeichen"
Der 2. Fall mit Inspektor Rebus. In einem heruntergekommenen Viertel von Edinburgh wird in einem noch mehr heruntergekommenen Haus ein toter Junkie gefunden. Zuerst sieht alles nach einer Überdosis aus, aber dann stellt sich heraus, daß die Überdosis vor allem in einer Überdosis Rattengift bestanden hat. Außerdem wurde der Tote mit ausgebreiteten Armen vor einem Pentagramm gefunden. Wieder mal sehr, sehr, sehr spannend.
15. Jane Austen. "Die Abtei von Northanger"
Der einzige Austen-Roman, den ich noch nicht gelesen hatte. Ich schließe mich Sabines Urteil (Nr. 57) an und füge hinzu, daß ich bei keinem der anderen fünf Romane so sehr lachen mußte. Eine höchst gelungene Parodie auf romantische Schauerromane.
16. Ian Rankin. "Die Tore der Finsternis"
Der 13. Fall von Inspektor Rebus, schließt zeitlich genau an "Puppenspiel" an, den ich als erstes gelesen habe (noch letztes Jahr, daher nicht in dieser Liste). Weil er einen Becher Tee nach seiner neuen Vorgetzten geworfen hat, wird er von ebendieser zu einer Nachschulung für "verhaltensgestörte" Polizisten geschickt. Im Rahmen dieser Schulung sollen die Herren einen alten, ungeklärten Mordfall wieder aufrollen - dummerweise einer, an dessen Aufklärung Rebus nicht das geringste Interesse hat. Viel lieber hilft er heimlich seinen Kollegen in Edinburgh bei den aktuellen Ermittlungen. Auch sehr, sehr spannend. So langsam werde ich süchtig.
17. Heinrich von Kleist. "Der zerbrochene Krug"
Dorfrichter Adam ist zu bedauern - eines frühen Morgens muß er seinem Schreiber und seinen Mägden erst erklären, wo über Nacht die Beulen an seinem Kopf her und die Perücke hin gekommen sind, und dann taucht auch noch ein Revisor aus Utrecht auf, der das Gerichtswesen in der Provinz überprüfen soll. Frau Marthe klagt den Verlobten ihrer Tochter Eve an, einen kostbaren Krug zerdeppert zu haben. Der Verlobte behauptet, ein Dritter sei im Zimmer gewesen, habe vor seinem Herannahen die Flucht durchs Fenster angetreten und dabei den Krug zerbrochen. Richter Adam hat nun alle Hände voll zu tun, denn es darf keinesfalls herauskommen, daß er derjenige welche war. Am Ende des Stückes ergreift der Richter erneut die Flucht, das junge Paar kann heiraten, und Frau Marthe wird mit den Scherben zur Revision nach Utrecht ziehen. Lustig.
18. Helen Fielding. "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns"
Der zweite Band. Bridget ist noch verpeilter als zuvor und gerät in lauter peinliche und/oder komische Situationen. Am Ende wird es dann ziemlich kritisch, als sie im Thailand-Urlaub unwissentlich als Drogenkurier angestellt wird und einige aufregende Tage in einem Thailändischen Frauengefängnis verbringen muß. Aber ihre Freundinnen und vor allem Mark Darcy holen sie wieder raus. Sehr lustig.
19. Kenzaburō Ōe. "Grüner Baum in Flammen"
In einem kleinen Dorf auf Shikoku stirbt eine alte Frau, die Hüterin der Traditionen und Mythen. Zu ihrem Nachfolger hat sie einen jungen Mann erwählt, der von den anderen auch als solcher anerkannt wird. Zu Beginn beginnen sie, in ihm eine Art Erlöserfigur zu sehen, doch dann wenden sie sich gegen ihn. Ein philosophisches Buch über die "Belange der Seele". Hat mir sehr, sehr gut gefallen.
20. Tina Grube. "Männer sind wie Schokolade"
Die Autorin wollte offenkundig die deutsche Antwort auf "Bridget Jones" finden. Leider war sie damit nicht erfolgreich. Dieses Buch ist nicht witzig, nicht interessant, sondern einfach nur belanglos.
21. "Tales of the Old Todaiji"
Ein schmales Büchlein, das ich bei einem Besuch in Nara gekauft hatte. Das mußte endlich mal gelesen werden. Eine Sammlung von Erzählungen rund um den berühmten Tempel Todaiji, in denen es meistens um fromme Menschen und Wundererzählungen geht. Buddhistischer Hintergrund, aber die Erzählungen könnte ich mir auch gut mit christlichen Mönchen als Hauptpersonen vorstellen.
11. Siegfried Lenz, "Deutschstunde"
Ein Klassiker, den ich schon (fast) immer mal lesen wollte. Zweimal hatte ich auch schon damit angefangen (ein Exemplar des Buches steht im Bücherschrank der Eltern), jetzt lag das Buch so einladend auf dem "Angebotstisch" der Stadtbibliothek herum. Siggi Jepsen ist der Sohn des Dorfpolizisten aus einem Dorf in Nordfriesland irgendwo an der Küste. Er sitzt in einer Besserungsanstalt für schwerzerziehbare Jugendliche und soll eine Strafarbeit zum Thema "Die Freuden der Pflicht" schreiben. Er schreibt über seine Kindheit in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs. Da erhielt sein Vater den Auftrag, das Malverbot für den berühmten Maler Nansen zu überwachen und durchzusetzen. Spannend. Verstehe gar nicht mehr, warum die ersten beiden Anläufe immer schon nach den ersten zwei, drei Seiten gescheitert sind. :-o
12. E.T.A. Hoffmann, "Der Sandmann"
Das Buch war eine Leihgabe, die schon eine ganze Weile in meinem Regal herumlag. Nathanael glaubt, in dem Optiker Coppola den finsteren Dr. Coppelius wiederzuererkennen, den er für den Tod seines Vaters (starb bei einem alchemistischen Versuch) verantwortlich macht. Außerdem verliebt er sich unsterblich in Olimpia, die Tochter seines Professors, ohne zu bemerken, dass es sich dabei um einen Automaten handelt. Stattdessen hält er ihre "Achs", mit denen sie sein Geschwätz kommentiert, für Anzeichen ihres tiefsinnigen Wesens., und fühlt sich von ihr verstanden. Als er seine Täuschung erkennt, wird er darüber wahnsinnig. Hm. Obwohl lange vor Freud geschrieben, hat Hoffmann da doch eine nette Charakterstudie hingelegt. Der allmähliche Wahnsinn wird plausibel geschildert. Eine kurze Erzählung, die ich in ebenso kurzer Zeit durchgelesen hatte.
13. E.T.A. Hoffmann, "Das Fräulein von Scuderi"
Zusammen mit dem "Sandmann" in einem Band. Eine merkwürdige Mordserie hält das Paris unter Ludwig XIV in Atem: Liebhaber, die des Nachts mit einem kostbaren Schmuckstück als Geschenk zu einem heimlichen Rendezvous unterwegs sind, werden ermordet und um ebendies Schmuckstück beraubt. Der Polizei gelingt es nciht, die Bande zu fassen, und erst dem alten Fräulein von Scuderi einer Dichterin, gelingt es, das Rätsel zu lösen. Ich hab' die Geschichte damals in der 8. oder 9. Klasse im Deutschunterricht lesen müssen und habe sie gehaßt. Hoffmann ist einfach nichts, was man im Alien-Alter lesen sollte. In meinem Fall kam noch der Deutschlehrer als weiterer Lektüre-Verderbungs-Faktor hinzu. Also, so schlecht wie ich sie damals fand, ist die Erzählung definitiv nicht, aber Hoffmann etwas schwülstige Erzählweise ist doch recht, sagen wir, gewöhnungsbedürftig. Hier noch schlimmer als beim Sandmann. Aber hinter dem ganzen romantischen Schwulst kommt eine doch recht spannende Krimihandlung hervor.
14. Ian Rankin. "Das zweite Zeichen"
Der 2. Fall mit Inspektor Rebus. In einem heruntergekommenen Viertel von Edinburgh wird in einem noch mehr heruntergekommenen Haus ein toter Junkie gefunden. Zuerst sieht alles nach einer Überdosis aus, aber dann stellt sich heraus, daß die Überdosis vor allem in einer Überdosis Rattengift bestanden hat. Außerdem wurde der Tote mit ausgebreiteten Armen vor einem Pentagramm gefunden. Wieder mal sehr, sehr, sehr spannend.
15. Jane Austen. "Die Abtei von Northanger"
Der einzige Austen-Roman, den ich noch nicht gelesen hatte. Ich schließe mich Sabines Urteil (Nr. 57) an und füge hinzu, daß ich bei keinem der anderen fünf Romane so sehr lachen mußte. Eine höchst gelungene Parodie auf romantische Schauerromane.
16. Ian Rankin. "Die Tore der Finsternis"
Der 13. Fall von Inspektor Rebus, schließt zeitlich genau an "Puppenspiel" an, den ich als erstes gelesen habe (noch letztes Jahr, daher nicht in dieser Liste). Weil er einen Becher Tee nach seiner neuen Vorgetzten geworfen hat, wird er von ebendieser zu einer Nachschulung für "verhaltensgestörte" Polizisten geschickt. Im Rahmen dieser Schulung sollen die Herren einen alten, ungeklärten Mordfall wieder aufrollen - dummerweise einer, an dessen Aufklärung Rebus nicht das geringste Interesse hat. Viel lieber hilft er heimlich seinen Kollegen in Edinburgh bei den aktuellen Ermittlungen. Auch sehr, sehr spannend. So langsam werde ich süchtig.
17. Heinrich von Kleist. "Der zerbrochene Krug"
Dorfrichter Adam ist zu bedauern - eines frühen Morgens muß er seinem Schreiber und seinen Mägden erst erklären, wo über Nacht die Beulen an seinem Kopf her und die Perücke hin gekommen sind, und dann taucht auch noch ein Revisor aus Utrecht auf, der das Gerichtswesen in der Provinz überprüfen soll. Frau Marthe klagt den Verlobten ihrer Tochter Eve an, einen kostbaren Krug zerdeppert zu haben. Der Verlobte behauptet, ein Dritter sei im Zimmer gewesen, habe vor seinem Herannahen die Flucht durchs Fenster angetreten und dabei den Krug zerbrochen. Richter Adam hat nun alle Hände voll zu tun, denn es darf keinesfalls herauskommen, daß er derjenige welche war. Am Ende des Stückes ergreift der Richter erneut die Flucht, das junge Paar kann heiraten, und Frau Marthe wird mit den Scherben zur Revision nach Utrecht ziehen. Lustig.
18. Helen Fielding. "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns"
Der zweite Band. Bridget ist noch verpeilter als zuvor und gerät in lauter peinliche und/oder komische Situationen. Am Ende wird es dann ziemlich kritisch, als sie im Thailand-Urlaub unwissentlich als Drogenkurier angestellt wird und einige aufregende Tage in einem Thailändischen Frauengefängnis verbringen muß. Aber ihre Freundinnen und vor allem Mark Darcy holen sie wieder raus. Sehr lustig.
19. Kenzaburō Ōe. "Grüner Baum in Flammen"
In einem kleinen Dorf auf Shikoku stirbt eine alte Frau, die Hüterin der Traditionen und Mythen. Zu ihrem Nachfolger hat sie einen jungen Mann erwählt, der von den anderen auch als solcher anerkannt wird. Zu Beginn beginnen sie, in ihm eine Art Erlöserfigur zu sehen, doch dann wenden sie sich gegen ihn. Ein philosophisches Buch über die "Belange der Seele". Hat mir sehr, sehr gut gefallen.
20. Tina Grube. "Männer sind wie Schokolade"
Die Autorin wollte offenkundig die deutsche Antwort auf "Bridget Jones" finden. Leider war sie damit nicht erfolgreich. Dieses Buch ist nicht witzig, nicht interessant, sondern einfach nur belanglos.
21. "Tales of the Old Todaiji"
Ein schmales Büchlein, das ich bei einem Besuch in Nara gekauft hatte. Das mußte endlich mal gelesen werden. Eine Sammlung von Erzählungen rund um den berühmten Tempel Todaiji, in denen es meistens um fromme Menschen und Wundererzählungen geht. Buddhistischer Hintergrund, aber die Erzählungen könnte ich mir auch gut mit christlichen Mönchen als Hauptpersonen vorstellen.
Samstag, 28. Februar 2009
Nummer
Auf der Arbeit bekommen wir ziemlich viele Anrufe von Messeteilnehmern rein, die Fragen zu ihrem Online-Auftritt auf der Messe-Webseite haben, den wir wiederum vorbereiten. Was mich immer wieder daran erstaunt sind längst nicht mehr nur die dummen Fragen, die ich teilweise gestellt bekomme, sondern auch die Tatsache, daß diese Leute ihren eigenen Namen und den ihres Unternehmens ins Telefon nuscheln und dann erwarten, wir könnten ihnen sofort helfen. NEIN! Egal bei welcher Hotline man anruft, Telefongesellschaft oder Arbeitsamt, die erste Frage ist immer die nach der Kundennummer. Wir müssen noch eine Frage dazwischenschalten: welche Messe? Und dann: "Sagen Sie mir bitte mal Ihre Auftragsnummer." Und dann geht die große Sucherei am anderen Ende der Leitung los. "Die Auftragsnummer, die Auftragsnummer ... wo hab' ich die jetzt abgeheftet ..."
Wohlgemerkt: das sind zum großen Teil Leute, die nicht zum ersten Mal bei uns anrufen (sobald sie mir die Auftragsnummer verraten haben, kann ich mir die Kontaktnotizen der Kollegen ansehen), ein paar Spezis machen das sogar mehrmals täglich - und NIE lernen sie es, uns als erstes ihre Auftragsnummer zu nennen, sondern fangen gleich mit der Schilderung ihres Falls an.
Wenn ich irgendwo, wo ich Kunde bin (oder zumindest so genannt werde), wegen was auch immer anrufe, suche ich mir erst die Unterlagen raus und forsche nach meiner Kundennummer. Wenn ich dann mit einem Call-Center-Mitarbeiter verbunden bin, stelle ich mich kurz mit meinem Namen vor und sage dann gleich als nächstes meine Kundennummer. Weil ich weiß, daß die die brauchen.
Und warum schaffen das unsere Aussteller nicht?!
Wohlgemerkt: das sind zum großen Teil Leute, die nicht zum ersten Mal bei uns anrufen (sobald sie mir die Auftragsnummer verraten haben, kann ich mir die Kontaktnotizen der Kollegen ansehen), ein paar Spezis machen das sogar mehrmals täglich - und NIE lernen sie es, uns als erstes ihre Auftragsnummer zu nennen, sondern fangen gleich mit der Schilderung ihres Falls an.
Wenn ich irgendwo, wo ich Kunde bin (oder zumindest so genannt werde), wegen was auch immer anrufe, suche ich mir erst die Unterlagen raus und forsche nach meiner Kundennummer. Wenn ich dann mit einem Call-Center-Mitarbeiter verbunden bin, stelle ich mich kurz mit meinem Namen vor und sage dann gleich als nächstes meine Kundennummer. Weil ich weiß, daß die die brauchen.
Und warum schaffen das unsere Aussteller nicht?!
Freitag, 27. Februar 2009
Da war doch noch was ...
Letzten Samstag war ich zwar wieder auf dem Weg der Besserung, aber noch funktionierten meine Synapsen nur eingeschränkt. Und so stand ich dann im Supermarkt, wie (fast) immer ohne Einkaufszettel (frau kann schließlich auch ohne), und überlegte. Irgendwas war noch auf meiner geistigen Liste notiert. Aber was? Hatte jedenfalls was mit Körperpflege oder Hygiene zu tun. Hm. Eine neue Flasche Spülmittel lag bereits sicher im Einkaufswagen. Aber da war doch noch was ...
Mehrfach rollte ich den Einkaufswagen an den Regalen mit Putzmitteln, Kosmetik und Hygieneartikeln vorbei. Irgendwas war da. Ich war müde, vom bisherigen Verlauf des Einkaufs schon völlig k.o., die Konzentration ließ spürbar nach, aber irgendwas war da. Badreiniger vielleicht? Blödsinn. Die aktuell in Gebrauch befindliche Flasche ist zwar fast leer, aber Nachschub hatte ich schon vor zwei Wochen besorgt. Hm. Schließlich beschloß ich, daß ich mit meinem leeren Kopp wohl doch angenommen hatte, Badreiniger kaufen zu müssen, und begab mich Richtung Kasse. War nicht hundertprozentig überzeugt, aber was anderes fiel mir partout nicht ein.
Abends dann die Erleuchtung. Und zwar in dem Moment, als ich das vorletzte Papiertaschentuch aus der Packung zog ...
Mehrfach rollte ich den Einkaufswagen an den Regalen mit Putzmitteln, Kosmetik und Hygieneartikeln vorbei. Irgendwas war da. Ich war müde, vom bisherigen Verlauf des Einkaufs schon völlig k.o., die Konzentration ließ spürbar nach, aber irgendwas war da. Badreiniger vielleicht? Blödsinn. Die aktuell in Gebrauch befindliche Flasche ist zwar fast leer, aber Nachschub hatte ich schon vor zwei Wochen besorgt. Hm. Schließlich beschloß ich, daß ich mit meinem leeren Kopp wohl doch angenommen hatte, Badreiniger kaufen zu müssen, und begab mich Richtung Kasse. War nicht hundertprozentig überzeugt, aber was anderes fiel mir partout nicht ein.
Abends dann die Erleuchtung. Und zwar in dem Moment, als ich das vorletzte Papiertaschentuch aus der Packung zog ...
Mittwoch, 25. Februar 2009
Samstag, 21. Februar 2009
Erkältungswelle
Am vergangenen Wochenende konnte ich noch große Töne spucken: in der vorigen "Saison" hatte ich ganze dreimal wegen Erkältung flachgelegen, damit hätte ich sozusagen vorgesorgt und würde dieses Jahr ohne auskommen. Zumal ich mich ja auch gesund ernähre und in meiner Mittagspause nach der Hauptmahlzeit immer auch was extrem vitaminhaltiges esse. Vorige Woche z.B. je zwei Kiwis. Diese Woche dann jeweils eine dicke Grapefruit. Tja, falsch gedacht. In Kurzfassung läßt sich der Krankheitsverlauf so beschreiben:
Mittwochnachmittag: irgendwas kommt.
Donnerstag: flach (habe den Tag praktisch verpennt)
Freitag: groggy (aber für einen Gang zur Apotheke hat die Energie schon wieder gereicht)
Heute: schlapp (aber ich hab's erst zum Supermarkt und dann noch zum Waschsalon geschafft)
Morgen arbeite ich dann die Zusatzschicht, die ich eigentlich heute schon hätte ableisten wollen, und die ich dann gestern telefonisch mit meinem Vorgesetzten auf morgen verlegt habe. Es gibt jede Menge Arbeit, die getan werden will, und einen (nicht endgültigen) Stichtag, den wir einhalten müssen und wollen. Und zumindest werden uns morgen bei dieser Arbeit keine Telefonanrufe stören (manche Kunden scheinen ernsthaft zu glauben, wir säßen da nur däumchendrehend rum und würden nur darauf warten, Fragen beantworten zu dürfen - egal, wie banal sie sind.)
Mittwochnachmittag: irgendwas kommt.
Donnerstag: flach (habe den Tag praktisch verpennt)
Freitag: groggy (aber für einen Gang zur Apotheke hat die Energie schon wieder gereicht)
Heute: schlapp (aber ich hab's erst zum Supermarkt und dann noch zum Waschsalon geschafft)
Morgen arbeite ich dann die Zusatzschicht, die ich eigentlich heute schon hätte ableisten wollen, und die ich dann gestern telefonisch mit meinem Vorgesetzten auf morgen verlegt habe. Es gibt jede Menge Arbeit, die getan werden will, und einen (nicht endgültigen) Stichtag, den wir einhalten müssen und wollen. Und zumindest werden uns morgen bei dieser Arbeit keine Telefonanrufe stören (manche Kunden scheinen ernsthaft zu glauben, wir säßen da nur däumchendrehend rum und würden nur darauf warten, Fragen beantworten zu dürfen - egal, wie banal sie sind.)
Dienstag, 17. Februar 2009
Ruhestörung
Wegen des heute wirklich sehr turbulenten Arbeitstages schon fast verdrängt: der Start in den heutigen Tag.
Abrupt geweckt wurde ich durch ein Getöse auf dem Hof, das aufgrund des Lärmpegels nur zu einer Abrißbirne gehören konnte. Entsprechend saß ich senkrecht im Bett. In der Wiederholung konnte ich die Ursache identifizieren: Schneeschippe auf Asphaltboden. Bei uns im Hof, wo es so schön hallt. D.h. direkt vor meinem Schlafzimmerfenster. Nach einer weiteren Schrecksekunde stand ich vor dem Wecker. Der war doch nicht etwa ausgefallen? Nein, doch nicht. Es war erst viertel vor vier.
Wer schippt mitten in der Nacht Schnee?!!
Abrupt geweckt wurde ich durch ein Getöse auf dem Hof, das aufgrund des Lärmpegels nur zu einer Abrißbirne gehören konnte. Entsprechend saß ich senkrecht im Bett. In der Wiederholung konnte ich die Ursache identifizieren: Schneeschippe auf Asphaltboden. Bei uns im Hof, wo es so schön hallt. D.h. direkt vor meinem Schlafzimmerfenster. Nach einer weiteren Schrecksekunde stand ich vor dem Wecker. Der war doch nicht etwa ausgefallen? Nein, doch nicht. Es war erst viertel vor vier.
Wer schippt mitten in der Nacht Schnee?!!
Schon wieder Schnee 2
Montag, 16. Februar 2009
Schon wieder Schnee
Ehrlich, ich mag Schnee, weil der so schön aussieht (außer auf vielbefahrenen Straßen). Von daher habe ich eigentlich auch nichts dagegen, daß gestern noch mal welcher gefallen ist. Nur: gestern habe ich fast alle meine Hosen gewaschen, und wenn ich mir vorstelle, wie die wegen des zu erwartenden Schneematsches gleich wieder dreckig werden, dann finde ich den Schnee aktuell doch wieder nicht so schön.
Samstag, 14. Februar 2009
Die Auflösung
Mittwoch, 11. Februar 2009
Dienstag, 10. Februar 2009
Schon kaputt
Gestern abend brach mitten im Lied die Musik plötzlich ab. Der Cd-Player zeigte lediglich ein "err" in der Anzeige an. Hm. Klappe auf und wieder zu. "no". Hm. Hm. Einmal aus- und wieder angestellt: "no." Argh. Andere CD reingelegt. "no".
Bevor ich das jetzt so weiter beschreibe: wie es aussieht, ist das Ding nach nicht einmal drei Monaten schon wieder hinüber. Ich habe mehrfach den Stecker raus- und wieder reingestöpselt, wiederholt zart über den Laser gepustet, einige CDs reingelegt (bevor ihr fragt: bislang allesamt innerhalb der letzten 12 Monate für ehrliches Geld im Geschäft gekauft) und immer mal wieder zwischen Radio, Kassettendeck und CD-Player hin- und hergeschaltet. Radio läuft. Kassetten auch. CDs nicht. *doppelargh*
Gottseidank habe ich die Quittung noch. (Ganz im Unterschied zur Quittung des neuen Telefons, die ich - ordentlich, wie ich bin - an einen sicheren Ort getan habe, da man das ja zumindest zu 50% als Betriebsausgabe geltend machen kann. Der Ort ist so sicher, daß ich keine Ahnung mehr habe, wo ich sie hingelegt habe. Aber es besteht Hoffnung: die vor anderthalb Jahren vermißte TAN-Liste habe ich vor zwei Wochen auch wiedergefunden. *g*)
Bevor ich das jetzt so weiter beschreibe: wie es aussieht, ist das Ding nach nicht einmal drei Monaten schon wieder hinüber. Ich habe mehrfach den Stecker raus- und wieder reingestöpselt, wiederholt zart über den Laser gepustet, einige CDs reingelegt (bevor ihr fragt: bislang allesamt innerhalb der letzten 12 Monate für ehrliches Geld im Geschäft gekauft) und immer mal wieder zwischen Radio, Kassettendeck und CD-Player hin- und hergeschaltet. Radio läuft. Kassetten auch. CDs nicht. *doppelargh*
Gottseidank habe ich die Quittung noch. (Ganz im Unterschied zur Quittung des neuen Telefons, die ich - ordentlich, wie ich bin - an einen sicheren Ort getan habe, da man das ja zumindest zu 50% als Betriebsausgabe geltend machen kann. Der Ort ist so sicher, daß ich keine Ahnung mehr habe, wo ich sie hingelegt habe. Aber es besteht Hoffnung: die vor anderthalb Jahren vermißte TAN-Liste habe ich vor zwei Wochen auch wiedergefunden. *g*)
Montag, 9. Februar 2009
Der kleine Unterschied
Was mir in den öffentlichen Verkehrsmitteln immer wieder auffällt: Frauen setzen sich mit eng zusammengepreßten Beinen hin, so daß sie letztlich nur ca. 3/4 der Sitzfläche beanspruchen. (Das gilt natürlich nur für Frauen mit Normalgewicht. (Dafür wird gerne mal die Handtasche auf dem freien Sitzplatz daneben geparkt.) Männer hingegen setzen sich mit breitgespreizten Beinen hin und beanspruchen damit locker 1 1/2 Sitzplätze. Das gilt sowohl für normal- als auch für übergewichtige Männer. Und auch, wenn der Platz daneben schon besetzt ist. Gerne werden auch die Beine zusätzlich nach vorne ausgestreckt, so daß sich auch der Gegenüber einschränken muß.
Sonntag, 8. Februar 2009
Abschied
Nicht alle meiner Kollegen haben - aus verschiedenen Gründen - ihren Vertrag verlängert. Die haben nächste Woche ihren letzten Arbeitstag. Der eine oder die andere wird Berlin auch verlassen. Grund genug, eine kleine, zwanglose Abschiedsfeier zu machen.
Gefeiert wurde in der Ankerklause in Kreuzberg - nette Kneipe direkt am Landwehrkanal mit moderaten Preisen und abgetrenntem Raucherbereich. War ein schöner Abend, an dem viel gelacht wurde. Die künftigen Ex-Kollegen fehlen mir jetzt schon.
Gefeiert wurde in der Ankerklause in Kreuzberg - nette Kneipe direkt am Landwehrkanal mit moderaten Preisen und abgetrenntem Raucherbereich. War ein schöner Abend, an dem viel gelacht wurde. Die künftigen Ex-Kollegen fehlen mir jetzt schon.
Donnerstag, 5. Februar 2009
Ich habe verlängert!
Ich habe heute die Verlängerung meines Arbeitsvertrags unterschrieben. Geht zwar nur bis zum 30. April, aber immerhin. :-)
Dienstag, 3. Februar 2009
Roter Pfeil
Dieser rote Pfeil schwebte letzte Woche vor der Staatsbibliothek oder dem Ibero-Amerikanischen Institut oder über der Bushaltestelle "Kulturforum". Sah reichlich beknackt aus. (Möchte mich für die schlechte Bildqualität entschuldigen. Meine kleine Kamera macht wunderschöne Fotos - bei Tageslicht.) Dem Tagesspiegel war zu entnehmen, das Monstrum zeige auf irgendwas, was mit der Teilung der Stadt zu tun gehabt hätte, habe was mit dem Jubiläum des Mauerfalls zu tun, und werde im Laufe des Jahres noch an anderen Stellen der Stadt herumschweben. Nun ja, diese Woche schwebt der Pfeil da nicht mehr. War den Verantwortlichen wahrscheinlich doch zu peinlich, wenn in wenigen Tagen gleich um die Ecke Hollywood-Prominenz zur Berlinale aufläuft. ;-)
Sonntag, 1. Februar 2009
Bücher 2009, Teil 1
Sabine hat mich auf die Idee gebracht: einfach mal alle Bücher aufschreiben, die man im vergangenen Jahr gelesen hat. Nun ist 2009 zwar noch lange nicht rum, aber der Entwurf in Word nimmt schon epische Ausmaße an. Also mache ich Monatsrückblicke daraus. И вот они:
1. Stefan Aust. "Der Baader-Meinhof-Komplex.
Weihnachtsgeschenk von Muttern. Sehr spannend. So gut habe ich die Abläufe von damals noch nie erklärt bekommen. Endlich weiß ich mal etwas mehr über die RAF. Nur warum sie zum "bewaffneten Kampf" übergegangen sind, das kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Liegt aber nicht am Buch.
2. Ian Rankin. "Das Souvenir des Mörders"
Der 8. Band mit Inspektor Rebus aus Edinburgh. Spannende Unterhaltung. Hatte Ende des letzten Jahres erstmals ein Buch der Reihe gelesen (Nr. 12, "Puppenspiel") und war begeistert. Inspektor Rebus ist ein hervorragender Ermittler, leider mit dem Hang zu Alkohol und der Fähigkeit, sich wegen seiner Alleingänge bei Vorgesetzten und Kollegen unbeliebt zu machen. Dieses Mal treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Schottland, der einen anderen, älteren Serienmörder kopiert. Das findet dieser gar nicht witzig, und so sucht nicht nur die schottische Polizei nach Johnny Bible, sondern auch der nie gefaßte Bible John höchstpersönlich.
3. Anthony Trollope. "Septimus Harding, Vorsteher des Spitals zu Barchester"
Ein Gesellschaftsroman aus dem England des 19. Jahrhunderts. Leicht und humorvoll geschrieben, mit vielen ironischen Seitenhieben auf die Geistlichkeit der anglikanischen Kirche, der mehr an den eigenen Pfründen als am Wohl der Allgemeinheit gelegen ist.
4. Kenzaburō Ōe. "Tagame Berlin-Tokyo"
Der Filmemacher Gorō hat sich umgebracht. Sein Freund und Schwager, der Schriftsteller Kogito (auch das Alter ego des Autors) versucht, herauszufinden, warum. Vor seinem Tod hat Gorō ihm unzählige Kassetten besprochen. Mithilfe des Kassettenrekorders führt Kogito die zu Gorōs Lebzeiten geführten Gespräche über Kunst, Literatur, das Leben und die gemeinsame Jugend in Matsuyama unter der amerikanischen Besatzung fort. Ōe ist Japaner und Literaturnobelpreisträger - höchste Zeit, daß ich mal was von ihm lese. Dieses hier ist ein sehr, sehr schönes Buch über eine Männerfreundschaft.
5. Helen Fielding. "Schokolade zum Frühstück"
Eine total verpeilte Mittdreißigerin sucht den Mann fürs Leben, flüchtet vor ihrer durchgeknallten Mutter und kämpft mal mehr, mal weniger beharrlich mit ein paar überzähligen Pfunden (die für mich eher nach eingebildetem Übergewicht aussehen, es sei denn, Bridget Jones wäre mindestens zehn Zentimeter kleiner als ich). Sehr amüsant und gut zwischendurch zu lesen.
6. Dorothy Sayers. "Der Fall Harrison"
Zwar nicht mit Lord Peter Wimsey, aber trotzdem gut und genau das richtige für eine Bahnfahrt Berlin - B.O. Zwei Künstler mieten sich in einem Haus in Bayswater ein. Die andere Wohnung gehört dem Ehepaar Harrison. Der Maler beginnt bald eine Affäre mit der jungen Mrs. Harrison. Ihr älterer Mann bemerkt nix und freundet sich seinerseits ebenfalls mit dem Maler an, lädt in sogar zu einem gemeinsamen Männerurlaub in seine Jagdhütte ein. Dort stirbt Harrison an einer Pilzvergiftung. Unfall oder Mord? Frauen schreiben einfach die besten Krimis, Engländerinnen die allerbesten, und Dorothy Sayers gehört schlicht zu den Klassikern.
7. Mark Spörrle, Lutz Schumacher. "senk ju vor träwelling"
Zu Weihnachten von meinem Brüderchen geschenkt bekommen. Vieles in dem Buch scheint übertrieben - bis man dann im Zug sitzt und den kryptischen Durchsagen lauscht. Im Schlußteil des Buches geht es dann um die lieben Mitreisenden. Da konnte ich mir das Lachen endgültig nicht mehr verkneifen. Glücklicherweise saß ich da schon in Berlin im Bus, und in Berlin darf ja bekanntlich jeder so durchgeknallt sein, wie er will.
8. Wolf Schneider. "Deutsch! Ein Handbuch für attraktive Texte"
Der Autor ist selbst Journalist und hat lange die Hamburger Journalistenschule geleitet. Die Ratschläge kommen also aus der Praxis und sind wirklich gut. Zum Beispiel der: erst mal alles vergessen, was man im Deutschunterricht zum Thema Aufsatz (und dann an der Uni zum Thema Seminararbeit) gelernt hat. Das wichtigste am Schreiben: den Leser da abholen, wo er ist, und nicht da, wo man ihn gerne hätte. Ich werde versuchen, mir seine Ratschläge ("Rezepte" nennt er sie) zu Herzen zu nehmen. Daß ich einen Hang zum Kettensatz habe, weiß ich ja eigentlich auch schon lange.
9. Philip Roth. "Mein Leben als Sohn"
Ergreifend. Roth in Höchstform. Das erste Buch von ihm, das ich gelesen habe, war "Der menschliche Makel". Einfach genial. Also habe ich noch einige andere von ihm gelesen, von denen mich die letzten beiden ("Mein Leben als Mann" und "Jedermann") einfach nur gelangweilt haben. Unerträglich ist dieses Selbstmitleid, in dem der jeweilige Protagonist sich da wälzt. Aber wegen der Sprachgewalt des "menschlichen Makels" habe ich Roth doch wieder eine Chance gegeben ("Amerikanisches Idyll" und "Mein Mann, der Kommunist" waren auch klasse) und es nicht bereut. "Mein Leben als Sohn" ist kein Roman, sondern der ungeschminkte Bericht vom Sterben des Vaters. Herman Roth ist 86 Jahre alt, als ein Hirntumor bei ihm entdeckt wird, der zwei Jahre später zu seinem Tod führt. Durch die Krankheit verwandelt sich der einst herrische Mann, der nichts lieber tut, als Befehle zu geben, allmählich in ein hilfloses Wesen, und plötzlich muß der Sohn die Befehle erteilen.
10. Vier Reiseführer über Schleswig-Holstein und ein Buch über das Wattenmeer. Die führe ich nicht einzeln auf, weil ich sie nicht alle durchgelesen habe, sondern mir aus jedem nur einzelne Abschnitte zu Gemüte geführt habe. Brauche ich für meine Arbeit.
1. Stefan Aust. "Der Baader-Meinhof-Komplex.
Weihnachtsgeschenk von Muttern. Sehr spannend. So gut habe ich die Abläufe von damals noch nie erklärt bekommen. Endlich weiß ich mal etwas mehr über die RAF. Nur warum sie zum "bewaffneten Kampf" übergegangen sind, das kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Liegt aber nicht am Buch.
2. Ian Rankin. "Das Souvenir des Mörders"
Der 8. Band mit Inspektor Rebus aus Edinburgh. Spannende Unterhaltung. Hatte Ende des letzten Jahres erstmals ein Buch der Reihe gelesen (Nr. 12, "Puppenspiel") und war begeistert. Inspektor Rebus ist ein hervorragender Ermittler, leider mit dem Hang zu Alkohol und der Fähigkeit, sich wegen seiner Alleingänge bei Vorgesetzten und Kollegen unbeliebt zu machen. Dieses Mal treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Schottland, der einen anderen, älteren Serienmörder kopiert. Das findet dieser gar nicht witzig, und so sucht nicht nur die schottische Polizei nach Johnny Bible, sondern auch der nie gefaßte Bible John höchstpersönlich.
3. Anthony Trollope. "Septimus Harding, Vorsteher des Spitals zu Barchester"
Ein Gesellschaftsroman aus dem England des 19. Jahrhunderts. Leicht und humorvoll geschrieben, mit vielen ironischen Seitenhieben auf die Geistlichkeit der anglikanischen Kirche, der mehr an den eigenen Pfründen als am Wohl der Allgemeinheit gelegen ist.
4. Kenzaburō Ōe. "Tagame Berlin-Tokyo"
Der Filmemacher Gorō hat sich umgebracht. Sein Freund und Schwager, der Schriftsteller Kogito (auch das Alter ego des Autors) versucht, herauszufinden, warum. Vor seinem Tod hat Gorō ihm unzählige Kassetten besprochen. Mithilfe des Kassettenrekorders führt Kogito die zu Gorōs Lebzeiten geführten Gespräche über Kunst, Literatur, das Leben und die gemeinsame Jugend in Matsuyama unter der amerikanischen Besatzung fort. Ōe ist Japaner und Literaturnobelpreisträger - höchste Zeit, daß ich mal was von ihm lese. Dieses hier ist ein sehr, sehr schönes Buch über eine Männerfreundschaft.
5. Helen Fielding. "Schokolade zum Frühstück"
Eine total verpeilte Mittdreißigerin sucht den Mann fürs Leben, flüchtet vor ihrer durchgeknallten Mutter und kämpft mal mehr, mal weniger beharrlich mit ein paar überzähligen Pfunden (die für mich eher nach eingebildetem Übergewicht aussehen, es sei denn, Bridget Jones wäre mindestens zehn Zentimeter kleiner als ich). Sehr amüsant und gut zwischendurch zu lesen.
6. Dorothy Sayers. "Der Fall Harrison"
Zwar nicht mit Lord Peter Wimsey, aber trotzdem gut und genau das richtige für eine Bahnfahrt Berlin - B.O. Zwei Künstler mieten sich in einem Haus in Bayswater ein. Die andere Wohnung gehört dem Ehepaar Harrison. Der Maler beginnt bald eine Affäre mit der jungen Mrs. Harrison. Ihr älterer Mann bemerkt nix und freundet sich seinerseits ebenfalls mit dem Maler an, lädt in sogar zu einem gemeinsamen Männerurlaub in seine Jagdhütte ein. Dort stirbt Harrison an einer Pilzvergiftung. Unfall oder Mord? Frauen schreiben einfach die besten Krimis, Engländerinnen die allerbesten, und Dorothy Sayers gehört schlicht zu den Klassikern.
7. Mark Spörrle, Lutz Schumacher. "senk ju vor träwelling"
Zu Weihnachten von meinem Brüderchen geschenkt bekommen. Vieles in dem Buch scheint übertrieben - bis man dann im Zug sitzt und den kryptischen Durchsagen lauscht. Im Schlußteil des Buches geht es dann um die lieben Mitreisenden. Da konnte ich mir das Lachen endgültig nicht mehr verkneifen. Glücklicherweise saß ich da schon in Berlin im Bus, und in Berlin darf ja bekanntlich jeder so durchgeknallt sein, wie er will.
8. Wolf Schneider. "Deutsch! Ein Handbuch für attraktive Texte"
Der Autor ist selbst Journalist und hat lange die Hamburger Journalistenschule geleitet. Die Ratschläge kommen also aus der Praxis und sind wirklich gut. Zum Beispiel der: erst mal alles vergessen, was man im Deutschunterricht zum Thema Aufsatz (und dann an der Uni zum Thema Seminararbeit) gelernt hat. Das wichtigste am Schreiben: den Leser da abholen, wo er ist, und nicht da, wo man ihn gerne hätte. Ich werde versuchen, mir seine Ratschläge ("Rezepte" nennt er sie) zu Herzen zu nehmen. Daß ich einen Hang zum Kettensatz habe, weiß ich ja eigentlich auch schon lange.
9. Philip Roth. "Mein Leben als Sohn"
Ergreifend. Roth in Höchstform. Das erste Buch von ihm, das ich gelesen habe, war "Der menschliche Makel". Einfach genial. Also habe ich noch einige andere von ihm gelesen, von denen mich die letzten beiden ("Mein Leben als Mann" und "Jedermann") einfach nur gelangweilt haben. Unerträglich ist dieses Selbstmitleid, in dem der jeweilige Protagonist sich da wälzt. Aber wegen der Sprachgewalt des "menschlichen Makels" habe ich Roth doch wieder eine Chance gegeben ("Amerikanisches Idyll" und "Mein Mann, der Kommunist" waren auch klasse) und es nicht bereut. "Mein Leben als Sohn" ist kein Roman, sondern der ungeschminkte Bericht vom Sterben des Vaters. Herman Roth ist 86 Jahre alt, als ein Hirntumor bei ihm entdeckt wird, der zwei Jahre später zu seinem Tod führt. Durch die Krankheit verwandelt sich der einst herrische Mann, der nichts lieber tut, als Befehle zu geben, allmählich in ein hilfloses Wesen, und plötzlich muß der Sohn die Befehle erteilen.
10. Vier Reiseführer über Schleswig-Holstein und ein Buch über das Wattenmeer. Die führe ich nicht einzeln auf, weil ich sie nicht alle durchgelesen habe, sondern mir aus jedem nur einzelne Abschnitte zu Gemüte geführt habe. Brauche ich für meine Arbeit.
Samstag, 31. Januar 2009
Malkasten
Ich spiele mit dem Gedanken, mir wieder einen Malkasten zuzulegen. Diese Anwandlung habe ich seit Donnerstagabend. Da bin ich nach der Arbeit mit Jenny in die Neue Nationalgalerie gegangen bin, wo wir uns die Ausstellungen zu Jeff Koons und Paul Klee angesehen haben. War ja nicht uninteressant. Nur bei vielen einigen Bildern von Paul Klee drängte sich mir der Gedanke auf: Das kann ich auch!
Montag, 26. Januar 2009
Senk juh
Wenn der Zug laut Plan um 11:18 in Hannover sein soll, der Zugbegleiter in der Durchsage jedoch sagt: "Wir werden voraussichtlich um 11:21 in Hannover ankommen", und man parallel dazu das schöne Buch "Senk juh vor träwelling" liest, dann ...
... ist man geneigt zu glauben, in besagtem Buch sei die Darstellung des Bahnreisens doch nicht leicht übertrieben.
... ist man geneigt zu glauben, in besagtem Buch sei die Darstellung des Bahnreisens doch nicht leicht übertrieben.
Wintermorgen in Babbenhausen-Oberbecksen
Donnerstag, 22. Januar 2009
Waltz with Bashir
Nach langer Abstinenz war ich am Dienstagabend einmal wieder im Kino. Die Kollegin und ich wollten uns beide den Film "Waltz with Bashir" ansehen. Gelandet sind wir im Kino Filmrausch e.V. im Kulturzentrum Moabit.
Nach über 20 Jahren versucht der Filmemacher Ari Folman, sich an seine Erlebnisse im Libanonkrieg zu erinnern. Er weiß, daß er als 19jähriger "dabei" war, aber er hat keine Erinnerungen an die Zeit. Ein Gespräch mit einem Freund, der ihm von regelmäßigen Albträumen mit wilden Hunden erzählt, macht ihm diese Erinnerungslücke bewußt und ruft eine eigene Art von Traum/Erinnerung hervor, die er zunächst nicht einordnen kann. Im Gespräch mit Freunden, die wie er damals als junge Soldaten mit in den Krieg gezogen sind, kommt die Erinnerung langsam zurück. Schließlich erinnert Ari sich auch daran, wo er am Tag des Massakers von Sabra und Schatila war und was er gemacht hat.
Das ist harte Kost, aber filmisch sehr geschickt aufbereitet. "Waltz with Bashir" ist ein dokumentarischer, halb-autobiographischer Trickfilm. Die Figuren haben alle individuelle Gesichtszüge, denen das Niedliche der Disneyfilme oder der japanischen Anime völlig fehlt. Gleichzeitig aber sind die Körper und Bewegungen bewußt künstlich gehalten, nicht perfekt. Die Bewegungen sind eckig, so daß das Ganze etwas unbeholfen wirkt. So wird einerseits deutlich: dies ist eine wahre Geschichte; andererseits schaffen die Trickbilder für den Zuschauer die nötige Distanz, um sich auf die Geschichte überhaupt einlassen zu können. Gut gelungen ist auch, daß der Zuschauer sich genauso viel oder genauso wenig weiß wie Ari. Es ist ein langsames Begreifen dessen, was sich damals zu Beginn des Libanonkriegs ereignet hat. Es ist ein langsames, behutsames Herantasten an die Greuel. Der Zuschauer wird nicht überfordert, sondern mitgenommen.
Erst ganz am Ende, wenn der israelische Kriegsberichterstatter davon erzählt, wie er nach dem Ende des Massakers gemeinsam mit den Überlebenden ins Lager gegangen und die Verwüstungen und die Leichen gesehen hat, schaltet der Film plötzlich vom Trickfilm um. Man sieht Filmaufnahmen von den überlebenden, schreienden Frauen inmitten der Trümmer, dann von den Toten. Dann ein schwarzes Bild, und erst nach einer gefühlten Ewigkeit folgt der Abspann. Es hat sehr lange gedauert, bis die ersten aufstanden und den Kinosaal verließen.
Hingehen. Ansehen.
Nach über 20 Jahren versucht der Filmemacher Ari Folman, sich an seine Erlebnisse im Libanonkrieg zu erinnern. Er weiß, daß er als 19jähriger "dabei" war, aber er hat keine Erinnerungen an die Zeit. Ein Gespräch mit einem Freund, der ihm von regelmäßigen Albträumen mit wilden Hunden erzählt, macht ihm diese Erinnerungslücke bewußt und ruft eine eigene Art von Traum/Erinnerung hervor, die er zunächst nicht einordnen kann. Im Gespräch mit Freunden, die wie er damals als junge Soldaten mit in den Krieg gezogen sind, kommt die Erinnerung langsam zurück. Schließlich erinnert Ari sich auch daran, wo er am Tag des Massakers von Sabra und Schatila war und was er gemacht hat.
Das ist harte Kost, aber filmisch sehr geschickt aufbereitet. "Waltz with Bashir" ist ein dokumentarischer, halb-autobiographischer Trickfilm. Die Figuren haben alle individuelle Gesichtszüge, denen das Niedliche der Disneyfilme oder der japanischen Anime völlig fehlt. Gleichzeitig aber sind die Körper und Bewegungen bewußt künstlich gehalten, nicht perfekt. Die Bewegungen sind eckig, so daß das Ganze etwas unbeholfen wirkt. So wird einerseits deutlich: dies ist eine wahre Geschichte; andererseits schaffen die Trickbilder für den Zuschauer die nötige Distanz, um sich auf die Geschichte überhaupt einlassen zu können. Gut gelungen ist auch, daß der Zuschauer sich genauso viel oder genauso wenig weiß wie Ari. Es ist ein langsames Begreifen dessen, was sich damals zu Beginn des Libanonkriegs ereignet hat. Es ist ein langsames, behutsames Herantasten an die Greuel. Der Zuschauer wird nicht überfordert, sondern mitgenommen.
Erst ganz am Ende, wenn der israelische Kriegsberichterstatter davon erzählt, wie er nach dem Ende des Massakers gemeinsam mit den Überlebenden ins Lager gegangen und die Verwüstungen und die Leichen gesehen hat, schaltet der Film plötzlich vom Trickfilm um. Man sieht Filmaufnahmen von den überlebenden, schreienden Frauen inmitten der Trümmer, dann von den Toten. Dann ein schwarzes Bild, und erst nach einer gefühlten Ewigkeit folgt der Abspann. Es hat sehr lange gedauert, bis die ersten aufstanden und den Kinosaal verließen.
Hingehen. Ansehen.
Dienstag, 20. Januar 2009
Mein Wort
Your Word is "Think" |
![]() You see life as an amazing mix of possibilities, ideas, and fascinations. And sometimes you feel like you don't have enough time to take it all in. You love learning. Whether you're in school or not, you're probably immersed in several subjects right now. When you're not learning, you're busy reflecting. You think a lot about the people you know and the things you've experienced. |
Via.
Sonntag, 18. Januar 2009
50 %
Zwei Wünsche habe ich letzte Woche an dieser Stelle geäußert:
1. Zeit für die nächste Lektion im Stricken.
2. Funktionstüchtige Schleudern im Waschsalon.
Wunsch Nr. 1 konnte erfüllt werden, Wunsch Nr. 2 nicht.
Ein Rentner empörte sich: "Das muß die technische Aufsicht doch sehen! Oder die Putzfrau!" Ich: "Ich glaube nicht, daß die Putzfrau hier so viel verdient, daß sich das Mitdenken lohnt." Da mußte der Rentner zugeben, daß da was dran sein könnte.
Zum Glück waren aber ein paar Reklamationszettel übrig. Habe also draufgeschrieben: "Seit zwei Wochen sind alle vier Schleudern außer Betrieb." "Alle vier" dick unterstrichen.
Mal sehen, ob's was bringt.
Mein Strick-Übungsstück hat jetzt übrigens ein lustiges Muster. Das Linksrumstrecken ging ganz einfach, da meinte meine Lehrerin, die Aufgabe etwas spannender zu gestalten. Dennoch habe ich gestern nach einer Weile das weitere Üben eingestellt. Bei dem ganzen Maschenzählen konnte man sich ja gar nicht mehr richtig unterhalten. ;-)
1. Zeit für die nächste Lektion im Stricken.
2. Funktionstüchtige Schleudern im Waschsalon.
Wunsch Nr. 1 konnte erfüllt werden, Wunsch Nr. 2 nicht.
Ein Rentner empörte sich: "Das muß die technische Aufsicht doch sehen! Oder die Putzfrau!" Ich: "Ich glaube nicht, daß die Putzfrau hier so viel verdient, daß sich das Mitdenken lohnt." Da mußte der Rentner zugeben, daß da was dran sein könnte.
Zum Glück waren aber ein paar Reklamationszettel übrig. Habe also draufgeschrieben: "Seit zwei Wochen sind alle vier Schleudern außer Betrieb." "Alle vier" dick unterstrichen.
Mal sehen, ob's was bringt.
Mein Strick-Übungsstück hat jetzt übrigens ein lustiges Muster. Das Linksrumstrecken ging ganz einfach, da meinte meine Lehrerin, die Aufgabe etwas spannender zu gestalten. Dennoch habe ich gestern nach einer Weile das weitere Üben eingestellt. Bei dem ganzen Maschenzählen konnte man sich ja gar nicht mehr richtig unterhalten. ;-)
Samstag, 17. Januar 2009
Unruhig
Der M 48 war heute nachmittag schon ziemlich voll, als noch ein paar Leutchen (darunter auch meine Wenigkeit) am Innsbrucker Platz einstiegen. Deswegen rutschte eine Frau von ihrem Fensterplatz auch sofort auf den Platz am Mittelgang, kaum daß ihr vorheriger Sitznachbar aufgestanden und aus dem Bus gestiegen war. Damit bloß keiner auf die Idee kommt, sich neben sie setzen zu wollen. Übrigens war es der für Schwerbehinderte reservierte Platz, den sie da blockiert hat. Blöde Schnepfe.
Wie in den Bussen so üblich, war weiter hinten doch noch was frei. Ich konnte meine Buslektüre also im Sitzen genießen. Obwohl das mit den Genießen auch nicht so geklappt hat, weil sich eine zappelige Renterin neben mich setzte und ziemlich viel Platz beanspruchte. Außerdem gehörte sie zu der Sorte älterer Damen, die im Zug immer mit weinerlicher Stimme darum bitten, die Plätze tauschen zu dürfen, weil sie es einfach nicht ertragen, mit dem Rücken in Fahrtrichtung zu sitzen. Meine Nachbarin war mit ihrem Sitzplatz wirklich nicht glücklich. Erstens konnte sie sich wegen der unverschämten jungen Sitznachbarin nicht über anderthalb Sitze ausbreiten, zweitens mußte sie mit dem Rücken in Fahrtrichtung sitzen. Also stand sie an jeder Haltestelle auf und sah sich prüfend um, ob nicht irgendwo ein genehmerer Platz frei würde. Irgendwann setzte sie sich seufzend wieder hin.
Furchtbar. Es ist schwer, sich auf sein Buch zu konzentrieren, wenn nebenan so eine Zappelliese sitzt. :-(
Wie in den Bussen so üblich, war weiter hinten doch noch was frei. Ich konnte meine Buslektüre also im Sitzen genießen. Obwohl das mit den Genießen auch nicht so geklappt hat, weil sich eine zappelige Renterin neben mich setzte und ziemlich viel Platz beanspruchte. Außerdem gehörte sie zu der Sorte älterer Damen, die im Zug immer mit weinerlicher Stimme darum bitten, die Plätze tauschen zu dürfen, weil sie es einfach nicht ertragen, mit dem Rücken in Fahrtrichtung zu sitzen. Meine Nachbarin war mit ihrem Sitzplatz wirklich nicht glücklich. Erstens konnte sie sich wegen der unverschämten jungen Sitznachbarin nicht über anderthalb Sitze ausbreiten, zweitens mußte sie mit dem Rücken in Fahrtrichtung sitzen. Also stand sie an jeder Haltestelle auf und sah sich prüfend um, ob nicht irgendwo ein genehmerer Platz frei würde. Irgendwann setzte sie sich seufzend wieder hin.
Furchtbar. Es ist schwer, sich auf sein Buch zu konzentrieren, wenn nebenan so eine Zappelliese sitzt. :-(
Freitag, 16. Januar 2009
Umdisponiert
Gestern abend war ich nach Feierabend zum gemeinsamen Vernissage-Besuch verabredet. Wenn man schon eine Einladung erhält, sollte man das auch nutzen. Treffen wollten wir uns gegen 18:30 in den Arkaden am Potsdamer Platz. Als ich - um einiges früher - schon am Treffpunkt stand - teilte mir meine Begleitung per SMS mit, sie käme später. Daraufhin erhielt ich eine zweite SMS von ihr, die aber schon 2 Stunden älter war (häh?). Ein uns beiden gut bekannter Journalist würde uns seine beiden Eintrittskarten zum Neujahrskonzert der Bayerischen Landesvertretung samt anschließendem Empfang überlassen. (Das hatte er auch letztes Jahr freundlicherweise schon getan, aber damals weniger spontan.) Daraufhin klingelte mein Telefon, besagter Journalist war dran und teilte mir selbiges noch einmal mit. Er stehe gerade am Südkreuz, warte auf die S-Bahn mit meiner Begleitung und würde ihr die Karten übergeben. Daraufhin verschickte ich eine SMS an meine Begleitung mit dem Hinweis, sie könne mich dann bei Hugendubel statt vor H&M einsammeln.
Eine gute halbe Stunde später trafen wir uns glücklich und begaben uns per U-Bahn zwei Stationen weiter zum Gendarmenmarkt, wo wir im Konzerthaus dem Bayerischen Landesjugendorchester (BLJO) lauschten. Es war fantastisch! Wenn die Begleitung auch monierte, das dritte und letzte Stück sei ein bißchen zu lang gewesen - es war trotzdem klasse. Kaum zu glauben, dass das alles Jugendliche sind, die da spielen. Den Applaus am Ende hatten sie sich redlich verdient.
Beim anschließenden Empfang in der Landesvertretung schafften wir es dann tatsächlich, uns im allgemeinen Gedränge zielstrebig auf den Stehtisch zuzubewegen, an dem genau das Ehepaar stand, mit dem wir uns schon letztes Jahr so gut unterhalten hatten. Berlin ist echt ein Dorf.
Eine gute halbe Stunde später trafen wir uns glücklich und begaben uns per U-Bahn zwei Stationen weiter zum Gendarmenmarkt, wo wir im Konzerthaus dem Bayerischen Landesjugendorchester (BLJO) lauschten. Es war fantastisch! Wenn die Begleitung auch monierte, das dritte und letzte Stück sei ein bißchen zu lang gewesen - es war trotzdem klasse. Kaum zu glauben, dass das alles Jugendliche sind, die da spielen. Den Applaus am Ende hatten sie sich redlich verdient.
Beim anschließenden Empfang in der Landesvertretung schafften wir es dann tatsächlich, uns im allgemeinen Gedränge zielstrebig auf den Stehtisch zuzubewegen, an dem genau das Ehepaar stand, mit dem wir uns schon letztes Jahr so gut unterhalten hatten. Berlin ist echt ein Dorf.
Dienstag, 13. Januar 2009
Sonntag, 11. Januar 2009
Auch groß
Nachdem ich gerade eben bei Andreas auf dieses Bild gestoßen bin, muß ich doch mal auf den kulinarischen Höhepunkt der Kasachstan-Reise im vergangenen April zurückkommen:
Das war das Hauptgericht. Als das serviert wurde, haben wir alle fassungslos auf unsere Teller gestarrt. Das sollen wir noch essen? Diese Riesenportionen? Nachdem die Kellner uns schon gnadenlos mit den Vorspeisen (Pferdefleisch, diverse Salate, Brot) gemästet hatten? Denn der Service in dem Land ist gnadenlos. Sobald der Gast nicht aufpaßt, hat ein Kellner schon nachgelegt. Und das nicht zu knapp.
Lernfortschritt
Vor gut einer Woche hatte ich meine zweite Lektion in Sachen Stricken. Die erste Lektion ist schon einige Zeit her und muß irgendwann in grauer Vorzeit, so in der späten Grundschul- oder frühen Gymnasialzeit stattgefunden haben. Wer damals versucht hat, mich in der Kunst zu unterweisen, (entweder meine Mutter oder meine Oma), weiß ich auch nicht mehr. Nur daß ich es ziemlich bald aufgegeben habe.
Jetzt versucht es jedenfalls eine neue Lehrerin. In irgendeiner unserer zahllosen Gespräche habe ich mal erwähnt, daß ich es an sich ziemlich schade finde, das Stricken nie richtig gelernt zu haben (und das Häkeln dürfte ich auch schon wieder vergessen haben), und da meinte sie, sie könne es mir ja beibringen. Zwischen den Jahren hatten wir beide viel freie Zeit, und schon am 1.1. stand ich nachmittags bei ihr auf der Matte. Die Hardware bekam ich freundlicherweise ausgeliehen, und dann ging es los. Anfangs war es ziemlich mühselig, aber inzwischen ist mein Probestück doch recht lang geworden. Das meiste entstand am vergangenen Montagabend während des Seminars. Das ist ja das schöne an der Handarbeit: die Hände sind beschäftigt, während der Geist sich auf anderes konzentrieren kann (das gilt zumindest für die weibliche Hälfte der Weltbevölkerung). Im Verlauf des Abends wurde ich auch immer sicherer im Umgang mit Nadeln, Garn und Fingern, und alle mußten hinterher zugeben, daß die Reihen zunehmend gleichmäßiger gestrickt waren.
Jetzt versucht es jedenfalls eine neue Lehrerin. In irgendeiner unserer zahllosen Gespräche habe ich mal erwähnt, daß ich es an sich ziemlich schade finde, das Stricken nie richtig gelernt zu haben (und das Häkeln dürfte ich auch schon wieder vergessen haben), und da meinte sie, sie könne es mir ja beibringen. Zwischen den Jahren hatten wir beide viel freie Zeit, und schon am 1.1. stand ich nachmittags bei ihr auf der Matte. Die Hardware bekam ich freundlicherweise ausgeliehen, und dann ging es los. Anfangs war es ziemlich mühselig, aber inzwischen ist mein Probestück doch recht lang geworden. Das meiste entstand am vergangenen Montagabend während des Seminars. Das ist ja das schöne an der Handarbeit: die Hände sind beschäftigt, während der Geist sich auf anderes konzentrieren kann (das gilt zumindest für die weibliche Hälfte der Weltbevölkerung). Im Verlauf des Abends wurde ich auch immer sicherer im Umgang mit Nadeln, Garn und Fingern, und alle mußten hinterher zugeben, daß die Reihen zunehmend gleichmäßiger gestrickt waren.
So, und für das nächste Wochenende habe ich jetzt zwei Wünsche:
1. Zeit für Lektion 3.
2. Irgendjemand sollte endlich mal die vier Schleudern im Waschsalon reparieren. Ich habe dadurch inzwischen zwar schon einen ganzen Euro gespart, aber ich hätte lieber meine Wäsche schon morgen trocken. Vor allem Jeans brauchen ewig, wenn sie ungeschleudert trocknen sollen.
Samstag, 10. Januar 2009
Drei Tage Wochenende
Gestern:
- mit dem Amt telefoniert
- mit einem weiteren Amt vergeblich telefoniert und dann entnervt hingegangen
- mich über die Öffnungszeiten eines dritten Amts geärgert
- einen Termin bei der Bank gemacht
- neuen Stoff geholt
- eingekauft
- neue Ordner gekauft und diverse Papiere endlich mal ordentlich abgeheftet
- abends an einem gesellschaftlichen Ereignis teilgenommen
- später abends eine E-Mail bekommen, die mir u.a. sagt, daß ich die Papiere wieder anders sortieren muß
Heute:
- zwei Regale ausgeräumt, abgestaubt und neu wieder eingeräumt
- weitere Papiere in den Ordnern abgeheftet (aber noch nicht umsortiert)
- beim Wäschewaschen (kleine Aktion) in der Badewanne kurzfristig den Heißwasserhahn überdreht, so daß er sich erst gar nicht wieder zudrehen ließ
- angesichts der heute eher milden Temperaturen die Aktion "Kühlschrank abtauen" auf morgen verschoben - da soll es wieder kälter werden
- für Artikel recherchiert
Für morgen geplant:
- Kühlschrank abtauen, säubern, und die Arbeitsplatte muß auch dringend wieder mit Öl behandelt werden
- zum Waschsalon gehen (große Aktion)
- schreiben
Donnerstag, 8. Januar 2009
Glatt
Auf dem Heimweg von der Arbeit bin ich heute öfters mal ins Rutschen gekommen. Zum Glück ohne mich wirklich langzulegen. Beim Discounter waren heute nämlich asiatische Lebensmittel im Angebot, und da habe ich ein paar Vorräte angelegt. Und es wäre doch zu ärgerlich gewesen, wenn sich Soja-Sauce (japanische Art), Wok-Öl, Mango-Chutney, Sweet-Chili-Sauce, Mungobohnenkeimlinge und Bambussprossen in der Plastiktüte zu einer mit Glasscherben durchsetzten Pampe vermischt hätten.
Mittwoch, 7. Januar 2009
Erst rosa, dann grau
Extrem kalt war das heute morgen, als ich aus dem Haus ging. Aber im Osten war der Himmel so herrlich rosa gefärbt, daß ich spontan einen erneuten Umweg durch den Park beschloß. Da ist mehr Platz und ich hätte ein eindrucksvolles Foto von diesem frostigen Wintermorgen machen können. Nur: als ich im Park war, hatte sich das schöne Rosa in ein häßliches Grau gefärbt. *hmpf*
Montag, 5. Januar 2009
Richtig Schnee!!
Gestern sah das ja alles ziemlich trostlos aus in der Bundeshauptstadt. Und auf die Entdeckung, daß meine Polen-, Belarus-, Deutschland-, Japan- und Kasachstan-erprobten und trittfesten Turnschuhe doch nicht ganz wasserdicht sind, hätte ich echt verzichten können.
Aber was für ein Anblick heute morgen: Schnee und nahezu strahlend blauer Himmel!
Aber was für ein Anblick heute morgen: Schnee und nahezu strahlend blauer Himmel!
Statt vom Haus direkt zur Bushaltestelle zu gehen, habe ich mich daher erst einmal in die andere Richtung bewegt ...
... und einen kleinen Umweg durch den Kleistpark gemacht.
Hinterher waren meine Finger steifgefroren (mit Handschuhen fotografiert es sich so schlecht), aber im Gegensatz zu den nassen Füßen gestern hat sich das echt gelohnt. :-)
(Und obwohl der Schneematsch von gestern unter dem Schnee von heute zu Eis gefroren war und ich auf Absatz unterwegs war - erst von Schöneberg nach Mitte und wieder zurück inklusive Abstecher beim Supermarkt, später von Schöneberg nach Charlottenburg und wieder zurück - habe ich mich kein einziges Mal auf den Hintern gesetzt. *stolz sei*)
Sonntag, 4. Januar 2009
Dumm gelaufen
Der allsonntägliche Besuch im Waschsalon endete heute mit einer herben Enttäuschung: alle vier Wäscheschleudern waren kaputt. Das ist an einem Tag mit winterlichem Schmuddelwetter, an dem der versprochene Schnee nur als Schneeregen vom Himmel kommt und dann als dreckiger Schneematsch auf dem Boden liegen bleibt, doppelt und dreifach ärgerlich. Da mag man auf dem Rückweg die Tasche mit den gefühlten zusätzlichen 10 kg nicht herausgeschleuderten Wassers nämlich gar nicht zwischendurch zur Entlastung auf dem Boden abstellen. Und getrocknet ist die Wäsche dann wahrscheinlich frühestens übermorgen. Das einzig Positive an der Sache: ich habe 50 Cent gespart.
Ebenso ärgerlich ist es, wenn man zu guter Letzt das Spannbettuch schwungvoll über den Wäscheständer legt (so, wie eigentlich immer), und das Spannbettuch sich dann in den zwei Rattanzweigen verfängt, die aus dem auf der Fensterbank stehenden Fläschchen ragen und die Duftessenz aus dem Fläschchen in homöopathischen Dosierungen an die Raumluft abgeben sollen. Diesmal jedoch folgten die Rattanzweige der Abwärtsbewegung des Spannbettuchs und brachten somit die Flasche dazu, die horizontale Lage auszuprobieren, wodurch sich wiederum eine größere Menge der in der Flasche befindlichen Duftessenz auf die Fensterbank und von dort hinter dem Heizkörper her auf den Fußboden ergoß. Das Zimmer wurde inzwischen schon mehrfach vergeblich gelüftet. Das einzig Positive an der Sache: das Malheur ereignete sich nicht in meinem Schlafzimmer.
Ebenso ärgerlich ist es, wenn man zu guter Letzt das Spannbettuch schwungvoll über den Wäscheständer legt (so, wie eigentlich immer), und das Spannbettuch sich dann in den zwei Rattanzweigen verfängt, die aus dem auf der Fensterbank stehenden Fläschchen ragen und die Duftessenz aus dem Fläschchen in homöopathischen Dosierungen an die Raumluft abgeben sollen. Diesmal jedoch folgten die Rattanzweige der Abwärtsbewegung des Spannbettuchs und brachten somit die Flasche dazu, die horizontale Lage auszuprobieren, wodurch sich wiederum eine größere Menge der in der Flasche befindlichen Duftessenz auf die Fensterbank und von dort hinter dem Heizkörper her auf den Fußboden ergoß. Das Zimmer wurde inzwischen schon mehrfach vergeblich gelüftet. Das einzig Positive an der Sache: das Malheur ereignete sich nicht in meinem Schlafzimmer.
Samstag, 3. Januar 2009
"... Man kann aber auch Mäntel dran aufhängen!"
Freitag, 2. Januar 2009
Abgehört
"Ich will mir jetzt so ein Bluhtot-Teil kaufen, um die Fotos vom Handy auf'n Computer zu bekommen."
Schnee!!!
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