Montag, 11. August 2008
Schüsselsalat
Sonntag, 10. August 2008
Samstag, 9. August 2008
Jugend forscht
Also hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, die schweren Blumenkübel beiseite zu schieben, damit das kleine Mädchen die unter selbigen befindlichen Kellerasseln einsammeln konnte.
Fand ich gut, denn dann kommen die Viecher wenigstens nicht zu mir in die Wohnung. ;-)
Das kleine Mädchen jedenfalls sammelte wirklich jede Assel ein, die nicht schnell genug unter einem anderen Kübel verschwinden konnte, und packte sie zu den anderen in einen kleinen Plastikbehälter. Auf Nachfragen hin erfuhr ich, daß sie beabsichtigte, die Tiere mit in die Wohnung zu nehmen und zu füttern.
„Weißt du denn, was die gerne essen?“
„Nö. Ich probier’s einfach aus.“
„Aha.“
Schließlich konnte ich sie davon überzeugen, daß unter den Blumen bestimmt keine Asseln mehr waren. Stolz lief die Kleine zu ihrer Mutter: „Schau mal, wie viele ich gefunden habe!“
„Die nimmst du aber nicht mit nach oben! Das sind Garten-Haustiere.“
Und das war das vorzeitige Ende einer vielversprechenden Forscherkarriere. :-(
Freitag, 8. August 2008
Wenigstens bunt
Donnerstag, 7. August 2008
Minimalvariante
Mittwoch, 6. August 2008
Grau ist alle Theorie
„Die Zahlentheorie ist die ‚Königin’ der Mathematik. Sie vermag mehr zu faszinieren als jedes andere Teilgebiet.“Ich war durchaus bereit, mich faszinieren zu lassen, zumal der Autor in der Einleitung schreibt:
„Es muss an Kenntnissen vorausgesetzt werden, was ein Abiturient normalerweise lernt oder was davon, einschränkend gesagt, hängen blieb oder doch hängen geblieben sein sollte.“Nun bilde ich mir ein, damals im Mathe-Grundkurs von Karl Koyote nicht völlig erfolglos gewesen zu sein, und die Noten auf dem Abiturzeugnis bestätigen das auch (*hüstel*). Das erste Kapitel (Der Mathematiker als homo ludens) ließ sich auch gut an. Was genau sind Zahlen, und wo fängt die Spielerei an?
Mit etwas ganz harmlosem, den Palindromen, also Zahlen, die vorwärts wie rückwärts gelesen gleich lauten. (Gibt es auch mit „richtigen“ Sätzen, der berühmteste ist wohl „Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie“ und stammt von Schopenhauer.) Das an sich ist ja noch simpel, man nimmt einfach eine Zahl, z.B. 8 und baut vorne und hinten jeweils die gleiche Zahl an, z.B. 5, und schon hat man ein Palindrom: 585.
Aber jetzt wird es interessant: Die meisten natürlichen Zahlen lassen sich zu Palindromen umformen, indem man die vorwärts gelesene zur rückwärts gelesenen addiert. In der Regel muß das natürlich einige Male wiederholt werden. Beispiel: 59 + 95 = 154; 154 + 451 = 605; 605 + 506 = 1111. Die Zahl der Schritte ist unterschiedlich. Die Zahlen unter 100 benötigen maximal 4 Schritte, ausgenommen sind das Zahlenpaar 97/79 (6 Schritte) und 98/89, für das man 24 Schritte braucht (entsprechend viele Stellen hat dann auch das Palindrom).
Man vermutet, daß alle natürlichen Zahlen früher oder später bei einer Palindromzahl enden, aber es gibt einige „Problemzahlen“, die erst nach sehr vielen Schritten oder überhaupt nicht das erwartete Palindrom ergeben. Die kleinste ist die 196, für die die Suche bis zu einer Zahl mit 263 Millionen Stellen führte – und noch immer war kein Palindrom gefunden.
Zugegeben: der Fund des Palindroms für die Ausgangszahl 196 dürfte in seiner Bedeutung der eines in China umgefallenen Sacks Reis gleichkommen, aber es ist trotzdem irgendwie interessant.
Interessant fand ich auch eine andere Erkenntnis, die mit der 89 zusammenhängt. Als erstes mußte ich lernen, was eine Quersumme 2. Ordnung ist. Beispiel 45: die Quersumme 1. Ordnung ist 4 + 5 = 9, die Quersumme 2. Ordnung ist 4² + 5² = 16 + 25 = 41. Wenn man das jetzt entsprechend oft wiederholt (also z.B. 4² + 1² usw. berechnet), landet man immer entweder bei 1 (und da geht’s einfach nicht weiter) oder bei 89. Von der 89 kommt man nach 8 Schritten immer wieder zur 89 zurück.
Auch hier dürfte die praktische Bedeutung der Erkenntnis gegen Null tendieren, aber es ist halt ein Rätsel und gibt der Mathematik direkt was Mystisches.
Darum ging es also im ersten Kapitel des Buches, und nachdem ich da schon überall gut mitgekommen war und es auch durchaus nicht uninteressant fand, las ich weiter. Da kamen die Primzahlen an die Reihe. Und was soll ich sagen: beim ersten Absatz mußte ich zwar etwas länger nachdenken, bis ich verstanden hatte, worauf der Autor hinauswill, aber beim zweiten Absatz fingen die Probleme an. Der geht so:
„Aus der entsprechenden Verallgemeinerung folgt sogleich, dass es eine letzte Primzahl nicht geben kann. Es ist ferner, wie sich von selbst versteht, damit eine obere Schranke für die (n + 1)-te Primzahl gegeben, denn es muss sein: pn + 1 ≤ p1p2p3 ∙∙∙ pn – 1, p1 = 2, p2 = 3, p3 = 5 usw.“Ich meine inzwischen kapiert zu haben, daß sich diese obere Schranke auf die Höchstzahl der Stellen einer Primzahl bezieht, bin mir aber nicht sicher. Und vor allem nervt mich dieses „wie sich von selbst versteht“. Es folgt dann eine lange Folge von unübersichtlichen Formeln, die lauter p1s, p2s etc. enthält. Da bin ich ausgestiegen. Weitere Versuche, in den späteren Kapiteln (Themenwechsel!) den Wiedereinstieg zu schaffen, sind gescheitert. Anscheinend reicht das, was von meinem Abiturwissen (immerhin auch schon 11 Jahre her) hängengeblieben ist, doch nicht aus.
Vielleicht meinte der Autor ja LK-Abitur-Rest-Wissen, wer weiß. Dann hätte er das aber auch so hinschreiben sollen. Das Buch ist jetzt jedenfalls ad acta gelegt. Ja, ich habe kapituliert. Fürs erste. Wer weiß, vielleicht finde ich ja mal eins, das mir das besser erklärt.
Geblieben ist jedenfalls das Wissen, daß die 89 eine besondere Zahl ist. Und wer weiß, vielleicht kann ich das Wissen mal zum Klugscheißen benutzen. *g*
Nostalgisch
Der Zahn der Zeit hat sichtbare Spuren hinterlassen, aber das macht die Sache schon wieder charmant. Von diesen alten Anzeigetafeln war ich schlicht begeistert. So schön altmodisch!
Dienstag, 5. August 2008
Ansprechend
Montag, 4. August 2008
Herbert!
Die eine hat ihr blondiertes schulterlanges Haar schön hochtoupiert und oberhalb des Nackens mit einer schwarzen Haarspange zusammengefaßt. (Der Kontrast grau-blondes Haar – schwarze Spange hat es in sich.) Sie trägt eine weiße Bluse und einen bunten Rock, der zehn Zentimeter oberhalb des Knöchels endet. In dem floralen Muster dominieren die Farben Rosa und Grün. Dazu trägt sie helle Schuhe, die zu einer Hose viel besser passen würden. Ich persönlich würde solche Treter wohl frühestens in 50 Jahren anziehen. Allerfrühestens. Insgesamt sieht sie nach Geld aus. (Wenn so „Geld“ aussieht, bleibe ich lieber arm.)
Ihre Freundin hat sich mit dem Ergrauen abgefunden und hat sich das silbrige Haar zu einer schicken Kurzhaarfrisur schneiden lassen. Ihre uni lilafarbene Bluse hat Freudenhausärmel und so ein Gedöns aus Fransen oder Rüschen an den Ärmeln. Ein bissel gewöhnungsbedürftig, steht ihr aber. Sonst keine Auffälligkeiten.
Gemeinsam begutachten und kommentieren sie die Abendkleider.
„Das ist aber schön!“
„Hach, ja! Wirklich!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
„Hmhm.“
„Oh, schön!“
„Kuck mal, das würde dir stehen!“
Usw. usf.
Plötzlich: Panik. Die Toupierte vermißt ihr tragbares Schwarzes Loch.
„Meine Handtasche ist weg! Meine Handtasche! – Herbert! Herbert! Wo bist du denn?! Herbert!“
Herbert (unauffällig, normal langweilig angezogen – gehören die zwei wirklich zusammen?!) kommt angetrottet.
„Herbert, hast du meine Handtasche?“
Herbert hat die Handtasche nicht.
„Meine Handtasche! Meine Handtasche ist weg!“
Die Dame in Flieder bückt sich neben der zuletzt inspizierten Kleiderstange. Dort, zwischen dem Saum eines weißen Etwas, liegt das gute Stück (Leder, weiß) auf dem Boden.
„Hier ist sie. Wo du sie hingestellt hast!“
„Ach, und ich dachte schon ... puh. – Herbert, schau mal“, die Toupierte zeigt auf ein paar Ledersessel, „da kannst du dich hinsetzen. Setz dich hier doch einfach hin.“
Herbert setzt sich hin.
Die beiden Grazien begutachten die Kleider an der nächsten Stange. Die Toupierte gerät ob eines langen Abendkleids mit Spaghettiträgern, tiefem Ausschnitt und Leopardenmuster in Verzückung.
„Ist das schön! Ist das nicht schön?!“
Ich versuche kurz, sie mir in dem Kleid vorzustellen. Besser nicht. Ihre Leopardenzeit ist vorbei.
So geht das noch eine Weile. Die beiden lassen echt kein Kleid aus.
„Wo ist denn Herbert?“
(Schon wieder.)
„Der sitzt noch da vorne, der ist doch so geduldig.“
„Ach ja, der arme Junge.“
(Junge?!)
Ganz ehrlich: die Abendkleider waren ja teilweise ganz nett anzusehen, aber die beiden waren viel interessanter!
Kammergericht
Sonntag, 3. August 2008
Massenware
Nun ist so eine Tunika von der Idee her ein Kleidungsstück, welches den Oberkörper locker schmeichelnd umflattern soll. So gesehen war ich bei der Begegnung klar im Vorteil. *g*
Holleri du dödel di
Samstag, 2. August 2008
Freitag, 1. August 2008
Balkonien
Donnerstag, 31. Juli 2008
Abendstimmung
Eine Chinesin steht ratlos auf dem Pariser Platz vor dem Adlon, blättert in ihrem Reiseführer, dreht sich immer wieder um und fragt schließlich einen Polizisten um Hilfe. "Entschuldigung, wo ist denn hier das Brandenburger Tor?" "Direkt hinter Ihnen." Sie dreht sich um, starrt verblüfft die gesuchte Sehenswürdigkeit an. "Oh. Ich dachte, es wäre größer."
Mittwoch, 30. Juli 2008
Der bedeutende Augenblick
Die Ausstellung war auch wirklich interessant. Der Schwerpunkt lag auf seinen Bildern vom Zweiten Weltkrieg, vom eroberten Berlin, der Potsdamer Konferenz und den Nürnberger Prozessen. Besonders lange blieb ich vor einem Foto stehen, das er kurz nach der Bombardierung von Murmansk gemacht hatte. Weil es dort fast nur Holzhäuser gegeben hatte, war natürlich alles komplett niedergebrannt. Nur die gemauerten Schornsteine ragen dünn und schwarz in die verqualmte Luft heraus. Verbrannte Erde, soweit man sieht. Im Vordergrund bewegt sich eine alte Frau im Kopftuch von links durch das Bild. Sie schleppt einen riesigen, sperrigen Koffer auf ihrem Rücken – das ist alles an Besitz, was ihr geblieben ist. Ich war nicht die einzige, die von dem Bild lange nicht mehr wegkam.
In einem anderen Saal gab es dann noch eine Auswahl von Bildern aus der Sowjetunion in den 50er und 60er Jahren. Davon hätte ich gerne noch mehr gesehen. Da waren interessante und viele schöne dabei. Der Mann hatte wirklich einen Blick für gute Motive. Zum Beispiel war da eine Schulklasse. Ein kleiner Junge mit verschmitztem Lausbubengesicht zeigt dem Mädchen auf dem Platz neben ihm etwas im Schulbuch. Süß. Oder das Bild einer jungen Frau, die sich auf die Stufen eines Uferkais in Leningrad gesetzt hat und versunken in einem Buch liest. Das hätte ich sein können. *g* Leider gab es das Bild nicht als Postkarte zu kaufen. Schade, schade. :-(
Sehr gut waren auch die Porträts von Schostakowitsch und dem noch sehr jungen Rostropowitsch (mit einer aufgehängten Tagesdecke als Hintergrund, um die Enge in der Kommunalka, in der der aufstrebende Musiker damals wohnte, zu kaschieren – hochinteressant, diese kleinen Anekdoten zur Entstehungsgeschichte der Bilder). Auch solche Bilder hätte ich gerne in größerer Zahl gesehen, aber die Ausstellungsmacher wollten den Berliner Besuchern wahrscheinlich nur Leute zeigen, die auch im Westen bekannt waren/sind. Naja.
Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, und ich bin froh, es noch in die Ausstellung geschafft zu haben.
Dienstag, 29. Juli 2008
Currywurst
Allerdings bin ich in der Hinsicht auch nur sehr schwer zufriedenzustellen, komme ich doch aus der Stadt, wo es die weltbeste Bratwurst gibt ... Ne?
Fütterung
Montag, 28. Juli 2008
Verspätet
Es war eine Absage. Auf eine Bewerbung, die ich vor ca. 17 Monaten abgeschickt hatte. Über die damit anscheinend völlig überforderte Behörde, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (jetzt nenne ich den Saftladen mal beim Namen), hatte ich mich schon einmal geärgert.
Man beachte: Bewerbung Anfang März 2007 abgeschickt, Anfang Juni 2007 die erste Rückmeldung von der Behörde mit indirektem Eingeständnis der Überforderung durch über 2000 Bewerbungen (ja, was hatten die denn erwartet?!) und der Einschätzung, das Auswahlverfahren werde voraussichtlich bis Herbst 2007 abgeschlossen sein.
Unter den Umständen darf man vermutlich noch dankbar dafür sein, daß es knapp vor Herbst 2008 abgeschlossen wurde ...
Und da wundern wir uns, daß die Entwicklungshilfe so wenig bringt ...
Aber immerhin: die Sekretärin, die die Absagen tippen durfte, hat sich dafür entschuldigt, erst so spät über den Ausgang des Bewerbungsverfahrens zu informieren. Super.
Schwanensee
Samstag, 26. Juli 2008
Idylle im Tiergarten
Freitag, 25. Juli 2008
Vorratshalle
Am Dienstag habe ich wieder einmal die Stadtbibliothek aufgesucht, in meinem Fall ist das Mittelpunktbibliothek Schöneberg, die Theodor-Heuss-Bücherei. Sympathischer Name, der Kasten dürfte aber gerne mal etwas freundlicher gestaltet werden. Heller vor allem. Was sich zugegebenermaßen bei dunkelroten Ziegelwänden in der Eingangshalle nicht so einfach durchführen läßt. Davon abgesehen, ist sie wirklich in Ordnung, und ich trage auch regelmäßig einen ganzen Schwung Bücher rein und wieder raus. Da habe ich zum einen eine ellenlange Liste im Kopf mit Büchern/Autoren, die ich schon immer mal lesen wollte, und was mir davon gerade einfällt, wenn ich ehrfürchtig an den Regalen vorbeischreite, wird gezielt gesucht. Daneben gibt es auch immer wieder Bücher, die mir ins Auge fallen, mich spontan ansprechen und ebenfalls mitgenommen werden.
Am Dienstag habe ich folgende Bücher zurückgegeben (hätte noch bis Montag Zeit gehabt, aber ich brauchte neues Lesefutter):
- "Klima und Kulturgeschichte" von einem englischen oder amerikanischen Wissenschaftler, dessen Name mir leider wieder entfallen ist - interessantes Thema, aber erstens schon 1982 geschrieben und zweitens doch zu trocken geschrieben, ich habe es nur zum Teil gelesen
- "Der Mond ist kein Kochtopf" - eine Sammlung von Reiseessays von Viktor Jerofejew, von denen einige ganz witzig waren, aber mir hat der einleitende Text über das Reisen an sich mit Abstand am besten gefallen
- "Ingrid Babendererde: Reifeprüfung 1953" - der Erstlingsroman des von mir hochgeschätzten Uwe Johnson, einfach gut
- "Die verschwundene Miniatur" - eine amüsante Kriminalgeschichte von Erich Kästner, die zwar eher für Erwachsene geschrieben wurde, sich aber dennoch so leicht und locker liest wie "Das doppelte Lottchen"; hat mir sehr gut gefallen (war aber auch schon nach zwei Stunden durch damit)
- "Alexis Sorbas" von Niklas Kazantzakis - der klassische Fall eines Buches, das ich immer schon mal lesen wollte und nun zufällig sichtbar im Regal stand; eine schöne Geschichte einer Männerfreundschaft, die ich mit großem Vergnügen gelesen habe
- "Das grüne Akkordeon" von E. Annie Proulx - nachdem ich im letzten Jahr ihren Roman "Schiffsmeldungen" verschlungen habe, wollte ich mehr von ihr lesen, und das war das einzige, was gerade da war, also mitgenommen und verschlungen - klasse!
- zwei Syltreiseführer (Arbeit)
Ausgeliehen habe ich folgendes:
- "Reise in den siebten Himmel" von Ljudmila Ulitzkaja - wollte ich immer schon mal lesen, habe auch schon angefangen und dabei mehr über die möglichen Methoden eines illegalen Schwangerschaftsabbruch erfahren, als ich jemals wissen wollte (*würg*), davon abgesehen ist es aber, wie eigentlich alle Bücher von Ulitzkaja, eine wunderschöne Familiensage vor dem Hintergrund der sowjetischen Geschichte
- "Das schwarze Buch" von Orhan Pamuk - "Schnee", das Buch, für das er den Nobelpreis bekommen hat, war nicht da, und "Rot ist mein Name" habe ich schon mal gelesen
- "Abschied von Gülsary" von Tschingis Aitmatow - der kirgisische Schriftsteller ist vor kurzem leider gestorben; zu dem Buch habe ich vor Jahren mal den Film gesehen
- "Die Klage des Zugvogels", auch von Aitmatow - wenn schon, denn schon
- "Die Liebe der Anne Elliott oder Überredungskunst" von Jane Austen - KLASSE!
- "Ein verwunschenes Haus" - ein Erzählband von Virginia Woolf - vor kurzem las ich mit größter Begeisterung Michael Cunninghams "Die Stunden" (auf dem wiederum der wunderbare Film "The Hours" basiert), und da "Mrs. Dalloway" gerade nicht da war, mußte ich was anderes nehmen
- "Traumpfade" von Bruce Chatwin - gehört auch zur Edition der Süddeutschen Zeitung, und ich war einfach neugierig
- "Zahlentheoretische Kostproben" von Theo Kempermann - reine Neugier
Montag, 21. Juli 2008
Verwunschen
Sonntag, 20. Juli 2008
Samstag, 19. Juli 2008
Bülowbogen
Freitag, 18. Juli 2008
Berliner Türme
Donnerstag, 17. Juli 2008
Mittwoch, 16. Juli 2008
Lebenserfahrung
B: Und Frauen?
A: Bei Frauen glaube ich das, was ich sehe.
B: Und bei Männern siehst du nichts?!
A: Bei Männern glaube ich manchmal gar nicht, was ich da sehe!
Dienstag, 15. Juli 2008
Extrem lecker!
Ansonsten enthält die Torte jede Menge Kalorien (im Mascarpone, dem Magerquark, der Sahne) und ein paar Vitamine (in den Johannisbeeren) - und ist einfach nur lecker! :-)
Montag, 14. Juli 2008
Unterbewußtsein
"Eine demokratische Ukraine wäre eine große Herausforderung für die sowjetische (sic!) Politik":-o
Das läßt sich nur noch als Freud'sche Fehlleistung erklären...
Und das in der FAZ ... *g*
Sonntag, 13. Juli 2008
Neue Regel
Samstag, 12. Juli 2008
Fundsache
Ganz ehrlich: sooo weit wäre der nächste Mülleimer nun auch nicht entfernt gewesen ...
Freitag, 11. Juli 2008
Möblierter Balkon
Donnerstag, 10. Juli 2008
Mittwoch, 9. Juli 2008
Merkwürdig
Montag, 7. Juli 2008
Hintergrund
Sonntag, 6. Juli 2008
Frechspatz
Freitag, 4. Juli 2008
Donnerstag, 3. Juli 2008
Dienstag, 1. Juli 2008
Montag, 30. Juni 2008
Sonntagabend
Ein Gutes hatte das Großereignis der vergangenen drei Wochen ja doch: wegen des übergroßen Interesses am Endspiel kam ich zu einer Opernkarte. :-) Und das kam so: der Bruder einer Freundin kam nach Berlin, hatte zwei Karten für die Komische Oper und fand niemanden, der ihn begleiten wollte. Als seine Schwester mich dann fragte, sagte ich natürlich sofort ja, auch wenn sie sich partout nicht den Namen der Oper merken konnte. Es war, wie sich dann durch einen kurzen Blick auf die Internetseite feststellen ließ, keine andere als meine absolute Lieblingsoper! Da war die Freude natürlich umso größer. Auch wenn in der Komischen Oper grundsätzlich alles auf Deutsch gesungen wird und nichts an das russische Originallibretto heranreicht, da dieses in weiten Strecken wortwörtlich von Puschkin abgeschrieben ist. Und der ist einfach unübertroffen.
Gestern abend zog ich mich also operngerecht an (langes dunkelblaues Kleid, Umschlagtuch, dezente Kette und schicke Schuhe) und machte mich auf den Weg. Wie kommt man nun am Sonntagabend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Komischen Oper? Die BVG-Seite empfahl mir den Bus und die Haltestelle Eberstraße (direkt am Holocaust-Mahnmal). Hm, den Bus hatte ich am Tag vorher auch schon genommen, als ich zum Potsdamer Platz gefahren war, und da hatte die Anzeigentafel an der Haltestelle schon was von wegen Umleitung durch den Tiergartentunnel gesagt. Wegen der Fanmeile. Da konnte also irgendwas nicht stimmen, und ganz richtig fand sich auch der Hinweis auf „aktuelle Verkehrsstörungen“ und dort dann auch – ganz klein gedruckt – die Mitteilung, daß die o.g. Haltestelle aktuell gar nicht angefahren wird. *hmpf* Na ja, die Modemverbindung war wieder mal besonders langsam, und so beschloß ich ohne weiteres Nachprüfen von Alternativverbindungen, einfach mit der S-Bahn nach Unter den Linden zu fahren und den Rest zu Fuß zu gehen.
Eine erste Verzögerung ergab sich am U-Bahnhof. Ich sah, wie eine ältere Frau mit extrem krummem Rücken versuchte, sich und ihren Rollator die Treppen hoch zu schleppen. Zwei Stufen hatte sie schon geschafft. Mein Hinweis, es gebe auch einen Fahrstuhl, wehrte sie dankend mit den Worten ab, da wüßte sie nicht genau, auf welchen Ebenen des U-Bahnhofs der halte. Wußte ich natürlich auch nicht. Und die Rolltreppe neben der normalen Treppe? Mit Rollator nicht zu befahren. Aha. Also habe ich mir mein langes Umschlagtuch um den Hals gewickelt (da war es nicht im Weg) und habe der Frau kurzentschlossen den Rollator die Stufen hoch getragen. Soviel Zeit mußte sein (hatte ich auch). Ohne das Gerät kam sie selbst auch viel schneller an die Oberfläche.
Auf die S-Bahn mußte ich dann etwas länger warten. Als sie dann endlich fuhr, kam die – mal wieder schwer verständliche – Durchsage, wegen der Fanmeile sei die S-Bahn-Station Unter den Linden heute geschlossen. *argh* Reisende nach Unter den Linden sollten doch bitte am Potsdamer Platz oder an der Friedrichstraße aussteigen. Ich hatte die Wahl: am Potsdamer Platz aussteigen und zu Fuß laufen, oder an der Friedrichstraße in die U-Bahn umsteigen und die eine Station bis zur Französischen Straße fahren. Ich entschied mich für ersteres. Konnte ja nicht so weit sein, und lange Spaziergänge sind für mich nun wirklich kein Problem. Ich stieg also am Potsdamer Platz aus und ging die Ebertstraße entlang. Hinter dem Holocaust-Mahnmal mußte ich rechts in die Behrenstraße abbiegen und dann ein Stück geradeaus gehen. Kein Problem.
Dummerweise war vor dem Holocaust-Mahnmal eine Polizeiabsperrung. Wegen dieser *** Fanmeile. Ich ging also auf einen der Polizisten zu und fragte, wie ich am schnellsten zur Komischen Oper in der Behrenstraße gelangen würde. „Fragen Sie mal die Kollegen da vorne am Auto.“ Diese befanden sich gerade in einer Diskussion mit zwei weiblichen Fußballfans. Ich ging dazwischen.
„Entschuldigung, ich möchte in die Behrenstraße zur Komischen Oper.“
„Wohin wollen Sie?“ (Ungläubiger Blick)
„In die Komische Oper.“
(Mal ehrlich: knöchellanges dunkelblaues Kleid, Umschlagtuch, schicke Schuhe und Damenstrumpfhose und vor allem JEGLICHE Abwesenheit der Farben Schwarz, Rot und Gelb im Outfit – sehe ich aus wie ein Fußballfan?!)
„In die Komische Oper? Was läuft denn da heute abend?“
„Jewgeni Onegin.“
„Ok., gehen Sie durch.“
Upps, DAS war einfach. (Wahrscheinlich hätte ich dem auch irgendeine beliebige andere Oper nennen können.) Das fanden die beiden Fußballfans auch. „He, da wollen wir auch hin, da wollen wir auch hin!“ Pustekuchen!
Eine Querstraße vor der Komischen Oper mußte ich aus der Polizeiabsperrung wieder raus (das ging noch einfacher) und erreichte mein Ziel mit hängender Zunge (nur im übertragenen Sinn!) 13 Minuten vor Beginn der Aufführung.
Die fand ich nun eher gemischt. Zunächst einmal gehört der für den Bühnenbelag Verantwortliche geteert und gefedert, denn wenn dieser grüne Noppenbelag, der auch die Pausenhalle und Flure in meiner alten Schule „ziert“, auch durchaus zum restlichen Lagerhallencharme des Bühnenbilds paßt, hätte man da sicher auch was anderes gefunden. Dieser Noppenboden sondert nämlich ein deutlich vernehmbares Quietschen ab, sobald jemand drüber geht. Und da ging dauernd jemand drüber. Meistens sogar gleich der ganze Chor, der auch in den Szenen auf der Bühne herumrennen sollte, wenn er da gar nicht hingehört. Die unvergleichlich schöne Briefszene zum Beispiel, in der Tatjana des Nachts allein in ihrem Zimmer den Brief an Onegin schreibt, sah hier so aus, daß ihr alle weiblichen Chormitglieder beim Schreiben über die Schulter gesehen haben, erst ratlos und dann, nach vollbrachter Tat, ermutigend lächelnd.
Also: die Sopranistin singt diese wunderschöne Arie von Tschaikowski zu den wunderschönen Worten von Puschkin und dazu laufen oder gehen zwanzig weitere Frauen über die Bühne.
Nicht wahr? Ich hörte Dich und kannte
Dich: denn im Schweigen sprachest Du *quietsch quietsch*
Wenn ich den Armen Hilfe sandte *quietsch quietsch*
Oder mit Stoßgebeten bannte
Der Seelenstürme Leid dazu? *quietsch quietsch*
Furchtbar!! Dem Kerl wünsche ich, daß sich solch ein Dauerquietschen auf seine Lieblingsmusik legt, damit er weiß, was er den Opernbesuchern damit angetan hat!!
Und sonst? Das Bühnenbild bestand aus einem sich nach hinten sehr schräg hebenden Boden, auf dem drei Gruppen drehbarer Plastikstühle befestigt waren, auf denen Chor und Solisten in regelmäßigen Abständen Platz nahmen, wieder aufstanden und drum rum tanzten oder hüpften (quietsch quietsch). Das Duell wurde mit einer einzigen Pistole abgehalten, mit der Onegin (im Outfit eines Soap-Hauptdarstellers) sich erst selbst erschießen wollte (häh?), bevor Lenski sie ihm aus der Hand riß, damit erst in der Gegend herumfuchtelte und sich dann selbst erschoß. Woraufhin Onegin sich auch umbringen wollte, was aber nicht klappte, einer aus dem Chor riß ihm die Knarre wieder aus der Hand, Onegin riß sie wieder an sich, knallte erst ein paar mal in der Gegend herum, wollte sich dann wieder selbst in den Kopf schießen und mußte feststellen, daß er alle Kugeln verschossen hatte. Dann sank er müde auf einem der Stühle nieder und klagte über die Langeweile. Manchmal wünschte ich mir wirklich, die Opernregisseure würden auch ab und an mal auf den Text sehen.
Zum Glück war die musikalische Darbietung in Ordnung. Die Tatjana fand ich teilweise etwas leise, und die Textverständlichkeit ließ manchmal ein bißchen zu wünschen übrig. Aber sie ist auch keine Deutsche, da kann man das eher entschuldigen. Fürst Gremin – toller Baß, Lenski hat mir auch gefallen, und der Onegin war auch gut.
Der Applaus am Ende klang sehr spärlich, aber da das Haus auch nur zu ca. einem Viertel besetzt war ... Nach der Vorstellung blieben dann auch alle beim benachbarten Westin Grand Hotel stehen, wo vor dem Eingang im Restaurantbereich ein großer Fernseher aufgestellt war. „Wie steht’s denn?“ Mir egal, ich wanderte südlich zum U-Bahnhof Stadtmitte. Von da fuhr nämlich ein Bus. Noch nie habe ich die Potsdamer Straße so leer gesehen. Es waren kaum Autos unterwegs. Nur vor einigen Restaurants und Cafés war Betrieb – vor dem Fernseher. Verrücktes Volk. Und als ich von der Bushaltestelle nach Hause ging, mußte ich noch durch eine Gruppe aufgekratzter zehnjähriger Jungs mit Migrationshintergrund durch, die über den Bürgersteig hüpften und „Türkiye! Türkiye!“ riefen – warum auch immer.
Jedenfalls hatte ich einen sehr schönen Abend. :-D
Sonntag, 29. Juni 2008
Samstag, 28. Juni 2008
CSD Berlin 2008
Und bis dahin war das hier das meiner Meinung nach schönste Kostüm:
Und das der schönste Wagen:
Hübsch bunt. :-)
Freitag, 27. Juni 2008
Erkenntnis
"Hilfe, die Touris kommen!!"
:-o
Morgenstimmung am Wattenmeer
Mittwoch, 25. Juni 2008
Treuer Fan
Nördlich, nördlicher, am nördlichsten
Deutschlands nördlichstes Gebäude:

Deutschlands nördlichste Fischbude:


Letzterer mit Deutschlands nördlichstem Deppenapostroph.