Mittwoch, 24. September 2008

Dienstag, 23. September 2008

Schadenfreude II


Man mag von Rudi Dutschke halten, was man will (nachdem ich den Typen mal in einer Fernsehdokumentation gesehen habe, glaube ich, daß der Mann ganz schön einen an der Waffel hatte), aber daß eine nach ihm benannte Straße direkt am Hauptquartier des Blöd-Zeitungs-Verlags vorbeiführt, finde ich richtig gut. :-)

Wieder warm

Die gute Nachricht: die Heizung heizt wieder. Heute mittag kam ein Bekannter meines Vermieters vorbei, um sich die Sache mal anzusehen. Ist zwar kein Handwerker, hat aber größeres handwerkliches Talent als ich. Gemeinsam haben wir die Heizung wieder eingeschaltet. Prompt sprang der Sicherungsknopf wieder raus. Daraufhin hat der junge Mann erst einmal etwas Wasser nachgefüllt. Und siehe da: jetzt sprang die Heizung wieder an. :-)

Montag, 22. September 2008

Der Ofen ist aus

Die Heizung hat ihren Geist aufgegeben. Und natürlich mußte das ausgerechnet am Wochenende passieren. Wann sonst? Einen ersten Aussetzer hatte sie am Samstag kurz vor Mitternacht. Zufällig stand ich gerade in der Küche (wo sich auch die Heizungsanlage befindet). Da sagte es plötzlich „klick“. Der Sicherungsknopf war rausgesprungen und die rote Lampe leuchtete. Das hatte er im letzten Jahr auch ein paar Mal gemacht, aber nur in der ersten Zeit nach Inbetriebnahme. Danach muß man den Knopf wieder reindrücken, und dann startet der Zünder der Heizung wieder. Nur dieses Mal nicht. Die Heizung versuchte zu zünden, aber statt dessen sprang der Knopf wieder raus. Wieder draufgedrückt. Wieder rausgesprungen. Dieses Spielchen wiederholte sich noch einige Male. Danach hatte ich die Faxen dicke und beschloß, das Problem auf den nächsten Vormittag zu vertagen. Und weil mir die Gasheizung immer noch etwas suspekt ist und eine streikende Gasheizung erst recht, schaltete ich den Apparat komplett aus. Sicher ist sicher. Ansonsten hätte ich in der Nacht vermutlich kein Auge zugekriegt.
Am Sonntag startete ich den Ofen erneut. Wieder sprang der Sicherungsknopf raus, aber nach zwei Versuchen lief der Kasten wieder. Schön. Kurz nach 22 Uhr, als ich mir was zu trinken holen wollte, bemerkte ich zu meiner übergroßen Freude *ironie*, daß der Sicherungsknopf wieder rausgesprungen war. Diverse Versuche, den Ofen wieder zum Laufen zu bringen, scheiterten. Daher beschloß ich, dem Gerät einige Zeit zum Nachdenken zu geben und mir die DVD zu Ende anzusehen. (Auch wenn es nichts zur Sache tut: ich habe mir nach langer Zeit mal wieder „Charade“ reingezogen.) Anschließend versuchte ich erneut, den Ofen wieder in Gang zu kriegen. Tja, und nach dem zweiten Versuch blieb dann der Sicherungsknopf drinnen, die rote Lampe ging aus – aber der Ofen zündete nicht. Da habe ich das Gerät schnell wieder komplett ausgestellt. Wie gesagt, Gasheizungen sind mir immer noch etwas suspekt und kaputte Gasheizungen erst recht.
Heute vormittag habe ich dann gleich versucht, den Vermieter anzurufen. War aber nur sein AB dran, und sein Handy war wohl ausgeschaltet. Tagsüber war ich unterwegs (Bericht folgt) und hatte keine Zeit, anzurufen, aber am Abend habe ich wieder versucht, ihn zu erreichen. Natürlich ist der Mann gerade im Urlaub. (Ich glaube, der Ofen hat das gewußt.) Und nein, ich weiß nicht, wie der Kerl heißt, der den Ofen das letzte Mal gewartet hat, letztes Jahr war nämlich nur der Schornsteinfeger da. Nun ja. Der Vermieter wird sich baldmöglichst drum kümmern, und zum Ende der Woche soll es ja wieder ein bißchen wärmer werden. Und zum Glück hängt die Warmwasserversorgung nicht von der Gasheizung ab.

Sonntag, 21. September 2008

Samstag, 20. September 2008

Experimentelle Küche

Nachdem ich schon für mein Abendessen diverse Zutaten in meine Wokpfanne (vor Monaten beim Schweden erstanden und heute endlich mal ausprobiert) getan und ausprobiert hatte, was dabei rauskommt (war gut), machte ich mich auf die Suche nach etwas, was man als Nachtisch verwenden könnte.
Und siehe da, in der hintersten Ecke des Küchenschranks fand sich noch eine aus dem letzten Winter übriggebliebene Dose mit Kakaopulver - das, wo man nur noch heißes Wasser oben drauf schütten muß, wo ich aber immer das Pulver vorher mit etwas Milch oder Sahne verrühre, weil es dann a) nicht klumpt und b) so hübsch aufschäumt, wenn das Wasser dazu kommt. Nun war in der Dose allerdings nicht mehr so sehr viel von dem Kakao übrig. Das wäre ein etwas dünnes Getränk geworden. Was tun? Ich habe einfach noch zwei Löffel Instant-Cappuccino dazu getan. Und weil ich gerade so schön beim Experimentieren war und mir das Behältnis just ins Auge stach, kam noch etwas Zimt dazu.
Ergebnis: trinkbar.

Engrish

Freitag, 19. September 2008

Offener Brief

Liebe Leute von der KfW-Bank,

wenn Ihr noch ein paar Milliönchen zum Verschenken übrig habt - ich geb' Euch gern meine Kontonummer!

Ute

Sonnenblumen

Donnerstag, 18. September 2008

Blumen auf dem Tisch


Blumen habe ich selten in der Wohnung stehen. Topfpflanzen schon mal gar nicht, weil ich spätestens nach zwei Wochen vergessen würde, sie zu gießen. Und Blumensträuße auch nicht, weil - ähm, keine Ahnung. Lange scheiterte es an etwas ganz Banalem: der Blumenvase. Unvergessen der Abend vor zehn Monaten, als ich die damalige Noch-Kollegin zum Abendessen eingeladen hatte, die wie verabredet ein Baguette beisteuerte und dann noch einen Blumenstrauß hervorzauberte.
"Oh, öhm, hätte ich sagen sollen, daß ich keine Blumenvase besitze?"
"Macht nichts, die ich habe ich Ihnen auch mitgebracht." * (Damals siezten wir uns noch.)
Die Blumenvase steht übrigens immer noch in meiner Küche, als Dauerleihgabe "bis Du Dir eine eigene kaufen kannst" (keine 48 Stunden später waren wir verabredungsgemäß zum "Du" übergegangen.)
Immerhin habe ich ab jetzt dauerhaft einen kleinen Blumenstrauß in meiner Wohnung stehen, allerdings nicht in der geliehenen Vase (zu groß), sondern in einem ehemaligen Senfglas. Das schöne daran: er verwelkt nicht, vergammelt nicht, und ich muß kein Wasser nachfüllen. Dem Origamikalender sei Dank. :-)
Und wie unschwer zu erkennen ist, habe ich auch schon jahreszeitliche Deko dazu getan. Am Samstag im Kleistpark gefunden.
___
*Ich sollte mir wirklich Gedanken machen. Ich bin viel zu leicht zu durchschauen.

Wieder kalt

Nachdem ich ein paar Tage tapfer bibbernd in meiner Wohnung gesessen habe und die Temperaturanzeige meines Weckers immer, wenn ich einen Blick darauf warf, niedrigere Werte anzeigte, und ich am Dienstag fast einen Kälteschock hatte, als ich morgens aus dem Bett krabbelte, habe ich daraufhin die Heizung wieder eingeschaltet. Jetzt muß ich mich nur wieder an den Krach gewöhnen, den das Teil verursacht. Das hatte ich in den vergangenen Monaten überhaupt nicht vermißt. Auch nicht die Tatsache, daß sie aus war. Von den Gaspreisen und dem Umweltschutz mal abgesehen, ist mir so eine Gasheizung einfach immer noch suspekt, auch wenn sie den letzten Herbst und Winter über einwandfrei funktioniert hat.

Wie lang der Sommer gewesen war, konnte ich am Dienstag auch schon daran erkennen, daß ich beim Griff in die Taschen des leichten Mantels, den ich zum Abendspaziergang extra wieder aus dem Schrank geholt hatte, Papier fühlte. Hm, was mag das sein? Ein Abriß vom Gepäckschein von Air Astana und die Umrechnungstabelle Euro - Tenge. Lange her.

Mittwoch, 17. September 2008

Blumen und Bälle


Auch wenn die Balkonbepflanzung in beiden Fällen sehr hübsch aussieht, hat hier doch etwas ganz anderes meine Aufmerksamkeit gefesselt: die Anhäufung großer bunter Bälle (oder sind es Luftballons?) in dem dreieckigen Fenster.

Montag, 15. September 2008

Wochenrückblick

Vermischte Meldungen:

Der große Aufreger der letzten Woche war das Päckchen, das u.a. dringendst von mir erwartete Unterlagen enthielt und offenkundig irgendwo auf dem Postweg verloren gegangen sein mußte. Erste Nachforschungen meinerseits (Zettel ans Schwarze Brett im Treppenhaus, ob bei einem der Nachbarn zufällig ein Päckchen für mich abgegeben worden sei, direktes Nachfragen bei einer Nachbarin, die ich im Hof getroffen habe, Anruf beim Kundenservice) blieben ergebnislos. Dann klingelte es am Donnerstag um halb sechs (abends) an meiner Tür. Der Paketbote. Hielt mein Päckchen in der Hand und sagte mir vorwurfsvoll, ich hätte es in der Arztpraxis nicht abgeholt. Am liebsten hätte ich den Kerl zusammengestaucht, aber erstens war ich in dem Moment viel zu erleichtert, und zweitens hatte die Sache ja vermutlich ein Kollege von ihm verbockt. So erklärte ich ihm nur reichlich pikiert, ich hätte keinen Benachrichtigungsschein im Briefkasten gehabt, wie sich das in solchen Fällen ja wohl gehört. Immerhin war alles noch rechtzeitig angekommen. Aber was mich das wieder an Nerven gekostet hat!

Ebenfalls am Donnerstag durfte ich mich bei einem Unternehmen (Bereich Messe und Onlinemedien) vorstellen. Mal sehen, was draus wird. Bis Ende dieser Woche wollen sie mir Bescheid geben.

Im Supermarkt habe ich einen neuen Butterkäse der "Hausmarke" entdeckt. Angeblich aus Dänemark. Der Geschmackstest verlief mehr als zufriedenstellend. Die Verpackung verspricht, der Käse sei mit original dänischen Kulturen hergestellt worden. Da frage ich mich doch: wissen das die Kulturen auch, daß sie dänisch sind?

Berlin ist echt ein Dorf. Irgendwie sind immer die selben Leute unterwegs. Aber letzte Woche war es echt merkwürdig. Ich war wieder mal auf dem Weg zur Bücherei. Auf dem Hin- und Rückweg ist jeweils die selbe Frau mit mir mitgefahren. Woran mir das aufgefallen ist? Sie stand jeweils vor mir, und da hatte ich genug Muße, über die schlechte Qualität von Billigschmuck nachzusinnen, der am Hals der Trägerin einen häßlichen grauen Rand hinterläßt. Auf einer dieser Fahrten ist mir auch ein junger Mann (mit Migrationshintergrund vermutlich) aufgefallen. Einmal erinnerte er mich entfernt an einen ehemaligen Mitschüler (war aber nicht mit jenem identisch), aber vor allem paßte das schon deutlich ergrauende Haar so gar nicht zu dem noch jugendlichen Gesicht. Aber er trug es trotzdem von vorne bis hinten durchgegelt (das Haar, nicht das Gesicht!). Und was soll ich sagen? Am darauffolgenden Tag sah ich ihn in der U-Bahn wieder. Und er stieg exakt an derselben Station wie ich aus. Zufälle gibt’s ... :-o

Ich habe mal ausprobiert, was passiert, wenn man im Pfefferminztee noch ein bißchen frischen Ingwer mitziehen läßt. Geschmacklich ist das Ergebnis in Ordnung, gesund ist es bestimmt auch – nur hatte der Tee erst einmal eine merkwürdig gelbe Farbe, die wie ganz was anderes aussah ... :-O

Und was war noch? Kurt Beck hat es geschafft, sich noch nachträglich für das Amt des SPD-Parteivorsitzenden zu disqualifizieren. Wer nach langen Jahren in der großen Politik (und sei es auch "nur" in der Provinz) tatsächlich noch glaubt, den Leuten um ihn rum vertrauen zu können und dann in der Öffentlichkeit darüber lamentiert, sein Vertrauen sei mißbraucht worden (ich sag nur: Feind – Todfeind – Parteifreund) – dem ist echt nicht mehr zu helfen.

Samstag, 13. September 2008

Last Night of the Proms 2008

Heute ist es wieder so weit: die Nacht der Nächte, das Ereignis des Jahres findet statt: die Last Night of the Proms (die ich eines Tages einmal live in London in der Royal Albert Hall erleben möchte, inmitten all der anderen "Promers").
Gerade lausche ich Bryn Terfel, dessen erklärter Fan ich bin, und der schon in der Jubiläums-Last Night der 100. Saison der Proms dabei war - als Solist im "normalen" Konzertprogramm und natürlich bei der inoffiziellen britischen Nationalhymne "Rule Britannia" (in dem Wikipedia-Artikel ist ein kleiner Fehler: Terfel hat 1994 nicht die vierte, sondern die dritte Strophe auf Walisisch gesungen - glaubt's mir einfach, ich hab die CD).
Nur eines stört mich: dieses Jahr wird die Fantasia on British Sea Songs von Henry Woods, dem Begründer der Proms, ausgelassen!! Das können die doch nicht machen!!!!!
(Und wenn der NDR, der das Ereignis nach Deutschland überträgt, seinen Kommentator Rolf Seelmann-Eggebert endlich auf den Mond oder zumindest in den Ruhestand schickt, wäre ich vollends glücklich.)

Was es in Berlin nicht alles gibt

Dienstag, 9. September 2008

Lieblos angeklatscht


Insgesamt kein schöner Anblick. Die Wellblechbalkone sehen schon ziemlich alt aus, und die Fassade hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen. Die Bewohner scheinen es allerdings mit Fassung zu tragen, besonders die auf der linken Seite, wo das Grün doch recht optimistisch sprießt.

Vor einem Jahr war die Wohnung links unten frei, und das zu einer Zeit, da ich selbst auf Wohnungssuche war (bis ich das dann erst mal auf unbestimmte Zeit verschieben mußte). Zum in der Anzeige genannten Besichtigungstermin bin ich zwar hingegangen, konnte mich nach einem prüfenden Blick auf das Haus nicht dazu entschließen, auch hineinzugehen. Von der trostlosen Erscheinung des Hauses mal abgesehen, verläuft nämlich direkt unter der betreffenden Wohnung die Durchfahrt zum Hof - das wäre von unten erst einmal kalt gewesen (und das habe ich in meiner gegenwärtigen Bude schon und brauche es nicht unbedingt wieder) , und dann von Zeit zu Zeit laut.

Sony Center


Ich finde, das Sony Center hat was. Ist zwar sehr modern, viel Glas und Stahl, aber mir gefällt es trotzdem. Im Sommer allerdings besser als im Winter, denn im Innenhof zieht es immer etwas, und was bei sommerlicher Hitze angenehm ist, wird bei kühleren und kälteren Temperaturen einfach unangenehm.

Und übrigens: dies ist mein 300. Eintrag. Tätää!

Montag, 8. September 2008

Schandfleck


Seit über einem Jahr wohne ich nun schon in Schöneberg, und in dieser Zeit hat sich der Anblick des Hauses an der Ecke der Potsdamer Straße nicht geändert: unten ist Wochentags immer das Gemüse und Obst des türkischen Supermarkts einladend und ansprechend ausgebreitet, in den Stockwerken darüber herrscht gähnende Leere. Das ist auf diesem Bild jetzt nicht so gut zu sehen, aber einige der Fenster sind mit Plastikplanen mehr schlecht als recht zugeklebt. Ich vermute, daß der Hausbesitzer darauf wartet, daß der Mietvertrag des Supermarkts ausläuft oder sich das Ungeziefer, das inzwischen die restlichen Stockwerke bewohnen dürfte, sich auch zwischen den Lebensmitteln des Einzelhändlers breitmacht und das Gesundheitsamt zum Einschreiten bringt, so daß die Bruchbude endlich abgerissen werden kann.
(DAs Haus daneben sieht übrigens auch renovierungsbedürftig aus, um es mal vorsichtig auszudrücken - ein Abriß wäre auch hier nicht schlecht - wird aber anscheinend noch bewohnt.)

Sonntag, 7. September 2008

Erstflug-Veranstaltung

Am Freitag gab es hier in Berlin eine Premiere: der erste Flug der neuen Direktverbindung Berlin - Peking von Hainan Airlines, einer chinesischen Fluggesellschaft. Gäste und Presse waren in den Sicherheitsbereich des Flugshafens Tegel geladen, wo es einmal etwas zu Essen gab und man auch die Ankunft des Flugzeugs aus Peking beobachten konnte. Die Fotografen durften sogar mit dem Bus aufs Vorfeld und direkt Fotos von dem Ereignis machen. Dazu gehörte auch, daß sich zwei Wagen der Flughafenfeuerwehr aufstellten und das Flugzeug mit einer Wasserfontäne begrüßten. Anscheinend machen die das immer so, wenn der erste Flieger einer neuen Flugverbindung ankommt. (Hoffentlich hatte man das auch den Passagieren vorher erklärt - nicht, daß da noch fünf Minuten vor Verlassen der Maschine Panik an Bord ausgebrochen wäre!)

Nein, Fotos habe ich bei dem Ereignis nicht gemacht - für das Reisemagazin war noch ein Fotograf da, außerdem jede Menge anderer, da hätte ich mich mit meiner kleinen Knipse nur lächerlich gemacht. Und die neongelben Sicherheitswesten sahen auch nicht gerade kleidsam aus.

Erstaunt war ich allerdings, wie leicht ich da rein kam. Ich hatte mich zwar per E-Mail angemeldet, aber davon wußte am Check-In keiner was. "Ach, die E-Mails, die kommen hier gar nicht an." Und, was war? Ich mußte nur meinen Namen und den des Heftes sagen, das wurde notiert, und ich kam rein. Und in der Einladung hatte noch was von "Ausweispapier mitbringen" gestanden - den keiner sehen wollte. Gut, ich mußte durch die Sicherheitsschleuse, aber trotzdem ... Spricht nicht gerade für die Sicherheit des Flughafens Tegel ...

Na ja, als die Maschine dann glücklich gelandet war, sprachen dann noch Wowi, der chinesische Botschafter, der Manager der Fluggesellschaft und einer vom Flughafen. Dann wurde ein rotes Band durchgeschnitten, mehr symbolisch, zwei hielten ein Band hin, und dann wurde es halt durchgeschnitten. Die meisten Leute hielten sich da schon längst am Büfet auf ... ;-)

War aber schön. Man ist ja nicht alle Tage bei einer Erstflugveranstaltung dabei.

Samstag, 6. September 2008

Ausgemustert


Ein altes Instrument als Balkondeko: ungewöhnlich und kreativ. Ich allerdings würde so etwas meiner Gitarre nie im Leben antun!!

Ton in Ton


War es Zufall, oder hat da jemand den Sonnenschirm passend zur Fassade gekauft? Man weiß es nicht ...

Donnerstag, 4. September 2008

Ende der Fahnenstange


Ich finde dieses Bild einfach schön, muß allerdings auch kritisch anmerken, daß ich dazu besser noch ein paar Schritte zurückgegangen wäre - aber dann hätte ich unten eine Mauer statt der Warteschlange gehabt.

Und fortan hat dieser Blog mehr Einträge als mein Japan-Blog. Ersterer hat 294 Einträge, dieser hier trägt die Nummer 295 - womit auch die 300er-Marke bald erreicht ist. :-)

Mittwoch, 3. September 2008

Wespenzeit


Glücklicherweise kann man allmählich wieder sein Eis genießen, ohne mit lästigen Raubinsekten um selbiges konkurrieren zu müssen. Und glücklicherweise habe ich meine Wespenphobie schon längst wieder überwunden. Vor Jahren (kann das schon 20 Jahre her sein?!) bin ich mal in einem Oberbeckser Wäldchen in ein Wespennest getreten, was mir insgesamt acht Stiche eintrug (schmerzhaft, aber ansonsten keine Nebenwirkungen). Danach habe ich einige Jahre lang stets die Flucht angetreten, sobald so ein Tier irgendwo in meiner Nähe herumschwirrte. Wie gesagt, das ist nun auch schon wieder vorbei. Jetzt machen mich nur noch Leute nervös, die mit wildem Herumgefuchtel die Wespen verscheuchen wollen.

Dienstag, 2. September 2008

Montag, 1. September 2008

FAI


Dieses Wochenende habe ich größtenteils am Rüdesheimer Platz in Berlin-Wilmersdorf verbracht. Da fand ein Straßenfest statt, bei dem auch FAI mit einem Stand vertreten war. FAI steht für Fondation Aman-International und ist eine NGO aus der Elfenbeinküste. Sie kümmert sich um Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und Berufschancen für arbeitslose Frauen in Westafrika. Nun gibt es zugegebenermaßen jede Menge NGOs, die sich mit so etwas beschäftigen, aber das besondere an FAI ist, daß die Organisation von einer jungen Frau (Marie Ginette Amani, die ich im Winter auch schon persönlich kennengelernt habe) aus der Elfenbeinküste gegründet wurde und eben nicht von wohlmeinenden Europäern. Ich finde diesen Ansatz klasse, denn natürlich wissen Einheimische in der Regel besser, was genau gebraucht wird und woran es mangelt. Hier in Deutschland kümmert sich Bernd-Dieter Fridrich um Organisation, PR und Spendenanwerbung. Da Bernd im letzten Jahr ebenfalls für die Zeitschrift gearbeitet hat, für die ich auch tätig war, kennen wir uns. Und weil er weiß, daß ich Zeit habe, hatte er mich gefragt, ob ich am Wochenende mithelfen könnte. Und weil ich tatsächlich Zeit hatte, mich mal mit anderen Dingen als dem Hartz-IV-Antrag beschäftigen wollte und es darüberhinaus in diesem Jahr wieder nicht mit der Teilnahme an der Mutter-Kind-Freizeit von Heim-statt Tschernobyl geklappt hat, habe ich dann eben auch "mitgeholfen". Was heißt: ich habe an den Abenden vorher per Telefon Ratschläge zum Erstellen der Plakate gegeben, mich im Bastelgeschäft zwei Straßen weiter nach den Preisen für Fotokarton erkundigt und am Samstag- und Sonntagnachmittag jeweils mit am Stand gestanden und am Sonntag sogar mitgeholfen, ein paar der Halsketten zu verkaufen. War insgesamt sehr nett, wenn auch alles noch etwas arg improvisiert. Das war nämlich das erste Mal, daß FAI so einen Stand auf einem Markt gehabt hat, und dann war die Teilnahme noch recht spontan zustande gekommen. Dafür ist aber alles recht erfreulich gelaufen.

Sonntag, 31. August 2008

Klettermaxe


Habe ich schon erwähnt, daß ich Eichhörnchen einfach nur süß finde? Die Nachbarn meiner Eltern haben einen großen Walnußbaum im Garten stehen, weshalb sich v.a. im Herbst auch in unserem Garten regelmäßig ein oder zwei der putzigen Tierchen aufhalten.
Dieses (und ein zweites, das aber weiter oben im selben Baum hockte) habe ich am Freitagvormittag im Kleistpark gesehen. Und glücklicherweise hatte ich die Kamera schnell (und unauffällig) genug aus der Handtasche gezogen. :-)

Freitag, 29. August 2008

Waaaah!


Ist das nicht GRAUENHAFT?!
Von der anderen Seite sah es übrigens noch schlimmer aus, aber das Bild ist mir vor Schreck verwackelt.

Mittwoch, 27. August 2008

Wie ich die Glühbirne wechselte

Die gute Nachricht zuerst: sowohl die Lampe als auch ich haben die Aktion überlebt. :-)

Gute Ratschläge, wie ich das Problem lösen sollte, gab es gleich mehrfach. Vielen Dank an alle. Der erste: Sicherung raus. Hab ich gemacht, und zwar alle. Hauptsächlich deswegen, weil ich aus den Abkürzungen über den einzelnen Schaltern im Sicherungskasten (eigentlich eine Vertiefung in der Wand, vor der ein Spiegel hängt) einfach nicht schlau wurde. Außerdem: sicher ist sicher. Bei allem, was mit Strom, Gas etc. zusammen hängt, bin ich immer GANZ vorsichtig. Bloß nichts anfassen, was du nicht kennst.
Der Trick mit der rohen Kartoffel hat leider nicht funktioniert. Das einzige, was sich da drehte, war die rohe Kartoffel um das Gewinde. Also habe ich doch zu der ausgeliehenen Zange gegriffen. Gar nicht so leicht, das Gewinde damit zu fassen zu kriegen. Groß bewegen konnte ich es damit nicht, nur verbiegen. Also wieder was anderes versucht (Tip meines Vaters): den (isolierten) Griff der Zange voooorsichtig in das Gewinde gesteckt und vooooorsichtig gedreht. Jepp, es tat sich was! In Nullkommanix hatte ich das Gewinde aus der Fassung gelöst und die neue Glühbirne eingesetzt. :-)

Damit entfiel Plan B: das hilflose Weibchen markieren und einen Nachbarn oder den Vermieter um Hilfe bitten. :-)

Und weil es so interessant aussieht, hier das aus der Fassung befreite Gewinde der alten Glühbirne:




Montag, 25. August 2008

Samstag, 23. August 2008

Kaffee mit Aussicht


Der große Balkon eines Kaffeehauses am Ku'damm. Hab schon wieder vergessen, wie der Laden heißt. An einem der Tische unten an der Straße saß jedenfalls ein Mann, der größere Berühmtheit dadurch erlangt hat, daß er anderen berühmten und wichtigen Leuten (bzw. solchen, die sich dafür halten) die Haare schneidet.

Freitag, 22. August 2008

Christine


Eine denkwürdige Begegnung am vergangenen Samstag: ich war auf dem Pariser Platz und bemerkte Protestierende vor der neuen US-Botschaft. Die gelben Plakate sind ja auch kaum zu übersehen. Auch konnte ich die großen Fotos erkennen, die die Frau links an ihrem Plakat (auf dem Bild von dem jungen Mann verdeckt) befestigt hatte. Und damit hatte ich auch die junge Frau im Rollstuhl erkannt: Christine, die mit mir zur Schule gegangen ist, wenn auch in der Parallelklasse. Ich kann mich nur an ein einziges Mal erinnern, daß wir miteinander gesprochen hätten, und das war während des Schüleraustauschs in Frankreich am Ende der 10. Klasse. Ich fand sie nett, aber zu weiteren Kontakten kam es nicht, da Christine nach Ende des Schuljahres zu einem Austauschjahr in die USA reiste, sich dann zum Bleiben entschied und dann einen schrecklichen Unfall hatte. Seitdem ist sie zu 100% behindert. In der Abi-Zeitung wurde mit einem Artikel an sie erinnert, und dann gab es ab und an einige Berichte in der Lokalpresse.

Nach kurzem Zögern entschloß ich mich, Christines Mutter anzusprechen. Wir haben uns ziemlich lange unterhalten. Zum Teil kannte ich die Geschichte schon (was ich halt so aus der Presse mitbekommen hatte), aber vieles war neu für mich. So wußte ich zum Beispiel, daß es da ein gewaltiges Hin und Her mit Gerichten, Versicherungen und Gastfamilie gegeben hatte, so daß Christines Mutter ihre Tochter erst nach 11 Jahren wieder nach Deutschland holen konnte. Daß da einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muß, ist klar. Und ganz beendet ist die Auseinandersetzung um Entschädigungszahlungen, Schmerzensgeld etc. immer noch nicht, daher die Demo vor der Botschaft. Sie wollen jedes Wochenende nach Berlin kommen und sich vor das Botschaftsgebäude stellen, bis die Entschädigungszahlungen aus den Staaten eingetroffen sind.

Christines Mutter berichtet von mafiösen Strukturen in Detroit (Versicherung, Gericht, Anwälte, Gastfamilie), und tatsächlich klingt die ganze Geschichte wie ein Hollywood-Thriller. Andererseits glaube ich einfach nicht an große Verschwörungstheorien, so daß ich mir nicht darüber sicher bin, was ich von der ganzen Geschichte halten soll. Einerseits gibt es da - laut Aussage der Mutter - viele merkwürdige "Zufälle", die ich allerdings nicht im einzelnen überprüfen kann, und daß die Heimkehr von Christine nach Deutschland über ein Jahrzehnt gedauert hat, ist ein starker Beleg dafür, daß da wirklich einiges nicht ganz koscher ist. Andererseits klingt die ganze Geschichte so unglaublich, daß ich praktisch schon von Natur aus skeptisch bin. Zumindest bezweifle ich, daß alle Personen, die Christines Mutter beschuldigt, in die "Verschwörung" verwickelt zu sein, auch wirklich etwas damit zu tun haben. Aber sie hat eine hübsche, intelligente, gesunde Tochter zu einem Ausstauschjahr in die USA geschickt, hat ihr ermöglicht, dort dann ein Medizinstudium aufzunehmen, und hat nach langen 11 Jahren und vielen gerichtlichen Auseinandersetzungen eine 100-prozentig behinderte Tochter zurückbekommen. Ich kann sie durchaus verstehen.

Christines Mutter hat eine Webseite eingerichtet, auf der sie ihre Sicht der Dinge darstellt und auch viele Dokumente öffentlich gemacht hat. Obwohl einige Formulierungen und Anschuldigungen aus meiner Sicht ganz schön starker Tobak sind, habe ich mich entschlossen, in diesem Eintrag einen Link zu der Seite einzufügen. Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich sein eigenes Bild von der Sache zu machen und sich seine eigene Meinung zu bilden.

Wie gesagt, ich hatte mit Christine eigentlich gar nichts zu tun. Ich habe aber eine Erinnerung an eine nette Unterhaltung mit einem sympathischen, intelligenten Mädchen, und die Begegnung mit der Christine von heute war einfach ein Schock.

Gegenwärtig auch kaputt


Fotografiert habe ich das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen schon vor einer ganzen Weile. Vor einigen Tagen wurde das Denkmal, genauer gesagt: das Sichtfenster, bekanntlich beschädigt. Wie es jetzt aussieht, weiß ich nicht, aber ich hoffe, daß die Reparatur nicht allzu lange dauert.

Donnerstag, 21. August 2008

Kaputt

Bei dem Versuch, die Glühbirne aus der Deckenlampe in meinem "Salon" herauszuschrauben, ertönte ein häßliches Knirschen, und dann hielt ich das Glas der Glühbirne in der Hand. Das Gewinde steckt noch in der Fassung. Sch***. Da hat wohl jemand die Birne zu fest reingeschraubt (ich war's nicht, das muß der Vormieter gewesen sein). Was jetzt? Ein Versuch, das Gewinde vorsichtig zu lösen (mit Hilfe eines dicken Tuchs, um die Finger vor eventuellen Glassplittern zu schützen), scheiterte. Was ich bräuchte, wäre eine dünne Zange. Ich habe aber nur eine Pinzette. Damit kann ich Haare rauszupfen, aber kein Metallgewinde. Muß ich mir morgen mal ein Werkzeug ausleihen (habe auch schon eine entsprechende Anfrage gestellt). Hoffentlich kriege ich das verdammte Ding damit raus, ohne die Lampe von der Decke zu holen oder mir einen Stromschlag einzufangen ...

Mittwoch, 20. August 2008

Spiegelung in Blau


Das Ritz Carlton am Potsdamer Platz. Außen ist es hell, innen reichlich duster. Ich war tatsächlich schon zwei, drei Mal zu Veranstaltungen drin, daher weiß ich so was. Nicht mein Fall. Grausam war die erste Veranstaltung, über die ich - mit Foto - berichten sollte. Dunkle Täfelung an den Wänden, schummeriges Licht, dunkel gemusterter Teppich - und die Gastgeberin, die ich ablichten mußte, trug ein schwarzes Kleid. Super.

Dienstag, 19. August 2008

Montag, 18. August 2008

Samstag, 16. August 2008

Familienausflug


An einem schönen, warmen Augustabend beschlossen Herr und Frau Schwan, es sei an der Zeit, ihren schon recht groß gewordenen Sprößlinge das Berliner Regierungsviertel zu zeigen. Am Spreebogen, den Abgeordnetengebäuden und dem Bahnhof Friedrichstraße vorbei zum Schiffbauerdamm, wo sich ein Touristenlokal an das andere reiht und jetzt im Sommer auch der direkt am Spreeufer liegende Bürgersteig mit Tischen vollgestellt ist. Da sitzen an so einem schönen Tag immer jede Menge Zweibeiner, unter denen sich immer der eine oder die andere bereit findet, den edlen Tieren etwas von ihrem Essen abzugeben. Die Kinder müssen schließlich lernen, wo es wann was zu essen gibt.

Vornehm geht die Welt zugrunde

Ich war mal wieder im Waschsalon. Irgendwie lohnt sich der Besuch da fast immer (mal abgesehen davon, daß danach meine Wäsche wieder schön sauber ist). Heute jedenfalls konnte ich folgende Szene beobachten:
Vor dem Waschsalon hält ein Taxi. Heraussteigen ein Junge (irgendwas zwischen acht und zehn), seine Mutter und der Taxifahrer. Letzterer öffnet den Kofferraum und holt zwei prall gefüllte Waschkörbe heraus, welche anschließend von Sohn und Mutter in den Waschsalon getragen werden (Muttern betritt den Laden etwas später, da sie erst noch die Taxifahrt bezahlen muß).

Mit dem Taxi zum Waschsalon: auch mal was anderes. :-o

Freitag, 15. August 2008

Gut versteckt

Ein besonders hübsches Exemplar von Balkon (wie ich finde) ist dieser hier:


Von unten (d.h. vom Hof) aus ist er gerade mal zu erahnen, aber unter dem Vorwand, gaaaanz dringend ein Französisch-Wörterbuch zu benötigen, gelang es mir, mir Zutritt zum терем тот высокий zu verschaffen. ;-)


Sehr schön. Zwar ist er etwas klein, aber liebevoll eingerichtet. Und die kleine sonnengereifte Tomate, die mir anschließend nahezu aufgenötigt wurde, hatte (nach zwei Tagen des verordneten Nachreifens in meiner Küche) so gar nichts von der üblichen Geschmacksneutralität der Gewächshausprodukte (auch "vierter Aggregatzustand von Wasser" genannt).

Donnerstag, 14. August 2008

Mittwoch, 13. August 2008

Das Kind im Manne


Hat leider etwas gedauert, bis ich meine Kamera aus der Handtasche gezogen hatte, aber es ist doch noch einigermaßen zu erkennen: das kleine Spielzeugschiffchen, das dem auch nicht gerade großen Boot hinterher schwimmt. Wir beiden Mädels auf der Brücke haben uns jedenfalls gut amüsiert.

Dienstag, 12. August 2008

Montag, 11. August 2008

Schüsselsalat

Noch einmal das Pallasseum, aber von der anderen Seite:


Immer wieder beeindruckend: die Perspektive, wenn man gerade unter dem Gebäude hergegangen ist. Vor allem die Schüsseln.

Sonntag, 10. August 2008

Samstag, 9. August 2008

Jugend forscht

Neulich traf ich mal wieder das kleine Mädchen, das in der Wohnung über mir wohnt, im Hof. Sie steckte zwischen den großen Blumenkübeln und schien irgend etwas zu suchen. Neugierig wie ich bin, ging ich mal nachsehen, was meine Freundin da so treibt. Das war ihr sehr recht, denn Hilfe wurde benötigt. Die Mutter schaukelte gerade ihren kleinen Bruder und war daher anderweitig beschäftigt.
Also hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, die schweren Blumenkübel beiseite zu schieben, damit das kleine Mädchen die unter selbigen befindlichen Kellerasseln einsammeln konnte.
Fand ich gut, denn dann kommen die Viecher wenigstens nicht zu mir in die Wohnung. ;-)
Das kleine Mädchen jedenfalls sammelte wirklich jede Assel ein, die nicht schnell genug unter einem anderen Kübel verschwinden konnte, und packte sie zu den anderen in einen kleinen Plastikbehälter. Auf Nachfragen hin erfuhr ich, daß sie beabsichtigte, die Tiere mit in die Wohnung zu nehmen und zu füttern.
„Weißt du denn, was die gerne essen?“
„Nö. Ich probier’s einfach aus.“
„Aha.“
Schließlich konnte ich sie davon überzeugen, daß unter den Blumen bestimmt keine Asseln mehr waren. Stolz lief die Kleine zu ihrer Mutter: „Schau mal, wie viele ich gefunden habe!“
„Die nimmst du aber nicht mit nach oben! Das sind Garten-Haustiere.“

Und das war das vorzeitige Ende einer vielversprechenden Forscherkarriere. :-(

Freitag, 8. August 2008

Wenigstens bunt


Aus dieser Perspektive wirkt das Pallasseum direkt ansprechend. Aber auch nur bei schönem Wetter, und einzig und allein deswegen, weil irgendwer sich die Mühe gemacht hat, die Balkone bunt anzustreichen. Ansonsten besticht der Komplex einzig und allein durch seine Ästhetik des Häßlichen.

Donnerstag, 7. August 2008

Minimalvariante


Meine Theorie: der Hausbesitzer hat beim Bauamt irgendwann einmal einen Antrag auf Anbau von Balkonen gestellt und wartet bis heute auf die Genehmigung. Bis dahin müssen sich die Mieter hat damit begnügen. Der oder die im oberen Stockwerk macht bis dahin das beste aus der Sache, während der Katze des Mieters (ganz klein im Bild zu erkennen) im Stockwerk darunter nur ein sehnsüchtiger Blick auf die Straße bleibt.

Mittwoch, 6. August 2008

Grau ist alle Theorie

Ich erwähnte es bereits: neben einem ganzen Schwung Belletristik habe ich beim letzten Mal auch ein Sachbuch aus der Bücherei nach Hause getragen, welches den schönen Titel „Zahlentheoretische Kostproben“ trägt, und das es deshalb in meinen Bücherkorb geschafft hat, weil es mich neugierig gemacht hat. Auf dem Umschlagtext heißt es:
„Die Zahlentheorie ist die ‚Königin’ der Mathematik. Sie vermag mehr zu faszinieren als jedes andere Teilgebiet.“
Ich war durchaus bereit, mich faszinieren zu lassen, zumal der Autor in der Einleitung schreibt:
„Es muss an Kenntnissen vorausgesetzt werden, was ein Abiturient normalerweise lernt oder was davon, einschränkend gesagt, hängen blieb oder doch hängen geblieben sein sollte.“
Nun bilde ich mir ein, damals im Mathe-Grundkurs von Karl Koyote nicht völlig erfolglos gewesen zu sein, und die Noten auf dem Abiturzeugnis bestätigen das auch (*hüstel*). Das erste Kapitel (Der Mathematiker als homo ludens) ließ sich auch gut an. Was genau sind Zahlen, und wo fängt die Spielerei an?

Mit etwas ganz harmlosem, den Palindromen, also Zahlen, die vorwärts wie rückwärts gelesen gleich lauten. (Gibt es auch mit „richtigen“ Sätzen, der berühmteste ist wohl „Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie“ und stammt von Schopenhauer.) Das an sich ist ja noch simpel, man nimmt einfach eine Zahl, z.B. 8 und baut vorne und hinten jeweils die gleiche Zahl an, z.B. 5, und schon hat man ein Palindrom: 585.
Aber jetzt wird es interessant: Die meisten natürlichen Zahlen lassen sich zu Palindromen umformen, indem man die vorwärts gelesene zur rückwärts gelesenen addiert. In der Regel muß das natürlich einige Male wiederholt werden. Beispiel: 59 + 95 = 154; 154 + 451 = 605; 605 + 506 = 1111. Die Zahl der Schritte ist unterschiedlich. Die Zahlen unter 100 benötigen maximal 4 Schritte, ausgenommen sind das Zahlenpaar 97/79 (6 Schritte) und 98/89, für das man 24 Schritte braucht (entsprechend viele Stellen hat dann auch das Palindrom).
Man vermutet, daß alle natürlichen Zahlen früher oder später bei einer Palindromzahl enden, aber es gibt einige „Problemzahlen“, die erst nach sehr vielen Schritten oder überhaupt nicht das erwartete Palindrom ergeben. Die kleinste ist die 196, für die die Suche bis zu einer Zahl mit 263 Millionen Stellen führte – und noch immer war kein Palindrom gefunden.
Zugegeben: der Fund des Palindroms für die Ausgangszahl 196 dürfte in seiner Bedeutung der eines in China umgefallenen Sacks Reis gleichkommen, aber es ist trotzdem irgendwie interessant.

Interessant fand ich auch eine andere Erkenntnis, die mit der 89 zusammenhängt. Als erstes mußte ich lernen, was eine Quersumme 2. Ordnung ist. Beispiel 45: die Quersumme 1. Ordnung ist 4 + 5 = 9, die Quersumme 2. Ordnung ist 4² + 5² = 16 + 25 = 41. Wenn man das jetzt entsprechend oft wiederholt (also z.B. 4² + 1² usw. berechnet), landet man immer entweder bei 1 (und da geht’s einfach nicht weiter) oder bei 89. Von der 89 kommt man nach 8 Schritten immer wieder zur 89 zurück.
Auch hier dürfte die praktische Bedeutung der Erkenntnis gegen Null tendieren, aber es ist halt ein Rätsel und gibt der Mathematik direkt was Mystisches.

Darum ging es also im ersten Kapitel des Buches, und nachdem ich da schon überall gut mitgekommen war und es auch durchaus nicht uninteressant fand, las ich weiter. Da kamen die Primzahlen an die Reihe. Und was soll ich sagen: beim ersten Absatz mußte ich zwar etwas länger nachdenken, bis ich verstanden hatte, worauf der Autor hinauswill, aber beim zweiten Absatz fingen die Probleme an. Der geht so:
„Aus der entsprechenden Verallgemeinerung folgt sogleich, dass es eine letzte Primzahl nicht geben kann. Es ist ferner, wie sich von selbst versteht, damit eine obere Schranke für die (n + 1)-te Primzahl gegeben, denn es muss sein: pn + 1 ≤ p1p2p3 ∙∙∙ pn – 1, p1 = 2, p2 = 3, p3 = 5 usw.“
Ich meine inzwischen kapiert zu haben, daß sich diese obere Schranke auf die Höchstzahl der Stellen einer Primzahl bezieht, bin mir aber nicht sicher. Und vor allem nervt mich dieses „wie sich von selbst versteht“. Es folgt dann eine lange Folge von unübersichtlichen Formeln, die lauter p1s, p2s etc. enthält. Da bin ich ausgestiegen. Weitere Versuche, in den späteren Kapiteln (Themenwechsel!) den Wiedereinstieg zu schaffen, sind gescheitert. Anscheinend reicht das, was von meinem Abiturwissen (immerhin auch schon 11 Jahre her) hängengeblieben ist, doch nicht aus.
Vielleicht meinte der Autor ja LK-Abitur-Rest-Wissen, wer weiß. Dann hätte er das aber auch so hinschreiben sollen. Das Buch ist jetzt jedenfalls ad acta gelegt. Ja, ich habe kapituliert. Fürs erste. Wer weiß, vielleicht finde ich ja mal eins, das mir das besser erklärt.

Geblieben ist jedenfalls das Wissen, daß die 89 eine besondere Zahl ist. Und wer weiß, vielleicht kann ich das Wissen mal zum Klugscheißen benutzen. *g*

Nostalgisch

Ich finde ja diese alten Bahnhöfe irgendwie schön. Die neuen und modernisierten haben allesamt einen Einheitslook, der die Sache schon wieder langweilig macht. Da lobe ich mir die alten Bahnhöfe, auch wenn der Sanierungsbedarf teilweise offen zutage tritt. So wie bei dem hier, dem S-Bahnhof Ostkreuz.


Der Zahn der Zeit hat sichtbare Spuren hinterlassen, aber das macht die Sache schon wieder charmant. Von diesen alten Anzeigetafeln war ich schlicht begeistert. So schön altmodisch!


Allerdings: inzwischen haben auch hier die Umbauarbeiten begonnen oder werden zumindest in Kürze beginnen. Na ja. Hauptsache, sie restaurieren die Überdachungen nur, anstatt sie komplett neu zu machen.

Dienstag, 5. August 2008

Ansprechend


Hier fand ich die Kombination der beiden liebevoll mit Blumentöpfen vollgestellten Balkone mit dem hübschen Sonnenschirm einfach nur schön. Deshalb gibt es die unten noch mal in Großaufnahme (so groß meine kleine Kamera das von unten halt ranzoomen konnte). Und nicht zu vergessen: auch das Haus an sich sieht sehr ansprechend aus.

Stilleben

Montag, 4. August 2008

Herbert!

Zwei Freundinnen machen einen Einkaufsbummel durchs KaDeWe und sind in der Abteilung „Abendkleider“ gelandet. Beide sind so zwischen 60 und 65.
Die eine hat ihr blondiertes schulterlanges Haar schön hochtoupiert und oberhalb des Nackens mit einer schwarzen Haarspange zusammengefaßt. (Der Kontrast grau-blondes Haar – schwarze Spange hat es in sich.) Sie trägt eine weiße Bluse und einen bunten Rock, der zehn Zentimeter oberhalb des Knöchels endet. In dem floralen Muster dominieren die Farben Rosa und Grün. Dazu trägt sie helle Schuhe, die zu einer Hose viel besser passen würden. Ich persönlich würde solche Treter wohl frühestens in 50 Jahren anziehen. Allerfrühestens. Insgesamt sieht sie nach Geld aus. (Wenn so „Geld“ aussieht, bleibe ich lieber arm.)
Ihre Freundin hat sich mit dem Ergrauen abgefunden und hat sich das silbrige Haar zu einer schicken Kurzhaarfrisur schneiden lassen. Ihre uni lilafarbene Bluse hat Freudenhausärmel und so ein Gedöns aus Fransen oder Rüschen an den Ärmeln. Ein bissel gewöhnungsbedürftig, steht ihr aber. Sonst keine Auffälligkeiten.

Gemeinsam begutachten und kommentieren sie die Abendkleider.
„Das ist aber schön!“
„Hach, ja! Wirklich!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
„Hmhm.“
„Oh, schön!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
Usw. usf.

Plötzlich: Panik. Die Toupierte vermißt ihr tragbares Schwarzes Loch.
„Meine Handtasche ist weg! Meine Handtasche! – Herbert! Herbert! Wo bist du denn?! Herbert!“
Herbert (unauffällig, normal langweilig angezogen – gehören die zwei wirklich zusammen?!) kommt angetrottet.
„Herbert, hast du meine Handtasche?“
Herbert hat die Handtasche nicht.
„Meine Handtasche! Meine Handtasche ist weg!“
Die Dame in Flieder bückt sich neben der zuletzt inspizierten Kleiderstange. Dort, zwischen dem Saum eines weißen Etwas, liegt das gute Stück (Leder, weiß) auf dem Boden.
„Hier ist sie. Wo du sie hingestellt hast!“
„Ach, und ich dachte schon ... puh. – Herbert, schau mal“, die Toupierte zeigt auf ein paar Ledersessel, „da kannst du dich hinsetzen. Setz dich hier doch einfach hin.“
Herbert setzt sich hin.

Die beiden Grazien begutachten die Kleider an der nächsten Stange. Die Toupierte gerät ob eines langen Abendkleids mit Spaghettiträgern, tiefem Ausschnitt und Leopardenmuster in Verzückung.
„Ist das schön! Ist das nicht schön?!“
Ich versuche kurz, sie mir in dem Kleid vorzustellen. Besser nicht. Ihre Leopardenzeit ist vorbei.

So geht das noch eine Weile. Die beiden lassen echt kein Kleid aus.
„Wo ist denn Herbert?“
(Schon wieder.)
„Der sitzt noch da vorne, der ist doch so geduldig.“
„Ach ja, der arme Junge.“
(Junge?!)

Ganz ehrlich: die Abendkleider waren ja teilweise ganz nett anzusehen, aber die beiden waren viel interessanter!

Kammergericht


Ein historischer Ort, ganz bei mir in der Nähe. Hier fanden die Schauprozesse nach dem mißglückten Hitlerattentat im Juli 1944 statt, Freisler wurde bei einem Luftangriff im Februar 1945 von einem herabstürzenden Balken erschlagen, 1945 - 1949 saß hier der Alliierte Kontrollrat, dann bis 1990 das Hauptquartier der Alliierten Luftsicherheitszentrale. Seit 1997 wird hier wieder Recht gesprochen - und an vielen Wochenenden wird im Gebäude gedreht, zuletzt Szenen einer neuen Sat1-Hauptabendserie und davor "Der Vorleser".

Sonntag, 3. August 2008

Und der sticht, sticht, sticht!

Massenware

Wenn man sich die Tunika passend zum Tankini beim Kaffeeröster kauft, darf man sich eigentlich nicht wundern, wenn man unterwegs diese Tunika auch an jemand anderem sieht.
Nun ist so eine Tunika von der Idee her ein Kleidungsstück, welches den Oberkörper locker schmeichelnd umflattern soll. So gesehen war ich bei der Begegnung klar im Vorteil. *g*

Holleri du dödel di


Die Schweizer Botschaft hatte zum diesjährigen 717. Nationalfeiertag den Kanton Graubünden als Partner eingeladen. In Graubünden (und Frankfurt) spielt das Buch von dem kleinen Mädchen und den vielen Ziegen, daher wohl auch der überdimensionale Geißbock auf dem Dach. Welcher am Freitagabend allerdings schwächelte und irgendwann nicht mehr neu aufgeblasen werden konnte. Schön war jedenfalls das große Feuerwerk zum Abschluß, das noch schöner gewesen wäre, hätte nicht pünktlich um 22:30 ein großes Gewitter eingesetzt, welches das ganze etwas gedrückt hat. Na ja. Der peitschende Regen und die über den Bahnhofsvorplatz rennenden Menschen sahen von unserer Warte - regengeschützt unter dem großen Bahnhofsvordach - auch sehr eindrucksvoll aus.

Samstag, 2. August 2008

Schadenfreude


Heheheh ... *g*

Freitag, 1. August 2008

Balkonien


Wirkt direkt malerisch, diese graue Balkonfront mit den bunten Sonnenschirmen. :-)

(Fünf Minuten entfernt liegt der malerisch schöne Tegeler See, und günstig sind die Wohnungen da bestimmt auch - trotzdem möchte ich in so was lieber nicht wohnen wollen.)

5 Minuten

20:25


20:30


Was für ein Unterschied!