Freitag, 5. Oktober 2007
Montag, 24. September 2007
Elternbesuch
Am Wochenende hatte ich hohen Besuch: meine Eltern kamen vorbei, um endlich die Ausstellung mit den aus New York kommenden schönsten Franzosen in der Neuen Nationalgallerie zu sehen, mit mir über den Winterfeldtmarkt zu schlendern. Mein Bett hatten sie auch mitgebracht, so daß ich endlich nicht mehr auf dieser alten Schlafcouch pennen muß. :-) Das war Samstag. Am Sonntag fuhren wir bei allerschönstem Wetter nach Potsdam:


Internet
Vor mittlerweile zwei Wochen wollte ich endlich einmal mein Internetproblem angehen und rief bei T-Online an. Denn da bin ich seit meinem Studium immer noch als Kundin registriert. Nur sind mittlerweile die Unterlagen, auf denen meine Zugangsdaten verzeichnet sind, verloren gegangen. Auf meinem alten Computer sind sie immer noch gespeichert, nur ist das Paßwort nicht erkennbar. Das sieht nämlich so aus: ************* Oder so ähnlich. Kann auch ein Sternchen mehr oder weniger sein. ;-)
Der alte Computer wurde während meines Auslandsaufenthaltes von meinem Vater in Beschlag genommen, dafür bekam mein Brüderchen dessen alten und meine Mutter wieder einen anderen. Innerhalb von dreizehn Monaten ist da eine Menge Daten zusätzlich drauf abgespeichert worden - da müßte erst einmal die Festplatte "geputzt" werden, bevor ich das Teil wiederhaben möchte. Und außerdem benutze ich jetzt ja eh nur noch mein kleines tragbares Schätzchen.
Jedenfalls rief ich bei T-Online an, um neue Zugangsdaten anzufordern, mit denen ich dann auf meine Kosten und eigene Abrechnung über die Telefonverbindung in meiner Wohnung, die auf den Namen des Vermieters läuft, nutzen könnte. Meine Kundennummer wollte die Frau im Callcenter aber gar nicht wissen, sondern erst einmal die Telefonnummer des Anschlusses. Und Name und Adresse des Vermieters. Sie bot mir dann ein Paket mit 30 Freistunden Internet im Monat an, mit Modemverbindung und für 15 Euro im Monat. Klang gut. "Bitte schicken Sie das aber auf meinen Namen, ja?"
Natürlich kam die Post dann - über eine Woche später (die haben es auch nicht eilig, neue Kunden zu gewinnen) - an den Namen des Vermieters adressiert an. Super. Genau, was ich vermeiden wollte. Daß es da eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten gibt und ich das bei einem eventuellen Umzug (ich werde die Wohnungssuche demnächst mal wieder aufnehmen, auch wenn Wohnungssuche in Berlin nicht gerade Spaß macht) nicht mitnehmen kann, sondern dier Vermieter jeden Monat 15 Euro für etwas zahlen muß, was er weder nutzen will, noch kann. Er lebt nämlich nicht in Berlin.
Begeistert war er auch nicht, als ich ihn anrief und ihm die Sache beichtete. Klar. Und zu allem Überfluß ist er derzeit im Urlaub. Klärung also erst in zwei Wochen. Und ich hatte mich schon so darauf gefreut, abends in meiner Wohnung gemütlich im Internet surfen zu können!
Der alte Computer wurde während meines Auslandsaufenthaltes von meinem Vater in Beschlag genommen, dafür bekam mein Brüderchen dessen alten und meine Mutter wieder einen anderen. Innerhalb von dreizehn Monaten ist da eine Menge Daten zusätzlich drauf abgespeichert worden - da müßte erst einmal die Festplatte "geputzt" werden, bevor ich das Teil wiederhaben möchte. Und außerdem benutze ich jetzt ja eh nur noch mein kleines tragbares Schätzchen.
Jedenfalls rief ich bei T-Online an, um neue Zugangsdaten anzufordern, mit denen ich dann auf meine Kosten und eigene Abrechnung über die Telefonverbindung in meiner Wohnung, die auf den Namen des Vermieters läuft, nutzen könnte. Meine Kundennummer wollte die Frau im Callcenter aber gar nicht wissen, sondern erst einmal die Telefonnummer des Anschlusses. Und Name und Adresse des Vermieters. Sie bot mir dann ein Paket mit 30 Freistunden Internet im Monat an, mit Modemverbindung und für 15 Euro im Monat. Klang gut. "Bitte schicken Sie das aber auf meinen Namen, ja?"
Natürlich kam die Post dann - über eine Woche später (die haben es auch nicht eilig, neue Kunden zu gewinnen) - an den Namen des Vermieters adressiert an. Super. Genau, was ich vermeiden wollte. Daß es da eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten gibt und ich das bei einem eventuellen Umzug (ich werde die Wohnungssuche demnächst mal wieder aufnehmen, auch wenn Wohnungssuche in Berlin nicht gerade Spaß macht) nicht mitnehmen kann, sondern dier Vermieter jeden Monat 15 Euro für etwas zahlen muß, was er weder nutzen will, noch kann. Er lebt nämlich nicht in Berlin.
Begeistert war er auch nicht, als ich ihn anrief und ihm die Sache beichtete. Klar. Und zu allem Überfluß ist er derzeit im Urlaub. Klärung also erst in zwei Wochen. Und ich hatte mich schon so darauf gefreut, abends in meiner Wohnung gemütlich im Internet surfen zu können!
Begegnung
Letzte Woche durfte ich von einer armenischen Veranstaltung berichten. Über den schnellsten und bequemsten Weg dorthin hatte ich mich - wie üblich - im Internet informiert. An der angegebenen Bushaltestelle angekommen, mußte ich die letzten paar hundert Meter zu Fuß gehen. Aber in welche Richtung? Da sah ich jemanden, der garantiert auch zu den Armeniern wollte: einen orthodoxen Geistlichen - unverkennbar mit dem langen grauen Bart, dem schwarzen Gewand und vor allem dem dicken Kreuz auf dem auch nicht mehr so ganz schlanken Bauch. Zusätzlich trug der gute Mann eine bestickte Haube auf dem Kopf und zog ein kleines Köfferchen auf Rollen hinter sich her.
Der Geistliche kam auf mich zu. "Sie wollen doch bestimmt auch zu den Armeniern!" Erstaunlich. Woran hatte der das erkannt? Ich sehe schließlich nicht wie eine Armenierin aus. Und ich glaube auch nicht, daß man mir die Journalistin ansieht. Vielleicht haben die alten Ostkirchen auch einfach nur einen besseren Draht nach ganz oben, wer weiß? ;-)
Er war übrigens auch kein Armenier, sondern Kopte. Und zwar Bischof eines Klosters in Höxter. Fast bei mir daheim also. Meine Frage: "Welche Beziehung haben denn die Kopten zu der Armenischen Kirche?" Antwort: Die alten orientalischen Kirchen bilden eine sakramentale Gemeinschaft. Soll heißen, man darf nicht nur die Gottesdienste der jeweils anderen Kirche besuchen, sondern auch z.B. die Kommunion empfangen. Da könnte sich der Benedikt ruhig mal eine Scheibe von abschneiden!
Während wir so weitergingen (die Richtung hatten wir mittlerweile von einer älteren Dame erfragt, denn die Lebenserfahrung des Bischofs besagt, daß alte Frauen in der Regel diejenigen mit der besten Ortskenntnis sind - und so war es auch in diesem Fall), meinte er mit einem amüsierten Lachen, die Leute wären bei seinem Anblick schon etwas nervös geworden. Ein älterer, irgendwie orientalisch aussehender Mann mit langem Bart, schwarzem Gewand, fremdartiger Kopfbedeckung - und vor allem dieser kleine Trolley! "Aber mit dem Kreuz auf dem Bauch müßten Sie doch eigentlich aus dem Schneider sein, oder?" (Zugegeben, das Modell, das er an dem Tag zur Schau stellte, war hauptsächlich schwarz und hob sich nicht sooo sehr von dem ebenfalls schwarzen Gewand ab, war aber dennoch eindeutig als Kreuz zu erkennen. Für mich jedenfalls.) "Nein, leider nicht. Damit zählen mich einige dann zu den iranischen Mullahs." *AUTSCH!*
Der Geistliche kam auf mich zu. "Sie wollen doch bestimmt auch zu den Armeniern!" Erstaunlich. Woran hatte der das erkannt? Ich sehe schließlich nicht wie eine Armenierin aus. Und ich glaube auch nicht, daß man mir die Journalistin ansieht. Vielleicht haben die alten Ostkirchen auch einfach nur einen besseren Draht nach ganz oben, wer weiß? ;-)
Er war übrigens auch kein Armenier, sondern Kopte. Und zwar Bischof eines Klosters in Höxter. Fast bei mir daheim also. Meine Frage: "Welche Beziehung haben denn die Kopten zu der Armenischen Kirche?" Antwort: Die alten orientalischen Kirchen bilden eine sakramentale Gemeinschaft. Soll heißen, man darf nicht nur die Gottesdienste der jeweils anderen Kirche besuchen, sondern auch z.B. die Kommunion empfangen. Da könnte sich der Benedikt ruhig mal eine Scheibe von abschneiden!
Während wir so weitergingen (die Richtung hatten wir mittlerweile von einer älteren Dame erfragt, denn die Lebenserfahrung des Bischofs besagt, daß alte Frauen in der Regel diejenigen mit der besten Ortskenntnis sind - und so war es auch in diesem Fall), meinte er mit einem amüsierten Lachen, die Leute wären bei seinem Anblick schon etwas nervös geworden. Ein älterer, irgendwie orientalisch aussehender Mann mit langem Bart, schwarzem Gewand, fremdartiger Kopfbedeckung - und vor allem dieser kleine Trolley! "Aber mit dem Kreuz auf dem Bauch müßten Sie doch eigentlich aus dem Schneider sein, oder?" (Zugegeben, das Modell, das er an dem Tag zur Schau stellte, war hauptsächlich schwarz und hob sich nicht sooo sehr von dem ebenfalls schwarzen Gewand ab, war aber dennoch eindeutig als Kreuz zu erkennen. Für mich jedenfalls.) "Nein, leider nicht. Damit zählen mich einige dann zu den iranischen Mullahs." *AUTSCH!*
Montag, 10. September 2007
Staatsbesuch
Am 25. und 26. August hatten die Ministerien ihren jährlichen Tag der offenen Tür. Klar, daß ich da hingegangen bin, wenn auch nicht in alle, sondern "nur" ins Bundeskanzleramt. Da wollte ich nämlich immer schon mal rein. Ich bin auch nicht alleine da gewesen, sondern mit Jenny zusammen - einer guten Freundin aus Rostocker Studienzeiten, die zufälligerweise zeitgleich mit mir eine Stelle in Berlin gefunden hat. :-)

Ins Bundeskanzleramt kamen wir erfreulich schnell hinein - die längste Schlange war vor der Garderobe, wo wir die Taschen abgeben mußten, und dann gab es noch eine kurze Pause vor der Sicherheitsschleuse. Aber alles in allem dauerte es keine halbe Stunde, und wir waren DRIN. Vor dem Eingang war zum Bestaunen der Kanzlerinnenwagen geparkt, eine schicke Limousine einer bekannten Marke, für die ich hier keine Werbung machen will. Das Auto durfte am Abend dann sicher einmal durch die Waschanlage, denn nachdem schätzungsweise jeder zweite einmal mit den Händen an die Scheibe gepackt hatte, sah der Wagen dann doch nicht mehr ganz so schön aus. ;-)

Innen wartete eine große Enttäuschung auf uns: die Besucher durften nur im Erdgeschoß und im ersten Stock herumlaufen. Dabei hätte ich so gerne mal den Schreibtisch der Kanzlerin in natura gesehen, oder mich in einen der Sessel im Kabinettsraum gesetzt ... :-((
Zumindest die berühmte Galerie der Kanzlerportraits konnten wir uns ansehen:

Hier war der Künstler entweder mit dem Portraitierten eng befreundet, oder er hatte einen Knick in der Linse. Jedenfalls sieht der Kohl hier verdächtig dünn aus ...

Das berühmte Immendorfportrait vom Schröder. Neben mir stand eine ältere Dame und meinte zu ihrer Freundin: "Also, das ist ja gar nicht gut getroffen! Das sieht dem Schröder überhaupt nicht ähnlich!!" Wo die Dame recht hat, da hat sie recht. Der echte Schröder hat nämlich einen ganz anderen Teint ...

So, und hier finden immer die Presseerklärungen der Kanzlerin statt. Schon überraschend - im Fernsehen sieht die Wand viel größer aus. Aber, erklärte uns eine freundliche und geduldige Angestellte im Bundeskanzleramt, das liegt an der Kameraperspektive. Wenn ich das nächste Mal Nachrichten sehe (unwahrscheinlich, habe keinen Fernseher), werde ich mal aufpassen.
Zum Schluß gingen wir noch kurz in den Garten vom Kanzleramt, und was stand da?


Ins Bundeskanzleramt kamen wir erfreulich schnell hinein - die längste Schlange war vor der Garderobe, wo wir die Taschen abgeben mußten, und dann gab es noch eine kurze Pause vor der Sicherheitsschleuse. Aber alles in allem dauerte es keine halbe Stunde, und wir waren DRIN. Vor dem Eingang war zum Bestaunen der Kanzlerinnenwagen geparkt, eine schicke Limousine einer bekannten Marke, für die ich hier keine Werbung machen will. Das Auto durfte am Abend dann sicher einmal durch die Waschanlage, denn nachdem schätzungsweise jeder zweite einmal mit den Händen an die Scheibe gepackt hatte, sah der Wagen dann doch nicht mehr ganz so schön aus. ;-)

Innen wartete eine große Enttäuschung auf uns: die Besucher durften nur im Erdgeschoß und im ersten Stock herumlaufen. Dabei hätte ich so gerne mal den Schreibtisch der Kanzlerin in natura gesehen, oder mich in einen der Sessel im Kabinettsraum gesetzt ... :-((
Zumindest die berühmte Galerie der Kanzlerportraits konnten wir uns ansehen:

Hier war der Künstler entweder mit dem Portraitierten eng befreundet, oder er hatte einen Knick in der Linse. Jedenfalls sieht der Kohl hier verdächtig dünn aus ...

Das berühmte Immendorfportrait vom Schröder. Neben mir stand eine ältere Dame und meinte zu ihrer Freundin: "Also, das ist ja gar nicht gut getroffen! Das sieht dem Schröder überhaupt nicht ähnlich!!" Wo die Dame recht hat, da hat sie recht. Der echte Schröder hat nämlich einen ganz anderen Teint ...

So, und hier finden immer die Presseerklärungen der Kanzlerin statt. Schon überraschend - im Fernsehen sieht die Wand viel größer aus. Aber, erklärte uns eine freundliche und geduldige Angestellte im Bundeskanzleramt, das liegt an der Kameraperspektive. Wenn ich das nächste Mal Nachrichten sehe (unwahrscheinlich, habe keinen Fernseher), werde ich mal aufpassen.
Zum Schluß gingen wir noch kurz in den Garten vom Kanzleramt, und was stand da?

Der berühmte Strandkorb aus Heiligendamm! Cool!
Und danach sind wir noch ein Eis essen gegangen. Und anschließend shoppen. :-)
Und danach sind wir noch ein Eis essen gegangen. Und anschließend shoppen. :-)
Vergleich
Neulich verschlug es mich dienstlich nach Bad Kissingen. In unserer Zeitschrift durfte sich die Stadt (gegen einen kleinen Druckkostenzuschuß) unseren Lesern vorstellen. Und weil ich über die feierliche Übergabe der druckfrischen Ausgabe an den Oberbürgermeister berichten sollte, durfte ich mit. Ich muß sagen, nicht übel, die Stadt. Wirklich hübsch.

Aber ehrlich gesagt, sooo viel schöner als Bad Oeynhausen ist "Deutschlands bekanntester Kurort" auch nicht! Gut, wir haben keine Palmen im Kurpark stehen, aber sonst?


Aber ehrlich gesagt, sooo viel schöner als Bad Oeynhausen ist "Deutschlands bekanntester Kurort" auch nicht! Gut, wir haben keine Palmen im Kurpark stehen, aber sonst?

Und die Wandelhalle ist vielleicht auch nicht ganz sooo prächtig. Aber ansonsten muß ich dem Andreas recht geben: Bad Oeynhausen IST schön!
Freitag, 24. August 2007
Unterwegs in Berlin
An einem Montagmorgen in der U-Bahn, ich habe mich gerade mit einem Buch hingesetzt, da meldet sich der Fahrer über Lautsprecher:
"Verehrte Fahrgäste, ick muß Ihnen leida eine Mitteilung machen. Irgendein Fahrgast in der Station (unverständlich) meinte, sich unbedingt heute im Berufsverkehr vor den Zug werfen zu müssen. - Tja, also det mit der Weiterfahrt, det is erstma utopisch."
Der Rest des Tages verlief dann übrigens auch nicht besser, aber das ist eine andere Geschichte und gehört nicht hier her.
Eines Abends bin ich mal wieder unterwegs zu einer Veranstaltung. Über die Webseite der Berliner Verkehrsgesellschaft habe ich mich über den Weg dorthin informieren können - zumindest soweit er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden kann. Sehr hilfreich. Nur muß in diesem Fall noch ein längerer Fußmarsch drangehängt werden, und über den war ich mir nicht so ganz im Klaren. Intelligenterweise hatte ich just an dem Tag meinen Stadtplan nicht dabei. Aber macht ja nichts, wozu gibt es den Busfahrer.
"Woher soll ick det wissen?!"
Weil Sie der Busfahrer sind und diese Strecke regelmäßig bedienen?..
Am Bahnhof Friedrichstraße geht ein Blinder mit seinem Hund eine Treppe herauf. Eine junge Frau mit etwas, was verdächtig nach Katzenkorb aussieht, eilt an uns vorbei. Auch dem Hund erscheint der große Plastikbehälter verdächtig. Er beschleunigt, rennt die Treppe hoch und zieht sein Herrchen hinter sich her. Der versucht, Schritt zu halten. Von der Kraft des Hundes nach vorne gezogen, muß er sich alle Mühe geben, nicht zu stolpern, zumal die junge Frau die Treppe nicht gerade, sondern schräg hinaufsteigt. Der Hund folgt der Frau bzw. dem Katzentransportbehälter ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr. Erst am Ende der Treppe kann der Blinde den Hund zurückhalten. Die Frau verschwindet in der Menge.
Wieder einmal morgens auf dem Weg zur Arbeit. (Nicht mehr in der U-Bahn, denn ich habe inzwischen eine Buslinie entdeckt, die vom Kleistpark direkt zum Rathaus Steglitz fährt. Vorher hatte ich immer umsteigen müssen. So ist es besser.) Ich habe einen Fensterplatz auf der linken Seite des Busses, sehe aber kaum nach draußen, denn ich lese wie immer unterwegs ein Buch. Nur einmal sehe ich kurz auf, als ich im Augenwinkel eine Bewegung bemerke. Ein weißer Kleintransporter fährt bedenklich dicht an den Bus heran. Da es nicht kracht und das Buch spannend ist, lese ich weiter. Der Bus fährt mit etwas mehr Schwung als üblich in die 50 Meter entfernte Haltebucht. Wenige Sekunden später prescht auch der Kleintransporter heran und parkt schwungvoll direkt vor dem Bus ein. Sowohl der Busfahrer als auch der Fahrer des Kleintransporters springen auf die Straße und beginnen sich gegenseitig anzubrüllen. Offensichtlich ist es doch zu einem "Kontakt" gekommen. Zwischendurch besichtigen beide die linke Seite des Busses, daraufhin die rechte Seite des Kleintransporters. Das Brüllen nimmt so schnell kein Ende. Der Busfahrer telefoniert mit seinen Vorgesetzten, auch der Fahrer des Kleintransports ruft jemanden an. Nach gut fünf Minuten geht die Fahrt weiter.
Etwas später am Abend, auf der Heimfahrt von einer Veranstaltung. Vier Stationen vor meiner Haltestelle werden die Fahrgäste plötzlich aufgefordert, die U-Bahn zu verlassen. Aus der Durchsage ist nicht sehr viel zu verstehen, außer, daß aufgrund irgendeiner Störung die Bahn erst einmal nicht weiterfährt. Allgemeines Seufzen, alles verläßt den Zug. Dieser fährt dann weiter und wird wahrscheinlich irgendwo geparkt. Genialerweise befinden wir uns in einer Station ohne Umsteigemöglichkeit. Doch schon nach zehn Minuten kommt eine neue Durchsage: in fünf Minuten soll es weitergehen. Und tatsächlich, eine neue Bahn fährt ein, alle steigen ein und setzen sich hin. Dann passiert erst einmal gar nichts. Eine neue Durchsage. Sie dauert gefühlte zehn Minuten und ist für alle aufgrund der Qualität der Lautsprecheranlage und der Sprechgeschwindigkeit der Stationsaufseherin absolut unverständlich - mit Ausnahme des letzten Satzes: "Wir wünschen Ihnen noch eine angenehme Fahrt!"
Die Frau schräg gegenüber blickt mich verblüfft an: "Wollen die uns verarschen?!"
Die Türen schließen sich, die U-Bahn fährt ab.
"Verehrte Fahrgäste, ick muß Ihnen leida eine Mitteilung machen. Irgendein Fahrgast in der Station (unverständlich) meinte, sich unbedingt heute im Berufsverkehr vor den Zug werfen zu müssen. - Tja, also det mit der Weiterfahrt, det is erstma utopisch."
Der Rest des Tages verlief dann übrigens auch nicht besser, aber das ist eine andere Geschichte und gehört nicht hier her.
Eines Abends bin ich mal wieder unterwegs zu einer Veranstaltung. Über die Webseite der Berliner Verkehrsgesellschaft habe ich mich über den Weg dorthin informieren können - zumindest soweit er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden kann. Sehr hilfreich. Nur muß in diesem Fall noch ein längerer Fußmarsch drangehängt werden, und über den war ich mir nicht so ganz im Klaren. Intelligenterweise hatte ich just an dem Tag meinen Stadtplan nicht dabei. Aber macht ja nichts, wozu gibt es den Busfahrer.
"Woher soll ick det wissen?!"
Weil Sie der Busfahrer sind und diese Strecke regelmäßig bedienen?..
Am Bahnhof Friedrichstraße geht ein Blinder mit seinem Hund eine Treppe herauf. Eine junge Frau mit etwas, was verdächtig nach Katzenkorb aussieht, eilt an uns vorbei. Auch dem Hund erscheint der große Plastikbehälter verdächtig. Er beschleunigt, rennt die Treppe hoch und zieht sein Herrchen hinter sich her. Der versucht, Schritt zu halten. Von der Kraft des Hundes nach vorne gezogen, muß er sich alle Mühe geben, nicht zu stolpern, zumal die junge Frau die Treppe nicht gerade, sondern schräg hinaufsteigt. Der Hund folgt der Frau bzw. dem Katzentransportbehälter ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr. Erst am Ende der Treppe kann der Blinde den Hund zurückhalten. Die Frau verschwindet in der Menge.
Wieder einmal morgens auf dem Weg zur Arbeit. (Nicht mehr in der U-Bahn, denn ich habe inzwischen eine Buslinie entdeckt, die vom Kleistpark direkt zum Rathaus Steglitz fährt. Vorher hatte ich immer umsteigen müssen. So ist es besser.) Ich habe einen Fensterplatz auf der linken Seite des Busses, sehe aber kaum nach draußen, denn ich lese wie immer unterwegs ein Buch. Nur einmal sehe ich kurz auf, als ich im Augenwinkel eine Bewegung bemerke. Ein weißer Kleintransporter fährt bedenklich dicht an den Bus heran. Da es nicht kracht und das Buch spannend ist, lese ich weiter. Der Bus fährt mit etwas mehr Schwung als üblich in die 50 Meter entfernte Haltebucht. Wenige Sekunden später prescht auch der Kleintransporter heran und parkt schwungvoll direkt vor dem Bus ein. Sowohl der Busfahrer als auch der Fahrer des Kleintransporters springen auf die Straße und beginnen sich gegenseitig anzubrüllen. Offensichtlich ist es doch zu einem "Kontakt" gekommen. Zwischendurch besichtigen beide die linke Seite des Busses, daraufhin die rechte Seite des Kleintransporters. Das Brüllen nimmt so schnell kein Ende. Der Busfahrer telefoniert mit seinen Vorgesetzten, auch der Fahrer des Kleintransports ruft jemanden an. Nach gut fünf Minuten geht die Fahrt weiter.
Etwas später am Abend, auf der Heimfahrt von einer Veranstaltung. Vier Stationen vor meiner Haltestelle werden die Fahrgäste plötzlich aufgefordert, die U-Bahn zu verlassen. Aus der Durchsage ist nicht sehr viel zu verstehen, außer, daß aufgrund irgendeiner Störung die Bahn erst einmal nicht weiterfährt. Allgemeines Seufzen, alles verläßt den Zug. Dieser fährt dann weiter und wird wahrscheinlich irgendwo geparkt. Genialerweise befinden wir uns in einer Station ohne Umsteigemöglichkeit. Doch schon nach zehn Minuten kommt eine neue Durchsage: in fünf Minuten soll es weitergehen. Und tatsächlich, eine neue Bahn fährt ein, alle steigen ein und setzen sich hin. Dann passiert erst einmal gar nichts. Eine neue Durchsage. Sie dauert gefühlte zehn Minuten und ist für alle aufgrund der Qualität der Lautsprecheranlage und der Sprechgeschwindigkeit der Stationsaufseherin absolut unverständlich - mit Ausnahme des letzten Satzes: "Wir wünschen Ihnen noch eine angenehme Fahrt!"
Die Frau schräg gegenüber blickt mich verblüfft an: "Wollen die uns verarschen?!"
Die Türen schließen sich, die U-Bahn fährt ab.
Dienstag, 7. August 2007
Impressionen vom Winterfeldmarkt
Wenn ich aus dem Haus gehe, mich nach links wende und an der Straßenecke wieder links abbiege, dann kommt nach ein paar hundert Metern auf der rechten Seite eine Kirche. Hinter der Kirche findet immer Mittwochs und Samstags der Winterfeldmarkt statt, laut meines Reiseführers einer der schönsten Wochenmärkte überhaupt und eine altehrwürdige Berliner Institution. Da gehe ich Samstags auch immer gerne einkaufen oder zumindest bummeln, denn dieser Markt ist wirklich schön!

Es gibt viele Stände mit frischem Obst und Gemüse, teils in deutscher, teils in türkischer Hand. Was es bei dem einen nicht gibt, hat ein anderer garantiert. Man muß nur fragen.

Mindestens drei Stände gibt es, an denen Seifenprodukte verkauft werden, und zwar solche aus Seifenfabriken, die (fast) noch wie handgemacht aussehen. Und natürlich riechen sie alle fantastisch.

Daneben gibt es auch viel, was der Westfale als "Gedöns" bezeichnen würde - Kunstgewerbliches, Tücher, Kleinkram. Manches davon ist wirklich hübsch (nur leider auch teuer ...)

An den Einkaufskörben bin ich mehrmals vorbeigegangen. Einmal, weil der Stand so zentral gelegen ist, aber auch, weil ich es irgendwie schick finde, mit so einem Korb über den Markt zu schlendern. Aus praktischen und finanziellen Erwägungen habe ich diesen Gedanken dann aber doch wieder fallen lassen. Ich brauche so was nicht. Und sich einen Korb nur deshalb zu kaufen, um ihn spazieren zu führen, ist ja auch albern. ;-)

Wie gesagt, Obst und Gemüse gibt es in rauhen Mengen. Und überhaupt viele Bioprodukte. Und viele Menschen, die dort einkaufen, aber auch nicht so viele, daß es voll wäre. Es ist ein sehr entspanntes Einkaufen ...

... nach dem man sich gemütlich an einer der "Freßbuden" am Rand des Marktes oder in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants zum Kaffee niederlassen kann. Vor allem natürlich jetzt im Sommer.
Nachdem ich in Ruhe über den Markt geschlendert und viele Fotos gemacht hatte, habe ich mich allerdings nicht ins Café gesetzt. Danach habe ich erst einmal selbst eingekauft (mit einer vollen Tüte am Arm fotografiert es sich so schlecht) und bin anschließend in den erstbesten Buchladen marschiert und habe mir den neuen "Harry Potter" gekauft. Die Bilder stammen nämlich alle vom 21. Juli, und ich habe sie schon längst bloggen wollen.
So, und zum Abschluß zeige ich Euch noch mein Lieblingsbild vom Winterfeldmarkt:


Es gibt viele Stände mit frischem Obst und Gemüse, teils in deutscher, teils in türkischer Hand. Was es bei dem einen nicht gibt, hat ein anderer garantiert. Man muß nur fragen.

Mindestens drei Stände gibt es, an denen Seifenprodukte verkauft werden, und zwar solche aus Seifenfabriken, die (fast) noch wie handgemacht aussehen. Und natürlich riechen sie alle fantastisch.

Daneben gibt es auch viel, was der Westfale als "Gedöns" bezeichnen würde - Kunstgewerbliches, Tücher, Kleinkram. Manches davon ist wirklich hübsch (nur leider auch teuer ...)

An den Einkaufskörben bin ich mehrmals vorbeigegangen. Einmal, weil der Stand so zentral gelegen ist, aber auch, weil ich es irgendwie schick finde, mit so einem Korb über den Markt zu schlendern. Aus praktischen und finanziellen Erwägungen habe ich diesen Gedanken dann aber doch wieder fallen lassen. Ich brauche so was nicht. Und sich einen Korb nur deshalb zu kaufen, um ihn spazieren zu führen, ist ja auch albern. ;-)

Wie gesagt, Obst und Gemüse gibt es in rauhen Mengen. Und überhaupt viele Bioprodukte. Und viele Menschen, die dort einkaufen, aber auch nicht so viele, daß es voll wäre. Es ist ein sehr entspanntes Einkaufen ...

... nach dem man sich gemütlich an einer der "Freßbuden" am Rand des Marktes oder in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants zum Kaffee niederlassen kann. Vor allem natürlich jetzt im Sommer.
Nachdem ich in Ruhe über den Markt geschlendert und viele Fotos gemacht hatte, habe ich mich allerdings nicht ins Café gesetzt. Danach habe ich erst einmal selbst eingekauft (mit einer vollen Tüte am Arm fotografiert es sich so schlecht) und bin anschließend in den erstbesten Buchladen marschiert und habe mir den neuen "Harry Potter" gekauft. Die Bilder stammen nämlich alle vom 21. Juli, und ich habe sie schon längst bloggen wollen.
So, und zum Abschluß zeige ich Euch noch mein Lieblingsbild vom Winterfeldmarkt:

Mittwoch, 1. August 2007
Meine Wohnung
So, jetzt hat es doch noch geklappt. :-)

Das sind meine Fenster. Schön ruhig in einem Seitenflügel gelegen, in einer ruhigen Straße, mit netten Nachbarn. Und der vermutlich besten Eisdiele Berlins nur ein paar Häuser weiter. Da gibt es richtig leckere Sorten: Hot Chocolat (Schoko mit Chili), Ingwer Joghurt, Mangolassi, ...


Das sind meine Fenster. Schön ruhig in einem Seitenflügel gelegen, in einer ruhigen Straße, mit netten Nachbarn. Und der vermutlich besten Eisdiele Berlins nur ein paar Häuser weiter. Da gibt es richtig leckere Sorten: Hot Chocolat (Schoko mit Chili), Ingwer Joghurt, Mangolassi, ...

Und das ist mein Wohn- und Schlafzimmer. Das Schlafsofa ist eher häßlich und klemmt, wenn ich es wieder zusammenschieben will, also lasse ich das lieber. Spart eh Zeit.
Ansonsten gibt es noch ein zweites Zimmer, was aber ein Durchgangszimmer ist, mit Eßtisch, Stühlen und einem kleinen Schrank. Eine kleine Küche mit Elektroherd (wichtig, in Berlin scheint es fast nur Gasherde zu geben), und ein kleines Wannenbad. Eine Dusche wäre mir lieber, aber in der Badewanne kann ich zumindest auch gut Wäsche waschen.
Ansonsten gibt es noch ein zweites Zimmer, was aber ein Durchgangszimmer ist, mit Eßtisch, Stühlen und einem kleinen Schrank. Eine kleine Küche mit Elektroherd (wichtig, in Berlin scheint es fast nur Gasherde zu geben), und ein kleines Wannenbad. Eine Dusche wäre mir lieber, aber in der Badewanne kann ich zumindest auch gut Wäsche waschen.
Was in den letzten Wochen so geschah ...
Eigentlich hatte ich gestern abend schon wieder bloggen wollen und bin zu diesem Zweck extra zum Sony Center gefahren, weil das ein kostenloser Hotspot ist. Hatte ja schon mal funktioniert. Nur gestern nicht. :-( Verbindung hergestellt, war angeblich einwandfrei, nur funktioniert hat nichts. *frust* Vielleicht versuche ich es doch mal mit der Modemverbindung in der Wohnung. Kann mir mal jemand sagen, welche Preise da akzeptabel sind?
Heute habe ich mich in der Stadtbibliothek angemeldet (schont meinen Geldbeutel!), und da es hier auch einen Hotspot gibt (für einen Euro die Stunde) und ich meinen Computer zufällig dabei hatte, nutze ich einfach die Gelegenheit. Damit es im Juli nicht bei einem einzigen Eintrag bleibt. Nur das Hochladen von Bildern hat hier eben noch nicht so funktioniert (nämlich gar nicht), das probiere ich gleich noch mal. Dann gibt es Fotos von meiner Wohnung und von dem schönen Wochenmarkt gleich bei mir um die Ecke.
Momentan ist Sommerloch, so daß ich ziemlich viele freie Abende habe (aber nicht immer Lust, die dann im Sony Center zu verbringen). Schön, aber es wird nicht lange so bleiben. Bald geht es wieder los, mit mindestens einer Veranstaltung pro Abend.
Ich muß sagen, die Arbeit macht viel Spaß. Weil wir nur über eine spezielle Art von Veranstaltungen schreiben, zu denen meistens eh immer - mit einigen Ausnahmen - dieselben Leute hingehen, habe ich in diesen zwei Monaten schon einige flüchtige Bekanntschaften schließen können. Anfangs stand ich oft noch ziemlich verloren auf den Empfängen rum, kannte keinen und traute mich kaum, jemanden anzusprechen. Inzwischen habe ich mich daran einigermaßen gewöhnt, und da ich, wie gesagt, inzwischen schon den einen oder die andere kennen, habe ich immer wieder jemanden zum Begrüßen, mache ein bißchen Small Talk und lerne nebenbei wieder jemanden kennen.
Mit den Kollegen komme ich nach wie vor sehr gut zurecht, und - was das wichtigste ist - der Chef scheint zufrieden mit mir zu sein. Behauptet er jedenfalls. ;-)
Die Wohnungssuche habe ich in den letzten drei Wochen ein bißchen schleifen lassen. Zuerst hatte ich keine Lust, am Wochenende darauf stand Harry Potter auf dem Programm (für den ich schlappe zehn Stunden gebraucht habe *stolz*). Eine sehr fesselnde Lektüre, und natürlich blieb danach keine Zeit, sich um die Berliner Morgenpost und ihre Immobilienanzeigen zu kümmern. Tja, und dieses Wochenende war ich wieder dienstlich in Erfurt, kam erst am Samstagabend völlig erschlagen zurück nach Berlin und hatte danach auch einfach keine Lust mehr. Bis dahin hatte ich mir einige Wohnungen angesehen, aber die waren alle nichts. Und da meine Wohnung mit Ausnahme der Kälte (die bei den Temperaturen letzte Woche allerdings extrem angenehm war), der fehlenden Waschmaschine und den nicht mir gehörenden Möbeln an sich sehr schön ist, habe ich natürlich gewissen Ansprüche.
Vor drei Wochen habe ich die Ausstellung "Königsgräber der Skythen" im Martin-Gropius-Bau besucht. Klasse!! Unbedingt zu empfehlen für alle, die demnächst nach Berlin kommen. Ob ich mir die aus New York kommenden schönsten Franzosen ansehen werde, weiß ich noch nicht. Interessant wär's ja, aber mal sehen. Meine Eltern hatten zu diesem Zweck schon ihren Besuch "angedroht", vielleicht lasse ich mich dann einladen. ;-)
Heute habe ich mich in der Stadtbibliothek angemeldet (schont meinen Geldbeutel!), und da es hier auch einen Hotspot gibt (für einen Euro die Stunde) und ich meinen Computer zufällig dabei hatte, nutze ich einfach die Gelegenheit. Damit es im Juli nicht bei einem einzigen Eintrag bleibt. Nur das Hochladen von Bildern hat hier eben noch nicht so funktioniert (nämlich gar nicht), das probiere ich gleich noch mal. Dann gibt es Fotos von meiner Wohnung und von dem schönen Wochenmarkt gleich bei mir um die Ecke.
Momentan ist Sommerloch, so daß ich ziemlich viele freie Abende habe (aber nicht immer Lust, die dann im Sony Center zu verbringen). Schön, aber es wird nicht lange so bleiben. Bald geht es wieder los, mit mindestens einer Veranstaltung pro Abend.
Ich muß sagen, die Arbeit macht viel Spaß. Weil wir nur über eine spezielle Art von Veranstaltungen schreiben, zu denen meistens eh immer - mit einigen Ausnahmen - dieselben Leute hingehen, habe ich in diesen zwei Monaten schon einige flüchtige Bekanntschaften schließen können. Anfangs stand ich oft noch ziemlich verloren auf den Empfängen rum, kannte keinen und traute mich kaum, jemanden anzusprechen. Inzwischen habe ich mich daran einigermaßen gewöhnt, und da ich, wie gesagt, inzwischen schon den einen oder die andere kennen, habe ich immer wieder jemanden zum Begrüßen, mache ein bißchen Small Talk und lerne nebenbei wieder jemanden kennen.
Mit den Kollegen komme ich nach wie vor sehr gut zurecht, und - was das wichtigste ist - der Chef scheint zufrieden mit mir zu sein. Behauptet er jedenfalls. ;-)
Die Wohnungssuche habe ich in den letzten drei Wochen ein bißchen schleifen lassen. Zuerst hatte ich keine Lust, am Wochenende darauf stand Harry Potter auf dem Programm (für den ich schlappe zehn Stunden gebraucht habe *stolz*). Eine sehr fesselnde Lektüre, und natürlich blieb danach keine Zeit, sich um die Berliner Morgenpost und ihre Immobilienanzeigen zu kümmern. Tja, und dieses Wochenende war ich wieder dienstlich in Erfurt, kam erst am Samstagabend völlig erschlagen zurück nach Berlin und hatte danach auch einfach keine Lust mehr. Bis dahin hatte ich mir einige Wohnungen angesehen, aber die waren alle nichts. Und da meine Wohnung mit Ausnahme der Kälte (die bei den Temperaturen letzte Woche allerdings extrem angenehm war), der fehlenden Waschmaschine und den nicht mir gehörenden Möbeln an sich sehr schön ist, habe ich natürlich gewissen Ansprüche.
Vor drei Wochen habe ich die Ausstellung "Königsgräber der Skythen" im Martin-Gropius-Bau besucht. Klasse!! Unbedingt zu empfehlen für alle, die demnächst nach Berlin kommen. Ob ich mir die aus New York kommenden schönsten Franzosen ansehen werde, weiß ich noch nicht. Interessant wär's ja, aber mal sehen. Meine Eltern hatten zu diesem Zweck schon ihren Besuch "angedroht", vielleicht lasse ich mich dann einladen. ;-)
Dienstag, 3. Juli 2007
Kurzes Lebenszeichen zwischendurch
Die gute Nachricht zuerst: ja, ich lebe noch!
Die schlechte Nachricht lautet: ich habe keine anständige Internetverbindung in meiner neuen Wohnung. Soll heißen: es gibt zwar eine, aber "nur" analog, und ich muß mich noch für einen Anbieter entscheiden. Was gar nicht so leicht ist, denn ich muß ja auch die Kosten im Auge behalten. Der Vermieter hat zwar angeboten, WLAN einzurichten, aber da ich schon wieder auf Wohnungssuche bin, lohnt sich das meines Erachtens nicht.
Die Wohnung gefällt mir ganz gut, sie ist schön ruhig in einem hübschen Seitenflügel gelegen, in einer ruhigen Straße mitten im schönen Schöneberg, aber sie hat zwei Nachteile: es gibt keine Waschmaschine (und auch keinen Anschluß oder gar Platz dafür), und die Möbel sind auch nicht meine. Darum suche ich wieder nach etwas neuem, aber jetzt kann ich mir ja Zeit lassen. Ich hoffe so auf September oder Oktober. Und dann wieder richtig mit Internet. :-)
Bis dahin werde ich wohl nur sporadisch zum Bloggen kommen, denn die neue Arbeit nimmt mich ganz schön in Anspruch. Tagsüber sitze ich im Büro, schreibe eigene kleine Artikel oder sende die eingehenden Artikel von den Korrespondenten weiter an den Chefredakteur und die von letzterem redigierten Texte sowie die Fotos und Bildunterschriften an die Grafikerin, die dann alles zusammenfügt. Klingt nach wenig Arbeit, aber wenn fünf Artikel plus Bilder und Bildunterschriften auf meinem Rechner ankommen, die alle entsprechend weitergeleitet werden müssen, dann dauert es schon so eine Zeit, bis ich das alles abgearbeitet und habe. Außerdem bin ich für den Veranstaltungskalender zuständig, also: welcher von den drei Berlin-Berichterstattern (zwei freie Mitarbeiter und ich) geht wann wo hin.
Abends bin ich dann regelmäßig auf irgendeiner Veranstaltung, manchmal auch auf zweien nacheinander, je nachdem, und über die meisten dieser Veranstaltungen berichte ich dann auch. Der Chef kommt meistens mit, weil er mehr Leute kennt und mich dann auch oft vorstellen kann. Auf einige Veranstaltungen gehen wir auch nur "aus Spaß an der Freude", soll heißen: um mit Anzeigenkunden und Kooperationspartnern im Gespräch zu bleiben. Da freue ich mich direkt über einen der wenigen freien Abende, an denen ich auch einfach mal zu Hause bleiben kann. Oder ins Sony Center gehen und den kostenlosen Hot Spot nutzen kann, so wie ich das jetzt erstmals tue.
Also, wie gesagt: ich lebe noch, es geht mir gut, die Arbeit ist interessant und macht Spaß - nur mit dem Bloggen läuft es gerade nicht so gut. Das vermisse ich schon wahnsinnig (ich schrieb es, glaube ich, schon einmal: es macht süchtig!), aber es läßt sich eben auch nicht ändern. Darum möchte ich alle meine Leser um etwas Geduld bitten - ich werde diesen Blog nicht aufgeben!
Die schlechte Nachricht lautet: ich habe keine anständige Internetverbindung in meiner neuen Wohnung. Soll heißen: es gibt zwar eine, aber "nur" analog, und ich muß mich noch für einen Anbieter entscheiden. Was gar nicht so leicht ist, denn ich muß ja auch die Kosten im Auge behalten. Der Vermieter hat zwar angeboten, WLAN einzurichten, aber da ich schon wieder auf Wohnungssuche bin, lohnt sich das meines Erachtens nicht.
Die Wohnung gefällt mir ganz gut, sie ist schön ruhig in einem hübschen Seitenflügel gelegen, in einer ruhigen Straße mitten im schönen Schöneberg, aber sie hat zwei Nachteile: es gibt keine Waschmaschine (und auch keinen Anschluß oder gar Platz dafür), und die Möbel sind auch nicht meine. Darum suche ich wieder nach etwas neuem, aber jetzt kann ich mir ja Zeit lassen. Ich hoffe so auf September oder Oktober. Und dann wieder richtig mit Internet. :-)
Bis dahin werde ich wohl nur sporadisch zum Bloggen kommen, denn die neue Arbeit nimmt mich ganz schön in Anspruch. Tagsüber sitze ich im Büro, schreibe eigene kleine Artikel oder sende die eingehenden Artikel von den Korrespondenten weiter an den Chefredakteur und die von letzterem redigierten Texte sowie die Fotos und Bildunterschriften an die Grafikerin, die dann alles zusammenfügt. Klingt nach wenig Arbeit, aber wenn fünf Artikel plus Bilder und Bildunterschriften auf meinem Rechner ankommen, die alle entsprechend weitergeleitet werden müssen, dann dauert es schon so eine Zeit, bis ich das alles abgearbeitet und habe. Außerdem bin ich für den Veranstaltungskalender zuständig, also: welcher von den drei Berlin-Berichterstattern (zwei freie Mitarbeiter und ich) geht wann wo hin.
Abends bin ich dann regelmäßig auf irgendeiner Veranstaltung, manchmal auch auf zweien nacheinander, je nachdem, und über die meisten dieser Veranstaltungen berichte ich dann auch. Der Chef kommt meistens mit, weil er mehr Leute kennt und mich dann auch oft vorstellen kann. Auf einige Veranstaltungen gehen wir auch nur "aus Spaß an der Freude", soll heißen: um mit Anzeigenkunden und Kooperationspartnern im Gespräch zu bleiben. Da freue ich mich direkt über einen der wenigen freien Abende, an denen ich auch einfach mal zu Hause bleiben kann. Oder ins Sony Center gehen und den kostenlosen Hot Spot nutzen kann, so wie ich das jetzt erstmals tue.
Also, wie gesagt: ich lebe noch, es geht mir gut, die Arbeit ist interessant und macht Spaß - nur mit dem Bloggen läuft es gerade nicht so gut. Das vermisse ich schon wahnsinnig (ich schrieb es, glaube ich, schon einmal: es macht süchtig!), aber es läßt sich eben auch nicht ändern. Darum möchte ich alle meine Leser um etwas Geduld bitten - ich werde diesen Blog nicht aufgeben!
Montag, 18. Juni 2007
Berlin-Marathon
Am Sonntagmorgen sind wir früh aufgestanden, denn ich wollte Cari möglichst viel von Berlin zeigen (und sie wollte natürlich auch viel sehen, wo sie schon mal da war ;-) ).
Die erste Station: der Checkpoint Charlie bzw. das Haus am Checkpoint Charlie, ein privates Museum, das an die deutsche Teilung, den Mauerbau und die Versuche von DDR-Bürgern, in den Westen zu fliehen, dokumentiert.

Es war wahnsinnig interessant, durch die Ausstellung zu gehen. Besonders beeindruckt haben mich der Mut und der Erfindungsreichtum der Leute, die z.T. mit selbstgebastelten Mini-U-Booten und Heißluftballons "rübermachten". Oder die Fluchthelfer, von denen einige aus völlig uneigennützigen Motiven und unter Gefahr für Leib und Leben DDR-Flüchtlinge in den Westen brachten. Das sind wahre Helden.
Um kurz nach neun waren wir am Museum angekommen, und nach zwei Stunden waren wir durch die Ausstellung durch. Gerade rechtzeitig, denn als wir das Gebäude verließen, setzte der Touristenansturm ein.
Wir zogen gleich weiter zur Warschauer Straße, um uns die East Side Gallery anzusehen.

Das längste erhaltene, zusammenhängende Teilstück der Berliner Mauer, bemalt von Künstlern aus aller Welt. Es ist wohl die größte Freiluftgalerie der Welt. Ein schöner "Verwendungszweck" für die Mauer mit zum Teil wirklich schönen Bildern.
Gleichzeitig mußte ich so kurz nach dem Museumbesuch beim Anblick des Mauerrestes auch immer daran denken, wieviel Kraft und Entschlossenheit es gekostet haben muß, da hinüberzuklettern. Um danach dem Beschuß tückischer Selbstschußanlagen ausgesetzt zu werden. Ich jedenfalls, die ich im Sportunterricht am Reck grundsätzlich den nassen Sack gegeben habe, wäre gar nicht erst über die "erste" Mauer hinübergekommen.
Leider haben die Kunstwerke sehr gelitten, denn anscheinend mußte sich jeder vorbeikommende darauf verewigen. Ein Teilstück wurde vor einigen Jahren gereinigt und restauriert, und danach hat man eine Plakette angebracht, die um Respekt vor den Kunstwerken bittet. Leider erfolglos. Es ist eine Schande, daß es Menschen gibt, die vor den Weken anderer keinen Respekt haben.

Diese hier habe ich sogar "in flagranti" erwischt. Fast noch mehr als die Krakelei selbst hat mich geärgert, daß die eine Frau den Vorfall noch stolz mit der Kamera festgehalten hat. >(
Manchmal bin ich einfach zu schüchtern und zurückhaltend. Eigentlich hätte ich hingehen und den beiden Weibern gehörig die Meinung sagen müssen. Aber so etwas kann ich einfach nicht. *selbstohrfeig*

Uns so sieht die Mühlenstraße aus, an der entlang die East Side Gallery sich befindet. Nicht besonders schön, aber der Himmel sah einfach nur klasse aus. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. :-)
"Mittagessen" gab es im Ostbahnhof. Ich wußte, daß es da ein ordentliches Eiscafé gibt, und da Cari noch nie etwas von "Spaghetti-Eis" gehört hatte, mußte diese Bildungslücke natürlich schleunigst gestopft werden. ;-)
Nächste Station die Hackeschen Höfe. Wir schlenderten durch das Gewirr der Hinterhöfe und Durchgänge mit den vielen kleinen Läden.

Nur schade, daß Sonntag und daher einiges geschlossen hatte. Der kleine Spielzeugladen beispielsweise sah sehr interessant aus. Aber zum Glück war der Ampelmännchenladen offen. Wirklich lustig, was es dort alles gibt: Nudeln, Handtücher, Babykleidung, T-Shirts, Aufkleber, Eiswürfelbehälter, ... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Danach hatten wir immer noch fast drei Stunden Zeit, bevor Cari wieder am Bahnhof sein mußte. Ein schneller Blick in meinen neuen Berlin-Reiseführer (ich kenne mich ja auch nicht soo gut in der Stadt aus ;-) ) zeigte: der Berliner Dom ist ganz in der Nähe und zu Fuß erreichbar. Außerdem fing es an zu regnen, daher erschien es uns ratsam, sich etwas mit Dach zu suchen.

Letzteres war allerdings überflüssig, denn der Regen hörte noch schneller auf als er angefangen hatte. Trotzdem sind wir in den Dom gegangen. ;-) Der Innenraum ist gigantisch und wunderschön. Aber am besten ist der Rundblick, den man von der Kuppel aus über die ganze Stadt hat. Um dorthin zu gelangen, muß man allerdings über 250 Stufen nach oben steigen. Je höher man kommt, desto enger und schmaler werden die Stufen. Das Treppenhaus ist ein sicherer Anwärter auf den Titel "häßlichstes Treppenhaus der Welt". Ich war mir gar nicht so sicher, ob ich mich wirklich in einem Sakralgebäude befand. Stellenweise hatte es große Ähnlichkeit mit dem Dachboden eines Mietshauses. Eines sehr häßlichen Mietshauses.

Aber wie schon gesagt, die Aussicht ist wunderschön und entschädigt für alles. Sei es die großen Engelsstatuen am Rand der Kuppel oder der Blick über Berlin - einfach toll.

Und, ich muß es noch einmal sagen, das Wetter hat voll mitgespielt. Von den schönen Wolken abgesehen, war die Luft sehr klar und gab eine gute Fernsicht.

Auf der Spree war Rush hour. Schon verrückt, wie viele dieser Schiffe an dem Tag unterwegs waren. Und auch wenn wahrscheinlich keines voll ausgebucht war, dürfte sich das Geschäft für alle gelohnt haben.
Vom Dom aus sind wir dann langsam Unter den Linden entlang Richtung Hauptbahnhof gewandert. Wir hatten aber immer noch Zeit, und so setzten wir uns am Spreeufer auf eine im passenden Moment frei gewordene Bank in den Schatten und ruhten uns etwas aus.
Plötzlich ertönte lautes Rufen, und wer stand da vor uns? Mein Brüderchen, das gerade auf Klassenfahrt in Berlin weilt, und drei seiner Freunde! Hätten Cari und ich die Reichstagsbesichtigung nicht schon am Abend vorher gemacht, hätten Gero und ich uns schon eher hallo sagen können, denn die hatten sich den Reichstag auch am Sonntagmorgen angesehen (wie ich es ursprünglich auch geplant hatte).

Die erste Station: der Checkpoint Charlie bzw. das Haus am Checkpoint Charlie, ein privates Museum, das an die deutsche Teilung, den Mauerbau und die Versuche von DDR-Bürgern, in den Westen zu fliehen, dokumentiert.

Es war wahnsinnig interessant, durch die Ausstellung zu gehen. Besonders beeindruckt haben mich der Mut und der Erfindungsreichtum der Leute, die z.T. mit selbstgebastelten Mini-U-Booten und Heißluftballons "rübermachten". Oder die Fluchthelfer, von denen einige aus völlig uneigennützigen Motiven und unter Gefahr für Leib und Leben DDR-Flüchtlinge in den Westen brachten. Das sind wahre Helden.
Um kurz nach neun waren wir am Museum angekommen, und nach zwei Stunden waren wir durch die Ausstellung durch. Gerade rechtzeitig, denn als wir das Gebäude verließen, setzte der Touristenansturm ein.
Wir zogen gleich weiter zur Warschauer Straße, um uns die East Side Gallery anzusehen.

Das längste erhaltene, zusammenhängende Teilstück der Berliner Mauer, bemalt von Künstlern aus aller Welt. Es ist wohl die größte Freiluftgalerie der Welt. Ein schöner "Verwendungszweck" für die Mauer mit zum Teil wirklich schönen Bildern.
Gleichzeitig mußte ich so kurz nach dem Museumbesuch beim Anblick des Mauerrestes auch immer daran denken, wieviel Kraft und Entschlossenheit es gekostet haben muß, da hinüberzuklettern. Um danach dem Beschuß tückischer Selbstschußanlagen ausgesetzt zu werden. Ich jedenfalls, die ich im Sportunterricht am Reck grundsätzlich den nassen Sack gegeben habe, wäre gar nicht erst über die "erste" Mauer hinübergekommen.
Leider haben die Kunstwerke sehr gelitten, denn anscheinend mußte sich jeder vorbeikommende darauf verewigen. Ein Teilstück wurde vor einigen Jahren gereinigt und restauriert, und danach hat man eine Plakette angebracht, die um Respekt vor den Kunstwerken bittet. Leider erfolglos. Es ist eine Schande, daß es Menschen gibt, die vor den Weken anderer keinen Respekt haben.

Diese hier habe ich sogar "in flagranti" erwischt. Fast noch mehr als die Krakelei selbst hat mich geärgert, daß die eine Frau den Vorfall noch stolz mit der Kamera festgehalten hat. >(
Manchmal bin ich einfach zu schüchtern und zurückhaltend. Eigentlich hätte ich hingehen und den beiden Weibern gehörig die Meinung sagen müssen. Aber so etwas kann ich einfach nicht. *selbstohrfeig*

Uns so sieht die Mühlenstraße aus, an der entlang die East Side Gallery sich befindet. Nicht besonders schön, aber der Himmel sah einfach nur klasse aus. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. :-)
"Mittagessen" gab es im Ostbahnhof. Ich wußte, daß es da ein ordentliches Eiscafé gibt, und da Cari noch nie etwas von "Spaghetti-Eis" gehört hatte, mußte diese Bildungslücke natürlich schleunigst gestopft werden. ;-)
Nächste Station die Hackeschen Höfe. Wir schlenderten durch das Gewirr der Hinterhöfe und Durchgänge mit den vielen kleinen Läden.

Nur schade, daß Sonntag und daher einiges geschlossen hatte. Der kleine Spielzeugladen beispielsweise sah sehr interessant aus. Aber zum Glück war der Ampelmännchenladen offen. Wirklich lustig, was es dort alles gibt: Nudeln, Handtücher, Babykleidung, T-Shirts, Aufkleber, Eiswürfelbehälter, ... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Danach hatten wir immer noch fast drei Stunden Zeit, bevor Cari wieder am Bahnhof sein mußte. Ein schneller Blick in meinen neuen Berlin-Reiseführer (ich kenne mich ja auch nicht soo gut in der Stadt aus ;-) ) zeigte: der Berliner Dom ist ganz in der Nähe und zu Fuß erreichbar. Außerdem fing es an zu regnen, daher erschien es uns ratsam, sich etwas mit Dach zu suchen.

Letzteres war allerdings überflüssig, denn der Regen hörte noch schneller auf als er angefangen hatte. Trotzdem sind wir in den Dom gegangen. ;-) Der Innenraum ist gigantisch und wunderschön. Aber am besten ist der Rundblick, den man von der Kuppel aus über die ganze Stadt hat. Um dorthin zu gelangen, muß man allerdings über 250 Stufen nach oben steigen. Je höher man kommt, desto enger und schmaler werden die Stufen. Das Treppenhaus ist ein sicherer Anwärter auf den Titel "häßlichstes Treppenhaus der Welt". Ich war mir gar nicht so sicher, ob ich mich wirklich in einem Sakralgebäude befand. Stellenweise hatte es große Ähnlichkeit mit dem Dachboden eines Mietshauses. Eines sehr häßlichen Mietshauses.

Aber wie schon gesagt, die Aussicht ist wunderschön und entschädigt für alles. Sei es die großen Engelsstatuen am Rand der Kuppel oder der Blick über Berlin - einfach toll.

Und, ich muß es noch einmal sagen, das Wetter hat voll mitgespielt. Von den schönen Wolken abgesehen, war die Luft sehr klar und gab eine gute Fernsicht.

Auf der Spree war Rush hour. Schon verrückt, wie viele dieser Schiffe an dem Tag unterwegs waren. Und auch wenn wahrscheinlich keines voll ausgebucht war, dürfte sich das Geschäft für alle gelohnt haben.
Vom Dom aus sind wir dann langsam Unter den Linden entlang Richtung Hauptbahnhof gewandert. Wir hatten aber immer noch Zeit, und so setzten wir uns am Spreeufer auf eine im passenden Moment frei gewordene Bank in den Schatten und ruhten uns etwas aus.
Plötzlich ertönte lautes Rufen, und wer stand da vor uns? Mein Brüderchen, das gerade auf Klassenfahrt in Berlin weilt, und drei seiner Freunde! Hätten Cari und ich die Reichstagsbesichtigung nicht schon am Abend vorher gemacht, hätten Gero und ich uns schon eher hallo sagen können, denn die hatten sich den Reichstag auch am Sonntagmorgen angesehen (wie ich es ursprünglich auch geplant hatte).

Eine kurze Begrüßung, dann zogen die Jungs weiter. Meinem Brüderchen (zweiter von rechts) war das ganze Treffen sichtbar peinlich. Na ja, das liegt am Alter. Aber lustig war es auf jeden Fall. Die Welt ist klein.
Kurz darauf hieß es aber auch für Cari und mich Abschied nehmen. Wir gingen zum Bahnhof, Cari besorgte sich noch etwas Verpflegung für die lange Fahrt nach Prag, dann kam der Zug, und ich blieb winkend am Bahnsteig zurück. :-(
Es war ein schönes Wochenende. Zwar auch sehr anstrengend (ich werde alt ...), aber es war einfach nur schön, Cari nach einem Jahr wiederzusehen, ihr die zwei Ecken von Berlin zu zeigen, die ich schon kenne, und ein paar neue gemeinsam mit ihr zu entdecken. Schade nur, daß es so kurz war. Aber die wenige Zeit haben wir gut nutzen können. :-)
Und Caris Bericht mit ihren Eindrücken von Berlin gibt es hier.
Kurz darauf hieß es aber auch für Cari und mich Abschied nehmen. Wir gingen zum Bahnhof, Cari besorgte sich noch etwas Verpflegung für die lange Fahrt nach Prag, dann kam der Zug, und ich blieb winkend am Bahnsteig zurück. :-(
Es war ein schönes Wochenende. Zwar auch sehr anstrengend (ich werde alt ...), aber es war einfach nur schön, Cari nach einem Jahr wiederzusehen, ihr die zwei Ecken von Berlin zu zeigen, die ich schon kenne, und ein paar neue gemeinsam mit ihr zu entdecken. Schade nur, daß es so kurz war. Aber die wenige Zeit haben wir gut nutzen können. :-)
Und Caris Bericht mit ihren Eindrücken von Berlin gibt es hier.
Sonntag, 17. Juni 2007
Reisestatistik
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Über Cari bin ich an diesen Link gekommen - die rot unterlegten Länder habe ich alle schon mal besucht, wenn auch z.T. nur kurz. Das sieht schon gar nicht schlecht aus, ist aber eindeutig noch etwas sehr europalastig. Theoretisch hätte ich auch Süd-Korea noch dazunehmen können, aber da bin ich auf der Rückreise von Japan nur für anderthalb Stunden zwischengelandet und hatte Mühe, die Augen offenzuhalten. Das zählt nicht. :-(
Auch auf meiner Prioritätenliste der Länder, die ich unbedingt einmal sehen möchte, finden sich v.a. europäische Staaten: die drei baltischen Republiken, Bulgarien und Rumänien, die Ukraine und der gesamte Kaukasus. Aber natürlich möchte ich einmal Cari in New York besuchen und mit der South Ferry an einem Samstag zur Freiheitsstatue fahren ...
Auch auf meiner Prioritätenliste der Länder, die ich unbedingt einmal sehen möchte, finden sich v.a. europäische Staaten: die drei baltischen Republiken, Bulgarien und Rumänien, die Ukraine und der gesamte Kaukasus. Aber natürlich möchte ich einmal Cari in New York besuchen und mit der South Ferry an einem Samstag zur Freiheitsstatue fahren ...
Langersehntes Wiedersehen
Was war das für ein anstrengendes Wochenende! Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht und ich bereue keine einzige Minute.
Cari weilt gerade in Europa, genauer gesagt: in Prag, wo sie einen Sommerkurs belegt. Und da bieten sich die Wochenenden ja geradezu dazu an, in Europa herumzureisen. An diesem Wochenende ist sie mich in Berlin besuchen gekommen. Das war zuerst mit den Terminen etwas kompliziert, weil ich einfach sehr lange nicht wußte, ab wann genau ich in Berlin bin, wo ich dann wohne usw. usf. Unzählige E-Mails wurden hin- und hergeschickt, bis wir uns auf einen Termin einigen konnten. Ich bin sehr froh, daß wir ein Treffen vereinbaren konnten, denn immerhin hatten wir uns vor ziemlich genau einem Jahr das letzte Mal gesehen. Nur daß ich einen Teil des Wochenendes auswärts verbringen mußte, war zwar etwas schade, aber nicht zu ändern.
Cari ist irgendwann am späten Vormittag in Berlin angekommen und hat sich zunächst auf eigene Faust die Stadt angesehen. Bei ihr als erfahrener Weltreisender hatte ich da auch gar keine Bedenken. ;-) Abends hatten wir uns um 18:00 im Hauptbahnhof verabredet, und zwar bei dem Asiaresataurant im Erdgeschoß links in der großen Eingangshalle, von der aus man direkt zum Kanzleramt sehen kann. (Tip für alle, die sich mal in Berlin verabreden müssen und sich da auch noch nicht so gut auskennen: das ist ein guter Treffpunkt, leicht zu erreichen und leicht zu finden.)

Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung machten wir uns sofort zu Fuß auf in Richtung Regierungsviertel. Wir zogen am Bundespressestrand (ein herrliches Bild: all die Leute, die auf Liegestühlen direkt an der Spree in der Sonne saßen und sich einfach nur entspannen) vorbei, ebenso an den Parlamentsgebäuden und dem ARD-Hauptstadtstudio, und schlenderten gemächlichen Schrittes Richtung Friedrichsstraße. Dort ganz in der Nähe befindet sich nämlich die Ständige Vertretung, die mir bei meinem Besuch Anfang März schon so gut gefallen hatte. Natürlich hätten wir draußen an der Spree sitzen können, aber wir sind doch nach drinnen gegangen, weil es da nun einmal viel, viel interessanter ist. Cari traute sich auch gleich an das Altkanzler-Filet (Currywurst mit Kartoffelsalat) heran. Damit war dieses Muß eines jeden Berlinbesuchers auch schon erledigt.
Es war noch nicht spät, auch noch gar nicht dunkel, und so machte ich nach dem Essen den Vorschlag, zum Reichstag hinüberzugehen und einen Blick auf die Warteschlange zu werfen. Falls sich die Länge derselben in Grenzen hielt, könnten wir schon heute abend auf die Kuppel steigen und müßten das nicht morgen früh erledigen. Gesagt, getan. Die Schlange war auch wirklich gar nicht lang. Sie endete knapp hinter dem Schild "Ab hier 30 Minuten Wartezeit". Eine halbe Stunde - das ist ja gar nichts.

Natürlich haben wir uns gleich angestellt und nutzten die Zeit zum Fotografieren und Reden. Vor allem natürlich letzterem, denn nach über einem Jahr hat man sich natürlich schon eine Menge zu erzählen. ;-)
Die halbe Stunde verging jedenfalls wie im Flug, und ehe wir uns versahen, waren wir schon in der Eingangshalle, passierten die Sicherheitskontrolle und fuhren im Fahrstuhl nach oben.

Im März war ich das erste und bis heute einzige Mal da oben, und wieder war es wunderschön. Allerdings hatten Cari und ich viel mehr Zeit. Im März hatten wir es nur geschafft, einmal die Kuppel rauf und runter zu gehen, denn wir hatten ja einen Tisch reserviert.

Also konnten wir gestern auch auf dem Dach außerhalb der Kuppel ein wenig herumspazieren. So sah ich auch endlich den Innenhof mit der Sammlung von Erde aus allen Wahlkreisen. Und der bewußt als Gegenpol zur über dem Eingang befindlichen Inschrift "Dem deutschen Volke" gesetzten Widmung "Der Bevölkerung".

Nach einer Weile sind wir dann aber auch in die Kuppel hinein und bis ganz nach oben gegangen. Wieder haben wir Fotos gemacht.

Das Wetter war absolut traumhaft - schönes Licht, interessante Wolkenformationen. Der Himmel gab den perfekten Hintergrund zur fantastisch schönen Architektur des Reichstagsgebäudes und überhaupt des gesamten Regierungsviertels.

Cari weilt gerade in Europa, genauer gesagt: in Prag, wo sie einen Sommerkurs belegt. Und da bieten sich die Wochenenden ja geradezu dazu an, in Europa herumzureisen. An diesem Wochenende ist sie mich in Berlin besuchen gekommen. Das war zuerst mit den Terminen etwas kompliziert, weil ich einfach sehr lange nicht wußte, ab wann genau ich in Berlin bin, wo ich dann wohne usw. usf. Unzählige E-Mails wurden hin- und hergeschickt, bis wir uns auf einen Termin einigen konnten. Ich bin sehr froh, daß wir ein Treffen vereinbaren konnten, denn immerhin hatten wir uns vor ziemlich genau einem Jahr das letzte Mal gesehen. Nur daß ich einen Teil des Wochenendes auswärts verbringen mußte, war zwar etwas schade, aber nicht zu ändern.
Cari ist irgendwann am späten Vormittag in Berlin angekommen und hat sich zunächst auf eigene Faust die Stadt angesehen. Bei ihr als erfahrener Weltreisender hatte ich da auch gar keine Bedenken. ;-) Abends hatten wir uns um 18:00 im Hauptbahnhof verabredet, und zwar bei dem Asiaresataurant im Erdgeschoß links in der großen Eingangshalle, von der aus man direkt zum Kanzleramt sehen kann. (Tip für alle, die sich mal in Berlin verabreden müssen und sich da auch noch nicht so gut auskennen: das ist ein guter Treffpunkt, leicht zu erreichen und leicht zu finden.)

Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung machten wir uns sofort zu Fuß auf in Richtung Regierungsviertel. Wir zogen am Bundespressestrand (ein herrliches Bild: all die Leute, die auf Liegestühlen direkt an der Spree in der Sonne saßen und sich einfach nur entspannen) vorbei, ebenso an den Parlamentsgebäuden und dem ARD-Hauptstadtstudio, und schlenderten gemächlichen Schrittes Richtung Friedrichsstraße. Dort ganz in der Nähe befindet sich nämlich die Ständige Vertretung, die mir bei meinem Besuch Anfang März schon so gut gefallen hatte. Natürlich hätten wir draußen an der Spree sitzen können, aber wir sind doch nach drinnen gegangen, weil es da nun einmal viel, viel interessanter ist. Cari traute sich auch gleich an das Altkanzler-Filet (Currywurst mit Kartoffelsalat) heran. Damit war dieses Muß eines jeden Berlinbesuchers auch schon erledigt.
Es war noch nicht spät, auch noch gar nicht dunkel, und so machte ich nach dem Essen den Vorschlag, zum Reichstag hinüberzugehen und einen Blick auf die Warteschlange zu werfen. Falls sich die Länge derselben in Grenzen hielt, könnten wir schon heute abend auf die Kuppel steigen und müßten das nicht morgen früh erledigen. Gesagt, getan. Die Schlange war auch wirklich gar nicht lang. Sie endete knapp hinter dem Schild "Ab hier 30 Minuten Wartezeit". Eine halbe Stunde - das ist ja gar nichts.

Natürlich haben wir uns gleich angestellt und nutzten die Zeit zum Fotografieren und Reden. Vor allem natürlich letzterem, denn nach über einem Jahr hat man sich natürlich schon eine Menge zu erzählen. ;-)
Die halbe Stunde verging jedenfalls wie im Flug, und ehe wir uns versahen, waren wir schon in der Eingangshalle, passierten die Sicherheitskontrolle und fuhren im Fahrstuhl nach oben.

Im März war ich das erste und bis heute einzige Mal da oben, und wieder war es wunderschön. Allerdings hatten Cari und ich viel mehr Zeit. Im März hatten wir es nur geschafft, einmal die Kuppel rauf und runter zu gehen, denn wir hatten ja einen Tisch reserviert.

Also konnten wir gestern auch auf dem Dach außerhalb der Kuppel ein wenig herumspazieren. So sah ich auch endlich den Innenhof mit der Sammlung von Erde aus allen Wahlkreisen. Und der bewußt als Gegenpol zur über dem Eingang befindlichen Inschrift "Dem deutschen Volke" gesetzten Widmung "Der Bevölkerung".

Nach einer Weile sind wir dann aber auch in die Kuppel hinein und bis ganz nach oben gegangen. Wieder haben wir Fotos gemacht.

Das Wetter war absolut traumhaft - schönes Licht, interessante Wolkenformationen. Der Himmel gab den perfekten Hintergrund zur fantastisch schönen Architektur des Reichstagsgebäudes und überhaupt des gesamten Regierungsviertels.

Aber irgendwann hatten wir alles gesehen, darum machten wir uns auf den Weg zu meiner provisorischen Wohnung. Das dauerte allerdings etwas länger als geplant, denn auf der direkt zum Rathaus Steglitz führenden S-Bahn war "ein Stellwerk abgestürzt" (so habe ich jedenfalls die leicht unverständliche Durchsage im Bahnhof verstanden), und da mußten wir einen kleinen Umweg fahren. Es wurde noch ein wenig geredet und erzählt, aber wir beide waren müde und hatten für den nächsten Tag noch einiges vor.
Und davon erzähle ich beim nächsten Mal.
Und davon erzähle ich beim nächsten Mal.
Dienstag, 12. Juni 2007
Die ersten Tage in Berlin
So, ich bin letzten Donnerstag gut in Berlin angekommen und habe in den letzten Tagen schon fleißig in der Redaktion mitgearbeitet, obwohl ich offiziell ja erst am Freitag anfange. Aber da mir meine Unterkunft bislang von denen gestellt wird, ist es ja wohl das mindeste, wenn ich mich schon mal nützlich mache. Gestern abend war ich schon auf einer Veranstaltung, habe zwei Fotos gemacht und heute einen (sehr kurzen) Bericht geschrieben, und heute mittag habe ich den Chef zu einem Interview mit zwei sehr reizenden Damen begleitet und wieder ein paar schöne Fotos von den beiden gemacht. Am Samstag habe ich schon bei der Endkorrektur der aktuellen Ausgabe mitgeholfen, die morgen schon in den Druck geht. Es macht wirklich Spaß. Die Kollegen sind nett und hilfsbereit, der Chef auch. Was will man mehr?
Eine richtige Wohnung, in der sich auch ein Herd, Kühlschrank und Dusche befinden. Und die nicht direkt unterm Dach liegt. Die Temperaturanzeige meines Weckers zeigte gestern und heute gut 30° an, was ich nicht mal in meinem kleinen Verschlag in Japan erreicht hatte. War die Klimaanlage doch zu etwas nutze. ;-) Glücklicherweise ist hier heute abend ein Gewitter runtergegangen, das die Außentemperatur ordentlich gesenkt hat. Jetzt habe ich alle Fenster sperrangelweit auf und hoffe, etwas von der Kühle hier in die Bude zu bekommen.
Zwei Wohnungen habe ich mir bis jetzt angesehen. Die eine gefällt mir nicht, und die andere ist zwar schön und ruhig gelegen, bescheiden aber nett eingerichtet und sofort beziehbar, verströmte aber (weil sie seit mindestens über einer Woche nicht gelüftet wurde) einen leicht muffigen Geruch. Der sich zwar sehr schnell verflüchtigte, aber trotzdem ist das doch ein eher schlechtes Zeichen. Auch wenn es nur für eine Übergangszeit ist. Da bin ich mir noch sehr unsicher. Bis morgen habe ich Bedenkzeit.
So, und zum Abschluß noch ein Foto von der Aussicht aus "meinem" Fenster (wenn ich mich auf's Sofa stelle):

Eine richtige Wohnung, in der sich auch ein Herd, Kühlschrank und Dusche befinden. Und die nicht direkt unterm Dach liegt. Die Temperaturanzeige meines Weckers zeigte gestern und heute gut 30° an, was ich nicht mal in meinem kleinen Verschlag in Japan erreicht hatte. War die Klimaanlage doch zu etwas nutze. ;-) Glücklicherweise ist hier heute abend ein Gewitter runtergegangen, das die Außentemperatur ordentlich gesenkt hat. Jetzt habe ich alle Fenster sperrangelweit auf und hoffe, etwas von der Kühle hier in die Bude zu bekommen.
Zwei Wohnungen habe ich mir bis jetzt angesehen. Die eine gefällt mir nicht, und die andere ist zwar schön und ruhig gelegen, bescheiden aber nett eingerichtet und sofort beziehbar, verströmte aber (weil sie seit mindestens über einer Woche nicht gelüftet wurde) einen leicht muffigen Geruch. Der sich zwar sehr schnell verflüchtigte, aber trotzdem ist das doch ein eher schlechtes Zeichen. Auch wenn es nur für eine Übergangszeit ist. Da bin ich mir noch sehr unsicher. Bis morgen habe ich Bedenkzeit.
So, und zum Abschluß noch ein Foto von der Aussicht aus "meinem" Fenster (wenn ich mich auf's Sofa stelle):

Mittwoch, 6. Juni 2007
Sendepause
In der nächsten Zeit wird das hier wohl nichts mit dem Bloggen, ich ziehe nämlich morgen schon nach Berlin. Allerdings erst einmal übergangsweise in die Gästewohnung des Hauses, in dem sich auch die Redaktion der Zeitschrift, bei der ich ab nächster Woche Freitag arbeiten werde, befindet.
Laut meinem Chef gibt es in Berlin eine Wohnungsgesellschaft, die komplett eingerichtete Wohnungen vermietet. Und zwar auf einige Monate befristet. Gedacht ist das für Geschäftsleute und Diplomaten, die relativ kurzfristig nach Berlin versetzt werden und entsprechend kurzfristig eine Wohnung benötigen. Die haben dann ein Dach über dem Kopf, müssen aber trotzdem nicht ins Hotel ausweichen, und haben dann Zeit und Ruhe, eine "richtige" Wohnung zu finden. Auch sonst werden in Berlin auch immer möblierte Wohnungen auf Zeit vermietet. Und so soll es bei mir auch erst einmal laufen. In den nächsten Tagen werde ich mir dann ein paar dieser möblierten Wohnungen ansehen.
Mit anderen Worten: ich habe keine Ahnung, wo ich demnächst wohnen werde. Und wann ich wieder eine eigene Internetverbindung habe. Und was ich in dieser Wohnung brauchen werde. Das macht das Packen etwas schwierig. Beinahe den kompletten Inhalt meines Kleiderschranks habe ich schon in dem großen Rucksack und der großen Reisetasche gestopft. Nur die Winterpullover und -jacken bleiben erst einmal noch hier. Bis ich die brauche, dauert es noch eine Weile. Ansonsten nehme ich mit: Bügeleisen, Wasserkocher, Tasse, Teller, Besteck und mein Bettzeug. Plus diversen Kleinkram, auf den ich nicht verzichten will.
Was steht sonst noch an? Cari weilt gerade für einen Monat in Prag und kommt nächstes Wochenende nach Berlin. Auf dieses Treffen freue ich mich schon seit langem. :-)
(Weil sie auf jeden Fall bei mir übernachten wird, egal wo ich dann wohne, nehme ich am besten auch noch einen Schlafsack mit. Sicher ist sicher.)
Laut meinem Chef gibt es in Berlin eine Wohnungsgesellschaft, die komplett eingerichtete Wohnungen vermietet. Und zwar auf einige Monate befristet. Gedacht ist das für Geschäftsleute und Diplomaten, die relativ kurzfristig nach Berlin versetzt werden und entsprechend kurzfristig eine Wohnung benötigen. Die haben dann ein Dach über dem Kopf, müssen aber trotzdem nicht ins Hotel ausweichen, und haben dann Zeit und Ruhe, eine "richtige" Wohnung zu finden. Auch sonst werden in Berlin auch immer möblierte Wohnungen auf Zeit vermietet. Und so soll es bei mir auch erst einmal laufen. In den nächsten Tagen werde ich mir dann ein paar dieser möblierten Wohnungen ansehen.
Mit anderen Worten: ich habe keine Ahnung, wo ich demnächst wohnen werde. Und wann ich wieder eine eigene Internetverbindung habe. Und was ich in dieser Wohnung brauchen werde. Das macht das Packen etwas schwierig. Beinahe den kompletten Inhalt meines Kleiderschranks habe ich schon in dem großen Rucksack und der großen Reisetasche gestopft. Nur die Winterpullover und -jacken bleiben erst einmal noch hier. Bis ich die brauche, dauert es noch eine Weile. Ansonsten nehme ich mit: Bügeleisen, Wasserkocher, Tasse, Teller, Besteck und mein Bettzeug. Plus diversen Kleinkram, auf den ich nicht verzichten will.
Was steht sonst noch an? Cari weilt gerade für einen Monat in Prag und kommt nächstes Wochenende nach Berlin. Auf dieses Treffen freue ich mich schon seit langem. :-)
(Weil sie auf jeden Fall bei mir übernachten wird, egal wo ich dann wohne, nehme ich am besten auch noch einen Schlafsack mit. Sicher ist sicher.)
Dienstag, 5. Juni 2007
Und dann war da noch ...
... eine große Einrichtung des Bundes, die Nachwuchsstellen ausgeschrieben hatte. Lange her, Anfang März war's, da habe ich das Bewerbungsformular im Internet ausgefüllt, abgeschickt und sofort eine automatische Eingangsbestätigung per E-Mail bekommen. Und dann kam gar nichts mehr. Ich hatte die Sache schon abgeschrieben. Aber gestern, am 4. Juni, nur schlappe drei Monate später hatte ich plötzlich eine E-Mail in meinem Postfach: "Zwischennachricht Stellenausschreibung XY/123". Es sind über 2000 Bewerbungen eingegangen, das sei sehr schön, man freue sich über das rege Interesse, aber die Sichtung der Bewerbungsunterlagen werde sich aufgrund der hohen Bewerberzahl doch etwas länger hinziehen als geplant, außerdem müßten nun mehrere Auswahlverfahren durchgeführt werden. Gegenwärtig gehe man davon aus, daß die Auswahlverfahren im Herbst 2007 abgeschlossen sein werden.
Und dann kommt er wieder, dieser wundervolle Satz: "Dafür bitte ich Sie um Verständnis und ein wenig Geduld."
Verständnis wofür? Daß man drei Monate braucht, um festzustellen, daß man mit den über 2000 Bewerbungen doch nicht so schnell fertig wird?!
Und dann kommt er wieder, dieser wundervolle Satz: "Dafür bitte ich Sie um Verständnis und ein wenig Geduld."
Verständnis wofür? Daß man drei Monate braucht, um festzustellen, daß man mit den über 2000 Bewerbungen doch nicht so schnell fertig wird?!
Ihre Bewerbung vom ...
Eine der wichtigsten Regeln für Arbeitssuchende lautet: die Bewerbungsunterlagen müssen vollständig und ordentlich sein, im Anschreiben und Lebenslauf ist auf Rechtschreibung und korrekte Anrede des Empfängers zu achten. Das kann man praktisch in allen Bewerbungsratgebern (auf Papier oder online) so oder so ähnlich nachlesen. Und es versteht sich im Grunde genommen auch von selbst.
Und was bekommt der Bewerber vom Unternehmen oder der Behörde zurück? Zunächst einmal hagelt es Eingangsbestätigungen. Das Thema hatte ich ja schon mal. "Aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen blablabla ...". Von der Sorte habe ich dieses Mal sehr viele bekommen, und das lag sicher nicht nur daran, daß ich verstärkt E-Mail-Bewerbungen verschickt hatte. Auch in Papierform kamen erst einmal viele Schreiben dieser Art.
Wochen später kommen die Unterlagen zurück. Vielen Dank, daß Sie bei uns arbeiten möchten, aber leider ... Und dann wird noch hinterhergetreten: "Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg." O.K., es ist eine höfliche Abschlußformel und wahrscheinlich nett gemeint, aber spätestens bei der zehnten Absage in Folge liest es sich für den Empfänger wie blanker Hohn. Und nach der zwanzigsten Absage möchte man den Schrieb am liebsten in die Tonne kloppen.
Und wie sieht es mit der stilistischen Gestaltung aus? Normal, mit Briefkopf und Firmenlogo , das z.T. auch in Farbe, manchmal auch auf etwas festerem, edleren Papier. Da sind halt Profis am Werk.
Oder aber auch nicht.
Einmal bekam ich eine Eingangsbestätigung, die mich schief ansah. Jawohl, denn das Blatt Papier mußte falsch in den Drucker eingelegt worden sein und war schräg herausgekommen. Toll. Klar, so etwas kann passieren, aber dann entsorgt man den verunglückten Brief und druckt es noch mal aus. Was wäre wohl mit meiner Bewerbung passiert, wenn ich das Anschreiben in dieser Form eingereicht hätte?!
Den Vogel abgeschossen hat das Schreiben eines Unternehmens aus der Schweiz. Wäre ich der Personaler und die der Bewerber, die Bewerbung wäre sofort im Mülleimer gelandet. Erst einmal ist die Adresse falsch. Zugegeben, die Schreibweise meines Wohnorts ist nicht so ganz einfach, aber man kann es doch aus meinem Anschreiben abschreiben. Die Sekretärin da konnte es nicht. So wurde aus "Bad Oeynhausen" mal eben "Bad Oyhausen". Im eigentlichen Schreiben ging es weiter: "Obwohl wir überzeugt sind, dass Sie mir (!) Ihren sehr guten Qualifikationen für viele Stellen der richtig (!) Spezialist sind, ..." Wow, das zeigt mir doch gleich, daß Sie meine Bewerbung bei Ihnen sehr ernst genommen haben, wenn Sie sich soooo viel Mühe mit der Absage machen!
Und was bekommt der Bewerber vom Unternehmen oder der Behörde zurück? Zunächst einmal hagelt es Eingangsbestätigungen. Das Thema hatte ich ja schon mal. "Aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen blablabla ...". Von der Sorte habe ich dieses Mal sehr viele bekommen, und das lag sicher nicht nur daran, daß ich verstärkt E-Mail-Bewerbungen verschickt hatte. Auch in Papierform kamen erst einmal viele Schreiben dieser Art.
Wochen später kommen die Unterlagen zurück. Vielen Dank, daß Sie bei uns arbeiten möchten, aber leider ... Und dann wird noch hinterhergetreten: "Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg." O.K., es ist eine höfliche Abschlußformel und wahrscheinlich nett gemeint, aber spätestens bei der zehnten Absage in Folge liest es sich für den Empfänger wie blanker Hohn. Und nach der zwanzigsten Absage möchte man den Schrieb am liebsten in die Tonne kloppen.
Und wie sieht es mit der stilistischen Gestaltung aus? Normal, mit Briefkopf und Firmenlogo , das z.T. auch in Farbe, manchmal auch auf etwas festerem, edleren Papier. Da sind halt Profis am Werk.
Oder aber auch nicht.
Einmal bekam ich eine Eingangsbestätigung, die mich schief ansah. Jawohl, denn das Blatt Papier mußte falsch in den Drucker eingelegt worden sein und war schräg herausgekommen. Toll. Klar, so etwas kann passieren, aber dann entsorgt man den verunglückten Brief und druckt es noch mal aus. Was wäre wohl mit meiner Bewerbung passiert, wenn ich das Anschreiben in dieser Form eingereicht hätte?!
Den Vogel abgeschossen hat das Schreiben eines Unternehmens aus der Schweiz. Wäre ich der Personaler und die der Bewerber, die Bewerbung wäre sofort im Mülleimer gelandet. Erst einmal ist die Adresse falsch. Zugegeben, die Schreibweise meines Wohnorts ist nicht so ganz einfach, aber man kann es doch aus meinem Anschreiben abschreiben. Die Sekretärin da konnte es nicht. So wurde aus "Bad Oeynhausen" mal eben "Bad Oyhausen". Im eigentlichen Schreiben ging es weiter: "Obwohl wir überzeugt sind, dass Sie mir (!) Ihren sehr guten Qualifikationen für viele Stellen der richtig (!) Spezialist sind, ..." Wow, das zeigt mir doch gleich, daß Sie meine Bewerbung bei Ihnen sehr ernst genommen haben, wenn Sie sich soooo viel Mühe mit der Absage machen!
Montag, 4. Juni 2007
Letzte Gelegenheit
Gestern mittag war das Wetter eher mäßig: bedeckt, windig und kühl. Am späten Nachmittag aber verzogen sich die Wolken, die Sonne kam hervor, und es wurde wärmer. Da haben wir meine Mutter und ich uns spontan entschlossen, zur Aqua Magica zu fahren und eine Fahrt auf dem Riesenrad zu machen. Andreas war ja auch schon mal da und hat ein tolles Foto gemacht.

Mit 60 Metern Höhe kann es zwar nicht mit dem Riesenrad in Yokohama mithalten, aber etwas besonderes ist es schon, denn es handelt sich um das größte transportable Riesenrad der Welt.

Seit Ende April steht das Riesenrad schon auf dem Gelände der Aqua Magica, oder besser gesagt: stand, denn gestern war die letzte Gelegenheit, darauf zu fahren. Ab heute wird es wieder abgebaut. :-(

Schon vor zwei Jahren war das Riesenrad in der Stadt, und die Fahrt hatte mir viel Spaß gemacht. Weil es so groß ist und relativ langsam fährt, spürt man die Auf- und Abbewegung nicht so sehr wie bei kleineren Riesenrädern. Da kann man sich in Ruhe auf die schöne Aussicht konzentrieren. Auch gestern war es so, obwohl ich den Eindruck hatte, daß es sich etwas schneller als beim letzten Mal drehte.
Durch die Porta konnte ich bis in die Norddeutsche Tiefebene hineinblicken.

Im Hintergrund das Wiehengebirge.

Und da im Hintergrund liegt Oberbecksen.

Fazit: schön war's. Wie gut, daß wir uns noch entschlossen haben, hinzufahren.

Mit 60 Metern Höhe kann es zwar nicht mit dem Riesenrad in Yokohama mithalten, aber etwas besonderes ist es schon, denn es handelt sich um das größte transportable Riesenrad der Welt.

Seit Ende April steht das Riesenrad schon auf dem Gelände der Aqua Magica, oder besser gesagt: stand, denn gestern war die letzte Gelegenheit, darauf zu fahren. Ab heute wird es wieder abgebaut. :-(

Schon vor zwei Jahren war das Riesenrad in der Stadt, und die Fahrt hatte mir viel Spaß gemacht. Weil es so groß ist und relativ langsam fährt, spürt man die Auf- und Abbewegung nicht so sehr wie bei kleineren Riesenrädern. Da kann man sich in Ruhe auf die schöne Aussicht konzentrieren. Auch gestern war es so, obwohl ich den Eindruck hatte, daß es sich etwas schneller als beim letzten Mal drehte.
Durch die Porta konnte ich bis in die Norddeutsche Tiefebene hineinblicken.

Im Hintergrund das Wiehengebirge.

Und da im Hintergrund liegt Oberbecksen.

Fazit: schön war's. Wie gut, daß wir uns noch entschlossen haben, hinzufahren.
Sonntag, 3. Juni 2007
Entdeckungen in der Wäsche
Ich sortiere die Wäsche vorm Bügeln. Am Ende habe ich drei Stapel: niedrige Hitze, mittlere Hitze und volle Pulle. Um die Kleidungsstücke dem jeweils richtigen Stapel zuordnen zu können, sehe ich mir die Etiketten an - sofern das Etikett noch vorhanden ist. Aber von den Pflegehinweisen abgesehen, habe ich den Etiketten bislang keine größere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Welch sträflicher Fehler, wie ich gestern nachmittag erkennen mußte!

Nehmen wir dieses zum Beispiel. Neben den üblichen Pflegehinweisen, Infos zu Hersteller und Art des Stoffes wird mir hier doch allen Ernstes "viel Spaß beim Waschen" gewünscht!
Hm, das kann man durchaus auch ironisch verstehen ...
Nach dieser Entdeckung habe ich auch bei den anderen Etiketten etwas genauer hingeschaut. Und wurde in einem T-Shirt wieder fündig:

Die Angst vor Schmerzensgeldklagen treibt immer bizarrere Blüten ...

Nehmen wir dieses zum Beispiel. Neben den üblichen Pflegehinweisen, Infos zu Hersteller und Art des Stoffes wird mir hier doch allen Ernstes "viel Spaß beim Waschen" gewünscht!
Hm, das kann man durchaus auch ironisch verstehen ...
Nach dieser Entdeckung habe ich auch bei den anderen Etiketten etwas genauer hingeschaut. Und wurde in einem T-Shirt wieder fündig:

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