Mittwoch, 16. April 2008

Titelbild

Die Entscheidung der FAZ, täglich ein Bild auf die traditionell bildlose Seite 1 zu setzen, finde ich an sich immer noch nicht gut. Aber was mich heute von der Seite 1 anlachte, ist einfach nur genial:


*LMAO*

Dienstag, 15. April 2008

Arbeitsagentur live

Gestern hatte ich den langangekündigten Termin bei „meiner“ Arbeitsvermittlerin. Montagmorgen um 8:30 – Arbeitslose haben ja sonst nichts zu tun, da kann man ihnen auch zu unchristlicher Zeit einen Termin aufs Auge drücken.
Um 8:15 betrat ich den Warteraum bei der Akademikerberatung und traute meinen Augen kaum: irgendwann zwischen Ende November und jetzt hat sich da mal jemand erbarmt und ein paar Blümchen auf die Fensterbank gestellt! Wahnsinn! (Ansonsten ist der Raum noch genau so häßlich wie damals.) Abgesehen von einem Plakat, das über eine Jobmesse für Absolventen der Ingenieurwissenschaften informiert, war Lesestoff Fehlanzeige, aber ich hatte vorgesorgt und ein Buch dabei.



Ich setzte mich also hin und las weiter. Und las. Zwischendrin durfte ich mir eine Unterhaltung zweier leidgeprüfter Arbeitsvermittler anhören („Ich habe heute NUR Erstgespräche!“) und wartete weiter darauf, aufgerufen zu werden.
Irgendwann steckte eine Frau mal ihren Kopf durch die Tür, stellte fest, daß da wer sitzt (ich) und fragte, bei wem ich meinen Termin hätte. „Bei Frau XY.“ Der Kopf verschwand wieder. Auf dem Flur waren Schritte zu hören, Gemurmel, und dann betrat „meine“ Arbeitsvermittlerin den Warteraum. Dieselbe wie damals. Derselbe verwuschelte Haarschopf. Sie entschuldigte sich für die Verspätung und fügte hinzu, gerade von den Kollegen erfahren zu haben, daß das System abgestürzt sei, und jetzt müsse sie erst einmal ihren Computer hochfahren und nachsehen, ob sie überhaupt irgendwelche Informationen aus dem System bekommen könne, aber dann werde sie mich sofort holen. Sie verschwand, und ich warf einen Blick auf die Uhr: 8:45. Super. Was die wohl gesagt hätte, wäre ich zu spät gekommen?..
Gut fünf Minuten später war der Computer hochgefahren, die Dame hatte sich aus ihrem Anorak befreit und ich durfte endlich rein. Ich hatte Ausdrucke aller Bewerbungsschreiben dabei, dazu den Antrag auf Bewerbungskostenerstattung und eine Auflistung aller bisherigen Bewerbungen mit Zwischenstand. Das habe ich abgegeben. Kurz darüber gesprochen, daß ich gerade erst ein Vorstellungsgespräch hinter mir gehabt hätte. Mit Erstaunen stellte die Frau fest, daß ich ja schon relativ viele Vorstellungsgespräche gehabt hätte, prozentual gesehen. Aha.
So, und warum wollte die mich nun so dringend sehen? Weil der letzte Termin schon mehr als drei Monate her ist und sie mir sagen wollte, daß wir solche Gespräche künftig auch telefonisch führen könnten. Ich brauchte also nicht extra nach Neukölln rauszufahren. Ja, spinnen die jetzt komplett?!
Manchmal wünschte ich, ich wäre etwas aggressiver oder würde mich zumindest öfter mal trauen, den Leuten direkt zu sagen, was ich denke ... *seufz*

Sonntag, 13. April 2008

Kreuzberg


Vorurteile?! Ich doch nicht!! ;-)

Samstag, 12. April 2008

Logisch!

Gestern nachmittag bei H&M in den Potsdamer Platz Arkaden (für das Deppenleerzeichen bin ich nicht verantwortlich): Stau vor der Kasse. Die Kundinnen im Alter von 13 bis 30 warten geduldig. Weniger geduldig wartet der ca. drei- bis vierjährige Sohn einer der Kundinnen und beginnt, sich durch einen Berg Söckchen zu wühlen. Diese werden in Sechserpacks verkauft, bei denen ein Paar bunter ist als das andere. Nach eingehender Inspektion wendet sich der Steppke vorwurfsvoll an seine Mutter und zeigt auf Paar Nummer 6 im Bündel (grau):
"Die passen nicht!"
"Warum nicht?"
"Weil die für Jungs sind!"

Donnerstag, 10. April 2008

Baufortschritt


Das ging schnell.

Fernweh

Symbolkraft

Vor einiger Zeit lag in meiner Zeitung eine dieser Verlagsbeilagen zum Thema "Reisen". In einem der Artikel ging es um Urlaub in Asien mit kleinen Kindern. Das sei entgegen aller Vorurteile überhaupt kein Problem, weil die Asiaten einfach kinderfreundlich sind. Im Falle der Japaner kenne ich das aus eigener Anschauung, und Julia kann eh ein Lied davon singen.

Illustriert war der Artikel mit dem NOVA usagi, dem häßlichen Kaninchen, Hasen oder was auch immer, das als Maskottchen meines japanischen Arbeitgebers fungierte und quasi omnipräsent war.


Offensichtlich dermaßen omnipräsent, daß man sich Japan ohne das Vieh gar nicht mehr denken kann. Und das, obwohl es die Firma in der Form so gar nicht mehr gibt, nachdem sie im vergangenen Sommer eine bemerkenswerte Pleite hingelegt hatte. Allerdings wurde sie dann übernommen, und der neue Eigentümer hat, wie mir meine noch immer dort beschäftigte Freundin auf Anfrage bestätigte, das Maskottchen beibehalten.

Verkehrsmittel

Provinz


Gesehen in Potsdam. Nettes Städtchen, sehr hübsch, aber im Vergleich zu Berlin eindeutig Provinz. Weswegen anscheinend jemand der Meinung war, mit etwas besonderem auftrumpfen zu müssen.

Mittwoch, 9. April 2008

Erfreulicher Anruf

Gerade eben hat das Telefon geklingelt. Am Freitag bin ich um 14:00 zum Vorstellungsgespräch für ein Volontariat eingeladen. Hier in Berlin. :-)

Kühlschrank-Stöckchen


Geworfen von der üblichen Verdächtigen. Und wer will es aufheben?

Dienstag, 8. April 2008

Der Gasometer


Ein Schöneberger Wahrzeichen: der Gasometer auf der Roten Insel.

Sonntag, 6. April 2008

Neue Musik

Was die neue Musik betrifft, so halte ich mich für einen relativ aufgeschlossenen Menschen. Oder zumindest einen neugierigen ;-). Górecki, Pärt und Golijov zum Beispiel finde ich klasse. Vor einer Weile habe ich auch mal etwas von Wolfgang Rihm gehört, das klang auch nicht schlecht. Gerade läuft allerdings was von Sofia Gubaidulina im Radio. Vor acht Jahren habe ich mir im Sommer die Life-Übertragung der Uraufführung ihrer Johannespassion angehört und tapfer bis zum Schluß ausgehalten, obwohl es wirklich nicht mein Fall war. Dasselbe gilt für das Konzert, was ich mir gerade anhöre. *seufz*
Na ja, noch ein bißchen durchhalten, dann ist es vorbei. Und dann kommt das Deutsche Requiem von Brahms. :-)

Samstag, 5. April 2008

Licht und Wasser


Und wieder eines dieser Fotos, die man wohl nur mit Digitalkamera und ausreichend Speicherplatz macht ... ;-)

Donnerstag, 3. April 2008

Aargh!

Wie kann man nur SO DOOF sein!!!

Entwöhnt

Seit ich in Berlin bin, ist mein Cola-Konsum praktisch auf Null gesunken. Auf den Abendveranstaltungen bekommt man zwar immer was zu trinken (und meistens auch lecker was zu essen *g*), aber Cola ist nicht dabei. Wasser, Apfel- und Orangensaft sind der Standard bei den alkoholfreien Getränken, und an die halte ich mich dann auch. Wenn ich auswärts esse, nehme ich dann auch immer Wasser. Das ist schön neutral und überdeckt den Geschmack vom Essen nicht so. Neulich gab es aber auch ausnahmsweise einmal Cola, und ausnahmsweise habe ich mir davon mal ein Glas gegönnt.
Tja, ob es nun was damit zu tun hatte, daß sie nicht mehr so ganz kalt war, weiß ich nicht, aber eines steht fest: ich könnte jetzt nicht sagen, was mir an dem Gesöff früher so gefallen hat ...

Sonntag, 30. März 2008

Freitag, 28. März 2008

Rückstand

Mit den Berichten über den Verlauf meiner Jobsuche bin ich mittlerweile etwas im Rückstand. Letzte Woche Donnerstag bekam ich am Nachmittag einen Anruf aus Frankfurt: das für diese Woche Mittwoch vereinbarte Vorstellungsgespräch wurde abgesagt. Man hätte bereits die perfekte Kandidatin für den ausgeschriebenen Posten gefunden und daher müßte ich nicht mehr extra aus Berlin anrufen. Trotzdem war man etwas verblüfft, als ich erklärte, bereits eine Fahrkarte besorgt zu haben, versprach mir dann aber, die Kosten für selbige zu erstatten, falls die Bahn die Karte nicht mehr zurücknehme. Was ich ziemlich fair finde. Und was die Absage an sich betrifft - sooooo traurig bin ich darüber nicht. Ehrlich. Für eine reine Redaktionsassistenz fühle ich mich doch leicht überqualifiziert, und da mich auch das Fachgebiet nicht so wahnsinnig interessiert, trage ich das alles mit Fassung. Außerdem gefällt es mir in Berlin eigentlich sehr gut ... ;-)
Wegen des Streiks der letzten Wochen bin ich in diesem Monat auch kaum im Call Center zum Telefonieren und Leutebelästigen gewesen. Hin wäre ich wohl gekommen, die S-Bahnen fuhren schließlich noch, nur ist es von mir bis zur nächsten S-Bahn-Station doch ein ganzes Stück zu laufen, und das wollte ich mir abends nach halb zehn einfach nicht antun. Das hier ist schließlich nicht Japan. Die zwangsweise Abstinenz habe ich sehr genossen, zumal die Motivation zu dieser Arbeit immer mehr abnahm. Die Arbeitsbedingungen (Räumlichkeiten, Arbeitsgerät, Seriosität des Instituts etc.) sind zwar wirklich okay, aber das Telefonieren ist doch extrem langweilig. Gestern wurde die Unlust dann so extrem, daß ich nach längerem Überlegen gekündigt habe. Es reicht. Wirklich. Und da das bei denen von einem auf den anderen Tag geht, wachte ich heute morgen auf, freute mich über das fantastische Frühlingswetter und darüber, diesen Abend nicht im Call Center verbringen zu müssen. Das Leben ist schön. :-)

Mittwoch, 26. März 2008

Sonntag, 23. März 2008

Frohe Ostern!

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht ...


Im Lied fiel er dann allerdings nicht auf Forsythien, sondern auf "zarte Blaublümelein", und zwar wahrscheinlich auf so welche.

Freitag, 21. März 2008

Der Rufer in der U-Bahn

Gestern in der U-Bahn:
Im Gang stehen ein Mann in den Vierzigern (mit Kinderwagen) und eine Frau in den Fünfzigern. Im Vorbeigehen höre ich zwangsläufig die Unterhaltung mit.
Mann (ruft): "Nein! An Pfingsten ist der Geist über die Jünger gekommen!!"
Frau: "Ach so."
Mann: "Ich komme mir hier ja schon fast wie ein U-Bahn-Prediger vor!"
Und er schiebt den Kinderwagen Richtung Ausgang, während die Frau verblüfft stehenbleibt.

Verpennt

Gestern beim Edeka um die Ecke:
Ich packe einen Sechserpack Eier in den Einkaufswagen und begebe mich auf die Suche nach Eierfarben. Nach erfolgloser Suche wende ich mich an einen Mitarbeiter.
"Entschuldigung, wo finde ich die Eierfarben?"
"Äh, tut mir leid, haben wir nicht. Haben wir dieses Jahr irgendwie total verpennt."
??!!

Dienstag, 18. März 2008

Blaue Blume


Weiß jemand, wie die heißt? Ich weiß nur, daß sie schön ist!

Fahrtkostenerstattung

Heute mußte ich bei der Arbeitsagentur anrufen. Ich wurde heute morgen nämlich zum Vorstellungsgespräch nach Frankfurt eingeladen (nächsten Mittwoch), und da ich Frankfurt nicht mit meiner BVG-Monatskarte erreiche, wollte ich mal anfragen, wie es mit der Fahrtkostenerstattung aussieht.

Es begann damit, daß sämtliche angegebenen Telefonnummern auf sämtlichen Schreiben vom Amt nicht funktionierten. *PIIEEP* "Kein Anschluß unter dieser Nummer." Erst der Blick ins Telefonbuch half. Später erfuhr ich, daß alle anderen Nummern abgeschaltet wurden und das Amt seitdem nur noch unter 55 55 5 erreichbar sei. Das aber auch bundesweit. Aha. Grandiose Idee. *beißende Ironie*

Als ich endlich einen jungen Mann und nicht mehr die automatische Vertröstungsstimme an der Strippe hatte, teilte ich dem Amt mein Anliegen mit, welches auch sofort aufgenommen wurde. Im Prinzip funktioniert es noch genau so, wie vor einem Jahr in Bad Oeynhausen: ich kann die Fahrkarte direkt vom Amt bekommen, das Großkunde bei der Bahn ist und somit alles etwas günstiger bekommt.
"Dazu gehen Sie einfach zum Eingangsbereich und geben das Einladungsschreiben ab ..."
"Äh, ich habe keine schriftliche Einladung, das ging nur übers Telefon."
"Oh. Tja, dann wird das schwierig."

Warum habe ich eigentlich jedesmal, wenn ich mit dem Amt zu tun habe, das Gefühl, daß die da in einem Paralleluniversum existieren?! Die in Frankfurt wollten mir nämlich schon den Donnerstag vorschlagen, das wäre für eine schriftliche Einladung ein ganz kleines bißchen schwierig geworden. Und zu den anderen beiden Vorstellungsgesprächen wurde ich ebenfalls mündlich eingeladen. Da gab es nie was Schriftliches. (Außer den Absagen hinterher.)

"Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, daß ich ohne schriftliche Einladung da beim Empfang eine Fahrkarte bekomme?"
"Äh, eher gering."
"Welche Möglichkeit gibt es denn noch?"
"Sie können auch hinterher einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung stellen."
"Gut, können Sie mir so was schicken?"
"Ja. Wie heißt denn der Arbeitgeber?"

Als das geklärt war:
"Haben Sie sich selbst um die Stelle bemüht?"
Fast hätte ich mit einem genervten "Natürlich!" geantwortet, aber wirklich nur fast.

Montag, 17. März 2008

Ausprobiert

Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Auster gegessen.

Damit ging es mir wie seinerzeit mit dem Spargel: ich fand's eßbar, verstehe aber den Bohei nicht, der um das Zeugs gemacht wird. *schulterzuck*

Zu früh gefreut?

Da freut man sich über den beginnenden Frühling, und vor nicht einmal einer halben Stunde dann das hier:


Ein Graupelschauer, der es in sich hatte - und von dem mittlerweile fast alles wieder weggetaut ist.


Aber für einen Moment sah es plötzlich wieder sehr nach Winter aus.

Vielversprechend


Die Zeichen sind eindeutig: es wird Frühling. :-)

Sonntag, 16. März 2008

Mitstreikende

Anfang der Woche sah die Anzeigetafel, die normalerweise verkündet, wie viele Minuten man noch auf den nächsten Bus warten muß, so aus:


Am Samstag hatte sich die Anzeigetafel dann endgültig dem BVG-Streik angeschlossen (war aber immer noch zweisprachig):


Ab morgen fahren Busse und U-Bahnen wieder. Gottseidank.

Mittwoch, 12. März 2008

Eine Welt im Wandel

Wir leben in einem Zeitalter des unerbittlichen Wandels, der sich schneller und radikaler vollzieht, als irgendeine frühere Generation sich dies hätte vorstellen können. Wir leben in einer erregenden Zeit der Verheißungen und frohen Hoffnungen auf die Zukunft. Die Geschichte schreitet jedoch mit einem Tempo fort, das uns zuweilen verblüfft und erschreckt. Was wir auch lernen, es ist veraltet, bevor wir es anwenden können. Jeder Tag bringt etwas Neues oder auch eine Krise.
Unsere Aufgabe ist es, diese sich wandelnde Welt zu verstehen und zu lernen, wie wir in ihr zusammenleben können, wobei wir unsere Kräfte nutzen müssen, um allgemeinen Wohlstand, nicht aber allseitige Zerstörung zu schaffen. Der britische Historiker Arnold Toynbee hat darauf hingewiesen, daß große historische Fortschritte stets das Ergebnis großer Herausforderungen sind, und daß nur solche Gesellschaften sich durchsetzen, die sich diesemDruck gewachsen zeigen. Der Wandel bildet sicherlich die große Herausforderung unseres Zeitalters, die Herausforderung, der wir gerecht werden müssen, wenn wir die Zukunft gewinnen wollen.

(Richard Burt, Deutschland und Amerika. Partner für eine Welt im Wandel. Herford: Busse Seewald, 1988, S. 19; Hervorhebung im Original)

Vor zwanzig Jahren wurde das geschrieben, und bis auf den Optimismus im zweiten Satz hat sich an der Bestandsaufnahme (soweit hier zitiert) nichts geändert. Hm...

Sonntag, 9. März 2008

Die Untertreibung der Woche

Heute in den Nachrichten vom RBB:
Der Nachrichtensprecher verließt die Meldung vom voraussichtlichen bzw. möglichen bzw. geplanten Streik der GDL ab Montag, der in Berlin auch die S-Bahnen betreffen würde. Und dann:
Wegen des gleichzeitigen Streiks der BVG müßten sich alle Verkehrsbeteiligten auf Behinderungen einstellen.
(Nur zur Erinnerung: seit Mittwoch fahren überhaupt keine U-Bahnen und Straßenbahnen mehr, von den Bussen nur ein paar auf den wichtigsten Strecken. Das einzige öffentliche Verkehrsmittel, das bislang noch wie gewohnt gefahren ist, war die S-Bahn. Und ein paar Fähren.)

Schöne Fassade

Mal was anderes (gesehen in der Akazienstraße):


Normalerweise bin ich sehr für Bäume in der Innenstadt. Aber hier vor diesem Haus ist der Baum wirklich im Weg.

Freitag, 7. März 2008

ITB 2008

Die ersten Tage konnte ich die Messe nicht besuchen, da mich schon wieder eine Erkältung gepackt hatte. Aber heute, bevor am Wochenende der große Besucheransturm über das Messegelände hereinbricht und der öffentliche Nahverkehr in Berlin streikbedingt komplett lahmgelegt wird, habe ich mich doch noch aufraffen können. Da ich mich inzwischen auch als Reisejournalistin versuche, sollte ich mich auf der ITB doch wenigstens einmal blicken lassen. War auch ganz nett. Vor allem die Stände von Unternehmen und Tourismuszielen (Destinationen) in fernen Ländern boten ordentlich was für Auge und Ohr.


Aufgrund meiner Erfahrungen mit der Grünen Woche hatte ich mir geschworen, dieses Mal nicht an jedem Stand Infomaterial mitgehen zu lassen, aber wie das mit guten Vorsätzen so ist ... Vor allem habe ich von dem Magazin, für das ich etwas schreiben durfte, ein paar Belegexemplare in die Hand bekommen, das gab schon mal ordentlich Gewicht, und dann lachte mich schließlich doch noch der eine oder auch andere Prospekt so freundlich an - und das Ende vom Lied war, daß ich mich wie schon auf der Grünen Woche in das große Heer der mit Infomaterial und neudeutsch sogenannten "Give-aways" Beladenen einreihte.

Weitere Eindrücke:
  • Erstaunlich viele Menschen zogen kleine Köfferchen auf Rollern hinter sich her. Erinnerten mich irgendwie an Leute, die mit ihren Hunden Gassi gehen.
  • Wenn eine eindeutig rein europäische Truppe am Stand von Qatar Airways südostasiatische Drachentänze aufführt - das ist wahres Multikulti.
  • Strategisch aufgestellte Kioske oder Stände boten frisch gepreßten Orangensaft, Kaffee in Pappbechern oder Hotdogs in weichen Brötchen zu Messepreisen. Reichlich unverschämte Preise, aber was bleibt dem verhungernden und verdurstenden Besucher schon anderes übrig? (Im Medienzentrum konnte man zum selben Preis eine Bockwurst mit Brötchen und einen Milchkaffee bekommen. *g*)
  • Mitarbeiterin eines Stands für Tierhotels: "Wir nehmen Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, aber keine Pferde. Alles, was Sie in der Wohnung haben." Ich: "Stubenfliegen?.." Kurze Pause. "Wenn Sie die eingefangen kriegen ..." *lol*

Mittwoch, 5. März 2008

Geniale Werbung


Und direkt daneben derselbe Spruch mit den Pyramiden im Hintergrund. Klasse!

Freitag, 29. Februar 2008

Stöckchen

Sabine hat nach längerer Zeit mal wieder ein Stöckchen aufgehoben und wahllos in die Blogosphäre geworfen. Weil's mir gefällt, fange ich es einfach mal auf.

1. Nimm das nächste Buch in Deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
2. Schlage Seite 123 auf.
3. Suche den fünften Satz auf der Seite.
4. Poste die nächsten drei Sätze.
5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter.

Nein, ich habe jetzt nicht den Begriff "Nähe" etwas großzügiger definiert, um mal wieder mit meinen Fremdsprachenkenntnissen angeben zu können. Dieses Buch liegt tatsächlich auf dem kleinen Tischchen direkt neben meinem Computer. Es heißt "Свидание с Бонапартoм" (in der deutschen Übersetzung "Begegnung mit Bonaparte") und wurde von meinem Lieblingsdichter geschrieben.

Вообразите, мы жили бы с Вами, наверное, не хуже многих, и Вы, может быть, так никогда и не узнали бы, что я кого-то там люблю, кто даже и не догадывается об том – подумать только, какой вздор! – и кто неоднократно выражал мне свое презрение... Но, мой генерал, не в моих правилах держать камень за пазухой, а особенно если это касается Вас. Вот я рассказала Вам все, надеясь, что это нам помешать не должно, что мы просто забудем об нем, тем более что никаких реальных сигналов «оттуда» последовать и не может.

Tja, Philip Roth lag leider ein paar Zentimeter weiter weg. ;-)
Aufheben darf das Stöckchen, wer mag. (Und vielleicht schafft der Patrick ja mit seiner Hilfe noch einen zweiten Eintrag für Februar 2008?.. ;-) )

Donnerstag, 28. Februar 2008

Kontaktwunsch

Die Agentur für Arbeit wünscht mich zu sehen. Gestern lag ein entsprechendes Schreiben in meinem Briefkasten. Und was will das Amt von mir?
Ich möchte mit Ihnen über Ihr Bewerberangebot bzw. Ihre berufliche Situation sprechen.
Bitte bringen Sie Ihre bisherigen Bewerbungsschreiben mit.
(...)
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Agentur für Arbeit
(Hat sich der Zwiebelfisch eigentlich schon mal mit dieser unsäglichen sprachlichen Konstruktion - ein Amt kann gar nicht in der ersten Person von sich reden - beschäftigt? Und wie steht es überhaupt mit der Kompetenz einer Behörde, die nicht einmal ordentliche Serienbriefe zu verfassen in der Lage ist? Na ja, zumindest die letzte Frage kann ich persönlich leicht beantworten ...)

Und wann will das Amt mich sehen? Am 14.04.2008.
*Ironiemodus an*
Das muß ja waaaaaahnsinnig wichtig sein.
*Ironiemodus aus*

Montag, 25. Februar 2008

Arm, aber sexy ...

... sei Berlin, hat Wowi mal gesagt. Eine Dame, mit der ich mich einmal unterhalten habe, zitierte einen anderen Satz (unbekannter Provenienz): "Berlin - die Schlampe, die man liebt."
Für das Finanzamt Schöneberg, dem ich heute einen Besuch abgestattet habe, sind beide Sätze nur teilweise zutreffend. Arm ja, sexy nein. Schlampe ja, lieben nein. Ein charmanter (*hüstel*) Bau aus den sechziger Jahren, der seit seiner Errichtung anscheinend auch nie wieder renoviert worden ist. Himmel, sieht das auf den Fluren gammelig aus! Nach einem Blick auf die vertrauenserweckenden Aufzüge habe ich mich daher auch spontan fürs Treppensteigen entschieden.
Was mache ich überhaupt auf dem Finanzamt? Zum einen wollte ich mir endlich mal die Vordrucke für die Steuererklärung 2007 abholen, zum anderen brauche ich eine Steuernummer, damit ich meine Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit auch ordnungsgemäß abrechnen kann (und damit die Herausgeber der Zeitschriften, für die ich was geschrieben habe, meine Honorare auch ordnungsgemäß buchen können).
Eins muß ich dem Amt aber lassen: sowohl die Pförtnerin als auch meine Sachbearbeiterin (mit der ich eine halbe Stunde vorher schon telefoniert hatte) waren beide sehr freundlich, hilfsbereit und machten einen kompetenten Eindruck. Weshalb ich diesen Besuch wesentlich angenehmer empfand als den bei der Arbeitsagentur. Da komme ich auch gerne mal wieder. ;-)

... und dann nichts wie raus nach Wannsee!

Gestern morgen vormittag riß mich das Piepen meines Handys aus der Grübelei über eine existentielle Frage (aufstehen oder noch liegenbleiben): SMS von Brigitte. Ob ich den Nachmittag schon verplant hätte, sie wolle bei dem schönen Wetter zum Wannsee raus. Eigentlich hatte ich mir für den Tag schon was anderes vorgenommen, aber das hätte - von einem kurzen Spaziergang zum Waschsalon und zurück einmal abgesehen - sehr viel mit Stubenhockerei zu tun gehabt, und bei dem schönen Wetter ...

Ziemlich schnell hatten wir uns auf einen Besuch der Pfaueninsel verständigt. Nur hätten wir, als wir in Wannsee aus der S-Bahn stiegen, noch eine halbe Stunde auf den Bus warten müssen, der fast bis zum Fähranleger führt. Na ja, haben wir halt einen anderen genommen und sind an der "Pfaueninselchausee" ausgestiegen, denn, so sagten wir uns, würde die Straße bestimmt nicht ohne Grund so heißen. Die Annahme war richtig, nur sahen wir gleich das schöne Schild mit der Aufschrift "Pfaueninsel 2900 Meter". Hm. Egal, das Wetter war schön, Frühling lag in der Luft, und der Weg führte mitten durch den Wald. Und knapp drei Kilometer sind auch zu Fuß sehr gut zu bewältigen.

War auch wirklich ein schöner Spaziergang, nur auf die Pfaueninsel haben wir es dann doch nicht mehr geschafft. Die ist nämlich in den Wintermonaten nur bis 16:00 geöffnet, und wir waren kurz vor halb vier am Anleger. Das lohnte sich ja gar nicht! Also haben wir es für dieses Mal bei einem Blick auf die Insel belassen.


Kurzes Überlegen: was machen wir jetzt? Dann hatte Brigitte die Idee, wieder nach Wannsee zurück zu gehen bzw. dieses Mal den Bus zu nehmen, und dann mit der BVG-Fähre (die in unseren Monatskarten inbegriffen ist) zu fahren. Gute Idee.


Ich hatte dann auch noch eine: nämlich nicht am Anleger auf den Bus zu warten, sondern ein Stück zurückzugehen, und an der Bushaltestelle im Wald (mit dem schönen Namen "Rübezahlweg") zu warten. Mit dem würden wir dann erst zur Pfaueninsel (Endstation) zurückfahren, einfach sitzenbleiben und am S-Bahnhof Wannsee aussteigen. Soviel Zeit hatten wir noch, denn der Bus fährt nur einmal stündlich. Und meine Idee war wirklich gut: an der Pfaueninsel wollten so viele Leute zusteigen, daß der Bus beinahe wegen Überfüllung hätte geschlossen werden müssen. Aber wir saßen schon! *g*

Mit der Fähre sind wir von Wannsee kurz nach Kladow rübergefahren. Auf dem Oberdeck war es dann aber doch etwas frisch, und so wollten wir für die Rückfahrt (es war die letzte Fahrt des Tages) ins geheizte Unterdeck gehen. Nix da, der Fährmann warf uns einfach raus! Wir mußten uns für die Rückfahrt wieder anstellen (und froren daher wieder auf dem Oberdeck). So ein Quatsch! Und unfreundlich war der Kerl! (Typisch Berliner - hätte auch Busfahrer werden können.)

Die schöne Aussicht auf den Sonnenuntergang entschädigte aber ein bißchen.


Und weil's so schön ist, gleich noch ein Bild:


Samstag, 23. Februar 2008

Museumsabend, der zweite

Wieder wurde es Donnerstag, wieder gingen zwei Arbeitslose am Abend ins Museum. Wenn es schon umsonst ist - halt, an dieser Stelle möchte ich einen anderen Museumsbesucher zitieren: "Umsonst ist ein Museumsbesuch nie!" Recht hat er. Also: der Museumsbesuch war kostenfrei.

Weil Brigitte sich letzte Woche gewünscht hatte, die Nofretete zu besuchen, war ich dieses Mal mit dem Wünschen dran. Also gingen wir ins Pergamonmuseum, so benannt nach dem großen Pergamonaltar.


Der nicht nur groß, sondern riesig ist. (Rauf kommt man übrigens leichter als wieder runter, weil die Stufen doch eine Idee zu groß für bequemes Treppensteigen sind, aber sobald ich meinen Rhythmus gefunden hatte, ging es doch. Und ansonsten hätte ich mich ja auch einfach am Geländer festhalten können.)

Das gewaltige Markttor von Milet wird gerade restauriert und ist nahezu vollständig eingerüstet. Da gab es leider kaum was zu sehen. :-(

Aber das babylonische Ischtar-Tor auf der anderen Seite strahlt in voller Pracht. Ein neues Wort habe ich auch gelernt: muschhuschschu (oder war es doch huschmuschschu?) ist das babylonische Wort für "Drache". Klingt eigentlich viel zu niedlich für so ein Ungetüm. ;-)


Die Sammlung des Museums für Islamische Kunst haben wir uns auch noch angesehen, aber danach war es erst einmal genug. Die zweite Hälfte des Museums ist ein anderes Mal an der Reihe. Aber nicht nächste Woche. Da habe ich am Montagabend schon was vor, deshalb lassen wir den Museumsbesuch ausfallen. Statt dessen wird telefoniert. Außerdem ist das Pergamonmuseum an dem Tag wegen einer internen Veranstaltung geschlossen.

Freitag, 22. Februar 2008

Worst case

"Boah, ich hatte heute den worst case", meinte mein Nachbar eine halbe Stunde vor Feierabend in einer kurzen Pause zwischen zwei Telefonaten. "Ich habe nach der Zielperson gefragt, und dann höre ich ,Der wurde heute beerdigt'. Und dann hatte ich gerade während der Trauerfeier angerufen, also total unpassend. Da wußte ich absolut nicht mehr, was ich sagen sollte."
:-o

Eingerahmt


Gesehen gestern nachmittag am Alex, wo (wieder einmal oder immer noch - wer weiß das in dieser Stadt schon so genau) gebaut wird.

Bitte freimachen


Und wenn keine Marke zur Hand, dann darf ich die Karte auch unfrei in den Kasten werfen, oder wie? Und wie, liebe DHL, willst Du kontrollieren, ob der Kunde wirklich keine Marke zur Hand hatte oder schlicht zu geizig war, 45 Cent für einen erneuten Zustellversuch (in unbestimmter näherer Zukunft) zu opfern?

Dienstag, 19. Februar 2008

Ich kapier' das nicht!

Der Ärger mit dem Schlüssel nimmt kein Ende. Der nette Nachbar hat zwar nichts davon gesagt, aber trotzdem gehe ich mal davon aus, daß er den mir überlassenen Schlüssel demnächst wiederhaben möchte. Daher habe ich schon letzten Montag eine Kopie anfertigen lassen. Ein Bekannter riet mir zu einem entsprechenden Lädchen in einer Ecke vom Erdgeschoß des Kaufhauses Wertheim am Ku'damm (mit Blick auf die Gedächtniskirche). Gesagt, getan. Und, was war? Die neue Kopie ging nicht mal ins Schloß rein! 7 Euro für nichts bezahlt. *ärger*
Nun hatte ich den Rest der Woche einiges zu tun und auch nicht immer Lust, den Umweg zum Ku'damm zu machen (auch wenn es nur zwei U-Bahn-Stationen sind, aber es ist trotzdem die falsche Richtung). Heute habe ich mich endlich wieder aufgerafft. Reklamationen sollte man bekanntlich nicht ewig aufschieben.
Heute hat da ein anderer Mann gearbeitet. Er hörte sich meine Geschichte an, warf einen Blick auf den Kassenbon (den ich glücklicherweise noch nicht weggeschmissen hatte), und nahm ein kleines Gerät sowie den Originalschlüssel zur Hand. Mit dem Gerät baute er sozusagen das zum Schlüssel passende Schloß zusammen, probierte dann erfolglos, die Kopie hineinzustecken und warf diese dann in den Mülleimer. Daraufhin suchte er sorgfältig einen neuen Rohschlüssel aus, machte eine neue Kopie, probierte sie an dem provisorischen Schlüsselloch aus, und als der neue Schlüssel paßte, überreichte er mir beide Schlüssel und den Kassenbon. Danach fuhr ich erst einmal zur Arbeit.
Als ich dann vor gut einer Stunde nach Hause kam, habe ich sofort den neuen Schlüssel ausprobiert. Er paßt nicht! Er geht nicht ins Schloß rein!
Ich kapier' das einfach nicht!!!!

Freitag, 15. Februar 2008

Warnung vor dem Hund


Danke für den Tip. Aber ehrlich gesagt macht ein Teil der Absperrung auf mich nicht den Eindruck, als würde sie harmlose Passanten (von denen es Unter den Linden bekanntlich sehr viele gibt) vor wildgewordenen Kampfhunden schützen können. :-o

Besuch bei einer alten Dame

Donnerstags ist der Eintritt zu den Staatlichen Museen Berlins von 18:00 bis 22:00 kostenlos. Das haben zwei Arbeitslose gestern weidlich ausgenutzt und sind ins Alte Museum gegangen, wo neben der Antikensammlung auch bis zur Fertigstellung des Neuen Museums die Sammlung des Ägyptischen Museums zu sehen ist. Dabei natürlich das Prunkstück:


Die Nofretete. Uralt und gut erhalten.

(Und nachdem ich sie jetzt gesehen habe, kann die Büste Ägypten wieder zurückgegeben werden, da gehört sie schließlich hin. Und in Berlin sollen sie dann halt eine Kopie aufstellen. Dem durchschnittlichen Museumsbesucher würde der Unterschied eh nicht auffallen.)

Nächste Woche steht das nächste Museum auf dem Programm. Welches, haben wir noch nicht entschieden.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Späte Erkenntnis

Steven Spielberg will jetzt doch nicht die Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Sommerspiele in Peking organisieren. Er begründet das mit der unrühmlichen Rolle, die China beim sudanesischen Darfur-Konflikt spielt. Aha.
Hat der Mann wirklich nicht gewußt, mit wem er sich da einläßt? Kritische Stimmen ("Leni Riefenstahl von Peking") hatte es ja schon vorher gegeben.

Abgehört

Gestern nachmittag, im Café in den Potsdamer Platz Arkaden.

An einem Tisch saßen zwei junge Frauen. Im Vorbeigehen konnte ich einen Teil ihres Gesprächs auffangen:
"Wußtest du, daß Abtreibungen Geld kosten?"

Das versprach interessant zu werden, aber ich konnte ja jetzt schlecht direkt neben dem Tisch stehenbleiben. Zu auffällig. ;-)

Außerdem mußte ich wieder zur Arbeit.

Dienstag, 12. Februar 2008

U-Bahn-Musikanten

Normalerweise freue ich mich immer, wenn Musiker in die U- oder S-Bahn zusteigen und ihre Kunst zum Besten geben. Erstens ist es eine sehr nette Abwechslung, und zweitens haben die Leute oft wirklich was drauf. Vor Monaten hat eine Russin mit wohlklingender, warmer Altstimme zu sicherer Gitarrenbegleitung (wie ich sie nie hinkriegen würde) ein wunderschönes russisches Lied gesungen - einfach toll!
Aber dem Typen, der sich heute abend in "meinen" U-Bahn-Waggon stellte und erfolglos zu Gitarrengeschrammel (wie ich es wirklich besser hinkriegen würde) einen Beatles-Song zu singen versuchte, hätte ich am liebsten einen Euro dafür hingeschmissen, daß er mit dem Gejaule wieder aufhört. *ohrenzuhalt*

Samstag, 9. Februar 2008

Balkone

Ausgesperrt

Donnerstagabend kam ich etwas später als sonst von der Arbeit nach Hause. (Ich war noch beim Potsdamer Platz vorbeigefahren, wollte mal kurz gucken, aber da gab es nichts mehr zu sehen. Jedenfalls nicht da, wo ich war.) Es war ungefähr Viertel nach zehn. Ich stand vor der Eingangstür des Hauses - und mein Schlüssel paßte nicht! Ins Schlüsselloch ließ er sich problemlos hineinstecken, aber ihn umdrehen und die Tür aufschließen konnte ich beim besten Willen nicht. Schlüssel wieder raus, noch mal rein und erneut probiert. Nichts. Ein paar Schritte zurück und an der Fassade hochgesehen: wo brennt noch Licht? Erster Stock links, aha. Schlüssel noch mal probert (erfolglos), dann beim Nachbarn geklingelt, der dann freundlicherweise den Türöffner betätigte. Bei geöffneter Tür habe ich den Schlüssel noch mal ausprobiert - es ging nichts. Seltsam, aber ich war auch müde und hatte keine Lust, mich um diese Uhrzeit näher mit dem Problem auseinanderzusetzen.

Vor einigen Monaten hatte ein Zettel an der Eingangstür geklebt: einer der Hausbewohner, ein freundlicher Rentner, teilte mit, das Schloß habe repariert werden müssen, weswegen einige Schlüssel, v.a. solche, die selbst Kopien waren, möglicherweise nicht mehr passen würden. Man solle sich in dem Fall bitte an ihn wenden. Was ich dann gestern, mit einigen Monaten Verspätung, auch getan habe. Nicht, ohne den Schlüssel vorher noch einmal am Schloß auszuprobieren. Wieder mit demselben Ergebnis, allerdings der zusätzlichen Erkenntnis, daß ich mit dem Schlüssel das Schloß von innen sehr wohl noch auf- und zuschließen kann. Sehr merkwürdig, das Ganze. Fand der Nachbar auch, aber glücklicherweise hatte er noch einen Schlüssel, den er mir überlassen konnte. Jetzt komme ich wieder rein.

Freitag, 8. Februar 2008

Gaga

Das wahrscheinlich beste Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe, war Bill Brysons "Eine kurze Geschichte von fast allem", eine locker und unterhaltsam geschriebene Geschichte der Naturwissenschaften. Eine meiner Lieblingsstellen aus diesem Buch ist die, wo er sich über die Quarks ausläßt:
Obwohl Quarks viel zu klein sind, als dass sie eine Farbe, einen Geschmack oder irgendeine andere erkennbare physikalische Eigenschaft haben könnten, gruppierte man sie in sechs Kategorien: up, down, strange, charm, top und bottom. Die Physiker bezeichnen diese Gruppen seltsamerweise als "Geschmäcker" (flavors) und unterteilen sie nochmals in drei "Farben": rot, grün und blau. (Die Begriffe wurden in Kalifornien zur Zeit der psychedelischen Drogen geprägt - man hat den Verdacht, dass dies kein Zufall war.)
In letzter Zeit habe ich mich interessehalber durch ein Astronomie- und Astrophysiklehrbuch gequält (man hat ja sonst nix zu tun), und bin auf den letzten Seiten, wo ebenfalls die Quarks (sehr kurz) abgehandelt werden, auf folgenden Satz gestoßen:
Mesonen bestehen aus 2 Quarks mit Farbe und Antifarbe.

Was muß man schlucken, um solche Theorien zu entwerfen?!

Dienstag, 5. Februar 2008

Guter Start

Der Start in die Arbeitswoche ließ sich gut an:
  • Am Vormittag habe ich fleißig geschrieben und zwei kurze Artikel fast druckreif zustande gebracht. (Heute habe ich nochmal drüber geschaut und sie dann abgeschickt.)
  • Im Call Center warf ich meinen Mantel schwungvoll über die Stuhllehne - da rollte mir plötzlich eine Kamelle über den Sitz. Upps! Die werde ich wohl vorgestern beim "Karnevalsumzug" "aufgefangen" haben ... :-)
  • Gleich der zweite Anruf wurde zum Interview. Das ging schnell! Aber auch nur, weil ich der Dame am Telefon gesagt hatte, es sei auch in zehn statt fünfzehn Minuten zu schaffen, wenn man es zügig angehen läßt - was allerdings nur bei entsprechender Mitarbeit des oder der Befragten geht. Wenn die ewig überlegen und mir zwischendurch noch ihren Lebenslauf erzählen müssen, klappt das natürlich nicht. Nun, in dem Fall ging es tatsächlich flott, und als ich dann am Ende munter sagte "Sehen Sie, jetzt haben wir es doch in nur zehn Minuten geschafft", bekam ich ein "Na, Sie waren aber auch spitze!" zur Antwort. :-))
  • Eine Stunde vor Schichtende wurde ich von der "Feldleitung" zum Feedbackgespräch gebeten. Da wurde mir mitgeteilt, daß ich nur knapp an der Bestnote vorbeigeschrammt sei (*strahl*), was für Anfänger eigentlich ungewöhnlich sei (den letzten Teil der Aussage werde ich aber wohl noch mal in vorsichtigen Gesprächen mit den Kollegen verifizieren ;-) ). Jedenfalls sei meine Motivation sehr gut (ja, Motivation kann ich mittlerweile sehr gut und glaubhaft vortäuschen ;-) ), nur sollte ich wirklich die Fragen vollständig vorlesen und nichts weglassen wie bisher. Aha. Und was habe ich sträflicherweise weggelassen? Die genaue Erklärung der Bewertungsskala, wie sie in der Frage steht. Aha. Na, da kann ich auf die Bestnote verzichten. Wenn die Skala von 0 bis 10 eh immer gleich ist und ich merke, daß die Befragten sie schon bei der zweiten Frage endgültig begriffen haben, dann erkläre ich die Skala eben nicht zum zehnten Mal. § 9 Rheinisches Grundgesetz: Wat sull dä Quatsch?

Montag, 4. Februar 2008

Abendstimmung am Wannsee

Karneval in Berlin

Gestern nachmittag zog ein Karnevalszug über den Ku'damm, und die Ex-Kollegin und ich waren zum Gucken hingegangen.


Viele Kamellen wurden geworfen, sehr zur Freude der zahlreich anwesenden Kinder. Die Jecken auf den Wagen allerdings sahen nicht unbedingt fröhlich aus. Na ja.


Ich komme aus Ostwestfalen und bin evangelisch, somit habe ich schon fast naturgemäß mit Karneval nix am Hut und war von dem Spektakel insgesamt unbeeindruckt.
Die Ex-Kollegin allerdings kommt aus der Eifel, hat mit Karneval sehr viel am Hut und war schwer enttäuscht: keine richtigen Karnvevalslieder, kaum Fußtruppen, und überhaupt.

Aber immerhin war richtig schönes Wetter.

Samstag, 2. Februar 2008

Arbeitsmoral

"Wenn Sie heute abend keine Zeit haben, an der Befragung teilzunehmen, können wir Sie dann vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt anrufen?"
"Ja, könn'se machen."
"Wann paßt es Ihnen denn am besten?"
"Vormittags, so um 10."
"Hm, das ist für uns nicht so günstig, weil wir erst ab 17 Uhr anrufen."
"Nö, das ist mir zu spät! Da hab' ich Feierabend, da will ich meine Ruhe haben!"

Mittwoch, 30. Januar 2008

In der Marktforschung

Erwähnt hatte ich es schon: ich habe mich bei einem unabhängigen Marktforschungsinstitut als Telefoninterviewerin beworben. Vor zwei Wochen war ich zur Vorstellungsrunde dabei. Die findet immer Mittwochs statt. Ein paar Interessierte waren da zusammengekommen und bekamen etwas über das Unternehmen erzählt. Hat mich stark an das Vorstellungsgespräch für Nova erinnert. Da gab es auch erst einmal einen zweistündigen Vortrag über die Firma. Uns selbst mußten wir nicht vorstellen, lediglich einen Lebenslauf mit Foto hatten wir mitbringen sollen. (Gut, das war bei Nova dann schon anders.) Wer wollte, durfte dann gleich am Freitagnachmittag zur Schulung kommen. Da hatte ich allerdings schon eine Verabredung und habe mich für die Schulung in der Woche darauf angemeldet. Also letzten Freitag. Insgesamt machte alles einen seriösen Eindruck (da wird am Telefon nichts verkauft, sondern es geht wirklich nur um Marktforschung), und da ich das Geld gut gebrauchen kann ...

Am Freitag waren wir dann eine nette Gruppe von neun Leuten, die erst einmal eine theoretische Einführung in die Arbeit erhielt. Wer sind die Kunden, was sind das für Befragungen, wie ist die Arbeitsweise, wie spricht man mit den Leuten am Telefon, was für Argumente gibt es für die Teilnahme an so einer Kundenbefragung.

Anschließend ging es zur praktischen Schulung an die Computer. Wie loggt man sich ein? Wie funktioniert das Programm? Eigentlich ganz einfach. Die Fragebögen sind alle online, ein Dialer wählt Telefonnummern, die z.B. von den Unternehmen für die Kundenbefragung zur Verfügung gestellt worden sind, und dann klickt man sich als Interviewer so langsam durch den Fragebogen. Bzw. man gibt ein, daß der Angerufene am Interview nicht teilnehmen will (warum?) oder, wenn es gerade zeitlich nicht paßt, wann die betreffende Person Zeit hat, so daß der Computer die Nummer dann noch einmal wählt. Die verschiedenen Varianten haben wir dann in einer Trockenübung durchgespielt. Jeder Fragebogen hat eine Testvariante, mit der auch wir Interviewer die Fragen und Antwortmöglichkeiten einmal durchgehen können, bevor der Fragebogen am lebenden Objekt durchgespielt wird. Das ist schon ganz sinnvoll, denn mich haben schon ein paar Leute gefragt, was für Fragen wir denn da überhaupt stellen würden, und dann sollte man besser eine Antwort parat haben. Das alles schien sehr einfach zu sein (dieser Eindruck hat sich inzwischen auch bestätigt).

Ich hatte keinen Augenblick lang das Gefühl, bei einer dubiosen Firma gelandet zu sein. Den anderen ging es ebenso. Ein kleines Handicap gab es allerdings: gerade an dem Tag funktionierte die Internetleitung nicht so, wie sie eigentlich sollte. Irgendwann stürzten die Computer der Reihe nach ab, und dann war es das mit dem praktischen Training. War aber nicht so schlimm, denn das wichtigste hatten wir schon durchgenommen. An unserem jeweils ersten Einsatztag sollten wir einfach eine Viertelstunde eher kommen, um den Rest (wie breche ich ein Interview ab) kurz durchzugehen.

Gestern war dann mein großer Tag (haha). Drei Neulinge saßen ganz in der Nähe der Aufsicht, falls es Probleme geben sollte, was aber zumindest bei mir nicht der Fall war. Und am nächsten Tag sowieso nicht.

Es ist wirklich einfach. Es erinnert mich teilweise sehr an die Arbeitsweise bei Nova in Japan, nur daß dieses Interviewen dann doch noch um einiges geistloser ist. Dafür sprechen der Computer und ich dieselbe Sprache (Deutsch). Und die vier Stunden gehen wirklich schnell vorbei.

Eigentlich sollte der Dialer im Programm Anrufbeantworter und ähnliches erkennen und gar nicht zu uns durchstellen, aber irgendwie hatte ich doch ziemlich viele elektronische Anrufhilfen am Apparat. Macht nichts, dann klickt man auf „Anrufbeantworter“, lehnt sich gemütlich auf dem Stuhl zurück und wartet, bis der Dialer eine neue Nummer gewählt hat. Ehrlich gesagt, sind mir die Anrufbeantworter am liebsten – dann muß ich nämlich nichts sagen. ;-)

Dann gibt es natürlich noch die Leute, die sofort entnervt auflegen, noch bevor ich mein Begrüßungssprüchlein beendet habe:
"Guten Abend, mein Name ist Ute von XY Marktfor-"
*Klick*
Neuer Versuch.

Am besten gefallen hat mir ein Herr gestern abend: „Na, dann legen Sie einfach mal los, damit Sie auch ein Erfolgserlebnis haben, wenn Sie schon so spät noch arbeiten müssen.“
That’s the spirit!

Und dann war da noch die ältere Dame, die sich heute bitterlich bei mir darüber beklagte, daß sie mindestens zweimal täglich solche Anrufe bekomme, sie das gar nicht wolle und dann meistens doch gesagt bekomme, daß sie als Rentnerin leider schon zu alt für die Teilnahme an der Umfrage wäre. Da habe ich einmal unauffällig nach links und rechts gekuckt und ihr empfohlen, sich auf die Robinson-Liste eintragen zu lassen. Da war die Gute total baff, denn davon hatte sie noch nie was gehört. Fand das aber natürlich toll. „Und wo kann ich das machen lassen?“ „Das kann ich Ihnen leider auch nicht sagen, ich weiß nur, daß es diese Möglichkeit gibt. Am besten, Sie erkundigen sich mal bei einer Verbraucherschutzorganisation, die können Ihnen da bestimmt weiterhelfen.“ Hey, mich nerven diese Anrufe ja auch!

Samstag, 26. Januar 2008

Bittere Erkenntnis

Gestern hatte ich am späten Nachmittag zwischen zwei Terminen etwas Zeit, die ich im Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße verbracht habe. Da ist das Jahr schon fast einen Monat alt, und ich war noch gar nicht wieder in der Buchhandlung - schrecklich!
Das Kulturkaufhaus ist klasse. So eine riesige Auswahl an Büchern (und CDs. Und DVDs) habe ich bislang noch nicht gesehen. Und schon gar nicht so eine gute Auswahl an guten Büchern. Der Laden ist ein Traum.
Nun hatte ich gar nicht vor, irgendetwas zu erwerben (gut, habe ich vorher meist auch immer gehabt ...), da ich momentan etwas aufs Geld achten muß. Aber ab und an muß ich einfach in einen Buchladen gehen und das Angebot inspizieren.
Und während ich so durch die Etagen schlenderte, das eine oder andere Buch in die Hand nahm und neugierig/interessiert/sehnsüchtig darin blätterte, überkam mich plötzlich die bittere Erkenntnis:
Zur Zeit hätte ich jede Menge Zeit, die ganzen Bücher zu lesen, habe aber keine Arbeit und folglich kein Geld, sie mir zu kaufen. Hätte ich jedoch Arbeit und damit das Geld, mir die ganzen Bücher zu kaufen, hätte ich gar keine Zeit mehr, sie zu lesen!
Das Leben ist sooooo ungerecht!!

Montag, 21. Januar 2008

Impressionen von der Grünen Woche

Es gab sehr viel zu sehen, vor allem Menschenmassen. Und jede Menge Eß- und Trinkbares.


Am besten haben mir natürlich die Ausstellungen fremder Länder gefallen. Diese Miniversion eines tunesischen Basars zum Beispiel (hier ohne Fressalien im Blickfeld).


Hochinteressant war das. Aber auch: heiß, laut und voll. Die anwesenden Vertreter alter Nutztierrassen lagen nur noch völlig apathisch in ihren kleinen Verschlägen und ließen die zahllosen Zweibeiner an sich vorbeiziehen.


Wahrscheinlich gehe ich am Donnerstag noch mal hin. Die Presseakkreditierung macht's möglich. :-)

Donnerstag, 17. Januar 2008

Beckstein live

Ein Bekannter hatte keine Zeit, und so kamen die Ex-Kollegin und ich an zwei Eintrittskarten zum gestrigen Neujahrskonzert der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt sangen die Regensburger Domspatzen geistliche und weltliche Musik. Schön war’s.
Aber bevor die „Buben“ singen durften, mußte das Publikum erst noch einige Politikeransprachen über sich ergehen lassen. Zuerst war der Gastgeber des Abends an der Reihe, der Bayerische Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Dr. Markus Söder. Besonders bemerkenswert fand ich seine Rede nicht. Ein paar nette Worte zur Begrüßung, ein paar Zitate aus Lobeshymnen über die Domspatzen. Das aus meiner Sicht einzig Erwähnenswerte war die Äußerung, Frau Marga Beckstein befinde sich wegen einer Verspätung der Lufthansa noch in der Luft, und da sollte Bayern vielleicht über die Gründung einer eigenen Airline nachdenken, die dann eine „Air Force One“ für den Ministerpräsidenten stellen könnte.
Danach war Beckstein höchstpersönlich an der Reihe. Den üblichen Begrüßungsfloskeln folgte eine weitere Laudatio auf die traditionsreichen Regensburger Domspatzen, die 54 „Buben“, die nicht nur wie die Engel sängen, sondern auch insgesamt wahre Engel seien. Was ein ausgezeichneter Beweis für die Qualität des Bayerischen Schul- und Bildungssystems sei. Was vom Publikum wiederum mit lautem Gelächter quittiert wurde. Fast hatte man den Eindruck, die anwesenden (Ur- und Neu-)Berliner lachten den obersten Repräsentanten des innerdeutschen Auslands aus ...
Der jedoch machte tapfer weiter und lobte die Tradition des Knabenchores, den es schon seit über tausend Jahren gibt (wußte ich auch noch nicht). Seinen Weltruhm verdanke er „nur“ den letzten drei Domkapellmeistern: Theobald Schrems (1924-1963), Georg Ratzinger (1963-1994) – „Georg Ratzinger, der Bruder Ratzinger, der Bruder des Papstes“ (bei diesen Worten mußte er so stark grinsen, daß ich fast schon ein „Wir sind Papst“ oder einen Kniefall des vor Ehrfurcht und Stolz erzitternden Ministerpräsidenten erwartete, aber man kann ja nicht alles haben) – und schließlich dem aktuellen Amtsinhaber, Roland Büchner, der seit 1994 den Chor leitet. An ihn richtete Beckstein die Aufforderung, bitte noch weitere sechzehn Jahre im Amt zu bleiben, weil die Epoche dieser drei hervorragenden Domkapellmeister dann genau hundert Jahre gedauert haben werde. 2024 sei Büchner 70 Jahre alt, das könne man schaffen. Natürlich sei diese Bitte nicht uneigennützig.
Klar. Ich tippe auf geheime Pläne, das Rentenalter auf 70 Jahre anzuheben. ;-)

Montag, 14. Januar 2008

Statusbericht

Anfang Dezember hatte ich bereits ein erstes Vorstellungsgespräch. Der Job ist es dann nicht geworden. Das "leider" lasse ich in dem Satz mal besser weg, denn bei der telefonischen Absage konnte ich heraushören, daß die Arbeitsbedingungen bei dem konkreten Arbeitgeber wohl doch nicht so optimal gewesen wären. In der Zwischenzeit habe ich dann Angebote von drei verschiedenen Zeitschriften bekommen, ab und an als freie Mitarbeiterin für sie tätig zu werden. Der erste Beitrag von mir wird in wenigen Tagen erscheinen. Das ist schön, nur davon leben kann ich nicht. Deswegen habe ich mich schon mal vorsorglich auf die Suche nach einem Nebenjob gemacht. Am Mittwochnachmittag darf ich mich dann bei einem Marktforschungsunternehmen vorstellen, das Telefoninterviewer sucht, aber auch nur freie Mitarbeit anbietet. Alles andere als ein Traumjob, aber das Geld für Miete etc. muß ja auch irgendwo her kommen.
Die Bewerbungen auf reguläre Stellen laufen natürlich weiter, auch wenn es da insgesamt wenig Angebote gibt. Aber wie sagte schon die Personaltrainerin beim Bewerbungsseminar im vergangenen April: lieber Klasse als Masse.
Am vergangenen Wochenende wurde prompt wieder eine Stelle ausgeschrieben, die derjenigen ähnelt, für die ich im Dezember vorgesprochen hatte. Vor knapp drei Stunden kam der Anruf: morgen um 14:00 bin ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Bitte wieder alle kräftig Daumen drücken!

Sonntag, 13. Januar 2008

Nachricht aus Absurdistan

Am Freitag fand ich einen Brief der Arbeitsagentur in meinem Briefkasten. Angeheftet war ein Stellenangebot, auf das ich mich bitte bewerben sollte. Nun stammte der von Ende Dezember, und war mir wohl schon einmal zugesandt, aber von der Post wieder zurückgeschickt worden. Anscheinend war die Urlaubsvertretung des Postboten zu faul gewesen, sich in den Seitenflügel zu begeben, wo "mein" Briefkasten hängt. Draußen am Klingelschild steht mein Name nämlich nicht dran, sondern nur der des Vermieters. Aber normalerweise kommt die Post (Briefe, keine Pakete) trotzdem an.

Das erneute Schreiben des Amts bestand aus einem dieser charmanten Multiple-Choice-Vordrucke, bei denen das Betreffende nur noch angekreuzt werden muß:


Liebe Agentur für Arbeit, demnächst hätte ich gerne mal eine "Fehlanzeige" von Dir zugeschickt bekommen. Ich würde nämlich zu gern wissen, was das ist. Und warum Du es jemandem schicken möchtest.

Hörerstreit

So heißt die wochentägliche Sendung beim RBB Kulturradio, bei der Hörer anrufen und zu einem aktuellen Thema ihren Senf dazugeben ihre Meinung sagen können, die dann wiederum von einem eigens ins Studio geladenen Experten kommentiert wird. Meist nur mäßig interessant, und ich höre es auch nur, wenn ich zu faul bin, aufzustehen und das Radio wieder auszustellen.
Vor ein paar Tagen ging es aber um ein sehr interessantes Thema, nämlich die seit 1. Januar geltende Vorratsdatenspeicherung. Die Frage an die mitteilungsbedürftigen Zuhörer lautete: „Fühlen Sie sich in Ihrer Privatsphäre bedroht?“
Die Meinungen waren durchaus gemischt, aber überwiegend meldeten sich Leute zu Wort, die das alles gar nicht so schlimm wenn nicht sogar in Ordnung finden. Da gab es das Argument, mit dem sich schon ein gewisser Herr Schäuble vor einigen Monaten im Zusammenhang mit dem sogenannten Bundestrojaner in der Blogosphäre lächerlich gemacht hat („Ich fühle mich nicht bedroht, denn ich habe ja nichts verbrochen.“).
Wirklich erschreckend fand ich die beiden Anrufer, die beide erklärten, man fühle sich davon überhaupt nicht bedroht, schließlich habe man schon die DDR überlebt, und da sei alles viel schlimmer gewesen. Hallo?!
Da war der nächste Anrufer direkt erfrischend, ein älterer Herr, der sich hörbar darüber aufregte, daß das Jahr schon eine Woche alt ist und es am Vormittag auf dem Finanzamt immer noch keine Vordrucke für die Steuererklärung gegeben, und das sei einfach ein Skandal, diese ewige Unfähigkeit der Behörden usw. usf. :-)

Durchblick

Montag, 7. Januar 2008

Vogelflug

Am Freitag war wieder etwas schönes in meinem Origami-Kalender: ein "Fancy Twirly Bird", ganz einfach zu falten. Der Clou: wenn man ihn fliegen läßt, dreht er sich im freien Fall um sich selbst. Sieht klasse aus. Erste Versuche scheiterten an mangelnder Höhe (in meiner Erdgeschoßwohnung konnte ich halt nur auf den Stuhl steigen), aber da fiel mir der Balkon der Ex-Kollegin ein, die eine Wohnung im vierten Stock ihr eigen nennt und am Samstag sowieso einen Käsekuchen zum gemeinsamen Verzehr backen wollte (und es auch getan hat). Gestern war dann das große Kaffeetrinken, zu dem auch der sympathische freie Mitarbeiter der Ex-Konkurrenz eingeladen war.

Und so standen gegen vier Uhr nachmittags drei erwachsene Menschen (von mir errechnetes Durchschnittsalter: 47,3333333 Jahre) auf dem Balkon und versuchten, zwei Origamivögel fliegen zu lassen ...

Merke: man ist nur so alt, wie man sich fühlt!

Donnerstag, 3. Januar 2008

Déjà-vu


Wie in Japan! (Kommt da wahrscheinlich auch weg, aber so genau habe ich mir die Packung dann doch nicht mehr angesehen.)

2008

Nachdem das neue Jahr (das ich wie schon das Jahr zuvor in München begrüßen konnte, da Sabine mich wieder auf Volkers Party eingeladen hatte) auch schon wieder ein paar Tage alt ist, möchte ich an dieser Stelle allen meinen Lesern viel Glück und Erfolg in selbigem wünschen. Nachdem 2007 nicht unbedingt das beste Jahr meines bisherigen Lebens gewesen ist, habe ich beschlossen, daß 2008 super wird. Zumal ich - Cari sei Dank - diesmal gute Unterstützung durch einen besonderen Kalender habe:


Die Idee dahinter ist folgende: jeden Tag faltet man eine neue Figur. Die Anleitung steht auf dem aktuellen Kalenderblatt, und zum Falten benutzt man das Blatt des Vortages. Bis jetzt sind auf meinem Tisch versammelt: ein Pinguin, ...


... eine Nachtigall ...


... und ein Schlitten.