Dienstag, 16. Dezember 2008

Problem gelöst

Tataaa! Rein zufällig konnte das Problem gelöst werden - und zwar durch einen Druck auf "Aktualisieren". Jetzt funktioniert alles wieder so, wie es sich gehört. :-)

Weihnachtsmann entführt?

Sieht das nicht aus, als würde der Weihnachtsmann auf dem Balkon festsitzen und rufe verzweifelt um Hilfe?

Montag, 15. Dezember 2008

DSL

Juhu! Ich surfe mit Hochgeschwindigkeit durchs Netz! Und Telefonieren klappt auch!
Soweit die gute Nachricht.
Die schlechte: Bei der Einrichtung des DSL-Anschlusses hat Fritz-Box meine Startseite gekapert. Die nun allerdings mein eigener Blog ist. Wenn ich jetzt auf die Seite gehen will, erscheint links in der Adresszeile neben der URL das Zeichen von Fritz und nicht das von Blogger, und dann teilt mir Firefox immer mit, das Blog könne nicht gefunden werden. (Über IE konnte ich mir meine eigene Seite wenigstens ansehen, aber was will ich mit IE?) Hat irgendwer eine Idee, wie ich das wieder hinbiegen kann?!

Samstag, 13. Dezember 2008

Hohoho!

Revidierte Vorurteile

Mein nicht mehr ganz so neuer Job bringt es mit sich, daß ich ziemlich viele E-Mails zu lesen bekomme. Das eröffnet mir eine ganz neue Sicht auf die Welt. Bislang glaubte ich doch tatsächlich, Lesen und Schreiben gehörten untrennbar zusammen. Inzwischen mußte ich erstaunt feststellen, daß es doch tatsächlich eine nicht unerhebliche Anzahl von Leuten gibt, die zwar in der Lage sind, eine E-Mail zu schreiben, aber offenkundig nicht des Lesens mächtig sind. Das ist die einzige Erklärung dafür, daß ich so viele über E-Mail gestellte Fragen beantworten darf, die sich die Absender hätten schenken können, wären sie nur in der Lage gewesen, den Inhalt der E-Mail zu erfassen, die sie kurz zuvor von uns bekommen haben.
Am besten war natürlich der Engländer (mit chinesisch klingendem Namen, der aber am Telefon ein sehr englisch klingendes Englisch sprach), der uns fragte, wozu er denn noch eine schriftliche Bestätigung (confirmation) bekommen solle, wo er doch schon längst die Bestätigung (confirmation) geschickt habe?! Als Beleg hatte er das Dokument als PDF gleich noch mal angehängt. So etwas klärt man dann am besten mündlich. E-Mails wären da zu umständlich geraten. Also habe ich dem Typen am Telefon kurz den Unterschied zwischen "confirmation" (Bestätigung) und "registration" (Anmeldung) erklären dürfen ...
Wie sagte daraufhin doch der Kollege zu mir: "Ich weiß ja nicht, ob dir der Begriff "Vollpfosten" was sagt ..." Doch, durchaus.

Freitag, 12. Dezember 2008

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Weihnachtsmarkt am Schloß Charlottenburg


Der gestrige "Zwangsurlaub" hatte eine weitere gute Seite: Zeit für einen Besuch des Weihnachtsmarkts am Schloß Charlottenburg. Auch schön. Das Angebot an Kunstgewerblichem etc. unterscheidet sich zwar nicht sonderlich von den anderen großen Weihnachtsmärkten hier in Berlin (Potsdamer Platz, Alex, ...), aber die internationale Freßmeile und die festlich beleuchtete Schloßkulisse machte alles wieder wett. Ich habe mir am russischen Stand einen ukrainischen Borschtsch gegönnt. So etwas hatte ich schon ewig und drei Tage nicht mehr gegessen!!

Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei


Empfohlen von einer Kollegin und vom zitty, haben wir auf unserem diesjährigen Weihnachtsmarkttest am Montag nach meiner 6-Stunden-Schicht den Lucia-Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei vorgenommen. Fazit: der bislang schönste, auch wenn auf dem Foto fast nichts zu erkennen ist. Am Spätnachmittag unter der Woche war er nicht überlaufen, so daß man ohne großes Gedränge und Geschiebe an den Marktständen vorbei schlendern konnte. Das Angebot: ähnlich dem vom Weihnachtsmarkt am Richardplatz in Neukölln, aber edler. Dazu tönte angenehme (schwedische?) Musik aus den Lautsprechern, die gerade laut genug war, um noch gehört zu werden, aber dennoch keinen Klangbrei über den ganzen Markt legte.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

*prust*

Bitte kurz hier lesen.

Gasleitungsreparatur

Als ich am Montagabend nach Hause kam, hing an der Haustür ein sogar für mich unübersehbar großer gelber Zettel. Wir Hausbewohner wurden darüber informiert, daß am 10.12. (also heute) Reparaturen an der Gasleitung durchgeführt werden müßten. Beginn: 11:00 Uhr. Voraussichtliches (ha!) Ende: 16:00 Uhr. Um einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu gewährleisten, sollten wir in der Zeit bitte alle Gasgeräte abstellen und außerdem den Gaszählerschalter auf "aus" stellen. Nach Abschluß der Arbeiten sollten wir außerdem bitte den Arbeitern Zugang zu unseren Gasgeräten und dem Gaszähler gewähren, damit die Herren die Geräte wieder ordnungsgemäß in Betrieb setzen könnten.
Ich war begeistert. Die Gasheizung auszustellen, ist für mich kein Problem (habe ich dieses Jahr bekanntlich schon mehrmals getan), aber den Gaszählerschalter mußte ich erst einmal finden. War nun auch nicht so das Problem, nur zum Umstellen hätte ich einen Schraubenschlüssel o.ä. gebraucht. Und um 16:00 habe ich auch noch nicht Feierabend.
Na ja, ein paar Stunden Urlaubsanspruch hatte ich noch, also habe ich mir den Tag halt kurzfristig freigenommen. War auch überhaupt kein Problem. (Und ich sach' noch zu meinem PM: "Wenn du am Mittwochabend was von einem durch eine Gasexplosion bedingten Wohnhauseinsturz in Schöneberg hörst, brauchst du auch am Donnerstag nicht mit mir zu rechnen.")
Der freie Tag kam mir außerdem ganz gelegen. Da war noch ein Päckchen abzuschicken, Briefmarken und andere Sachen mußte ich auch noch besorgen, und am Dienstag waren auch die Unterlagen aus Kiel bei mir eingetroffen - langweilig würde es mir schon nicht werden. ;-)
Nun saß ich also den halben Vormittag auf glühenden Kohlen und wartete auf die Bauarbeiter, damit die diesen blöden Schalter umlegen und ich dann schnell zur Post laufen kann. Nun erschienen die Herren aber erst um 12. Zwischen 11 und 12 war ich schon einige Male vor die Tür gelaufen, um nachzusehen. In der Wohnung wurde es auch allmählich kühler.
Das Loch für die Arbeiten an der Gasleitung hatten die Bauarbeiter schon am Montag ausgehoben und mit Brettern abgedeckt. Als ich um kurz nach 12 wieder einmal draußen nachsah, fand ich einen Arbeiter schon an der Arbeit. Wegen des Zählers solle ich bitte seinen Kollegen fragen. Den hatte ich kurz vorher im Keller (Eingang im Seitenflügel, wo ich auch wohne) verschwinden sehen. Nun kam er wieder und teilte seinem Kollegen mit, von dem Keller käme man gar nicht durch. Um an die Gasleitung zu gelangen, müßten sie in den Keller der Kneipe gehen, aber von dem hinteren Keller aus gebe es dahin keinen Zugang. Nun macht die Kneipe aber immer erst um 15:00 auf. Ich fragte noch mal, ob sie mir diesen Schalter umlegen könnten und wurde belehrt, jetzt könnten sie eh nichts machen, es sei noch Zeit.
"Oh, aber ich wollte eigentlich gleich weg ..."
"Tschüs!"
"Äh, aber ..."
"Tschüs!!"
Ja ja, höflich sind sie, Berlins Gasleitungsrepaturfachleute. Nach kurzem Nachfragen erfuhr ich, es sei an sich völlig ausreichend, wenn die Gasheizung abgeschaltet sei. Toll.
Nun ja, fünf Minuten später machte ich mich auf den Weg zu Post, Drogerie und Bastelgeschäft. Nach ungefähr anderthalb Stunden kam ich so gegen halb zwei wieder zurück. Das Loch war wieder mit Brettern abgedeckt, die Bauarbeiter verschwunden, und an dem großen gelben Zettel war das Datum für die Reparatur um eine Woche auf den 17. verschoben, und die Dauer als "von 8:00 bis 12:00" angegeben. Ich spürte förmlich, wie ich einen gewaltigen Hals kriegte.
In der Wohnung habe ich als erstes wieder die Heizung angestellt und dann die Nummer der Baufirma angerufen. Ja, sie hätten die Arbeiten verschieben müssen, weil sie keinen Zugang zum Keller gehabt hatten. Ob es wirklich notwendig sei, daß die Arbeiter am nächsten Mittwoch an meinen Gaszähler gehen und den Schalter um- und wieder zurücklegen, wollte ich dann wissen, oder ob ein Abschalten der Gasheizung ausreichend sei. Ich hätte mir heute extra frei genommen. Oh. Nein, es reicht, wenn die Heizung ausgeschaltet ist. Waaaah!! Können die das nicht gleich sagen?!
Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob da am nächsten Mittwoch, wenn ich von der Arbeit komme, der Zettel noch immer an der Haustür hängt. Die wollen ja frühmorgens anrücken und brauchen Zugang zum Keller der Kneipe, die erst um 15 Uhr aufmacht, und deren Wirtin NICHT hier wohnt ... *tüdelüüüü*
Ein gutes hatte die Sache aber doch: ich habe meine Weihnachtskarten fertig, und als um kurz vor neun der Paketbote klingelte, konnte ich mein DSL-Modem (ab 15.12. habe ich eine leistungsstarke Internetverbindung mit Internet- und Telefon-Flatrate! Jipppiiiie!) persönlich in Empfang nehmen.

Briefwechsel

Als ich heute morgen den Briefkasten öffnete, um meine Zeitung herauszuholen, klebte auf selbiger ein kleines Zettelchen:


Die Vorgeschichte:
Am Montagmorgen fand ich neben meiner Zeitung eine Weihnachtskarte von meinem Zeitungszusteller (Mo - Fr) mit den besten Wünschen für Weihnachten und das neue Jahr. Das fand ich nun wahnsinnig nett. Da muß man sich ja revanchieren, zumal ich persönlich nicht Zeitungszusteller sein möchte, es aber toll finde, daß es Leute gibt, die diesen Job auf sich nehmen und mitten in der Nacht durch die Straßen ziehen, damit andere Leute beim Frühstück nicht auf ihre Zeitung verzichten müssen. Also habe ich am Montagabend meinerseits eine Weihnachtskarte (mit ebenfalls guten Wünschen für Weihnachten und Dank für die zuverlässige Zeitungslieferung) geschrieben, auf dem Briefkasten postiert, und in einem sorgfältig zugeknoteten Plastikbeutel ein paar Pfefferkuchen dazu gelegt. Am Dienstagmorgen waren Karte und Plätzchen verschwunden.
:-)

Montag, 8. Dezember 2008

Mißglückt

Wenn die Digitalkamera beschließt, plötzlich alles unscharf sehen zu müssen (wegen der Kälte?), und man deswegen selbige enttäuscht sinken läßt, gleichzeitig aber aus Versehen dennoch den Auslöser betätigt, dann kommt so etwas dabei heraus:


Hat irgendwie trotzdem was.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Weihnachtsmarkt in Neukölln


Neukölln ist nicht so schlimm wie sein Ruf - zumindest stellenweise. ;-) Einer der schönsten Berliner Weihnachtsmärkte fand dieses Wochenende am Richardplatz statt. Wir waren gestern da - zum Glück relativ früh, als es noch hell war. Bis es dann dunkel war, hatten wir unsere zweistündige Runde gedreht, die vielen Stände bewundert und konnten uns auf den Heimweg machen, als die Menschenmenge dann doch zu groß wurde. Das besondere an diesem Weihnachtsmarkt: er ist nicht kommerziell. Die Stände werden von Kirchengemeinden und gemeinnützigen Einrichtungen betrieben. Schöne Sachen hatten die im Angebot. Morgen nachmittag testen wir den nächsten. :-)

Samstag, 6. Dezember 2008

Piratenjagd

Ich finde die Sache mit den Piratenüberfällen vor Somalia ja schon spannend. Also nicht die Piraten an sich, sondern das Rumeiern, das unsere Regierung deswegen veranstaltet. Immerhin darf die deutsche Marine, die in den Gewässern eh schon Terroristen jagt, jetzt auch bedrohten Handels- und Kreuzfahrtschiffen zu Hilfe eilen. Und schon wird es wieder interessant. Unsere Jungs sollen nämlich "primär Piraterie verhüten" und nicht in erster Linie aktiv gegen Piratenschiffe vorgehen. Wie sinnvoll. Das ist genauso bescheuert, als wenn in Deutschland Bankräuber nur vertrieben, nicht aber festgenommen werden. Oder, eine noch schönere Vorstellung: die Polizei erfährt von einem Banküberfall (oder einem geplanten Terrorangriff - das ist ja das andere große Thema dieser Zeit), läßt die Bösewichte aber in Ruhe, solange sie nicht wirklich zuschlagen. Und hinterher werden sie dann wieder laufengelassen. Nee, nee, ich glaube, wir machen uns international gerade nach Kräften lächerlich.
Und dann ist da noch der Sprecher des Verteidigungsministeriums, der auf kritisches Anfragen der Opposition (es gibt tatsächlich intelligentes Leben in der FDP - der Abgeordnete Stinner hat sehr richtig festgestellt, man müsse die Piraten aber auch festnehmen und vor allem ihre Schiffe zerstören, denn: "Ein Pirat ohne Schiff sieht ziemlich dämlich aus.") beteuert: "Natürlich, wir treten mit einem robusten Mandat an, das geht bis zum aktiven Schuß".
So, und könnte mir jetzt bitte jemand erklären, was ein "passiver Schuß" ist?!

Freitag, 5. Dezember 2008

Mysterium Postzustellung

Letzten Freitag habe ich telefonisch von einer Behörde eines norddeutschen Bundeslandes ein paar Infobroschüren zur Vorbereitung eines Artikels erbeten, die mir der zuständige Herr auch sofort in einem dickeren Briefumschlag zu schicken versprach. Auf den dicken Briefumschlag warte ich immer noch, weshalb ich eben bei dem Herrn noch einmal anrief und nachfragte. Sein Kommentar: "Sie sehen mich fassungslos." Er habe die Broschüren noch am vergangenen Freitag eigenhändig eingetütet. Nun ja, jetzt macht er es halt noch mal.

Ebenfalls letzten Freitag habe ich ein Päckchen zur Post gebracht. Das Päckchen kam wider Erwarten schon am nächsten Tag bei meiner Oma an, während ich eigentlich davon ausgegangen war, daß es erst am Montag in Bad Oeynhausen eintreffen würde.

Das muß man nicht verstehen, oder?

Sonntag, 30. November 2008

Advent, Advent


Mein erster eigener Adventskranz. Ich bin so stolz auf mich. Und die Keksdose ist seit zwei Stunden auch wegen Überfüllung geschlossen - da muß ich erst einmal fleißig futtern, bevor ich wieder was backen kann. :-)

Samstag, 29. November 2008

Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk

Nachdem ich mir eine Woche lang meine CDs nicht anhören konnte, wurde mir die Warterei entschieden zu lang, und ich erkundigte mich bei meinen Eltern nach der Möglichkeit, das Weihnachtsgeschenk vorzuziehen. Ein weiteres Argument war - neben der unerträglichen CD-Abstinenz - die Unbequemlichkeit, zusätzlich zu Reisetasche, Handtasche und Notebooktasche ein sperriges Elektrogerät per Bahn von B.O. nach B. transportieren zu müssen. Bei einer durch dämliche Werbung einschlägig bekannten Elektronikkette war schon ein erster Sondierungsbesuch erfolgreich verlaufen. Zwei vom Preis her identische Geräte standen zur Auswahl. Das optisch ansprechendere kam leider nicht in Frage, da es kein Kassettendeck besitzt. Ich habe aber noch einige Kassetten, die ich mir auch wirklich öfters mal anhöre und nicht missen möchte.
Meine Eltern waren sofort bereit, die Bescherung ein paar Wochen vorzuziehen, und überwiesen den gewünschten Betrag umgehend. Nur daß das mit der Gedankenübertragung nicht so recht funktionierte. Nein, ich sehe mir nicht jeden Tag meinen Kontostand an. Ich mußte daher erst einmal nachfragen.


Egal, heute konnte der Kauf getätigt werden. Hatte ich anfangs noch für meine Lieblingsfarbe Blau votiert, ist es dann doch die Variante in dem freundlich-warmen Orange geworden. Von dem größeren Gerät in Schwarz werde ich mich dann demnächst schweren Herzens verabschieden müssen. Seit Studienbeginn hat es mir stets gute Dienste geleistet. *schnüff*
In den nächsten Tagen werde ich also in der Umgebung Ausschau nach den Zetteln mit der Aufschrift "Kaufe Ihre defekten Elektrogeräte" halten. Als ich noch kein defektes Elektrogerät besaß, habe ich die jedenfalls alle Naselang gesehen. Fünf Euro will da jemand für zahlen. Na dann ...

Freitag, 28. November 2008

Arbeitsbalkon


Natürlich arbeiten wir nicht auf dem Balkon, sondern in dem Großraumbüro neben dem Balkon. Nur ist es eben auch kein Pausenbalkon, denn dafür (auch für Raucherpausen) ist ausschließlich der vor der Küche gedacht. Aba die Aussicht is jut.

Donnerstag, 27. November 2008

Schock am frühen Morgen

Heute morgen fiel mich eine Spinne an, als ich gerade die Zeitung aus dem Briefkasten holen wollte. Natürlich mußte das dann auch noch eines der größeren Exemplare sein, mit dicken Beinen und so. Brrrrr! Und dann saß das Viech auch noch direkt auf dem Schlüsselloch vom Briefkasten! Ich konnte es gerade eben noch wegpusten. Mit Zeitung und gewaltigem Herzrasen zog ich mich daraufhin wieder in die Geborgenheit meiner vier Wände zurück.

Ich hasse Spinnen.

Mittwoch, 26. November 2008

Länger frisch

Seit neuestem prangt auf den Milchtüten der Edeka-Hausmarke der Aufdruck: "länger frisch". Und tatsächlich ist die Milch, die ich am 22.11. gekauft habe, bis zum 10.12. haltbar. Boah. Da frage ich mich doch: was haben die mit der Milch gemacht? Woran sich gleich die nächste Frage anschließt: will ich das wirklich wissen?!

Dienstag, 25. November 2008

Experimentelle Küche, Teil 2

Vor einigen Jahren, als ich entdeckte, daß Kochen a) kein Hexenwerk ist und b) sogar Spaß macht, habe ich mir ein Studentenkochbuch angelegt, was ich immer noch richtig gut finde. Da gibt es auch ein Kapitel zum Thema „Lunchpakete“. Sehr wichtig für Studenten (daß die Rostocker Mensa so gut ist, konnten die Verfasser des Buches ja nicht ahnen *zwinker*). Und für Angestellte, die sich in der Mittagspause keine Fertignahung vom nahegelegenen Supermarkt holen wollen.
Nachdem ich in der ersten Woche an jedem Morgen eines meiner drei 8-Stunden-Tage einfach ein paar Butterbrote mehr geschmiert hatte, waren mir die Stullen reichlich über. Also habe ich am Montag der folgenden Woche wieder die leckeren Blätterteigtaschen gemacht. Die haben eine Füllung aus Frischkäse, Frühlingszwiebeln und Kochschinken, schmecken gut und machen satt. (Die "Füllung" war übrigens als Belag auf Schnittchen schon mehrfach der absolute Renner auf diversen Familienfeiern.)
In der darauffolgenden Woche wollte ich dasselbe wieder machen, mußte aber am Montagnachmittag spontan umdisponieren (der Kochschinken sah nach einer Woche eher grau-lila aus – nicht gut). Zum Glück hatte ich noch Schinkenwürfel vorrätig. Das Ergebnis war etwas salziger, aber auch nicht schlecht. So allmählich begann ich aber zu befürchten, daß mir auch die Blätterteigtaschen über werden könnten. Jede Woche Frischkäsefüllung ist auch nicht das wahre, egal wie gut es schmeckt. Also begann ich über Alternativen nachzudenken.
Letzten Montag bin ich daher auf dem Rückweg von meiner 6-Stunden-Schicht schnell im Supermarkt vorbei und habe frisches Hackfleisch, Petersilie und Knoblauch gekauft. Schafskäse und Frühlingszwiebeln hatte ich schon am Wochenende geholt. Zuerst habe ich das Hackfleisch gut durchgebraten und schließlich auch etwas Knoblauch dazu gegeben. (Außerdem etwas Ingwer, denn das soll – wenn man es im selben Gericht verwendet – eine gewisse Nebenwirkung des Knoblauchs verhindern. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht. Es hat sich zumindest keiner beschwert. *g*) Dann habe ich die Petersilie gehackt, den Schafskäse in kleine Würfel und die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe geschnitten. Schließlich habe ich alles gut vermischt und mit Salz, Pfeffer und Paprika abgeschmeckt. Das ganze ergab eine arg krümelige Füllung, die viel Arbeit verursacht hat, weil dauern alles wieder rausfallen wollte, aber schließlich waren die Blättertaschen verschlossen und buken im Ofen vor sich hin. Mit der Menge der Füllung hatte ich mich allerdings gewaltig verschätzt. Damit hätte ich locker die doppelte Menge machen können. Nun ja, damit hatte sich auch die Frage nach dem Abendessen erledigt.
Das Ergebnis war auch sehr lecker. Bin sehr zufrieden mit mir. In dieser Woche gibt es eine Füllung aus Thunfisch, Möhren(die ich vorher blanchiert habe, damit sie nicht zu hart werden), Gurken und Feta. Wieder blieb genug für das Abendessen übrig. Auch diese Variante ist nicht übel, aber das Hackfleisch hat mir besser gefallen.
Für nächste Woche spiele ich mit dem Gedanken an eine Quarkfüllung. Vielleicht mit Apfel? Oder doch lieber Mandarinen? Vorschläge? Ideen? Einwände?

Sonntag, 23. November 2008

fbdp

Es galt, eine Abmachung mit der Ex-Kollegin einzuhalten, die überdies noch meine Idee gewesen war: die erste von uns beiden, die wieder in sozialversicherungspflichtigem Lohn und Brot steht, darf die jeweils andere vom ersten Gehalt zum Abendessen einladen. Weil das freudige Ereignis der ersten Gehaltszahlung nun auch noch zeitlich mit dem Jahrestag des Schlußstrichs unter eine zuletzt definitiv unhaltbare Situation zusammen gefallen ist, hatten wir gleich doppelten Grund zu feiern. Und so gingen wir am Donnerstagabend in eine Sushi-Bar in der Französischen Straße (ganz in der Nähe vom Gendarmenmarkt). Da war ich letztes Jahr schon mit einer Freundin gewesen, und es hatte mir dort gut gefallen. Da kann man nämlich für knapp 17 Euro so viel Sushi essen, wie man kann und mag, und eine Suppe (Miso oder Udon) gibt es auch noch dazu. Beim siebten Teller habe ich aufgehört zu zählen. Ich weiß nur, daß es danach noch mehr waren. Hinterher waren wir beide pappsatt, aber zufrieden. Es war aber auch alles so lecker (mit Ausnahme des Seetangsalats, den aber keine von uns gegessen hat, und des in irgendwas undefinierbar Saures eingelegten Chinakohls, den ich gegessen habe).
Und was hat mir am besten geschmeckt? Der Nachtisch*. Und zwar konkret die Füllung aus einer süßen Rote-Bohnen-Paste in dem in Sesam gerollten Mochi. Der Geschmack weckte Erinnerungen ... :-)

--
*Den Nachtisch erkennt man daran, daß immer ein Stückchen Obst mit auf den Teller gelegt ist. Deshalb gehört auch bei den Tellern mit Obstsalat immer ein Stückchen Obst nicht zur Portion, sondern ist als Nachtisch-Markierung gedacht. *zwinker*

Samstag, 22. November 2008

Freitag, 21. November 2008

Sterblichkeitsrisiko

Heute morgen ging es im Radio um die neuesten Ergebnisse der EPIC-Studie (von der ich bis dahin bewußt auch noch nichts mitbekommen hatte). Und was haben die Damen und Herren Wissenschaftler herausgefunden? Das Sterblichkeitsrisiko erhöht sich bei Übergewicht. Das wurde gleich mehrfach betont. Erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei Übergewichtigen. Aha.

Das ist, mit Verlaub, Schwachsinn. Das Sterblichkeits"risiko" kann sich nicht erhöhen. Es kann auch nicht sinken. Es liegt konstant bei 100 %. Und zwar bodymaßindexunabhängig.

Oder, um es mit den Worten des von mir sehr geschätzten Herrn Lec zu sagen:
"Leben ist ungesund. Wer lebt, stirbt."

Wintereinbruch

Dienstag, 18. November 2008

Matrjoschka-Balkon


Auch interessant: der Balkon im Balkon.

Sonntag, 16. November 2008

Neuer Lieblingsladen

Daß es in meiner Nachbarschaft außer den zahlreichen preisgünstigen Restaurants unglaublich viele kleine Läden gibt, in denen man wunderbar stöbern kann, wußte ich schon. Aus finanziellen Gründen habe ich allerdings besonders um die vier kleinen Buchläden immer einen Bogen gemacht. (Wenn ich meine Selbstbeherrschung teste, dann in den großen Buchhandelsketten, in denen man nicht so blöd angesehen wird, wenn man nach einer Stunde des Blätterns wieder rausgeht, ohne etwas gekauft zu haben.)
Am Freitag allerdings war ich mal wieder auf dem Weg zum U-Bahnhof Nollendorfplatz, und auf dem Weg dorthin verlangsame ich meine Schritte eigentlich immer an zwei Stellen: einmal an dem kleinen Buchladen an der Ecke Maassenstraße/Nollendorfstraße, weil das Schaufenster dort stets mit wirklich interessanten Büchern gefüllt ist. Und es ändert sich immer was, so daß ich sowieso immer wieder nachsehen muß.
Ein paar Meter weiter ist dann der Buch-Ramschladen, wo bei gutem Wetter immer die Grabbelkisten einladend draußen vor der Tür stehen. In diesem Laden war ich auch schon einige Male drin, kann mich jetzt aber nicht erinnern, dort auch schon einmal etwas gekauft zu haben.
Am Freitag nun sah ich im Schaufenster des kleinen Buchladens ein Buch, das ich unbedingt haben mußte. Da ich mich gerade selbst zur Expertin in allem fortbilde, was mit Schokolade auch nur ansatzweise zu tun hat, mußte mich das Indianerlexikon mit dem leuchtend gelben „5-Euro-Sonderpreis“-Aufkleber natürlich in den Laden locken.
Drinnen wäre ich beinahe in Ohnmacht gefallen (bildlich gesprochen): Ein wirklich kleiner Verkaufsraum, der buchstäblich bis zur Decke mit Büchern vollgestopft ist. Außerdem stapeln sich die Bücher ziemlich wild entlang des Verkaufstisches in der Mitte. Zuerst sah ich nur die eine Kundin, die noch im Laden war. Der Verkäufer dagegen war hinter den Bücherstapeln gut versteckt. Ich bemerkte ihn erst, als sich auf meinen Gruß hin hinter einem der Stapel ein weißer Haarschopf bewegte.
Die Kundin hatte ein Buch bestellt und wollte wissen, ob es schon angekommen sei. Der Buchhändler suchte im Computer, fand es nicht, ging dann gemächlich in den Nebenraum, fand es dort nicht, kam wieder zurück, wollte die Suche gerade aufgeben, als er es doch noch entdeckte. Es steckte in einem der Bücherstapel auf dem Schreibtisch, gehörte also zu der Lieferung, die er noch nicht in seine Inventarliste hatte aufnehmen können. Er und die Kundin bewunderten die Umschlaggestaltung. Wer hatte denn das Bild gemalt? Der Buchhändler schlug das Buch vorsichtig auf, schob die Brille hoch und las. „Ah, ein berühmter Maler. Paul.“ Er sah die Kundin fragend an. Die sah fragend zurück. „Paul G...“ Immer noch keine Reaktion von der Kundin.
„Paul G-A ...“ Jetzt wurde ich in das Quiz miteinbezogen, bekam das Titelbild auch zu sehen. In dem Moment wußte ich die Antwort sofort: „Gauguin“. Allgemeines Lächeln, es ging ans Bezahlen, und mich hätte fast der Schlag getroffen, als der Buchhändler seine Kasse hervorholte.
Das Wort „Kasse“ ist schon weit übertrieben. Es gibt keine Registerkasse, nicht einmal einen dieser abschließbaren kleinen Blechkästen. Als "Kasse" dient ein mittelgroßer flacher Pappkarton (mit relativ gut verschließbarem Deckel allerdings). Der Buchhändler klappte seine „Kasse“ auf, und innen sah ich mehrere Plastikschälen (könnten mal größere Kekse drin gewesen sein) säuberlich aneinandergereiht, und darin sortiert ein bißchen Kleingeld! Das ist die Kasse!!!
Das es solche Läden noch gibt, und dann mitten in Berlin, grenzt an ein Wunder. Traumhaft!
Nun ja, die Kundin bezahlte, verließ den Laden mit ihrer Neuerwerbung, und ich war an der Reihe. Über der ganzen Warterei war mir der Titel des Buchs völlig entfallen und so brachte ich einen 1A-Titelverdreher, über den sich die Buchhändlerin sicher sehr gefreut hätte: „Ich habe da ein Buch in Ihrem Schaufenster gesehen: ‚Der erste Indianer’ oder so ähnlich.“
Nun ja, „Das Indianerlexikon. Die Welt der ersten Amerikaner von A-Z“ wäre zutreffender gewesen. Aber zum Glück ist das Schaufenster doch recht klein, und das betreffende Buch dank des bereits erwähnten leuchtendgelben Aufklebers doch eindeutig zu identifizieren. Übrigens stellte ich hinterher fest, daß es ausschließlich die Indianer NORDamerikas behandelt und ich es für meine schokoladige Arbeit gar nicht verwerten kann. Aber egal, bei 5 Euro für so ein Buch kann man wirklich nichts sagen, wie auch der sympathische Buchhändler bemerkte, als er das Buch glücklich hervorgeholt hatte.
Fazit: ungeplant 5 Euro ausgegeben und neue Lieblingsbuchhandlung entdeckt. Was will man mehr? :-)

Freitag, 14. November 2008

Verständigungsprobleme

Gestern auf der Arbeit bekam ich kurz vor Feierabend noch einen Anruf aus der Schweiz herein.
Die Dame behauptete, Hochdeutsch zu sprechen.
Ich habe kein Wort verstanden. :-/

Sonntag, 9. November 2008

Samstag, 8. November 2008

Erinnerung an Japan


Gestern war ich am Hackeschen Markt zum Sushi-Essen verabredet, und weil ich ein bißchen früh dran war, habe ich die Gelegenheit zur Geschäftsbesichtigung nicht ungenutzt verstreichen lassen. Daß da vor einiger Zeit ein Laden mit japanischen No-Name-Qualitätsprodukten eröffnet hatte, habe ich wohl mitbekommen, war aber noch nicht drin. Jetzt also nichts wie rein. Gleich am ersten Tisch nahm ich einen lustig aussehenden Filzhund in die Hand und kam ins Grübeln: woher kam mir dieses Preisschild so bekannt vor? Am nächsten Tisch, wo die Schreibwaren aufgebaut waren, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: diese Marke gab es auch in dem Kombini (Family Mart) bei mir in Osaka um die Ecke!! Klar, daß ich mir jetzt den ganzen Laden ansehen mußte. Besonders die Geschirrabteilung hat es mir angetan. Sobald ich zu etwas mehr Geld gekommen bin, muß ich da noch mal hin.
Gestern war ich jedenfalls für's erste "nur" schwer begeistert von meiner Entdeckung. :-)

Freitag, 7. November 2008

Eine Stunde

Weil ich am heutigen ersten Tag meines Wochenendes total verplant bin, habe ich den Wecker gestern abend auf dieselbe Uhrzeit wie an den vergangenen Tagen gestellt. Als mich das Piepen dann um sechs Uhr aus den Träumen riß, habe ich beschlossen, daß ich die ersten Tagesordnungspunkte (Duschen, Frühstücken + Zeitunglesen sowie grobes Aufräumen bis zum Auftritt des Schornsteinfegers gegen neun Uhr) auch dann locker schaffe, wenn ich erst um sieben aufstehe. Gedacht, getan. Schnell aus dem Bett gehüpft, Wecker umgestellt, wieder ins Bett gegangen und Augen zugemacht. Eine Minute später war es sieben Uhr.
In der Literaturwissenschaft nennt man sowas "zeitraffendes Erzählen". :-o

Donnerstag, 6. November 2008

Mittwoch, 5. November 2008

Auch nur halb hinüber ...

... ist anscheinend die Glühbirne, für die ich immer noch keinen Ersatz besorgt habe. Dabei war ich heute nach der Arbeit noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, aber an die Kleinigkeit habe ich natürlich nicht gedacht. :-(
Jedenfalls kam ich nach Hause, betätigte automatisch den Lichtschalter, und die eigentlich kaputte Glühbirne ging an. Und wieder aus. Und wieder an. Und wieder aus. Ein ganz merkwürdiges Flackern war das. Hab sie dann wieder ausgestellt und mir fest vorgenommen, sie schnellstmöglich zu ersetzen. (Und dann gibt es nicht die Billigmarke vom Edeka, sondern eine von Osram. Jawoll!)

Dienstag, 4. November 2008

Königskolonnaden


Das ist der "Vordereingang" zum Kleistpark. Mein Stadtführer sagt: die Kolonnaden sind aus Sandstein, und gebaut hat sie 1790 ein Architekt names Carl von Gontard, der auch die beiden Dome am Gendarmenmarkt gestaltet hat. Ich sage: sie sind schön, ich gehe gerne durch, und nachdem sie erst ewig lange restauriert wurden, ist irgendwann im Sommer auch endlich das letzte Baugerüst verschwunden. :-)

Sonntag, 2. November 2008

Nur halb hinüber?

Da ich vor zwei Wochen im Business Incubator festgestellt habe, daß "Hoffnung" einer meiner drei wichtigsten Werte ist, habe ich dem CD-Player heute mittag doch noch eine Chance gegeben. Und siehe da: er lief wieder. Aber nur bis zu dem Moment, wo ich eine Nummer überspringen wollte. Da war er wieder aus, ließ sich aber problemlos wieder anstellen. Um dann mitten in Nummer sieben wieder auszugehen. Um sicherzugehen, daß es nicht an der CD liegt (was wirklich ärgerlich wäre, denn die ist neu), habe ich eine andere eingelegt (auch wenn ich das gestern abend auch schon vergeblich versucht hatte). Die lief auch anstandslos. Bis mitten in Nummer zwölf Schluß war. Weitere Versuche ergaben: das variiert. Irgendwann ist einfach Schluß, mitten in der Nummer. Natürlich ohne daß man vorhersagen kann, bei welcher Nummer das Gerät sich seine nächste Auszeit nimmt. Da kommt ja richtig Spannung ins Leben. *ironie*
Jetzt läuft er wieder. Vielen Dank für den Tip mit dem Reinpusten, Sabine, habe ich eben gerade ausprobiert.
Und gerade, wie ich diese Zeilen tippe, geht er wieder mitten im Lied aus. *hmpf*
Ich sach' nur: in knapp zwei Monaten ist Weihnachten ...

Und noch etwas anderes in meinem Haushalt ist hinüber: als ich heute abend nach Hause kam, hat meine Lampe den Geist aufgegeben. Hm, unter langer Lebensdauer verstehe ich was anderes. (Hauptsache, es wird nicht wieder so eine Aktion wie beim letzten Mal.)

Die große Erkenntnis des Tages dagegen lautet: sich mit jemandem, den man nie zuvor gesehen hat, an der großen Uhr am Potsdamer Platz zu verabreden, wenn man als (Wahl)Berlinerin nicht weiß, daß genau da gerade der Weihnachtsmarkt (ja, hallo?! Anfang November?!!) begonnen hat, ist nicht gerade gescheit. Aber wir haben uns trotzdem gefunden. War richtig nett. :-)

Hinüber

Gestern am späten Abend: soeben gehörte CD aus dem Abspielgerät entnommen und durch eine andere ersetzt (welche ich in den vergangenen zwei Tagen schon mindestens 20mal habe durchlaufen lassen, aber sie ist frisch gekauft und einfach nur schön!) - und das Gerät macht keinen Mucks! Gerät aus- und wiedereingeschaltet: nichts. Starttaste gedrückt: nichts. Vorgang mehrfach wiederholt: immer noch nichts. Mein Schicksal verflucht, das Gerät auf "Radio" geschaltet und ins Bad gegangen. Nach meiner Rückkehr erneut den CD-Player probiert. Und siehe da: es ging wieder! Hosianna! Allerdings nur für 30 Sekunden, dann war wieder Ruhe. Argh. CD erneut gestartet. Abbruch durch das Gerät nach 30 Sekunden. Doppelargh. Wütend ins Bett gegangen.

Heute morgen erneuter Versuch. Gerät hatte immerhin acht Stunden Zeit, es sich noch einmal zu überlegen. Hat die Gelegenheit aber ungenutzt verstreichen lassen. CDs kann ich nicht mehr abspielen. Mist, Mist, Mist. Elf Jahre hat das Gerät schon auf dem Buckel und hat immer einwandfrei funktioniert. Es gab nur einen Wackelkontakt beim rechten Lautsprecher, aber der ließ sich durch vorsichtiges Ruckeln am Startschalter problemlos beheben.

Zum Glück ist das Kassettendeck noch funktionsfähig. Sonst hätte ich heute beim Anziehen und Frühstücken ein ernsthaftes Problem gehabt. Um die Zeit läuft auf dem rbb Kulturradio (welches an sich sehr gut ist, vom werkmittäglichen Hörerstreit mal abgesehen) nämlich "Klassik für Kinder". Diese Sendung moderiert ein Typ namens Stephan Holzapfel (den ich ernstlich in Verdacht habe, sich ein Pseudonym ausgedacht zu haben - kann man wirklich so heißen, wenn man keine deutsch übersetzte Shakespearefigur ist?!). Und den finde ich vor zwölf Uhr einfach nur unerträglich.

Samstag, 1. November 2008

Freitag, 31. Oktober 2008

Nebenwirkungen

Der erste Gedanke beim Aufwachen an diesem ersten Tag meines langen Wochenendes galt dem Verfahren, wie man ein Bild im Menü "Bild_Arbeitsfläche" von Photoshop so schnell wie möglich quadratisiert (Tabulator, Tabulator, Strg+C, Tabulator, Tabulator, Strg+V, ENTER). Das habe ich gestern ungefähr 130- bis 140mal gemacht. Wohl ein bißchen zu oft ...

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Abriß


Viel ist nicht mehr von Erichs Lampenladen übrig geblieben. Und das ist auch gut so. Der war nämlich einfach nur häßlich.

Bruchlandung

Bis zu den Beamten hat es nicht gereicht: der Papierflieger hat mitten auf der Leipziger Straße eine Bruchlandung gemacht. :-(

Dienstag, 28. Oktober 2008

Die Vorbereitungen laufen ...


Es weihnachtet sichtlich. Am Potsdamer Platz haben sie schon letzte Woche mit dem Aufbau der Rodelbahn begonnen. *seufz*

Sonntag, 26. Oktober 2008

Wenn ut de Bööm de Blätter fallt ...


... dann sehen die Straßen besonders schön aus.
Ich weiß ja nicht, wie es Euch so geht, aber mich verleiten diese bunten Blätterhaufen immer dazu, mitten durch zu laufen und alles durcheinanderzuwirbeln. :-)

Samstag, 25. Oktober 2008

Gegenüber


Direkt gegenüber: das Bundesfinanzministerium. Das ist natürlich irgendwie verlockend.

Zu den goldenen Regeln in der Firma gehört neben der Rücksichtnahme auf die anderen (das gilt besonders für die Raucher) oder der Küchendienstregelung u.a. auch "Spaß haben".
Nun bastele ich ja gerne. Wie stehen denn die Chancen, daß es ein Papierflieger bis zu den Beamten schafft? ;-)

Freitag, 24. Oktober 2008

Pausenbalkon


Für alle, die sich in Berlin jetzt nicht soooo gut auskennen: dahinten, wo die Hochhäuser stehen, ist der Potsdamer Platz. :-)

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Arbeitsbeginn

Der neue Job begann heute um 9:30 für zwölf Leute, darunter vier, die mit mir im Assessment Center gewesen waren. Die Japanerin ist dabei, ebenso die Studentin aus Polen, mit der ich damals allerdings kaum sprechen konnte, weil sie immer in der jeweils anderen Gruppe war. Heute konnte ich sie mal fragen: "Was studierst Du eigentlich?" "Japanologie." Ehrlich, ich hatte ja auf alles mögliche getippt - aber nicht darauf! Prompt haben wir uns schon auf Japanisch und Polnisch ausgetauscht. :-)

Zunächst ging es noch recht entspannt mit Verwaltungskram los, dann begann der Schulung erster Teil. Morgen folgt der zweite Teil. Sehr viele Informationen auf einen Haufen. Am Ende rauchten alle Köpfe. Zum Glück erwartet keiner von uns, daß wir uns alles auf Anhieb merken. Wir dürfen auch nach Ende der Schulung so lange "dumme" Fragen stellen, bis alle Unklarheiten beseitigt sind.

Was mir schon nach dem Assessment Center klar war, hat sich heute wieder bestätigt: das Betriebsklima ist spitze! Damit läßt sich einiges aushalten. :-)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Beweisfoto

Gewußt habe ich es schon lange, jetzt habe ich einen fotografischen Beweis: Rauchen vernebelt das Gehirn.


Als erstes leidet die Rechtschreibung.

Jedermann

Ich erwähnte es bereits: am vergangenen Donnerstag war ich bei der Premiere der Berliner Jedermann-Festspiele. Weil ich jetzt auch noch für das Unternehmen Schokozeit die Pressearbeit mache und der Geschäftsführer bei der an die Premiere anschließenden Feier im Hilton Pralinen verteilte und Werbung für seine Firma machte, kam ich Glückspilz am Dienstag an zwei V.I.P.-Karten für Premiere und Feier, zu der wir und viele andere in einem der BVG entliehenen Shuttle-Bus gekarrt wurden. Wow!
So fand ich mich dann am Donnerstag im Berliner Dom ein, holte meine Karten vom V.I.P.-Stand ab und wartete auf meine Begleitung. Die junge Frau kam dann – der BVG und einer extremen Verspätung des 200er-Busses sei Dank – um 19:59 die Stufen des Doms hinaufgerannt. Schnell sausten wir in den Dom zu unseren Plätzen. Kurz darauf fing das Theaterstück an. Ich war sehr gespannt, denn ich hatte es zuvor noch nie gesehen, nur ab und an mal Auszüge im Fernsehen von den Salzburger Festspielen.
Um die Kritik kurz zu machen: es war toll. Erstens die Atmosphäre im Dom, weil der Jedermann ja doch eine Art Mysterienstück ist und schon von daher einfach in eine Kirche gehört. Dann die moderne Inszenierung (Brigitte Grothum) und die Untermalung mit Musik von Bach. Als bekennender Bach-Fan war ich natürlich begeistert. Winfried Glatzeder, den ich bislang auch nur aus dem Fernsehen kannte, hat die Hauptrolle gespielt. Sehr überzeugend. Der Mann ist halt ein toller Schauspieler. Peter Sattmann war erst der Tod, danach der Teufel. Den Tod hat er sehr ruhig und würdevoll dargestellt – sehr passend, denn der Tod steht ja doch über den Dingen. Der Teufel dagegen war quirlig, ungeduldig und wirkte irgendwie, ja, schwul. Lustig. (Dem Papst hätte das garantiert gefallen. *fieses grinsen*) Ohne meine Begleitung hätte ich den Darsteller des Mammon gar nicht erkannt: Ilja Richter! Kenne ich eigentlich nur aus alten, peinlichen Filmen. Aber der Mann kann ja richtig spielen!! Super!! Brigitte Grothum hat den Glauben gespielt, und die anderen Schauspieler kannte ich nicht. Außer der „Buhlschaft“ Mariella Ahrens. Die war ein netter Anblick, und das war es im Grunde auch schon. Vor allem hat sie das Kreischen etwas spät angefangen, als der Tod sich den Jedermann auf dessen Party geschnappt hat und sie – wie alle seine anderen Freunde auch – weggerannt ist. Jedenfalls rannte sie los von der Bühne (im Altarraum) runter durch den Mittelgang Richtung Ausgang, und als sie ein Drittel der Strecke zurückgelegt hatte, fiel ihr ein, daß sie eigentlich noch kreischen sollte. Das tat sie dann auch, aber es kam halt etwas verspätet. Ein bißchen schade fand ich, daß wegen des starken Halls im Dom manche Dialogzeile unterging. Nun ja.
Von der Premierenfeier gilt es zu berichten, daß eine Menge Leute da waren, darunter einige bekannte Gesichter. Didi Hallervorden habe ich gesehen und einen Schauspieler, den ich vom Gesicht her kannte und von dem meine Begleitung mir sagte, er spiele Theater und außerdem seit ewigen Zeiten in irgendeiner Seifenoper mit. Dann war da noch eine Schauspielerin, die ich mal in der Verfilmung eines Barbara-Wood-Romans (die Phase, in der ich diese Bücher gelesen habe, liegt gottseidank schon Jahre zurück), gesehen habe, wobei sie die Gute spielte und Mariella Ahrens die Böse. Den Namen habe ich vergessen.
Die Helden des Abends kamen etwas später als die Gäste, und sofort stürzten sich die Fotografen auf die beiden Hauptdarsteller. Wir standen an einem strategisch günstigen Stehtisch nur zehn Meter davon entfernt und durch das Büffet sicher von der Meute getrennt. Trotzdem: das Blitzlichtgewitter hatte es in sich. Wir waren ja eigentlich weit genug weg (und ich glaube auch, auf keinem Foto gelandet zu sein – zum Glück), aber es blendete doch sehr. Und die beiden mußten da direkt reinschauen und auch noch freundlich lächeln. Die taten mir da schon leid. Ich möchte so was nicht machen. Später konnten wir beobachten, wie Winfried Glatzeder alleine am Büffet stand, während sich die Fotografen und Journalisten weiterhin um Mariella Ahrens drängten. Was für eine Schande!!
Die drei Personen, die auf der anderen Seite „unseres“ Tisches standen, waren auch schon die ganze Zeit kräftig am ablästern. Schließlich meinte meine Begleitung, wir müßten jetzt gehen, sonst könne sie sich nicht mehr zurückhalten. Daraufhin waren wir herzlich eingeladen zu bleiben und haben uns der Diskussion darüber angeschlossen, wie die Rollenbesetzung der „Buhlschaft“ wohl zustande gekommen sein mochte. Später ging die Unterhaltung auf andere Themengebiete über, aber es wurde weiterhin viel gelacht.
Nach einer ganzen Weile verabschiedeten wir uns, drehten eine Runde durch den Saal, sahen bei meinem neuen Auftraggeber vorbei und verließen dann gegen halb eins das Hotel. War ein sehr schöner Abend!

Montag, 20. Oktober 2008

Tellerrand

"Um einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen zu können, muß man erst einmal einen Tellerrand haben" - das war eines der Argumente, mit denen eine Hamburger Philosophie-Professorin (Name vergessen) vor ein paar Jahren in der FAZ ihre Kritik an den neuen Bätscheler-Studiengängen untermauerte. Konkret ging es ihr damit um die IDS-Module (IDS = Interdisziplinäre Studien), welche die B.A.-Studenten dazu verdonnerten, in ihrem eh schon vollgestopften Stundenplan fachfremde Lehrveranstaltungen unterzubringen, damit aus den jungen Leuten ja keine Fachidioten werden. Bei mir und meinem ordentlichen Magisterstudium nannte sich das "Studium generale" und den Nachweis von vier solcher Lehrveranstaltungen - in meinem Fall Sprachkurse und eine VWL-Vorlesung, aus der ich nicht mehr viel in Erinnerung behalten habe - brauchte ich, um in meinem Hauptfach die Zulassung zur Magisterprüfung zu bekommen. Zur Magisterprüfung, wohlgemerkt, im Grundstudium ging es noch ausschließlich darum, die Grundlagen des eigenen Faches zu erlernen. Ganz im Sinne des o.g. Zitats.

Jetzt bin ich schon wieder ziemlich weit abgeschweift. Was ich eigentlich sagen wollte: weil ich dieser an sich schlichten, aber daher schon wieder genialen Aussage hundertprozentig zustimme, habe ich heute für "Pro Reli" unterschrieben. Das ist eine Bürgerbewegung, die mittels Volksbegehren durchsetzen will, daß Religion auch in Berlin ein ordentliches Schulfach wird, gleichberechtigt zu dem hier bislang für alle verpflichtenden Fach "Ethik". Die Schüler, die darüber hinaus konfessionsgebundenen Religionsunterricht besuchen wollen, müssen den zusätzlich belegen - verbunden mit mehr Wochenstunden und unmöglichen Unterrichtszeiten.

Ich habe damals den Religionsunterricht sehr gern gehabt, auch wenn es besonders in der Mittelstufe oft Richtung "Laberfach" abgedriftet ist. Aber wir haben auch was über unsere eigene Religion gelernt und DANACH auch etwas über andere Religionen erfahren. Zunächst einmal über den Katholizismus, danach haben wir mal über das Judentum gelernt, und der Islam war, glaube ich, auch mal dran. Genau so sollte es sein. Erst einmal lernt man die eigene Tradition kennen, danach kann man sich ansehen, was die anderen so treiben. Und wo die Unterschiede sind. Und die Gemeinsamkeiten.

Mal abgesehen davon sind die Inhalte des (christlichen) Religionsunterrichts auch wichtig für das Verständnis der abendländischen (= unserer) Kultur. Malerei, Musik, Literatur - religiöse (christliche) Motive und Themen kommen so oft darin vor, daß das alles ohne zumindest grundlegende Kenntnisse des Christentums gar nicht verstanden werden kann. Zumindest die eine Hälfte. (Zum besseren Verständnis der anderen Hälfte unserer Kultur empfehle ich Gustav Schwabs "Sagen des Klassischen Altertums", und wer danach so richtig schön neugierig geworden ist, darf dann auch die (übersetzten) Originale lesen.)

Samstag, 18. Oktober 2008

Bunt erleuchtet


Gerade findet in Berlin das Festival der Lichter statt, bei dem viele Sehenswürdigkeiten der Stadt abends (logo) bunt angestrahlt werden. Sieht sehr hübsch aus. Das hier ist jedenfalls einer der beiden gleich aussehenden Dome, die am Gendarmenmarkt stehen. Ob es der Französische oder der Deutsche Dom ist, weiß ich grad nicht. Und hab' auch grad keine Lust, nachzuschlagen. Es ist jedenfalls der Dom, der gegenüber vom Hilton steht. Da war ich am Donnerstagabend zur Premierenfeier der Berliner Jedermann-Festspiele. (Bericht folgt.)

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Montag, 13. Oktober 2008

Sonntag, 12. Oktober 2008

Samstag, 11. Oktober 2008

Inkompatibel

Gestern vormittag habe ich mit besonderer Genugtuung ein wichtiges Telefongespräch geführt. Und zwar habe ich dem Amt mitgeteilt, daß ich demnächst eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen werde (auch wenn sie auf vier Monate befristet ist - ein tolles Gefühl). Dann kam die Frage, auf die ich mich schon ganz besonders gefreut habe:
"Wie lautet denn Ihre Stellenbezeichnung?"
"Content Producer!"

War ja klar, daß das nicht ins Schema vom Amt paßt. *g*

Kürbisfest


An diesem Wochenende findet in meinem Kiez das 9. Schöneberger Kürbisfest statt. Zum Glück ist das Wetter wesentlich besser als noch vor einer Woche, da macht das Bummeln richtig Spaß. Die namensgebenden Kürbisse sind hauptsächlich vor der Kirche aufgebaut, auf Akazienstraße und Grunewalder Straße dagegen herrscht das übliche Kirmesprogramm mit einigen Fahrgeräten, einer Losbude (zu zweit haben wir aus zehn Losen genau 2 Punkte erhalten - da wir den dafür angebotenen Nippes nicht haben wollten, haben wir die zwei Gewinnlose einem Kind geschenkt), diversen Freßbuden etc.


Nur

A: "Am Potsdamer Platz muß gestern wieder einiges los gewesen sein."
B: "Wieso? Was war denn?"
A: "Du warst gestern abend doch da, hast du nichts gesehen?"
B: "Ich bin nur ins Ritz gegangen ..."

Freitag, 10. Oktober 2008

Uraufführung

Gestern vormittag war es soweit: "See You Later Navigator", das neue Stück des Platypus Theaters, hatte seine Uraufführung. Toll war's. Bis jetzt kannte ich nur die "Probenversion" mit provisorischen Kostümen und einem nur angedeuteten Bühnenbild. Jetzt wurde also auf einer richtigen Bühne gespielt, und ich war schlicht begeistert. Leider kam die Presse zu spät, ich mußte so lange draußen warten und konnte mir den Anfang gar nicht ansehen. An sich nicht schlimm, ich kannte das Stück ja schon, aber Peters Auftritt als "Busker" (Straßenmusikant) hätte ich gerne gesehen - das Kostüm muß jedenfalls sehr lustig gewesen sein.
Das Bühnenbild finde ich einfach nur klasse. Da es um eine Schnitzeljagd durch London geht, hat der Bühnenbildner (Konrad Schaller) einen stilisierten Stadtplan von London auf die Kulissen gemalt. Das muß eine Wahnsinnsarbeit gewesen sein. Die Kostüme waren auch gut - schön farblich abgestimmt: Maddy in Grün, Tom in Gelb, Dr. Quant in Hellgrau und Weiß, Rebecca Ryan in Pink, und die Nebenfiguren hübsch bunt.
Das Publikum war allerdings ziemlich anstrengend - ein Haufen Schüler in Ausflugstimmung, die offenkundig keine Ahnung davon hatten, wie man sich im Theater benimmt. Aber wie sagte die Journalistin von "zitty" hinterher so treffend: "Das ist vermutlich alles, was man heute noch erwarten kann." Und immerhin: auch wenn es recht unruhig war, konnten die Schauspieler die pubertierende Masse trotzdem immer wieder für das Geschehen auf der Bühne interessieren.
An der anschließenden Premierenfeier habe ich nur kurz teilgenommen, dann habe ich die Bürokraft ins Büro begleitet und eine Art Rezension als Pressemitteilung verfaßt und zusammen mit ein paar ausgewählten Bildern (von der Generalprobe oder so) an den Presseverteiler geschickt.

Durchwachsen

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Business Incubator

Mitte August war ich auf einem Infoabend, um mich über den Business Incubator zu informieren. Die Info vom Infoabend hatte ich von einer Freundin bekommen, die wußte, daß ich mich des längeren mit der Idee trug, mich als Journalistin und Texterin selbständig zu machen. Beim Business Incubator handelt es sich um ein Coaching (drei Monate lang jede Woche eine dreistündige Sitzung), das (in erster Linie) Frauen dabei unterstützt, den Weg in die Selbständigkeit zu machen. Am Anfang steht die Frage „was macht mir Spaß?“ „was interessiert mich?“, und dann wird überlegt, wie man daraus ein Projekt entwickelt, das a) Geld bringt und b) dabei auch noch Spaß macht.
Der Infoabend fand in einer überschaubaren Runde statt: zwei Coachs und zwei Interessierte. Aber je länger ich zuhörte, desto klarer wurde mir: das ist genau das richtige für mich. Zum einen vom Programm her, zum anderen, weil die Chemie einfach gestimmt hat. Das ist eine reine Bauchentscheidung, und in den vergangenen 30 Jahren haben sich meine Bauchentscheidungen im Nachhinein immer als richtig erwiesen.
Nun war das mit dem Geld aber erst einmal so eine Sache. Das Amt finanziert nur solche Existenzgründerseminare, die zertifiziert sind, und damit fiel diese Möglichkeit weg. Ich war schon so weit, erst einmal das Programm vom Amt (Hartz IV, vom Amt gesponsortes Existenzgründerseminar, Antrag auf Gründungszuschuß) zu durchlaufen, um den Business Incubator dann im nächsten Jahr zu machen.
Aber dann kam: der Job. Was das Amt sagt, interessiert mich daher so gut wie gar nicht mehr, und am Montagabend bin ich dann, sobald der Heizungsmann wieder weg war, nach Charlottenburg zur ersten Sitzung gesaust.
Ich muß sagen, es war wirklich nett. Ein Coach und zwei Teilnehmerinnen mit an sich ganz unterschiedlichen Hintergründen – und einer Menge Gemeinsamkeiten, wie sich dann herausstellte. Bin schon ganz gespannt, wie es weitergeht. Aber in einem bin ich mir ganz sicher: egal, was hinterher dabei rauskommt, es kann nur was positives sein. :-)

Dienstag, 7. Oktober 2008

Neues von der Heizungsfront

Gestern vormittag rief der Heizungsmann an und versprach, zwischen 14 und 16 Uhr vorbeizukommen. Da ich eine gewisse Vorurteilsbeladenheit gegenüber der Pünktlichkeit von (deutschen) Handwerkern nicht leugnen kann, rechnete ich mit seinem Kommen um 16 Uhr. Sicherheitshalber sagte ich ihm noch, ich hätte um 18 Uhr einen Termin in Charlottenburg und müßte dazu spätestens um halb sechs das Haus verlassen. Das hat er sich brav notiert.
Gegen 16:15 Uhr rief er wieder an. Es sei leider doch etwas später geworden, aber in zehn Minuten sei er da. Und so war es dann auch.
„Schön kühl hier – und Sie sorgen mit klassischer Musik für ein bißchen mehr Wärme?“
„Ja, und mit Krimis.“
„Ach, das hilft?“
„Nö. Aber es lenkt ab.“
Dann ging’s gleich zur Sache. Der Mann stellte die Heizung wieder an.
„Hm, das klingt gar nicht gut.“
Das hatte ich befürchtet.
Ziemlich bald hatte er dann raus, daß die Pumpe (Umwälzpumpe? Umschichtpumpe? Egal!) ausgewechselt werden müsse. Das hat er auch meinem Vermieter mitgeteilt, der vor allem wissen wollte, ob es eine größere Aktion werden würde. Als nächstes wurde die Heizung erst einmal provisorisch wieder in Gang gebracht, damit ich nicht mehr im Kalten sitzen muß, und dann haben wir für morgen einen weiteren Termin ausgemacht. Da wird eine neue Wasauchimmerpumpe eingesetzt und die Heizung gleich komplett gewartet. Das wird wohl etwas länger dauern.
Gestern jedenfalls war nach einer halben Stunde alles vorbei, und ich hatte genügend Zeit, um mich aus meinen diversen Kleidungsschichten zu befreien und mich für den Termin umzuziehen.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Wetterbericht

Draußen naß, drinnen kalt.
Bäh.

Freitag, 3. Oktober 2008

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Murphys Gesetz

Es ist Donnerstagabend, kurz nach zwanzig Uhr, der darauffolgende Tag ist gesetzlicher Feiertag, danach ist erst einmal Wochenende - ist das nicht der ideale Zeitpunkt, um den Geist aufzugeben? Stimmt, dachte sich meine Heizung. Und das tat sie dann auch.

Blumentopfparade


Oben sieht die Balkonbepflanzung ja wirklich sehr hübsch aus. Unten dagegen wirkte alles recht vertrocknet.

Wahnsinn der Woche

Letzte Woche mußte ich beim Jobcenter Tempelhof-Schöneberg anrufen. Es ging um zwei Vermittlungsvorschläge, die ich da erhalten hatte, und über deren Ergebnis (falls es wen interessiert: ich habe die Bewerbungen rausgeschickt und NIE eine Reaktion darauf erhalten) ich dem Amt Auskunft geben mußte. Weil ich letzteres erst einmal verdrängt hatte, fiel mir das erst am Stichtag wieder ein. Somit war es schon zu spät, die Antwortformulare der Post anzuvertrauen, und die Eingabe über die Webseite der Arbeitsagentur habe ich als Alternative sofort verworfen. Ich hatte schlicht keine Lust, mich da durch die Seiten zu klicken. Blieb nur der Anruf beim Amt.
Noch eine kleine Info für alle, die mit der Materie nicht so vertraut sind: das Jobcenter ist für die Leute zuständig, die Arbeitslosengeld II (besser bekannt als Hartz IV) beziehen oder beantragt haben.
Wenn man nun beim Jobcenter eine telefonische Mitteilung machen muß, geht das nur über eine ellenlange Telefonnummer, die mit 01801 beginnt und laut Auskunft auf dem Schrieb vom Amt "3,9 Cent je Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom" kostet.
Halllo?! Wo leben wir hier eigentlich?!!!!

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Pappnase

Heute mittag ging es natürlich darum, die gute Nachricht per SMS so schnell wie möglich zu verbreiten. Nun besitzen meine Eltern zwar ein Handy, aber das brauchen sie nur, wenn sie mal in Urlaub fahren, und selbst dann ist es meistens aus. (Sogar dann, wenn man verabredet hat, sie zu einer bestimmten Zeit auf dem Handy anzurufen.) Aber, so fiel mir dann ein, mein Brüderchen hat doch auch so ein Gerät zum 18. Geburtstag bekommen, und SMS haben wir auch schon einmal ausgetauscht. Also ging die Nachricht "Hab' den Job!!" auch an ihn.
Heute abend kam die Antwort: "Schön schön. Und wer bist du?"
Pappnase.

Juchhu!

Der erlösende Anruf erreichte mich heute kurz vor zwei auf dem Handy: ich hab' den Job!!
Auf Freudensprünge mußte ich erst einmal verzichten, da ich gerade im Bus unterwegs war - das hätte doch etwas merkwürdig gewirkt. *g*
Ende Oktober geht's los, bis Ende Februar, Teilzeit (30 Stunden), damit ich weiterhin als freie Journalistin arbeiten (und mein Gehalt aufbessern) kann. :-D

Dienstag, 30. September 2008

Für die Katz'


So ein Trittbrett hätten wir damals in Rostock vielleicht auch haben sollen. "Wir" heißt in diesem Fall: meine letzte WG-Mitbewohnerin und ich. Sandra hatte nämlich eine Katze (schwarz) mit Namen Lissy. Ein bißchen faul, aber neugierig, wie wohl alle Katzen. Ich bin ohne Haustier aufgewachsen, daher kenne ich mich da nicht so aus. Mein Zimmer war tabu für Lissy, weil bei mir vor Jahren mal der Ansatz einer Katzenallergie festgestellt wurde, und um die nicht zum Ausbruch kommen zu lassen, blieb mein Zimmer "katzenhaarfreie Zone". Das ging problemlos. Nur war das Vieh ja so neugierig, und eines Tages sprang sie vom Balkon auf mein Fensterbrett. Das äußere, wohl gemerkt, denn das Fenster war zu. Ich saß gerade am Schreibtisch vor dem Fenster, war mehr oder weniger konzentriert mit meiner Magisterarbeit beschäftigt, und als ich von meinen Büchern und Kopien hoch sah, starrte ich durch die Fensterscheibe direkt der Katze in die Augen. *waaaaah*
Was ich vielleicht noch dazu sagen sollte: unsere Wohnung lag im vierten Stock ...

Montag, 29. September 2008

Viel Lärm um nichts

Dreieinhalb Stunden hat der Spaß heute gedauert, aber wozu die Firma diesen Bohei veranstaltet, hat keiner von uns Bewerbern (durchaus international gemischt - sogar eine Japanerin war dabei, aus Osaka!!) so richtig verstanden. Einerseits brauchen sie sehr schnell sehr viele Leute (die Rede war von 30 bis 50), und natürlich ist es schon wichtig, daß die Neuen dann auch ins Unternehmen passen. Andererseits brauchen sie die nur bis Februar, danach werden nur ein paar wenige vielleicht übernommen. Davon war vor zwei Wochen im Einzelgespräch noch keine Rede gewesen, da hieß es noch „Haben Sie was dagegen, wenn das erste Jahr befristet ist?“ *hmpf*.
Dann habe ich in den Pausen zwischendurch noch mitbekommen, daß auch nicht alle von uns schon einmal da waren. Muß man das verstehen?
Davon abgesehen, war es aber ein netter Nachmittag, sehr entspannt. Wir waren sechzehn, nach fünf Minuten dann nur noch fünfzehn, weil dem einen dann plötzlich einfiel, daß er ja in einem Monat nach Kanada geht und sich dann die Veranstaltung auch schenken könne. Nun ja.
Wir restlichen wurden dann der besseren Übersichtlichkeit halber in zwei Gruppen eingeteilt. Ich war in Gruppe 1, die zuerst einmal mit der Vorstellungsrunde dran war. Jeder durfte was von sich erzählen. War ganz interessant. Besonders der Franzose. Mich hat’s schon fast vom Stuhl gehauen, als der reingekommen ist. Nun hieß es in der Stellenanzeige „junges, dynamisches Unternehmen sucht ...“, und entsprechend waren die meisten durchaus leger gekleidet. Das paßte auch durchaus zum Dress Code im Unternehmen, wie ich vor zwei Wochen schon gesehen hatte, aber ich gehe zum Vorstellungsgespräch lieber over- als underdressed. Aber der Kerl hat echt den Vogel abgeschossen. Baseballmütze tief in die Stirn gezogen, kariertes Hemd über zerknittertem T-Shirt, zerrissene Jeans über dunkelblauer Strumpfhose, Leggins oder was weiß ich, und ein Gesicht, dem man einige Biere zuviel angesehen hat. Und so marschiert der zum Vorstellungsgespräch! Als er sich vorstellen sollte, nuschelte er dann auch nur rum, er sei Computerprogrammierer, eigentlich kein sozialer Mensch, er kommuniziere nicht gerne mit anderen, hasse es, zu telefonieren und sitze eigentlich am liebsten zu Hause vor dem Computer. Irre. Das wandelnde Klischee. (Übrigens: bei dem Job geht es gerade darum, mit den Kunden telefonisch in Kontakt zu treten.) Mehr wollte er über sich nicht sagen, obwohl die Interviewer durchaus versucht haben, ihm noch ein bißchen mehr an Informationen zu entlocken. Mich hat es dann auch nicht überrascht, als uns nach der Pause mitgeteilt wurde, er sei wieder gegangen, weil das alles nichts für ihn sei.
Dann ging es für meine Gruppe weiter mit ein paar kleinen Einzelaktionen. Ein Besuch bei den Personalern, bei dem es v.a. darum ging, in welchem Umfang man bei denen arbeiten möchte. Fragen hatte ich keine mehr, weil ich die alle schon vor zwei Wochen gestellt hatte. Daß vor zwei Wochen noch der Anschein vermittelt wurde, es ginge um eine richtige, längerfristige Stelle, fanden die auch nicht so toll.
Danach ein kurzer Englischtest, bestehend aus einem kurzen Small Talk. Ich denke mal, daß ich den Teil bestanden habe. ;-) Dann ein fiktives Telefongespräch, was ich jetzt nicht so toll fand.
Danach gab es wieder eine kurze Pause, und dann wurden wir wieder in zwei neue Gruppen eingeteilt. Es gab: die Gruppenaufgabe. Natürlich hatten wir vorher schon viel rumgerätselt, was das wohl sein könnte. Schließlich habe ich mich mit meiner Nachbarin darauf geeinigt, einfach mitzumachen und Spaß dabei zu haben, egal was kommt. Es wurde auch wirklich lustig. Jede Gruppe bekam ein rohes Ei, eine Schere, dreißig Strohhalme (aus Plastik) und eine Rolle Tesafilm. Daraus sollten wir ein Produkt konstruieren, welches das Ei so schützt, daß es einen Sturz aus 2 Metern Höhe aushält. Plus Produktpräsentation. Natürlich sind beim Test schließlich beide Eier kaputt gegangen, aber Spaß hat es gemacht!!
In den nächsten Tagen wollen sie dann Bescheid sagen.

Sonntag, 28. September 2008

Kulturaustausch

Begonnen hatte alles mit diesem Eintrag von Ellie. Weil ich noch nie was von Gingersnaps gehört hatte, es aber gut klang (ich liiiiiebe Ingwer!!), bat ich sie, mir das Rezept zu schicken. Im Austausch habe ich ihr eines von meinen geschickt (Bethmännchen). Das wollen wir jetzt öfter machen. Weil aber Backrezepteaustauschen so sehr nach Kaffeekränzchen mit alten Damen klingt, die ihre ergrauten Haare hinten in einem Dutt zusammengefaßt haben, nennen wir das Ganze jetzt Kulturaustausch. Das ist nicht einmal gelogen. Denn schon beim ersten interkontinentalen Rezeptetausch standen wir vor dem großen Problem der Umrechnung: Celsius vs. Fahrenheit, Gramm und Liter vs. ganze, Viertel- und Dreivierteltassen. Ganz schön kompliziert. Als nächstes stellte sich heraus, daß Ellie noch nie etwas von Vanillezucker gehört hat. Ich dagegen lerne beim Übersetzen jede Menge neue Wörter, "gemahlene Mandeln" sind z.B. "grounded almonds".

Langer Rede, kurzer Sinn: gestern habe ich erstmals Ellies Rezept für Gingersnaps (mein Wörterbuch sagt, das seien "Ingwerwaffeln", aber da ich unter "Waffeln" doch etwas anderes verstehe, nenne ich sie schlicht und ergreifend "Ingwerplätzchen"). Weil da Ingwer, Nelken und Zimt in den Teig kommen, roch es ziemlich bald sehr weihnachtlich in meiner Küche. :-) Geschmeckt hat es auch schon vor dem Backen (mal ehrlich: Backen ohne Teigschlecken ist doch nur das halbe Vergnügen!), und hinterher erst recht. Das wurde mir gestern und heute auch noch einmal von zwei Testpersonen bestätigt.


Ellie, they're DELICIOUS!

Freitag, 26. September 2008

Donnerstag, 25. September 2008

Zweite Runde

Nachdem sich das Unternehmen, bei dem ich mich vor zwei Wochen kurz vorstellen durfte, entgegen dem ursprünglichen Versprechen nicht bis Ende letzter Woche wieder bei mir gemeldet hat, bin ich davon ausgegangen, daß da wieder jemand vergessen hat, die Absage auch offiziell bekanntzugeben. Ist mir dieses Jahr schließlich schon mal passiert, daß ich nach einem Vorstellungsgespräch vergeblich auf eine Rückmeldung gewartet habe. Nun ja, heute mittag riefen die mich wieder an. Man wolle mich gerne noch einmal einladen, diesmal mit einigen Mitbewerbern zusammen, um mich etwas zu testen (ein Englischtest vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn wurde mir schon beim Vorstellungsgespräch "versprochen") "und so". Am Montag soll ich um 14:00 noch einmal dahin gehen, und die ganze Veranstaltung würde bis ca. 18 :00 dauern. Schön, also darf ich am Montag für knapp vier Stunden ins Assessment Center. Bitte Daumen drücken. Und wenn jemand Tips zur Vorbereitung hat (auch wenn ich nach Lektüre einiger im Lauf der letzten Jahre erschienener und mir in die Hände gefallener Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu diesem Thema mittlerweile davon ausgehe, daß man sich auf so was eh nicht vorbereiten kann) - immer her damit.

SYLN

Letzten Mittwoch klingelte abends das Telefon. Es war Peter, den ich vor Monaten auf dem Australia Day kennengelernt hatte. Ob ich mich noch erinnern würde. Klar, ich konnte ihm sogar noch ein Gesicht zuordnen. Nun ja, Peter ist Schauspieler aus Australien, der seit langem in Deutschland lebt und hier mit seiner Frau eine Schauspielgruppe, das Platypus Theater, gegründet hat, die Jugendtheater macht. Und zwar auf Englisch, weil die Schauspieler alle Englisch als Muttersprache haben. Daher führen sie ihre Stücke auch hauptsächlich vor Schulklassen auf. Gerade proben sie ein neues Stück, und da fragte Peter mich, ob ich Lust und Zeit hätte, für sie die Pressearbeit zu machen. Da habe ich natürlich sofort zugesagt (zumal es auch etwas Geld dafür gibt).
Das neue Stück heißt „See You Later Navigator“, Peter hat es selbst geschrieben, es ist also eine Uraufführung. Den aktuellen Text bekam ich als E-Mail zugeschickt, damit ich schon mal nachlesen konnte, worum es überhaupt geht, und am Freitagvormittag durfte ich der Probe zusehen. Das war sooooo spannend! Ich hatte das Stück zwar schon gelesen und fand es gar nicht schlecht, aber was die vier Schauspieler auf der Bühne dann daraus machten, war schon toll. Anschließend bin ich ein paar Straßen weiter zum Büro marschiert und habe mich an die Presseerklärung gemacht.
Am Montag durfte ich wieder bei der Probe zusehen. Diesmal war es ein Probedurchlauf, bei dem das komplette Stück durchgespielt werden sollte. Und zwar vor einer Schulklasse (6. Klasse) der benachbarten Grundschule, um zu sehen, wie viel die Kinder verstehen, ob sie mit der Handlung Schwierigkeiten haben, was vielleicht noch besser erklärt werden könnte und ob es vielleicht noch Schwachstellen im Stück gibt. Zwischendurch wurde mal Pause gemacht, Anja hat den Kindern Fragen zum Stück gestellt und die Kinder selbst durften auch Fragen stellen. Am Ende war die große Manöverkritik. Viel verstanden hatten die Kinder nicht, aber damit war zu rechnen gewesen. Zum einen waren sie gar nicht vorbereitet, während die Schulklassen, die zu den regulären Theatervorführungen kommen, vorher mit ihren Lehrern das Vorbereitungsmaterial von der Webseite der Theatergruppe durchgehen. Zum anderen war das aber auch eine etwas schwierige Klasse. Das haben auch die Schauspieler selbst gesagt. Alle Kinder haben einen Migrationshintergrund, wie das heute so schön heißt, und einige hatten auch mit dem Deutschen so ihre Schwierigkeiten. Und dann fehlte schlicht das Hintergrundwissen. In dem Stück geht es um eine moderne Schnitzeljagd durch London, und zum Beispiel konnte keines der Kinder etwas mit Big Ben anfangen. Dann enthält das Stück auch viele Mitmachelemente. Zum Beispiel sollen einmal ein paar Kinder auf die Bühne kommen und unter Anleitung der Schauspieler ein paar Takte aus Händels „Hallelujah“ singen. Das hat auch ganz gut geklappt. Etwas später aber wurden ein paar „Mitspieler“ gebraucht, um zwei Schauspieler Huckepack zu tragen. Gut, mit dem englischen Wort hätte ich auch erst einmal nichts anfangen können. Die Kinder haben das aber nicht mal auf Deutsch verstanden. Das ist echt traurig. (Allerdings waren die auch zu klein, um Erwachsene Huckepack zu nehmen, von daher hat das auch nicht geklappt, nachdem die begrifflichen Schwierigkeiten geklärt waren – bis zur Uraufführung muß man sich da noch etwas anderes einfallen lassen.) Dann die letzte Frage: „Wenn Sie das im richtigen Theater spielen, küssen die sich dann richtig?“ *g*
Als die Kinder weg waren, ging die Manöverkritik weiter. Die Kostümbildnerin wollte noch ein paar Fragen klären, die Maskenbildnerin auch, es ging um Perücken ja oder nein und wenn ja, dann was für welche, Szenenübergänge, etc. Das war wahnsinnig spannend, da zuzuhören, aber schließlich hatte ich ja auch noch was zu tun und bin wieder ins Büro gegangen, wo ich der Pressemitteilung den letzten Schliff gegeben und sie dann abgeschickt habe. War gar nicht so einfach, weil die Adreßdatei in der Hinsicht etwas unübersichtlich war.
Jetzt muß ich das ab und an noch etwas beobachten und auch die Nachbetreuung übernehmen. Und weil ich meinen eigenen Text so gut finde (*schulterklopf*), hier die (leicht gekürzte) von mir verfaßte Pressemitteilung:

Am 9. Oktober um 11:00 Uhr ist es soweit: Das englischsprachige Platypus-Theater präsentiert in der ufaFabrik in Tempelhof die Uraufführung des Jugendtheaterstücks „See You Later Navigator“ von Peter Scollin. Das Stück richtet sich an Jugendliche ab 11 Jahren bzw. Schulklassen der Jahrgänge 6 bis 8. Vier Schauspieler/Innen in internationaler Besetzung (Fingal Pollock/Neuseeland, Melissa Holroyd/Australien Peter Scollin/Australien und Kenneth Phillips/Indien) spielen – und singen – eine schnelle, witzige und spannende Inszenierung.
Und darum geht es: Maddy und Tom sind zwei Jugendliche, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie: Musterschülerin. Er: Gettokid. Rebecca Ryan, Moderatorin der Fernsehshow „See You Later Navigator“, und Dr. Quant, Inhaber der Firma Brainwaves, schicken die beiden auf einen Wettlauf gegen die Zeit. Als Team müssen sie ihren Weg durch London finden und zwischendurch knifflige Fragen beantworten. Am Ende winkt ein hoher Gewinn. Aber Dr. Quant spielt falsch: Er nutzt die Show, um an Tom seine neueste Erfindung auszuprobieren, einen Mikrochip, der den ahnungslosen Jungen in ein Genie verwandelt. Doch der Chip hat Nebenwirkungen ...
Ausgangspunkt für die Entwicklung des Stücks war die Frage, welchen Einfluss Reality Shows wie „Top Models“ oder „DSDS“ auf Jugendliche haben. Es thematisiert die Konkurrenz unter Jugendlichen und die Versuchung, schnell berühmt zu werden – sei es mit Hilfe der Medien oder zur Not auch mit „Mind Doping“.
Das Platypus-Theater ist eine unabhängige Berliner Theatergruppe, die 1985 von Anja und Peter Scollin gegründet wurde und englische und deutsch-englische Theaterstücke für Kinder und Jugendliche entwickelt und zur Aufführung bringt. Die Gruppe sieht ihre Stücke nicht als reine Ergänzung zum Englischunterricht an deutschen (vorwiegend Berliner) Schulen, sondern hat auch den Anspruch, gutes und intelligentes Theater für alle sozialen Schichten zu machen.