Fotografiert habe ich das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen schon vor einer ganzen Weile. Vor einigen Tagen wurde das Denkmal, genauer gesagt: das Sichtfenster, bekanntlich beschädigt. Wie es jetzt aussieht, weiß ich nicht, aber ich hoffe, daß die Reparatur nicht allzu lange dauert.
Freitag, 22. August 2008
Donnerstag, 21. August 2008
Kaputt
Bei dem Versuch, die Glühbirne aus der Deckenlampe in meinem "Salon" herauszuschrauben, ertönte ein häßliches Knirschen, und dann hielt ich das Glas der Glühbirne in der Hand. Das Gewinde steckt noch in der Fassung. Sch***. Da hat wohl jemand die Birne zu fest reingeschraubt (ich war's nicht, das muß der Vormieter gewesen sein). Was jetzt? Ein Versuch, das Gewinde vorsichtig zu lösen (mit Hilfe eines dicken Tuchs, um die Finger vor eventuellen Glassplittern zu schützen), scheiterte. Was ich bräuchte, wäre eine dünne Zange. Ich habe aber nur eine Pinzette. Damit kann ich Haare rauszupfen, aber kein Metallgewinde. Muß ich mir morgen mal ein Werkzeug ausleihen (habe auch schon eine entsprechende Anfrage gestellt). Hoffentlich kriege ich das verdammte Ding damit raus, ohne die Lampe von der Decke zu holen oder mir einen Stromschlag einzufangen ...
Mittwoch, 20. August 2008
Spiegelung in Blau
Das Ritz Carlton am Potsdamer Platz. Außen ist es hell, innen reichlich duster. Ich war tatsächlich schon zwei, drei Mal zu Veranstaltungen drin, daher weiß ich so was. Nicht mein Fall. Grausam war die erste Veranstaltung, über die ich - mit Foto - berichten sollte. Dunkle Täfelung an den Wänden, schummeriges Licht, dunkel gemusterter Teppich - und die Gastgeberin, die ich ablichten mußte, trug ein schwarzes Kleid. Super.
Dienstag, 19. August 2008
Montag, 18. August 2008
Samstag, 16. August 2008
Familienausflug
An einem schönen, warmen Augustabend beschlossen Herr und Frau Schwan, es sei an der Zeit, ihren schon recht groß gewordenen Sprößlinge das Berliner Regierungsviertel zu zeigen. Am Spreebogen, den Abgeordnetengebäuden und dem Bahnhof Friedrichstraße vorbei zum Schiffbauerdamm, wo sich ein Touristenlokal an das andere reiht und jetzt im Sommer auch der direkt am Spreeufer liegende Bürgersteig mit Tischen vollgestellt ist. Da sitzen an so einem schönen Tag immer jede Menge Zweibeiner, unter denen sich immer der eine oder die andere bereit findet, den edlen Tieren etwas von ihrem Essen abzugeben. Die Kinder müssen schließlich lernen, wo es wann was zu essen gibt.
Vornehm geht die Welt zugrunde
Ich war mal wieder im Waschsalon. Irgendwie lohnt sich der Besuch da fast immer (mal abgesehen davon, daß danach meine Wäsche wieder schön sauber ist). Heute jedenfalls konnte ich folgende Szene beobachten:
Vor dem Waschsalon hält ein Taxi. Heraussteigen ein Junge (irgendwas zwischen acht und zehn), seine Mutter und der Taxifahrer. Letzterer öffnet den Kofferraum und holt zwei prall gefüllte Waschkörbe heraus, welche anschließend von Sohn und Mutter in den Waschsalon getragen werden (Muttern betritt den Laden etwas später, da sie erst noch die Taxifahrt bezahlen muß).
Mit dem Taxi zum Waschsalon: auch mal was anderes. :-o
Vor dem Waschsalon hält ein Taxi. Heraussteigen ein Junge (irgendwas zwischen acht und zehn), seine Mutter und der Taxifahrer. Letzterer öffnet den Kofferraum und holt zwei prall gefüllte Waschkörbe heraus, welche anschließend von Sohn und Mutter in den Waschsalon getragen werden (Muttern betritt den Laden etwas später, da sie erst noch die Taxifahrt bezahlen muß).
Mit dem Taxi zum Waschsalon: auch mal was anderes. :-o
Freitag, 15. August 2008
Gut versteckt
Ein besonders hübsches Exemplar von Balkon (wie ich finde) ist dieser hier:


Von unten (d.h. vom Hof) aus ist er gerade mal zu erahnen, aber unter dem Vorwand, gaaaanz dringend ein Französisch-Wörterbuch zu benötigen, gelang es mir, mir Zutritt zum терем тот высокий zu verschaffen. ;-)
Sehr schön. Zwar ist er etwas klein, aber liebevoll eingerichtet. Und die kleine sonnengereifte Tomate, die mir anschließend nahezu aufgenötigt wurde, hatte (nach zwei Tagen des verordneten Nachreifens in meiner Küche) so gar nichts von der üblichen Geschmacksneutralität der Gewächshausprodukte (auch "vierter Aggregatzustand von Wasser" genannt).
Donnerstag, 14. August 2008
Mittwoch, 13. August 2008
Das Kind im Manne
Dienstag, 12. August 2008
Montag, 11. August 2008
Schüsselsalat
Noch einmal das Pallasseum, aber von der anderen Seite:
Immer wieder beeindruckend: die Perspektive, wenn man gerade unter dem Gebäude hergegangen ist. Vor allem die Schüsseln.
Sonntag, 10. August 2008
Samstag, 9. August 2008
Jugend forscht
Neulich traf ich mal wieder das kleine Mädchen, das in der Wohnung über mir wohnt, im Hof. Sie steckte zwischen den großen Blumenkübeln und schien irgend etwas zu suchen. Neugierig wie ich bin, ging ich mal nachsehen, was meine Freundin da so treibt. Das war ihr sehr recht, denn Hilfe wurde benötigt. Die Mutter schaukelte gerade ihren kleinen Bruder und war daher anderweitig beschäftigt.
Also hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, die schweren Blumenkübel beiseite zu schieben, damit das kleine Mädchen die unter selbigen befindlichen Kellerasseln einsammeln konnte.
Fand ich gut, denn dann kommen die Viecher wenigstens nicht zu mir in die Wohnung. ;-)
Das kleine Mädchen jedenfalls sammelte wirklich jede Assel ein, die nicht schnell genug unter einem anderen Kübel verschwinden konnte, und packte sie zu den anderen in einen kleinen Plastikbehälter. Auf Nachfragen hin erfuhr ich, daß sie beabsichtigte, die Tiere mit in die Wohnung zu nehmen und zu füttern.
„Weißt du denn, was die gerne essen?“
„Nö. Ich probier’s einfach aus.“
„Aha.“
Schließlich konnte ich sie davon überzeugen, daß unter den Blumen bestimmt keine Asseln mehr waren. Stolz lief die Kleine zu ihrer Mutter: „Schau mal, wie viele ich gefunden habe!“
„Die nimmst du aber nicht mit nach oben! Das sind Garten-Haustiere.“
Und das war das vorzeitige Ende einer vielversprechenden Forscherkarriere. :-(
Also hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, die schweren Blumenkübel beiseite zu schieben, damit das kleine Mädchen die unter selbigen befindlichen Kellerasseln einsammeln konnte.
Fand ich gut, denn dann kommen die Viecher wenigstens nicht zu mir in die Wohnung. ;-)
Das kleine Mädchen jedenfalls sammelte wirklich jede Assel ein, die nicht schnell genug unter einem anderen Kübel verschwinden konnte, und packte sie zu den anderen in einen kleinen Plastikbehälter. Auf Nachfragen hin erfuhr ich, daß sie beabsichtigte, die Tiere mit in die Wohnung zu nehmen und zu füttern.
„Weißt du denn, was die gerne essen?“
„Nö. Ich probier’s einfach aus.“
„Aha.“
Schließlich konnte ich sie davon überzeugen, daß unter den Blumen bestimmt keine Asseln mehr waren. Stolz lief die Kleine zu ihrer Mutter: „Schau mal, wie viele ich gefunden habe!“
„Die nimmst du aber nicht mit nach oben! Das sind Garten-Haustiere.“
Und das war das vorzeitige Ende einer vielversprechenden Forscherkarriere. :-(
Freitag, 8. August 2008
Wenigstens bunt
Aus dieser Perspektive wirkt das Pallasseum direkt ansprechend. Aber auch nur bei schönem Wetter, und einzig und allein deswegen, weil irgendwer sich die Mühe gemacht hat, die Balkone bunt anzustreichen. Ansonsten besticht der Komplex einzig und allein durch seine Ästhetik des Häßlichen.
Donnerstag, 7. August 2008
Minimalvariante
Meine Theorie: der Hausbesitzer hat beim Bauamt irgendwann einmal einen Antrag auf Anbau von Balkonen gestellt und wartet bis heute auf die Genehmigung. Bis dahin müssen sich die Mieter hat damit begnügen. Der oder die im oberen Stockwerk macht bis dahin das beste aus der Sache, während der Katze des Mieters (ganz klein im Bild zu erkennen) im Stockwerk darunter nur ein sehnsüchtiger Blick auf die Straße bleibt.
Mittwoch, 6. August 2008
Grau ist alle Theorie
Ich erwähnte es bereits: neben einem ganzen Schwung Belletristik habe ich beim letzten Mal auch ein Sachbuch aus der Bücherei nach Hause getragen, welches den schönen Titel „Zahlentheoretische Kostproben“ trägt, und das es deshalb in meinen Bücherkorb geschafft hat, weil es mich neugierig gemacht hat. Auf dem Umschlagtext heißt es:
Mit etwas ganz harmlosem, den Palindromen, also Zahlen, die vorwärts wie rückwärts gelesen gleich lauten. (Gibt es auch mit „richtigen“ Sätzen, der berühmteste ist wohl „Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie“ und stammt von Schopenhauer.) Das an sich ist ja noch simpel, man nimmt einfach eine Zahl, z.B. 8 und baut vorne und hinten jeweils die gleiche Zahl an, z.B. 5, und schon hat man ein Palindrom: 585.
Aber jetzt wird es interessant: Die meisten natürlichen Zahlen lassen sich zu Palindromen umformen, indem man die vorwärts gelesene zur rückwärts gelesenen addiert. In der Regel muß das natürlich einige Male wiederholt werden. Beispiel: 59 + 95 = 154; 154 + 451 = 605; 605 + 506 = 1111. Die Zahl der Schritte ist unterschiedlich. Die Zahlen unter 100 benötigen maximal 4 Schritte, ausgenommen sind das Zahlenpaar 97/79 (6 Schritte) und 98/89, für das man 24 Schritte braucht (entsprechend viele Stellen hat dann auch das Palindrom).
Man vermutet, daß alle natürlichen Zahlen früher oder später bei einer Palindromzahl enden, aber es gibt einige „Problemzahlen“, die erst nach sehr vielen Schritten oder überhaupt nicht das erwartete Palindrom ergeben. Die kleinste ist die 196, für die die Suche bis zu einer Zahl mit 263 Millionen Stellen führte – und noch immer war kein Palindrom gefunden.
Zugegeben: der Fund des Palindroms für die Ausgangszahl 196 dürfte in seiner Bedeutung der eines in China umgefallenen Sacks Reis gleichkommen, aber es ist trotzdem irgendwie interessant.
Interessant fand ich auch eine andere Erkenntnis, die mit der 89 zusammenhängt. Als erstes mußte ich lernen, was eine Quersumme 2. Ordnung ist. Beispiel 45: die Quersumme 1. Ordnung ist 4 + 5 = 9, die Quersumme 2. Ordnung ist 4² + 5² = 16 + 25 = 41. Wenn man das jetzt entsprechend oft wiederholt (also z.B. 4² + 1² usw. berechnet), landet man immer entweder bei 1 (und da geht’s einfach nicht weiter) oder bei 89. Von der 89 kommt man nach 8 Schritten immer wieder zur 89 zurück.
Auch hier dürfte die praktische Bedeutung der Erkenntnis gegen Null tendieren, aber es ist halt ein Rätsel und gibt der Mathematik direkt was Mystisches.
Darum ging es also im ersten Kapitel des Buches, und nachdem ich da schon überall gut mitgekommen war und es auch durchaus nicht uninteressant fand, las ich weiter. Da kamen die Primzahlen an die Reihe. Und was soll ich sagen: beim ersten Absatz mußte ich zwar etwas länger nachdenken, bis ich verstanden hatte, worauf der Autor hinauswill, aber beim zweiten Absatz fingen die Probleme an. Der geht so:
Vielleicht meinte der Autor ja LK-Abitur-Rest-Wissen, wer weiß. Dann hätte er das aber auch so hinschreiben sollen. Das Buch ist jetzt jedenfalls ad acta gelegt. Ja, ich habe kapituliert. Fürs erste. Wer weiß, vielleicht finde ich ja mal eins, das mir das besser erklärt.
Geblieben ist jedenfalls das Wissen, daß die 89 eine besondere Zahl ist. Und wer weiß, vielleicht kann ich das Wissen mal zum Klugscheißen benutzen. *g*
„Die Zahlentheorie ist die ‚Königin’ der Mathematik. Sie vermag mehr zu faszinieren als jedes andere Teilgebiet.“Ich war durchaus bereit, mich faszinieren zu lassen, zumal der Autor in der Einleitung schreibt:
„Es muss an Kenntnissen vorausgesetzt werden, was ein Abiturient normalerweise lernt oder was davon, einschränkend gesagt, hängen blieb oder doch hängen geblieben sein sollte.“Nun bilde ich mir ein, damals im Mathe-Grundkurs von Karl Koyote nicht völlig erfolglos gewesen zu sein, und die Noten auf dem Abiturzeugnis bestätigen das auch (*hüstel*). Das erste Kapitel (Der Mathematiker als homo ludens) ließ sich auch gut an. Was genau sind Zahlen, und wo fängt die Spielerei an?
Mit etwas ganz harmlosem, den Palindromen, also Zahlen, die vorwärts wie rückwärts gelesen gleich lauten. (Gibt es auch mit „richtigen“ Sätzen, der berühmteste ist wohl „Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie“ und stammt von Schopenhauer.) Das an sich ist ja noch simpel, man nimmt einfach eine Zahl, z.B. 8 und baut vorne und hinten jeweils die gleiche Zahl an, z.B. 5, und schon hat man ein Palindrom: 585.
Aber jetzt wird es interessant: Die meisten natürlichen Zahlen lassen sich zu Palindromen umformen, indem man die vorwärts gelesene zur rückwärts gelesenen addiert. In der Regel muß das natürlich einige Male wiederholt werden. Beispiel: 59 + 95 = 154; 154 + 451 = 605; 605 + 506 = 1111. Die Zahl der Schritte ist unterschiedlich. Die Zahlen unter 100 benötigen maximal 4 Schritte, ausgenommen sind das Zahlenpaar 97/79 (6 Schritte) und 98/89, für das man 24 Schritte braucht (entsprechend viele Stellen hat dann auch das Palindrom).
Man vermutet, daß alle natürlichen Zahlen früher oder später bei einer Palindromzahl enden, aber es gibt einige „Problemzahlen“, die erst nach sehr vielen Schritten oder überhaupt nicht das erwartete Palindrom ergeben. Die kleinste ist die 196, für die die Suche bis zu einer Zahl mit 263 Millionen Stellen führte – und noch immer war kein Palindrom gefunden.
Zugegeben: der Fund des Palindroms für die Ausgangszahl 196 dürfte in seiner Bedeutung der eines in China umgefallenen Sacks Reis gleichkommen, aber es ist trotzdem irgendwie interessant.
Interessant fand ich auch eine andere Erkenntnis, die mit der 89 zusammenhängt. Als erstes mußte ich lernen, was eine Quersumme 2. Ordnung ist. Beispiel 45: die Quersumme 1. Ordnung ist 4 + 5 = 9, die Quersumme 2. Ordnung ist 4² + 5² = 16 + 25 = 41. Wenn man das jetzt entsprechend oft wiederholt (also z.B. 4² + 1² usw. berechnet), landet man immer entweder bei 1 (und da geht’s einfach nicht weiter) oder bei 89. Von der 89 kommt man nach 8 Schritten immer wieder zur 89 zurück.
Auch hier dürfte die praktische Bedeutung der Erkenntnis gegen Null tendieren, aber es ist halt ein Rätsel und gibt der Mathematik direkt was Mystisches.
Darum ging es also im ersten Kapitel des Buches, und nachdem ich da schon überall gut mitgekommen war und es auch durchaus nicht uninteressant fand, las ich weiter. Da kamen die Primzahlen an die Reihe. Und was soll ich sagen: beim ersten Absatz mußte ich zwar etwas länger nachdenken, bis ich verstanden hatte, worauf der Autor hinauswill, aber beim zweiten Absatz fingen die Probleme an. Der geht so:
„Aus der entsprechenden Verallgemeinerung folgt sogleich, dass es eine letzte Primzahl nicht geben kann. Es ist ferner, wie sich von selbst versteht, damit eine obere Schranke für die (n + 1)-te Primzahl gegeben, denn es muss sein: pn + 1 ≤ p1p2p3 ∙∙∙ pn – 1, p1 = 2, p2 = 3, p3 = 5 usw.“Ich meine inzwischen kapiert zu haben, daß sich diese obere Schranke auf die Höchstzahl der Stellen einer Primzahl bezieht, bin mir aber nicht sicher. Und vor allem nervt mich dieses „wie sich von selbst versteht“. Es folgt dann eine lange Folge von unübersichtlichen Formeln, die lauter p1s, p2s etc. enthält. Da bin ich ausgestiegen. Weitere Versuche, in den späteren Kapiteln (Themenwechsel!) den Wiedereinstieg zu schaffen, sind gescheitert. Anscheinend reicht das, was von meinem Abiturwissen (immerhin auch schon 11 Jahre her) hängengeblieben ist, doch nicht aus.
Vielleicht meinte der Autor ja LK-Abitur-Rest-Wissen, wer weiß. Dann hätte er das aber auch so hinschreiben sollen. Das Buch ist jetzt jedenfalls ad acta gelegt. Ja, ich habe kapituliert. Fürs erste. Wer weiß, vielleicht finde ich ja mal eins, das mir das besser erklärt.
Geblieben ist jedenfalls das Wissen, daß die 89 eine besondere Zahl ist. Und wer weiß, vielleicht kann ich das Wissen mal zum Klugscheißen benutzen. *g*
Nostalgisch
Ich finde ja diese alten Bahnhöfe irgendwie schön. Die neuen und modernisierten haben allesamt einen Einheitslook, der die Sache schon wieder langweilig macht. Da lobe ich mir die alten Bahnhöfe, auch wenn der Sanierungsbedarf teilweise offen zutage tritt. So wie bei dem hier, dem S-Bahnhof Ostkreuz.

Der Zahn der Zeit hat sichtbare Spuren hinterlassen, aber das macht die Sache schon wieder charmant. Von diesen alten Anzeigetafeln war ich schlicht begeistert. So schön altmodisch!

Der Zahn der Zeit hat sichtbare Spuren hinterlassen, aber das macht die Sache schon wieder charmant. Von diesen alten Anzeigetafeln war ich schlicht begeistert. So schön altmodisch!
Allerdings: inzwischen haben auch hier die Umbauarbeiten begonnen oder werden zumindest in Kürze beginnen. Na ja. Hauptsache, sie restaurieren die Überdachungen nur, anstatt sie komplett neu zu machen.
Dienstag, 5. August 2008
Ansprechend
Hier fand ich die Kombination der beiden liebevoll mit Blumentöpfen vollgestellten Balkone mit dem hübschen Sonnenschirm einfach nur schön. Deshalb gibt es die unten noch mal in Großaufnahme (so groß meine kleine Kamera das von unten halt ranzoomen konnte). Und nicht zu vergessen: auch das Haus an sich sieht sehr ansprechend aus.
Montag, 4. August 2008
Herbert!
Zwei Freundinnen machen einen Einkaufsbummel durchs KaDeWe und sind in der Abteilung „Abendkleider“ gelandet. Beide sind so zwischen 60 und 65.
Die eine hat ihr blondiertes schulterlanges Haar schön hochtoupiert und oberhalb des Nackens mit einer schwarzen Haarspange zusammengefaßt. (Der Kontrast grau-blondes Haar – schwarze Spange hat es in sich.) Sie trägt eine weiße Bluse und einen bunten Rock, der zehn Zentimeter oberhalb des Knöchels endet. In dem floralen Muster dominieren die Farben Rosa und Grün. Dazu trägt sie helle Schuhe, die zu einer Hose viel besser passen würden. Ich persönlich würde solche Treter wohl frühestens in 50 Jahren anziehen. Allerfrühestens. Insgesamt sieht sie nach Geld aus. (Wenn so „Geld“ aussieht, bleibe ich lieber arm.)
Ihre Freundin hat sich mit dem Ergrauen abgefunden und hat sich das silbrige Haar zu einer schicken Kurzhaarfrisur schneiden lassen. Ihre uni lilafarbene Bluse hat Freudenhausärmel und so ein Gedöns aus Fransen oder Rüschen an den Ärmeln. Ein bissel gewöhnungsbedürftig, steht ihr aber. Sonst keine Auffälligkeiten.
Gemeinsam begutachten und kommentieren sie die Abendkleider.
„Das ist aber schön!“
„Hach, ja! Wirklich!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
„Hmhm.“
„Oh, schön!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
Usw. usf.
Plötzlich: Panik. Die Toupierte vermißt ihr tragbares Schwarzes Loch.
„Meine Handtasche ist weg! Meine Handtasche! – Herbert! Herbert! Wo bist du denn?! Herbert!“
Herbert (unauffällig, normal langweilig angezogen – gehören die zwei wirklich zusammen?!) kommt angetrottet.
„Herbert, hast du meine Handtasche?“
Herbert hat die Handtasche nicht.
„Meine Handtasche! Meine Handtasche ist weg!“
Die Dame in Flieder bückt sich neben der zuletzt inspizierten Kleiderstange. Dort, zwischen dem Saum eines weißen Etwas, liegt das gute Stück (Leder, weiß) auf dem Boden.
„Hier ist sie. Wo du sie hingestellt hast!“
„Ach, und ich dachte schon ... puh. – Herbert, schau mal“, die Toupierte zeigt auf ein paar Ledersessel, „da kannst du dich hinsetzen. Setz dich hier doch einfach hin.“
Herbert setzt sich hin.
Die beiden Grazien begutachten die Kleider an der nächsten Stange. Die Toupierte gerät ob eines langen Abendkleids mit Spaghettiträgern, tiefem Ausschnitt und Leopardenmuster in Verzückung.
„Ist das schön! Ist das nicht schön?!“
Ich versuche kurz, sie mir in dem Kleid vorzustellen. Besser nicht. Ihre Leopardenzeit ist vorbei.
So geht das noch eine Weile. Die beiden lassen echt kein Kleid aus.
„Wo ist denn Herbert?“
(Schon wieder.)
„Der sitzt noch da vorne, der ist doch so geduldig.“
„Ach ja, der arme Junge.“
(Junge?!)
Ganz ehrlich: die Abendkleider waren ja teilweise ganz nett anzusehen, aber die beiden waren viel interessanter!
Die eine hat ihr blondiertes schulterlanges Haar schön hochtoupiert und oberhalb des Nackens mit einer schwarzen Haarspange zusammengefaßt. (Der Kontrast grau-blondes Haar – schwarze Spange hat es in sich.) Sie trägt eine weiße Bluse und einen bunten Rock, der zehn Zentimeter oberhalb des Knöchels endet. In dem floralen Muster dominieren die Farben Rosa und Grün. Dazu trägt sie helle Schuhe, die zu einer Hose viel besser passen würden. Ich persönlich würde solche Treter wohl frühestens in 50 Jahren anziehen. Allerfrühestens. Insgesamt sieht sie nach Geld aus. (Wenn so „Geld“ aussieht, bleibe ich lieber arm.)
Ihre Freundin hat sich mit dem Ergrauen abgefunden und hat sich das silbrige Haar zu einer schicken Kurzhaarfrisur schneiden lassen. Ihre uni lilafarbene Bluse hat Freudenhausärmel und so ein Gedöns aus Fransen oder Rüschen an den Ärmeln. Ein bissel gewöhnungsbedürftig, steht ihr aber. Sonst keine Auffälligkeiten.
Gemeinsam begutachten und kommentieren sie die Abendkleider.
„Das ist aber schön!“
„Hach, ja! Wirklich!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
„Hmhm.“
„Oh, schön!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
Usw. usf.
Plötzlich: Panik. Die Toupierte vermißt ihr tragbares Schwarzes Loch.
„Meine Handtasche ist weg! Meine Handtasche! – Herbert! Herbert! Wo bist du denn?! Herbert!“
Herbert (unauffällig, normal langweilig angezogen – gehören die zwei wirklich zusammen?!) kommt angetrottet.
„Herbert, hast du meine Handtasche?“
Herbert hat die Handtasche nicht.
„Meine Handtasche! Meine Handtasche ist weg!“
Die Dame in Flieder bückt sich neben der zuletzt inspizierten Kleiderstange. Dort, zwischen dem Saum eines weißen Etwas, liegt das gute Stück (Leder, weiß) auf dem Boden.
„Hier ist sie. Wo du sie hingestellt hast!“
„Ach, und ich dachte schon ... puh. – Herbert, schau mal“, die Toupierte zeigt auf ein paar Ledersessel, „da kannst du dich hinsetzen. Setz dich hier doch einfach hin.“
Herbert setzt sich hin.
Die beiden Grazien begutachten die Kleider an der nächsten Stange. Die Toupierte gerät ob eines langen Abendkleids mit Spaghettiträgern, tiefem Ausschnitt und Leopardenmuster in Verzückung.
„Ist das schön! Ist das nicht schön?!“
Ich versuche kurz, sie mir in dem Kleid vorzustellen. Besser nicht. Ihre Leopardenzeit ist vorbei.
So geht das noch eine Weile. Die beiden lassen echt kein Kleid aus.
„Wo ist denn Herbert?“
(Schon wieder.)
„Der sitzt noch da vorne, der ist doch so geduldig.“
„Ach ja, der arme Junge.“
(Junge?!)
Ganz ehrlich: die Abendkleider waren ja teilweise ganz nett anzusehen, aber die beiden waren viel interessanter!
Kammergericht
Ein historischer Ort, ganz bei mir in der Nähe. Hier fanden die Schauprozesse nach dem mißglückten Hitlerattentat im Juli 1944 statt, Freisler wurde bei einem Luftangriff im Februar 1945 von einem herabstürzenden Balken erschlagen, 1945 - 1949 saß hier der Alliierte Kontrollrat, dann bis 1990 das Hauptquartier der Alliierten Luftsicherheitszentrale. Seit 1997 wird hier wieder Recht gesprochen - und an vielen Wochenenden wird im Gebäude gedreht, zuletzt Szenen einer neuen Sat1-Hauptabendserie und davor "Der Vorleser".
Sonntag, 3. August 2008
Massenware
Wenn man sich die Tunika passend zum Tankini beim Kaffeeröster kauft, darf man sich eigentlich nicht wundern, wenn man unterwegs diese Tunika auch an jemand anderem sieht.
Nun ist so eine Tunika von der Idee her ein Kleidungsstück, welches den Oberkörper locker schmeichelnd umflattern soll. So gesehen war ich bei der Begegnung klar im Vorteil. *g*
Nun ist so eine Tunika von der Idee her ein Kleidungsstück, welches den Oberkörper locker schmeichelnd umflattern soll. So gesehen war ich bei der Begegnung klar im Vorteil. *g*
Holleri du dödel di
Die Schweizer Botschaft hatte zum diesjährigen 717. Nationalfeiertag den Kanton Graubünden als Partner eingeladen. In Graubünden (und Frankfurt) spielt das Buch von dem kleinen Mädchen und den vielen Ziegen, daher wohl auch der überdimensionale Geißbock auf dem Dach. Welcher am Freitagabend allerdings schwächelte und irgendwann nicht mehr neu aufgeblasen werden konnte. Schön war jedenfalls das große Feuerwerk zum Abschluß, das noch schöner gewesen wäre, hätte nicht pünktlich um 22:30 ein großes Gewitter eingesetzt, welches das ganze etwas gedrückt hat. Na ja. Der peitschende Regen und die über den Bahnhofsvorplatz rennenden Menschen sahen von unserer Warte - regengeschützt unter dem großen Bahnhofsvordach - auch sehr eindrucksvoll aus.
Samstag, 2. August 2008
Freitag, 1. August 2008
Balkonien
Wirkt direkt malerisch, diese graue Balkonfront mit den bunten Sonnenschirmen. :-)
(Fünf Minuten entfernt liegt der malerisch schöne Tegeler See, und günstig sind die Wohnungen da bestimmt auch - trotzdem möchte ich in so was lieber nicht wohnen wollen.)
Donnerstag, 31. Juli 2008
Abendstimmung
Passend zum Fotomotiv hier noch ein Anekdötchen, das ich letzten Sonntag in der Berliner Zeitung mit dem größten Stellenteil gelesen habe:
Eine Chinesin steht ratlos auf dem Pariser Platz vor dem Adlon, blättert in ihrem Reiseführer, dreht sich immer wieder um und fragt schließlich einen Polizisten um Hilfe. "Entschuldigung, wo ist denn hier das Brandenburger Tor?" "Direkt hinter Ihnen." Sie dreht sich um, starrt verblüfft die gesuchte Sehenswürdigkeit an. "Oh. Ich dachte, es wäre größer."
Eine Chinesin steht ratlos auf dem Pariser Platz vor dem Adlon, blättert in ihrem Reiseführer, dreht sich immer wieder um und fragt schließlich einen Polizisten um Hilfe. "Entschuldigung, wo ist denn hier das Brandenburger Tor?" "Direkt hinter Ihnen." Sie dreht sich um, starrt verblüfft die gesuchte Sehenswürdigkeit an. "Oh. Ich dachte, es wäre größer."
Mittwoch, 30. Juli 2008
Der bedeutende Augenblick
Heute vor einer Woche habe ich mal etwas Geld investiert und mir eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau angesehen. Und zwar handelte es sich dabei um eine Retrospektive des sowjetischen Fotografen Jewgeni Chaldej, die vom 9. Mai (passend!) bis zum 28. Juli (d.h. Montag) zu sehen gewesen war. Anfangs wurde im rbb kulturradio eifrig Werbung dafür gemacht, die mir schon deshalb im Gedächtnis haften blieb, weil der Werbetext stets mit der Sowjethymne begann. Da merkt man doch gleich auf. Der Name des Fotografen sagte mir zwar erst mal nichts, aber auf den Plakaten zur Ausstellung war das berühmte (inszenierte) Bild von dem Rotarmisten zu sehen, der auf dem Berliner Reichstagsgebäude die sowjetische Flagge hißt.
Die Ausstellung war auch wirklich interessant. Der Schwerpunkt lag auf seinen Bildern vom Zweiten Weltkrieg, vom eroberten Berlin, der Potsdamer Konferenz und den Nürnberger Prozessen. Besonders lange blieb ich vor einem Foto stehen, das er kurz nach der Bombardierung von Murmansk gemacht hatte. Weil es dort fast nur Holzhäuser gegeben hatte, war natürlich alles komplett niedergebrannt. Nur die gemauerten Schornsteine ragen dünn und schwarz in die verqualmte Luft heraus. Verbrannte Erde, soweit man sieht. Im Vordergrund bewegt sich eine alte Frau im Kopftuch von links durch das Bild. Sie schleppt einen riesigen, sperrigen Koffer auf ihrem Rücken – das ist alles an Besitz, was ihr geblieben ist. Ich war nicht die einzige, die von dem Bild lange nicht mehr wegkam.
In einem anderen Saal gab es dann noch eine Auswahl von Bildern aus der Sowjetunion in den 50er und 60er Jahren. Davon hätte ich gerne noch mehr gesehen. Da waren interessante und viele schöne dabei. Der Mann hatte wirklich einen Blick für gute Motive. Zum Beispiel war da eine Schulklasse. Ein kleiner Junge mit verschmitztem Lausbubengesicht zeigt dem Mädchen auf dem Platz neben ihm etwas im Schulbuch. Süß. Oder das Bild einer jungen Frau, die sich auf die Stufen eines Uferkais in Leningrad gesetzt hat und versunken in einem Buch liest. Das hätte ich sein können. *g* Leider gab es das Bild nicht als Postkarte zu kaufen. Schade, schade. :-(
Sehr gut waren auch die Porträts von Schostakowitsch und dem noch sehr jungen Rostropowitsch (mit einer aufgehängten Tagesdecke als Hintergrund, um die Enge in der Kommunalka, in der der aufstrebende Musiker damals wohnte, zu kaschieren – hochinteressant, diese kleinen Anekdoten zur Entstehungsgeschichte der Bilder). Auch solche Bilder hätte ich gerne in größerer Zahl gesehen, aber die Ausstellungsmacher wollten den Berliner Besuchern wahrscheinlich nur Leute zeigen, die auch im Westen bekannt waren/sind. Naja.
Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, und ich bin froh, es noch in die Ausstellung geschafft zu haben.
Die Ausstellung war auch wirklich interessant. Der Schwerpunkt lag auf seinen Bildern vom Zweiten Weltkrieg, vom eroberten Berlin, der Potsdamer Konferenz und den Nürnberger Prozessen. Besonders lange blieb ich vor einem Foto stehen, das er kurz nach der Bombardierung von Murmansk gemacht hatte. Weil es dort fast nur Holzhäuser gegeben hatte, war natürlich alles komplett niedergebrannt. Nur die gemauerten Schornsteine ragen dünn und schwarz in die verqualmte Luft heraus. Verbrannte Erde, soweit man sieht. Im Vordergrund bewegt sich eine alte Frau im Kopftuch von links durch das Bild. Sie schleppt einen riesigen, sperrigen Koffer auf ihrem Rücken – das ist alles an Besitz, was ihr geblieben ist. Ich war nicht die einzige, die von dem Bild lange nicht mehr wegkam.
In einem anderen Saal gab es dann noch eine Auswahl von Bildern aus der Sowjetunion in den 50er und 60er Jahren. Davon hätte ich gerne noch mehr gesehen. Da waren interessante und viele schöne dabei. Der Mann hatte wirklich einen Blick für gute Motive. Zum Beispiel war da eine Schulklasse. Ein kleiner Junge mit verschmitztem Lausbubengesicht zeigt dem Mädchen auf dem Platz neben ihm etwas im Schulbuch. Süß. Oder das Bild einer jungen Frau, die sich auf die Stufen eines Uferkais in Leningrad gesetzt hat und versunken in einem Buch liest. Das hätte ich sein können. *g* Leider gab es das Bild nicht als Postkarte zu kaufen. Schade, schade. :-(
Sehr gut waren auch die Porträts von Schostakowitsch und dem noch sehr jungen Rostropowitsch (mit einer aufgehängten Tagesdecke als Hintergrund, um die Enge in der Kommunalka, in der der aufstrebende Musiker damals wohnte, zu kaschieren – hochinteressant, diese kleinen Anekdoten zur Entstehungsgeschichte der Bilder). Auch solche Bilder hätte ich gerne in größerer Zahl gesehen, aber die Ausstellungsmacher wollten den Berliner Besuchern wahrscheinlich nur Leute zeigen, die auch im Westen bekannt waren/sind. Naja.
Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, und ich bin froh, es noch in die Ausstellung geschafft zu haben.
Dienstag, 29. Juli 2008
Currywurst
So sieht sie also aus, die Currywurst, auf die die Leute sich hier so wahnsinnig viel einbilden. (Ein bißchen größer war die Portion anfangs schon, mir fiel halt etwas zu spät ein, daß ich die noch bildlich dokumentieren wollte.) Mein Urteil: kann man ab und an mal essen. Die "Currysauce" - hier einfach Ketchup mit etwas Curry drüber - ist ja ganz in Ordnung, aber was die da drunter packen, verdient den Namen "Bratwurst" einfach nicht.
Allerdings bin ich in der Hinsicht auch nur sehr schwer zufriedenzustellen, komme ich doch aus der Stadt, wo es die weltbeste Bratwurst gibt ... Ne?
Allerdings bin ich in der Hinsicht auch nur sehr schwer zufriedenzustellen, komme ich doch aus der Stadt, wo es die weltbeste Bratwurst gibt ... Ne?
Fütterung
Montag, 28. Juli 2008
Verspätet
Heute mittag kam ein Päckchen von meiner Mutter an. U.a. enthielt es einen Brief an mich vom Bundesverwaltungsamt - noch an die Bad Oeynhausener Anschrift adressiert. Nanu, was wollen die denn?
Es war eine Absage. Auf eine Bewerbung, die ich vor ca. 17 Monaten abgeschickt hatte. Über die damit anscheinend völlig überforderte Behörde, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (jetzt nenne ich den Saftladen mal beim Namen), hatte ich mich schon einmal geärgert.
Man beachte: Bewerbung Anfang März 2007 abgeschickt, Anfang Juni 2007 die erste Rückmeldung von der Behörde mit indirektem Eingeständnis der Überforderung durch über 2000 Bewerbungen (ja, was hatten die denn erwartet?!) und der Einschätzung, das Auswahlverfahren werde voraussichtlich bis Herbst 2007 abgeschlossen sein.
Unter den Umständen darf man vermutlich noch dankbar dafür sein, daß es knapp vor Herbst 2008 abgeschlossen wurde ...
Und da wundern wir uns, daß die Entwicklungshilfe so wenig bringt ...
Aber immerhin: die Sekretärin, die die Absagen tippen durfte, hat sich dafür entschuldigt, erst so spät über den Ausgang des Bewerbungsverfahrens zu informieren. Super.
Es war eine Absage. Auf eine Bewerbung, die ich vor ca. 17 Monaten abgeschickt hatte. Über die damit anscheinend völlig überforderte Behörde, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (jetzt nenne ich den Saftladen mal beim Namen), hatte ich mich schon einmal geärgert.
Man beachte: Bewerbung Anfang März 2007 abgeschickt, Anfang Juni 2007 die erste Rückmeldung von der Behörde mit indirektem Eingeständnis der Überforderung durch über 2000 Bewerbungen (ja, was hatten die denn erwartet?!) und der Einschätzung, das Auswahlverfahren werde voraussichtlich bis Herbst 2007 abgeschlossen sein.
Unter den Umständen darf man vermutlich noch dankbar dafür sein, daß es knapp vor Herbst 2008 abgeschlossen wurde ...
Und da wundern wir uns, daß die Entwicklungshilfe so wenig bringt ...
Aber immerhin: die Sekretärin, die die Absagen tippen durfte, hat sich dafür entschuldigt, erst so spät über den Ausgang des Bewerbungsverfahrens zu informieren. Super.
Schwanensee
Samstag, 26. Juli 2008
Idylle im Tiergarten
Freitag, 25. Juli 2008
Vorratshalle
In den letzten Tagen habe ich mein tägliches Internetpensum (ich krebse hier immer noch mit einer Modemverbindung und 30 Freistunden im Monat herum :-( ) anderweitig gebraucht, aber jetzt geht es hier wieder weiter.
Am Dienstag habe ich wieder einmal die Stadtbibliothek aufgesucht, in meinem Fall ist das Mittelpunktbibliothek Schöneberg, die Theodor-Heuss-Bücherei. Sympathischer Name, der Kasten dürfte aber gerne mal etwas freundlicher gestaltet werden. Heller vor allem. Was sich zugegebenermaßen bei dunkelroten Ziegelwänden in der Eingangshalle nicht so einfach durchführen läßt. Davon abgesehen, ist sie wirklich in Ordnung, und ich trage auch regelmäßig einen ganzen Schwung Bücher rein und wieder raus. Da habe ich zum einen eine ellenlange Liste im Kopf mit Büchern/Autoren, die ich schon immer mal lesen wollte, und was mir davon gerade einfällt, wenn ich ehrfürchtig an den Regalen vorbeischreite, wird gezielt gesucht. Daneben gibt es auch immer wieder Bücher, die mir ins Auge fallen, mich spontan ansprechen und ebenfalls mitgenommen werden.
Am Dienstag habe ich folgende Bücher zurückgegeben (hätte noch bis Montag Zeit gehabt, aber ich brauchte neues Lesefutter):
Ausgeliehen habe ich folgendes:
Am Dienstag habe ich wieder einmal die Stadtbibliothek aufgesucht, in meinem Fall ist das Mittelpunktbibliothek Schöneberg, die Theodor-Heuss-Bücherei. Sympathischer Name, der Kasten dürfte aber gerne mal etwas freundlicher gestaltet werden. Heller vor allem. Was sich zugegebenermaßen bei dunkelroten Ziegelwänden in der Eingangshalle nicht so einfach durchführen läßt. Davon abgesehen, ist sie wirklich in Ordnung, und ich trage auch regelmäßig einen ganzen Schwung Bücher rein und wieder raus. Da habe ich zum einen eine ellenlange Liste im Kopf mit Büchern/Autoren, die ich schon immer mal lesen wollte, und was mir davon gerade einfällt, wenn ich ehrfürchtig an den Regalen vorbeischreite, wird gezielt gesucht. Daneben gibt es auch immer wieder Bücher, die mir ins Auge fallen, mich spontan ansprechen und ebenfalls mitgenommen werden.
Am Dienstag habe ich folgende Bücher zurückgegeben (hätte noch bis Montag Zeit gehabt, aber ich brauchte neues Lesefutter):
- "Klima und Kulturgeschichte" von einem englischen oder amerikanischen Wissenschaftler, dessen Name mir leider wieder entfallen ist - interessantes Thema, aber erstens schon 1982 geschrieben und zweitens doch zu trocken geschrieben, ich habe es nur zum Teil gelesen
- "Der Mond ist kein Kochtopf" - eine Sammlung von Reiseessays von Viktor Jerofejew, von denen einige ganz witzig waren, aber mir hat der einleitende Text über das Reisen an sich mit Abstand am besten gefallen
- "Ingrid Babendererde: Reifeprüfung 1953" - der Erstlingsroman des von mir hochgeschätzten Uwe Johnson, einfach gut
- "Die verschwundene Miniatur" - eine amüsante Kriminalgeschichte von Erich Kästner, die zwar eher für Erwachsene geschrieben wurde, sich aber dennoch so leicht und locker liest wie "Das doppelte Lottchen"; hat mir sehr gut gefallen (war aber auch schon nach zwei Stunden durch damit)
- "Alexis Sorbas" von Niklas Kazantzakis - der klassische Fall eines Buches, das ich immer schon mal lesen wollte und nun zufällig sichtbar im Regal stand; eine schöne Geschichte einer Männerfreundschaft, die ich mit großem Vergnügen gelesen habe
- "Das grüne Akkordeon" von E. Annie Proulx - nachdem ich im letzten Jahr ihren Roman "Schiffsmeldungen" verschlungen habe, wollte ich mehr von ihr lesen, und das war das einzige, was gerade da war, also mitgenommen und verschlungen - klasse!
- zwei Syltreiseführer (Arbeit)
Ausgeliehen habe ich folgendes:
- "Reise in den siebten Himmel" von Ljudmila Ulitzkaja - wollte ich immer schon mal lesen, habe auch schon angefangen und dabei mehr über die möglichen Methoden eines illegalen Schwangerschaftsabbruch erfahren, als ich jemals wissen wollte (*würg*), davon abgesehen ist es aber, wie eigentlich alle Bücher von Ulitzkaja, eine wunderschöne Familiensage vor dem Hintergrund der sowjetischen Geschichte
- "Das schwarze Buch" von Orhan Pamuk - "Schnee", das Buch, für das er den Nobelpreis bekommen hat, war nicht da, und "Rot ist mein Name" habe ich schon mal gelesen
- "Abschied von Gülsary" von Tschingis Aitmatow - der kirgisische Schriftsteller ist vor kurzem leider gestorben; zu dem Buch habe ich vor Jahren mal den Film gesehen
- "Die Klage des Zugvogels", auch von Aitmatow - wenn schon, denn schon
- "Die Liebe der Anne Elliott oder Überredungskunst" von Jane Austen - KLASSE!
- "Ein verwunschenes Haus" - ein Erzählband von Virginia Woolf - vor kurzem las ich mit größter Begeisterung Michael Cunninghams "Die Stunden" (auf dem wiederum der wunderbare Film "The Hours" basiert), und da "Mrs. Dalloway" gerade nicht da war, mußte ich was anderes nehmen
- "Traumpfade" von Bruce Chatwin - gehört auch zur Edition der Süddeutschen Zeitung, und ich war einfach neugierig
- "Zahlentheoretische Kostproben" von Theo Kempermann - reine Neugier
Montag, 21. Juli 2008
Verwunschen
Zugegeben, das Bild ist schon vor über einem Monat entstanden, aber weil hier gerade wenig spektakuläres passiert, veröffentliche ich einfach mal ein paar Bilder, die es bisher nicht in den Blog geschafft haben. Dieses und das von gestern sind jedenfalls beide auf der Pfaueninsel entstanden.
Sonntag, 20. Juli 2008
Samstag, 19. Juli 2008
Bülowbogen
Freitag, 18. Juli 2008
Berliner Türme
Donnerstag, 17. Juli 2008
Mittwoch, 16. Juli 2008
Lebenserfahrung
A: Ich glaube Männern schon lange nichts mehr.
B: Und Frauen?
A: Bei Frauen glaube ich das, was ich sehe.
B: Und bei Männern siehst du nichts?!
A: Bei Männern glaube ich manchmal gar nicht, was ich da sehe!
B: Und Frauen?
A: Bei Frauen glaube ich das, was ich sehe.
B: Und bei Männern siehst du nichts?!
A: Bei Männern glaube ich manchmal gar nicht, was ich da sehe!
Dienstag, 15. Juli 2008
Extrem lecker!
Eine Johannisbeer-Mascarpone-Torte. Geht ganz einfach, muß man nicht mal backen. Anschließend empfiehlt es sich allerdings, die Küche zu saugen, denn für den Tortenboden muß man eine Packung Kokos-Zwieback (doch, sowas gibt's wirklich) zerbröseln, und das geht einfach nicht ohne feinste Krümel auf dem Fußboden ab. Ich nehme schon extra zwei Plastiktüten übereinander, denn wenn man mit dem Nudelholz auf den Zwieback einprügelt (zwecks Zerbröselung), kann die Tüte schon mal platzen. So gibt es nur kleine Löcher, durch die noch kleinere Krümel auf den Boden sinken.
Ansonsten enthält die Torte jede Menge Kalorien (im Mascarpone, dem Magerquark, der Sahne) und ein paar Vitamine (in den Johannisbeeren) - und ist einfach nur lecker! :-)
Ansonsten enthält die Torte jede Menge Kalorien (im Mascarpone, dem Magerquark, der Sahne) und ein paar Vitamine (in den Johannisbeeren) - und ist einfach nur lecker! :-)
Montag, 14. Juli 2008
Unterbewußtsein
Das war heute DER Hingucker in meiner Zeitung: der obere Artikel auf der letzten Seite des Politikteils, der weniger aktueller Berichterstattung als vielmehr analytischen Beiträgen (mit aktuellem Bezug, versteht sich) vorbehalten ist. Das Thema: die Ukraine zwischen EU/NATO auf der einen und Rußland auf der anderen Seite. Der Autor: der kompetente Moskau-Korrespondent, vorher lange Jahre ebenso kompetenter Warschau-Korrespondent. Und dann das: die Überschrift. Nicht die große ("Der kleine Bruder und die Energiestrategie"), sondern die kleine:
Das läßt sich nur noch als Freud'sche Fehlleistung erklären...
Und das in der FAZ ... *g*
"Eine demokratische Ukraine wäre eine große Herausforderung für die sowjetische (sic!) Politik":-o
Das läßt sich nur noch als Freud'sche Fehlleistung erklären...
Und das in der FAZ ... *g*
Sonntag, 13. Juli 2008
Neue Regel
Bei der Tour de France sollten sie es künftig so halten: das gelbe Trikot bekommt derjenige, der sich und sein Radl mit letzter Kraft und zwei Stunden Verspätung über die Ziellinie schleppt. Das dürfte mit höchster Wahrscheinlichkeit der Trottel sein, der als einziger NICHT gedopt hat. ;-)
Samstag, 12. Juli 2008
Fundsache
Was macht man, wenn man etwas auf dem Boden herumliegen sieht, was jemand anderes verloren hat, das Teil aufgrund des Auf-dem-Boden-Herumliegens nicht mehr verwendbar ist, weit und breit kein Mülleimer in Sicht ist, man das aber - umweltbewußt, wie es sich gehört - auch nicht so einfach in der Landschaft liegen lassen will?
Ganz ehrlich: sooo weit wäre der nächste Mülleimer nun auch nicht entfernt gewesen ...
Freitag, 11. Juli 2008
Möblierter Balkon
Donnerstag, 10. Juli 2008
Mittwoch, 9. Juli 2008
Merkwürdig
Montag, 7. Juli 2008
Hintergrund
Nein, es gibt keinen besonderen Anlaß, jetzt ausgerechnet dieses Bild zu zeigen. Nur mußte ich neulich mal was ausprobieren, zu diesem Zweck ein Foto machen, und da bot sich mein kleiner Rechner bzw. das Hintergrundbild einfach an. Vor über zwei Jahren habe ich das zuerst verwendete Bild ausgetauscht und finde es immer noch nicht langweilig. :-)
Sonntag, 6. Juli 2008
Frechspatz
Freitag, 4. Juli 2008
Donnerstag, 3. Juli 2008
Dienstag, 1. Juli 2008
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